Kiesterrasse "Biergarten" gestalten

C

Collas

Mitglied
Hallo zusammen,
wir gestalten weiter meinen (ersten!) kleinen Garten.

Diese kleine Fläche möchte ich mit Kies auffüllen, um den hässlichen Versorgungsschacht zu verdecken und ein "Biergartengefühl" zu erreichen. Ausgegraben haben wir ca. 25 cm, dann mit FSS-Schotter aufgefüllt. Seitlich zum Nachbarn kommt der Sichtschutz mit waagrechten Rhombusleisten. In das sehr schmale Beet vor dem Sichtschutz wünsche ich mir Wein und Klematis.

Weiteres Vorgehen ist wohl:

1. verdichten des Untergrundes und
2. einbringen eines Vlies.

Dann kommt der Kies drauf. Gut gefallen hat mir im Kieswerk 8/16er Rheinkies.

Fragen:

• Brauche ich zum Verdichten eine Rüttelmaschine? Oder geht das auch anders?
• Was für eine Art Vlies muss da drauf? Unkrautvlies? In welcher Grammatur? Hilfe! Es gibt so viele....
• Hab ich einen totalen Denkfehler? Oder kann das so klappen?
4b2cd05c-14f5-4a9e-a3f2-4698be2a561a-jpg.671440

Danke schon mal... Grüße!
 
  • S

    SebDob

    Mitglied
    Notfalls mit einem Handstampfer etwas verdichten. Nötig bei Kies halte ich es nicht.

    Flies nur wenn du nicht willst, dass der Frostschutz hochkommt. Wenn Flies, dann nicht zu dünn.
     
    wilde Gärtnerin

    wilde Gärtnerin

    Foren-Urgestein
    Nichts zum Verdichten, wohl aber zum Pflanzvorhaben:
    Clematis und Wein auf diesem schmalen Streifen? Geht der nicht deutlich breiter: dem Biergarten werden die cm doch nicht abgehen.

    wilde Gärtnerin
     
    Hero

    Hero

    Foren-Urgestein
    Beim Erstellen meines Weges habe ich einen Rüttler ausgeliehen. Damit wird der Untergrund stabil.
    Ein Vlies halte ich für unnötig. Von unten wird kein Unkraut hochkommen, doch im Kies sät sich immer wieder was aus. Dagegen hilft kein Vlies sondern rechtzeitig auszupfen.
    Zum Wein und Clematis. Deren Wurzeln gehen tief runter, deshalb reicht das schmale Beet.
     
  • wilde Gärtnerin

    wilde Gärtnerin

    Foren-Urgestein
    Na, meine Sache ist es nicht, Kletterer so einzuschränken - und noch mehr Steine?
     
    C

    Collas

    Mitglied
    Wow. So viele Antworten. Danke schon mal.

    Sooo schmal ist das schmale Beet nicht. Sind fast 50cm Breite. Ich dachte, das reicht. Wein wächst hier (BaWü) oft fast ohne Erde an Hauswänden hoch. Zur Klematisbeschattung würde ich mich dann nochmal melden.

    Zum Vlies: ich hatte gelesen, dass zwischen Splitt und Kies ein Vlies wohl gängig ist. Damit sich die Steine nicht vermischen und der Kies bei Bedarf einfach abgenommen werden kann (falls doch mal jemand an den Schacht muss. Kam in den letzten Jahren allerdings nicht vor oder zum Reinigen der Steine).
    Angst vor Unkraut hab ich eher keins. Und seitlich wird wahrscheinlich sowieso der Efeu der Nachbarn reinwachsen.
     
    wilde Gärtnerin

    wilde Gärtnerin

    Foren-Urgestein
    Mach es bitte, dann hast neben den Kletterpflanzen auch unten noch etwas Grünes:D
     
  • Gartenfreund1985

    Gartenfreund1985

    Mitglied
    Wenn du es nur in Kies machst brauchst du es nicht verdichten.
    Normal bringt ein Vlies nicht viel, aber ja wenn du zum Deckel öfter musst schadet es nicht das sich der Split nicht vermischt.

    wir gestalten weiter meinen (ersten!) kleinen Garten.
    Wenn das der ganze Garten auf dem Foto ist tut es meinen Herz fast weh die Fläche mit Kies zu bedecken.
    Wenn die Sonneneinstrahlung reicht passen dort auch ein Gemüsebeet oder Hochbeete hin.
    Oder Terassenplatten schwimmend mit Abstandhalter nur in Kies gelegt und mal Tischtennistisch hin oder Basketballkorb für die Kinder oder oder,....
     
    C

    Collas

    Mitglied
    Huch...! Nein! Das ist nicht der komplette Garten. Wobei der auch sehr klein ist. Eigentlich ist es nur so ein Grünstreifen ums Haus. Es handelt sich nur um die kleine Fläche rechts unten auf der Skizze (damals sollte noch eine Mauer rundrum).

    Und groß genug für Tischtennis oder Basketball ist der Platz definitiv nicht 😂.
     

    Anhänge

    P

    Platero

    Mitglied
    Hallo Collas,
    mich würde interessieren, was das für Steine sind, die Du da verlegt hast. Bin auf der Suche nach sandfarbenen Steinen, die da würden mir gefallen....
    Grüsse, Platero
     
    C

    Collas

    Mitglied
    Hej, das sind alte gebrauchte große Kopfsteinpflaster. Ich glaube aus Granit. Über ebay Kleinanzeigen sehr günstig erstanden. Und sind nicht so sandfarben wie auf dem Foto.
     
    P

    Platero

    Mitglied
    Schade.... so Basaltsteine (Katzenköpfe) wollte ich dann doch nicht....
     
    G

    Galileo

    Mitglied
    Schade.... so Basaltsteine (Katzenköpfe) wollte ich dann doch nicht....
    Hi @Platero
    selbst viel Pflaster verlegt, darf ich Dir sagen, dass der volkstümliche Name Katzenköpfe, sich nicht auf die Natursteinsorte bezieht, sondern auf Steine mit gerundeter Oberfläche, vor allem große Flusskiesel, die als Pflaster verlegt wurden.
    Großsteinpflaster, wie sie @Collas benutzt hat, können aus unterschiedlichen Gesteinsarten bestehen.
    Wenn Du beige Großsteinpflaster suchst, so rate ich nach Steinbrüchen zu googeln, in denen Grauwacke oder gelber Sandstein abgebaut wurde/wird.
    In deren Einzugsbereich sind die Straßen früher mit diesem Material befestigt worden und man kann heutzutage dort Verkaufsangebote finden.
    Zum Beispiel sind im Main-Spessart-Gebiet sehr viel Straßen mit rotem Sandsteinpflaster belegt worden.
    Und mancher Bauer ist froh, wenn ihm jemand die Hofeinfahrts-Pflastersteine abnimmt...
     
    Zuletzt bearbeitet:
    P

    Platero

    Mitglied
    Hallo Galileo,
    Danke für deine Erläuterungen.
    Es geht darum, dass ich meinem Garten eine mediterrane Optik verpassen möchte. Habe lange in Spanien gelebt und „mein Herz“ dort verloren. Auch wenn es mich am Anfang etwas befremdet hat, wie dort die Gärten gestaltet sind, wenig offenes Erdreich, wenig krautiger Unterbewuchs, etc. so war mir der Grund dafür nach den ersten Sommern einleuchtend. Abgesehen von der Unmöglichkeit zu bewässern, wird der Boden dann so hart, dass jede gärtnerische Bearbeitung (jäten, hacken) ausgeschlossen ist.
    Naja..... seufz.....
    Jedenfalls sind Steinmauern ein markantes Element. Nun wollte ich hinten im Reihenhausgarten ein Gefälle ausgleichen und mit einer Mauer abfangen.
    Sind die von dir genannten Gesteinsarten halbwegs beständig was die Bewitterung angeht? Wir hatten im vorigen Garten eine Einfassung aus Jura-Kalkstein, das sah eine Saison schick aus und wurde dann grün. Da es nicht so viele waren, hab ich die jedes Jahr mit der Wurzelbürste abgeschrubbt....was natürlich bei einer Mauer eher ätzend wäre....
    LutzDD schrieb von seinem gelben Sandstein, dass er sich schwarz verfärben würde.... Hast du da Erfahrung?
    Wir wohnen leider in einem „roter Sandstein- Gebiet“ ( vorderer Odenwald)....
    Grüße, Platero64
     
    G

    Galileo

    Mitglied
    Hi Platero
    Sind die von dir genannten Gesteinsarten halbwegs beständig was die Bewitterung angeht?
    Beständig sind sie, über Jahrhunderte, wenn Du Dir z. B. die Altstadt aus weißen / gelben Sandstein von Ochsenfurth ansiehst.
    Grauwacke ist ein porenloses Hartgestein wie z. B. Granit, es gibt ihn in vielerlei Farbschattierungen von grau bis beige, deshalb sollte man sich bevorzugte Farben vor Ort aussuchen.
    Taunus-Quarzit (gleichnamige Firma) ist ein weißes bis weiß-grünes Hartgestein, allerdings müsstest Du im Steinbruch mal nachfragen, ob sie noch Mauersteine für Zyklopenmauerwerk verkaufen.
    Gelber und roter Sandstein sind wie auch Kalkgesteine recht offenporig und nehmen so Wasser auf. Deshalb neigen sie zum Bemoosen und Algen setzen sich fest. Was aber nur bei Mauern in feuchten oder beschatteten Lagen zum Tragen kommt - Steht die Mauer in der vollen Sonne, trocknet sie meist schnell genug ab.

    Wer diese Steinarten trotzdem absonnig verbauen möchte, der muss halt alle 2 Jahre mit dem HDR ran, falls Patina und Bemoosung stört... und bei Hartgestein halt nach 5 oder 6 Jahren, je nach Situation vor Ort.

    Allerdings kannst Du Dir auch Chemie :rolleyes: in den Garten holen und die Steine mit einer transparenten Farbe mit "Lotuseffekt" behandeln...
    LutzDD schrieb von seinem gelben Sandstein, dass er sich schwarz verfärben würde.... Hast du da Erfahrung?
    Ja, hab ich wiederholt verbaut, die Bemoosungen sind immer auch Standort abhängig, aber sie färben sich nicht schwarz.
    Wenn bei Stützmauern auf der Erdseite, die Steine mit einer Noppenfolie gegen Durchfeuchtung von hinten geschützt werden, dann ist auch der Moosbefall gering. Verfärbungen gibt es halt, wenn sich der Sand- oder Kalkstein mit "erdigem Wasser" voll saugt. Das Wasser verdunstet wieder und der "Schmutz" bleibt im Stein...
    Wir wohnen leider in einem „roter Sandstein- Gebiet“ ( vorderer Odenwald)....
    Nein, das ist Dein Glück ;) die Fa. Franz Zeller handelt auch mit weißen / gelben Sandstein, dem
    Ich habe öfter bei "Fa. Franz Zeller" Steine und Maßplatten bezogen, eine sehr zuverlässige und seriöse Firma.
    Wir haben auch Bruchplatten von der der Halde, direkt auf den Hänger geladen (sehr günstig), ob das heutzutage noch möglich ist, weiss Ich allerdings nicht - höflich persönlich fragen - vor Ort geht meist mehr…

    Sandsteinmauer Heute, nach 28 Jahren, Südseite, volle Sonne Sandstein weiß - gelb.jpg aus bossierten Quadern, nicht von mir errichtet - Grüsse von Galileo

    Edit: Im Steinbruch bei Rossdorf / Darmstadt wird roter Basalt abgebaut... wem es gefällt :)
     
    Zuletzt bearbeitet:
    P

    Platero

    Mitglied
    Hallo Galileo,
    Danke für deine ausführliche Antwort, damit kann ich schon viel anfangen.
    Mit witterungsbeständig meinte ich auch nicht, dass der Stein sich innert ein paar Jahren auflöst, sondern eher das Thema mit Algen/Flechten-Bewuchs..... meine Eltern haben z.B. rosa Granit Kleinpflaster im Wechsel mit rosa Betonplatten. Der Granit ist wie am ersten Tag, die Betonplatten sind von einer schwarze Flechte überzogen, die auch mit dem HDR oder Messingbürste nicht weg zu bekommen ist. Allerdings können wir damit leben, da der rosa Beton eh immer etwas „blöd“ aussah.
    Die von dir angegebene Firma habe ich gleich abgespeichert und werde sie mal besuchen, sofern Corona das wieder ermöglicht.
    Die geplante Mauer läge in Süd/West Ausrichtung. Zusammen mit der von dir genannten Abdichtung zum Erdreich hin sollte das dann eventuell ausreichen. Bisschen nacharbeiten ab und an wäre ja O.K.....
    Vielen herzlichen Dank für deine kompetenten Ausführungen,
    Grüße, Platero
     
  • Top Bottom