Kaufempfehlung und Tips für Komposter

D

Dragonfly83

Neuling
#1
Hi, ich bin mir nicht sicher, ob ich in diesem Bereich zu 100% richtig bin (wenn nicht schonmal sorry).
Wir sind vor 3 Monaten von der Stadt (Wohnung) etwas ländlicher in ein Häuschen gezogen wodurch ich nun zahlreichen neuen Herausforderungen entgegenstehe.
Eine davon ist ein Komposter für den Garten.
Durch nun anstehende Gartenarbeiten und Rasenpflege kommt einbischen was an Grünabfall zusammen was ich natürlich gern kompostieren würde (würde zusätzlich den Küchenabfall entlasten).
Wir haben ein Verhältnismäßig kleinen Garten würde mal so auf 100-120m2 tippen. Kann jemand ein Komposter empfehlen? Mich würden nämlich Meinungen interessieren wo der schon eine gewisse Zeit im Betrieb ist.
Und natürlich interessiert mich als unerfahrener was es zu beachten gibt und was überhaupt nicht geht.

Lg
 
  • Supernovae

    Supernovae

    Foren-Urgestein
    #2
    Hallöchen und Willkommen!

    Unsere Garten haben annähernd die selbe Größe, Dragonfly.

    Bei Kompostern scheiden sich, wie ganz oft im Garten, die Geister.
    Es gibt offene und geschlossene Systeme, das weißt du ja sicher schon.
    Vor zwei Jahren habe ich mir ein günstigen geschlossenen "Schnellkomposter" zugelegt (findest du beim großen Onlinekaufhaus) und ihn in die hintere schattige Ecke im Garten platziert.
    Da meine Kompostwirtschaft so aussieht, dass ich alles mehr oder weniger gut oder schlecht schichte, habe ich eine suboptimale Rotte.
    Jedoch werde ich diesen Herbst "ernten". Für mich ist das okay so.

    Beim Schichten ist prinzipiell wichtig, darauf zu achten, das eine vernünftige Luftzirkulation im Inneren entsteht. Für die Praxis heißt das: Hier mal ein bißchen Strauchschnitt, da mal etwas Rasenschnitt (wobei du gerade hiermit etwas aufpassen musst, dass diese Schicht nicht allzu dick wird, sonst wird das ekelig schleimig, lieber vorher etwas antrocknen lassen), dann ein bisschen alte Blumenerde, vielleicht eine Priese gefallenes Laub (hier vorsicht mit Eichenlaub!), oder der Heckenschnitt (da auch darauf schauen, welche Hecke im Garten ist), dann ein bisschen Biomüll (aber bitte keine Bananen, Zitronen oder Orangen).

    Vielleicht schreibst du was du schon so weißt, dann können dir die nachfolgenden User noch bessere Antworten geben...)

    Liebe Grüße und gutes Gelingen.
     
    Orangina

    Orangina

    Foren-Urgestein
    #3
    Hallo Dragonfly,
    Supernovae hat ja schon das Wesentliche genannt. Dem ist eigentlich nix mehr hinzuzufügen. Ist Geschmackssache, ob Du Dir einen geschlossenen Komposter oder ein billigeres, offenes Lattensilo in den Garten holst. Wenn man die richtigen Zutaten richtig einfüllt, stinkt auch nichts, egal ob offen oder geschlossen. (Nicht in die pralle Sonne stellen!)
    Du könntest eventuell über zwei Komposter nachdenken: Einer wird mit den üblichen Garten- und Küchenabfällen gefüttert (je kleiner Du die Sachen zerschneidest, um so leichter verrotten sie.)
    Wenn der dann voll ist, lässt Du ihn in Ruhe und der andere wird befüllt. Nach ca. 'nem Jahr kannst Du dann vom ersten den Kompost absieben. So hast Du immer was für Deine Beete. Soll die Rotte schneller ablaufen, kann man auch umschichten, das Unterste zuoberst schaufeln. Das ist mir persönlich aber zu anstrengend.:verrueckt:
    Ich hab 3 Stück stehen und zusätzlich noch einen nur für Laub. Bevor ich meine Komposterei eröffnete, hab ich die Kompostseiten im Netz gelesen. Das war sehr hilfreich für mich. :cool:
     
    D

    Dragonfly83

    Neuling
    #4
    Hi, erstmal danke für die schnelle Antwort.
    Leider beträgt das wissen gleich Null, ich weiß nur, dass rasenschnitt locker bzw geschichtet seinen Platz im Kompost finden soll, kein sonniger Stellplatz und ein bodengitter zum Schutz vor Nagetieren sollte vorhanden sein. Was für eine Kapazität wäre denn bei einem Garten meiner Größe realistisch (lieber zu groß als zu klein). Welchen Thermo könnte man in Bezug auf Stabilität und Nutzen empfehlen? Habe verschiedenste Preisklassen gesehen und weiß aus anderen Themen, dass teuer nicht automatisch besser ist. Lg
     
  • Supernovae

    Supernovae

    Foren-Urgestein
    #5
    Ich habe hier den Thermo-King 600 von Garantia hier stehen (wie gesagt, über A*azon bestellt) Da er neben Tannen und Eiben steht, wollte ich persönlich einen mit Deckel haben.
    Weil ich weiß dass es in meinem Komposter nicht so heiß wird, gebe ich z.b. nichts was noch keimen kann rein (da scheiden sich aber auch wieder die Meinungen)
    Keine Kartoffelschalen,Löwenzahnwurzeln, Tomaten und auch den Kirschlorbeer-Schnitt, wie auch das von den Thujen und dem Efeu gebe ich nicht rein. Das kommt in die Bio-Tonne (240L, kleinere gibt es bei uns nicht. Leerung alle 14Tage), die ich im ganzen Sommer so zwei oder drei Mal habe leeren lassen...

    Du brauchst auch nicht extra die teuren Gitter für untendrunter zu kaufen. Ich habe Kaninchendraht dreilagig drunter.

    Was ich zu meinem Thermo noch sagen wollte: Das System ist ja von einer teuren Marke abgeschaut. Falls du dir so einen, oder ähnlichen zulegen möchtest: Du musst schauen, das der plan steht, denn die vier Seiten werden durch Steckverbindungen (so wie bei Türscharnieren) aufeinander geschoben.
    Ich habe das nur mäßig berücksichtigt und bekomme jetzt die untere Entnahmeklappe nicht auf (deshalb kann ich auch nicht bewerten ob das mit der Erdentnahme überhaupt so funktioniert, wie das in der Produktbeschreibung angegeben ist).

    Hast du noch Fragen?
     
  • Orangina

    Orangina

    Foren-Urgestein
    #6
    Dragonfly, schau mal hier.
    Eventuell hilft Dir das ein bisschen.
    Ob die teuren Thermokomposter auch wirklich besser sind muss sich dann wohl erst im Gebrauch zeigen.
    Wenn ich mich recht erinnere, hat unser @Opitzel einen guten und beste Erfahrungen damit gemacht. Vielleicht schreibt er ja was dazu...
     
  • Joes

    Joes

    Foren-Urgestein
    #7
    Ähnlich wie Orangina habe ich drei Komposter nebeneinander. Die sind mit Betonpfosten und schrägen
    Steckbrettchen sehr gut zu bedienen. Zuerst wollte ich zwei nacheinander füllen und dann den ersten
    in den Dritten umschichten. Tatsächlich fülle ich jetzt alle drei gleichmäßig auf und entnehme laufend
    von unten (einfach Steckbrettchen unten ziehen) fertigen Kompost. Muss nicht mal gesiebt werden.
    Im Herbst stelle ich noch einen runden Drahtkorb auf, um das Herbstlaub der Bäume zu sammeln.
    Später wandert es ebenfalls in die Komposter.
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Frau B aus C

    Frau B aus C

    Mitglied
    #8
    Es kommt immer darauf an, wie die Situation im Garten ist.
    Meine Tochter hat eine sehr großen Garten, ländlich, keine Nachbarn.
    Da haben wir einfach einen Komposthaufen ohne Komposter angelegt. An einer Seiten wird Kompost abgelegt, an der anderen Seite entnommen. Von zwei Seiten eine Hecke gepflanzt. Ist nicht arbeitsintensiv. Sieht ordentlich aus. Geht aber nur in einem großen Garten.

    Und ich habe 4 Stahlkomposter in Reihe stehen. Können nicht kaputtgehen. Anschaffungspreis etwa 50 € je Stück.
    Daneben habe ich noch mein Hügelbeet, eine etwa 1 m breite und 4 m lange Schlute.
    D.h. ich lege im Spätherbst meine Abfälle obenauf. Im darauffolgenden Frühjahr kommen ein paar Eimer Pferdemist drauf. Alles mit Kompost abdecken. Und Gurken darauf pflanzen (auch Zuccini oder Kürbisse wären denkbar). Aller 3-4 Jahre wird im Herbst dort der Kompost abgetragen und Beet neu angelegt.
     
    Opitzel

    Opitzel

    Foren-Urgestein
    #9
    Orangina hatte mich als "Zeugen" aufgerufen.:)
    Ich besitze wie Supernovae einen "Thermoking 600" von Graf, bezogen über A**zon, und kann nicht klagen. Der "Durchlauf" klappt zuverlässig, auch bei niedigeren Temperaturen, wobei die bereits abgegeben Hinweise wichtig sind.
    Es bedarf einer sorgfältig ausgewogenen und stabil tragfähigen Stellfläche.
    Weil bei mir eine Ecke "abging", verzog sich der Komposter diagonal, zum Glück, ohne die Funktionsfähigkeit der Klappen zu beeinträchtigen.
    Ich habe den optionalen Gitterboden auch angeschafft. Er hat keinen Einfluss auf die Stabilität der Form des Komposters und ist kein Ersatz für eine einwandfreie feste Stellfläche bzw. Fundamentrahmen.
    Auf den Wasserhaushalt muss man Acht geben. Ich gebe des öfteren eine 5- Liter- Kanne Wasser hinein, sonst stockt der "Endlos"- Prozess.
    Die Qualität des Komposts und seine Konsistenz kann man an der Ausgabeklappe gut kontrollieren. Keine Angst, es stürzt Euch beim Öffnen nichts entgegen.:D
     
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