Kinder und Sicherheit im Garten

Moorschnucke

Moorschnucke

Foren-Urgestein
Hallo Roksi,
seid ihr sicher, das der Teich eine gute Idee ist, wenn ihr an euer Kleines denkt, das bald durch den Garten krabbelt?

Der Hintergrund ist, dass sowohl unsere Nachbarn, als auch Bekannte von uns sowie Mitglieder dieses Forums ihren Teich wieder zugeschüttet haben wg. ihrer Kleinkinder.

Auf jeden Fall müsst ihr eine Kindersicherung einplanen, bevor ihr mit der Teichanlage beginnt:

http://www.hausgarten.net/gartenforum/gartenteich-und-aquaristik/21819-kindersicherung-fuer-gartenteich.html

Herzliche Grüße
von
Moorschnucke:eek:
 
  • EvaKa

    EvaKa

    Foren-Urgestein
    AW: Teichpflanzen Kauftermine

    Moin Roksi,
    bei Teich würde ich jetzt auch ein wenig zucken...
    Habt ihr nicht schon 2 kleinere Zwerge und Nr. 3 ist demnächst auch da??
    Kindersicherung hin oder her... Du weißt bestimmt am besten, wie schnell die Zwerge mal an Stellen sind, wo sie so gar nix zu suchen haben....
    Bedenkliche Grüsse
     
    Roksi

    Roksi

    Mitglied
    AW: Teichpflanzen Kauftermine

    Moin-moin ihr beide,
    Hallo Roksi,
    seid ihr sicher, das der Teich eine gute Idee ist, wenn ihr an euer Kleines denkt, das bald durch den Garten krabbelt?
    Jou.

    Moin Roksi,
    bei Teich würde ich jetzt auch ein wenig zucken...
    Habt ihr nicht schon 2 kleinere Zwerge und Nr. 3 ist demnächst auch da??
    Kindersicherung hin oder her... Du weißt bestimmt am besten, wie schnell die Zwerge mal an Stellen sind, wo sie so gar nix zu suchen haben....
    Bedenkliche Grüsse
    Genau um so etwas zu vermeiden, muss man die Kinder von Babyalter an jegliche natürlichen und unnatürlichen Gegebenheiten gewöhnen, um sie wissend, geschickt und überlebensfähig in der Zivilisation zu machen. Ein Kind, welches keine Berührung mit Gefahren hat, wird nicht wissen, wie man damit umgeht. Wenn ich die Straße überqueren muss, nehme ich Kind auch mit und lasse es nicht zu Hause. Erklärung: Nichts ist sicher. Vor ein Paar Wochen, als ich mit Baby die Straße überquerte, kam 1,5m vor uns ein Wagen mit Vollbremsung und quitschenden, rauchenden Reifen zum Stehen, weil der Fahrer die rote Ampel übersehen hat. Noch 1,5 Meter und das wäre alles vorbei. Oder: die Tochter von unserer Nachbarin wurde mit 8 Monaten von der Nachbarin mit frisch zubereitetem Kaffee verbrüht - die volle schwere Kaffeekanne rutschte ihr aus den Fingern, als sie sie auf den Tisch stellen wollte und das Baby krabbelte gerade vor ihren Füßen - Resultat - Höllischer Schock, Schmerzen, Krankenhaus, Spuren auf dem Rücken bis ans Lebensende. Ein Bekannter von meinem Vater hatte Grippe und hat einen ersehnten Hubschrauberausflug abgesagt und war schockiert, als er erfuhr, dass dieser abgestürzt war. Er blieb seit dem meist zu Hause und benutzte gar keine Fahrmittel. Nicht einmal Auto und nur in der Not - öffentliche Verkehrsmittel. Einige Wochen später wurde er von einem Auto direkt an seiner Haustür überfahren.

    Soviel zur "Sicherheit". Entweder läuft man mit offenen Augen und Herzen durchs Leben und genau das Selbe vermittelt man den eigenen Kindern oder man stolpert in der eigenen Wohnung über eigene Füße und bricht sich den Nacken beim Hinfallen.


    **********************



    Zurück zu den Pflanzen:
    Keine Ideen?
     
    Moorschnucke

    Moorschnucke

    Foren-Urgestein
    AW: Teichpflanzen Kauftermine

    Hallo Roksi,
    grundsätzlich bin ich deiner Meinung - wie andere hier auch.:)

    Nur sind viele junge Eltern eben anderer Meinung und vernichten den Lebensraum Teich wieder, den sie vorher angelegt haben, was jedesmal ein großer Verlust für die Fauna ist.

    Nur, um das zu vermeiden, habe ich, hat vermutlich auch Eva, nachgefragt.:)

    Was die Haltbarkeit von W.-Pflanzen betrifft - keine Ahnung. So lange mussten wir noch niemals welche "zwischenlagern".

    Hab gerade eine PN an einen User geschrieben, der evtl. mehr darüber weiß.

    Was spricht dagegen, die Pflanzen - wenn du wieder tätig sein kannst - bei einem Spezialisten zu bestellen? Das Einsetzen geht wirklich rubbeldikatz.

    Herzliche Grüße
    von
    Moorschnucke:eek:
     
  • Roksi

    Roksi

    Mitglied
    AW: Teichpflanzen Kauftermine

    Hallo Roksi,
    grundsätzlich bin ich deiner Meinung - wie andere hier auch.:)
    Nur sind viele junge Eltern eben anderer Meinung und vernichten den Lebensraum Teich wieder, den sie vorher angelegt haben, was jedesmal ein großer Verlust für die Fauna ist.
    Najaaaaa, sooooo jung sind wir auch nun wieder nicht. ;) Ich bin 38 und mein Lebenspartner - 51. Also wir denken vorher auch gründlich darüber nach, was wir tun. :cool:
     
    Roksi

    Roksi

    Mitglied
    AW: Teichpflanzen Kauftermine

    Moin Roksi,
    bei Teich würde ich jetzt auch ein wenig zucken...
    Habt ihr nicht schon 2 kleinere Zwerge und Nr. 3 ist demnächst auch da??
    Kindersicherung hin oder her... Du weißt bestimmt am besten, wie schnell die Zwerge mal an Stellen sind, wo sie so gar nix zu suchen haben....
    Bedenkliche Grüsse
    Jou, klar, das weiss ich. Die Kinder sind wie Viren: sie finden jegliche Sicherheitslücke, welche existiert. Also macht es eher keinen Sinn, etwas abzusichern - es wird einfach nur wenig helfen. Ansonsten - glatte Betonwand mit Stacheldraht - könnte einige Zeit lang halten... :rolleyes:

    Mir geht es um Folgendes:

    es geht einfach darum, eine gesunde Balance zu finden: was kann das Kind, was sollte es noch lernen, was stellt für das Kind eine Falle dar, was ist eine Herausforderung, was ist sein Talent usw.usw.usw. Kinder sind zudem auch noch völlig unterschiedlich. Manche Babies, welche gerade gelernt haben, zu krabbeln, gehen an den Rand des Bettes und machen Halt - sie fallen vom Bett nicht runter, weil sie irgendwie instinktiv wissen - Hoch! Gefahr!

    Andere Babies (Mehrheit) krabbelt munter weiter, holt sich ein Paar Beulen und erst danach machen sie Halt vor dem Abgrund.

    Und wiederum Andere lernen es noch langsamer oder gar nicht - sie registrieren Gefahr einfach nicht. Hier gelten also völlig andere Voraussetzungen für das Erlernen der Umgebung.

    Weiterhin gilt es für mich als Elternteil festzustellen, wie das Kind sich bei natürlichen Gegebenheiten benimmt und wie er sich in der Stadt, in der Zivilisation verhält. Denn es kann so sein, dass die Kinder in der Natur instinktiv sich anders bewegen, sind im Wald wie verändert, reagieren auf viele Reize wie Gerüche, Geräusche, hohes Gras einfach auf eine andere Art und Weise. Und wiederum andere Kinder fühlen sich genauso unsicher in der Natur wie in der Stadt und müssen alles sehr sorgfältig erklärt bekommen.

    Oder manche Kinder haben natürlichen Zugang zu den Tieren und die anderen Kinder sind tollpatschig und müssen diesen Umgang lernen. Mache lernen es schnell, manche mühsam. Manche - gar nicht.

    Diese ganzen Feinheiten festzustellen ist meine Aufgabe. Lernen müssen die Kinder selber. Eigentlich genauso wie es idealerweise auch Lehrer-Aufgabe sein sollte: die Lehrer müssen feststellen, wo Begabung/Fähigkeit des Kindes liegt und wie er an diese rankommt. Dies selbständig zu erlernen aber muss das Kind ohne ständige Einmischung von Erwachsenen mit ihrem Notensystem. (Ja, ich weiss, die Praxis sieht anders aus... :grins:)
     
    Tinchenfurz

    Tinchenfurz

    Foren-Urgestein
    Roksi....Bitte überdenkt Euer juveniles Gründlichst-Nachdenken mal - Mir geht ne Schnur hoch. Natürlich kann mich morgen ein Laster überrollen, aber ich winke ihm nicht zu!

    Ansonsten noch... Ich schreib keine Dissertation. Ich weiß nicht wirklich, was mit "natürlichen Gegebenheiten" und "Zivilisation" in Deinem Beitrag gemeint ist. Ich lese nur... jou, Leben ist eben Risiko...

    Tinchen
     
  • Nordmann Kris

    Nordmann Kris

    Mitglied
    Hallo ihr alle,
    ich bin neu in das Forum und habe gerade euer Posts gelesen.
    Meine Frau und ich haben ein klein Sohn. Sein Name ist Jori und er ist zweieinhalbes Jahren alt.
    Vor ein eigen Teich in unser Garten wir haben Angst. Wir lieben Gartenteichen, aber wir haben auch Angst das Jori kann fallen in ein hinein und ertrinken.

    Mein Schwiegereltern wohnen in die gleich Stadt wie wir. Sie haben ein Teich, was ist bereits 18 Jahren alt und was wir wollen bald neu machen.
    Wenn wir besuchen mein Schwiegereltern und sind in seine Garten, dann alle tun immer sehr auf passen auf Jori.

    Roksi, wenn ihr trotz der Gefahr möchten ein Teich erstellen, dann würde ich an dein stelle um der herum ein Zaun machen oder mit ein stabil Gitter abdecken. Sieht so nicht schön aus, aber ist etwas mer sicherer.
    Und ich würde die kleine Kinder früh das schwimmen lernen!
     
    Katzenfee

    Katzenfee

    Foren-Urgestein
    Da mein Sohnemann im Kindergartenalter einmal in Omas Teich gefallen ist, möchte ich hier auch mal meine Erfahrungen mitteilen.
    Keine Angst, es ist nichts passiert; das Ergebnis war GsD nur ein erschrockener, tropfnasser Zwerg!
    Aus heutiger Sicht würde ich wohl - solange die Kinder noch sehr klein sind - einen kleinen Zaun um den Teich aufstellen. Er ist ja später schnell wieder abmontiert.
    Aber grundsätzlich gebe ich Roksi recht: es bringt wesentlich mehr, die Kinder auf alle möglichen Situationen vorzubereiten und ihnen alles genau zu erklären, als sie wohlbehütet unter eine "Glasglocke" zu stellen.
    Es reagieren auch nicht alle Kinder gleich. Meine Tochter z.B. gab sich damit zufrieden, wenn ich ihr erklärte, warum sie dies tun sollte oder jenes sein lassen sollte. Sobald sie wußte, aus welchen Gründen ein Verbot bestand, akzeptierte sie das. Ganz im Gegensatz zu Sohnemann, der nichts glaubte. Ihm mußte ich erst alles zeigen und beweisen. Das heißt, ich mußte ihn erst einmal mit der Schere piksen, damit er glaubte, daß dieses Ding weh tut usw.
    Dies war meiner Meinung nach auch der Grund, warum er in den Teich fiel. Bei Oma (meine Mama) gab es keine Erklärungen. Ich weiß es noch aus eigener Kinderzeit: da hieß es, nein, laß das...... und damit hatte sich der Fall. Man hatte zu gehorchen - aus - Amen - Punkt.
    Fazit: die Kinder auf mögliche Gefahren vorbereiten, scheint mir die beste Lösung. Sicher kann man nicht alles verhindern. Es wird immer wieder einmal etwas unvorhergesehenes passieren. Aber Kinder, die in und mit einem Garten aufwachsen, müssen sowieso lernen damit umzugehen (sonst dürfte man die meisten Pflanzen erst gar nicht setzen).

    LG Katzenfee
     
    Roksi

    Roksi

    Mitglied
    Zu dem Teich noch Folgende Gedanken.

    Es überrascht mich zu hören, dass die "Kinder reinfallen". 44t5-c.gif

    Die Mutter Natur legt ihre Teiche nie so ein, dass man darein wie in ein Wasserloch reinfallen kann. Teiche haben Ufer, flache Zonen, welche man erst Mal überwinden muss. Also Szenario: ein Kind krabbelt in den Teich. Krabbelt erst Mal in die Sumpfzone 5-10 cm hoch. Danach hat es wohl nicht genug und krabbelt weiter - in die Flachwasserzone - 20-30cm hoch. Nun das ist auch nicht genug und es krabbelt weiter bis es aber gaaaaaaanz sicher in die Tiefe Stelle gelangt? 44t5-c.gif Sehr unwahrscheinlich. Abgesehen davon, dass ein Krabbelkind den Erdwall, welchen wir sowieso benötigen, erst Mal überwinden muss (kann es nicht - viel zu steil), um überhaupt erst bis zur ersten Uferzone zu gelangen.

    Dann kommt es noch auf Alter des Kindes an. Unsere Große wird jetzt 3. Vor ihr ist kein Zaun sicher. Mit zwei kletterte sie auf unsere 2 Meter hohe Zäune und nur Stacheldraht hat sie davor abgehalten, über die sowieso scharfen Zaunspitzen auf die andere Seite zu klettern. Für sie ist jeder Zaun ein Klacks, wenn sie erst Mal drüber will und etwas Interessantes dahinter vermutet. Ein glatter Betonzaun würde sie wahrscheinlich eine Zeitlang davor abhalten, drüber zu klettern... ;) Aber sonst...

    Dann muss man die Kinder darauf vorbereiten, was da auf einmal im Garten neu erschienen ist. Also - reden (wenn die Worte wirksam sind) oder eben handeln - Beispiel mit Schere fand ich sehr gut - sehe ich genauso.

    Und dann noch muss man unterscheiden: was ist eine Falle für ein Kind. Was ist eine natürliche Gegebenheit, welche erst Mal mit Eltern gefahrlos erforscht werden kann.

    Ein Teich, welcher am Boden gebaut ist und keine flachen Zonen hat, ist eine Falle. So einen Teich würde ich sowieso nie anlegen. Egal, ob Kinder oder nicht. Denn auch kleine Tiere können darin ertrinken. Mutter Natur macht so was nicht.

    Ein Teich, welcher den natürlichen Verhältnissen so nah wie möglich nachgebaut ist, ist keine Falle.

    Das Gleiche mit Treppen - eine steile Treppe mit Löchern zwischen den Stufen ist eine Falle. Ein nie von Menschenhand veränderter Hügel mit Steinen und Hindernissen braucht nicht gesichert, sondern erforscht zu werden. Vor der Treppe muss man die Kinder warnen und wenn sie physisch noch nicht fähig sind, darauf zu klettern ohne zu fallen, auch absichern und ständig erklären und aufpassen.
     
    Zuletzt bearbeitet:
    M

    Mutts

    Foren-Urgestein
    gelöscht
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Jazz Brazil

    Jazz Brazil

    Foren-Urgestein
    Also Szenario: ein Kind krabbelt in den Teich. Krabbelt erst Mal in die Sumpfzone 5-10 cm hoch. Danach hat es wohl nicht genug und krabbelt weiter - in die Flachwasserzone - 20-30cm hoch. Nun das ist auch nicht genug und es krabbelt weiter bis es aber gaaaaaaanz sicher in die Tiefe Stelle gelangt? Sehr unwahrscheinlich. Abgesehen davon, dass ein Krabbelkind den Erdwall, welchen wir sowieso benötigen, erst Mal überwinden muss (kann es nicht - viel zu steil), um überhaupt erst bis zur ersten Uferzone zu gelangen.
    Das ist doch alles viel zu theoretisch, Roxi.
    Und außerdem ein ganz krasser Denkfehler, denn auch in der Flachwasserzone ertrinken die Kleinen.

    Mit allem Verständnis für Deinen Drang, den Kindern Selbständigkeit beizubringen, das wird ein kleiner Batzen nicht in die Tat umgesetzt kriegen, wenn er denn mal ins Wasser geplumpst ist und sich verschluckt hat. Da reagiert kein Gleichgewichtssinn mehr, da fällt so ein kleiner schwacher Körper und gerät so mehr in die richtig brenzlige Lage..
    Ich kenne mich mit Verschlucken und dessen Tücken aus, selbst ein Erwachsener kann das mit seiner Erfahrung, wie er seinen Atem steuern und abhusten muß, nicht bewältigen.
    Ich habe hier mit meinem Angehörigen schon oft Erstickungsanfälle gehabt, wenn er sich auch nur an einem Glas Wasser verschluckt.
    Und das ist im Vergleich zu 10 cm Wasser gar nichts.

    Willst Du denn auch auf den Zaun verzichten?

    Beste Grüße
    Doro
     
    Zuletzt bearbeitet:
    M

    Marsusmar

    Guest
    Warum immer einsperren wir sind am See groß geworden ein Eiszeitloch und sogar das hatte eine Flachwasser Uferzone. Ich kann bestätigen was Roksi schreibt. Vorteil hier, sensibilisierte Kinder passen auch aufeinder auf. Und wir hatten Grenzen, dieses Jahr die Sandstrasse, nächstes Jahr der Baum und wer kontrolliert ans Wasser darf, lernt von ganz allein schwimmen.
    Ertrunken sind darin auch Kinder aber älter, als die zwei vor einigen Wochen in Halle. Man sollte die Stadt verklagen, so nah an der Saale einen Spielplatz zu bauen. Wo es keine flache Uferzone gibt nur das Steilufer.

    Gruß Suse
     
    Kraeuterfreund

    Kraeuterfreund

    Mitglied
    Zum Teich sage ich mal nichts, weil ich damit keine Erfahrung habe und nicht wirklich beurteilen kann, wie gefährlich das tatsächlich ist. In meiner Kindheit hatte man keine Teiche im Garten, aber wir hatten ein in den Boden eingelassenes, offenes, 1,50m tiefes Regenfass, in das ich als Kleinkind ganz leicht hätte reinfallen können. Bin ich aber nicht, weil a) meine Mutter drauf geachtet hat, dass ich da nicht zu nahe rangehe (im Kleinkindalter) und b) ich dann doch irgendwann auf die Warnungen der Erwachsenen gehört habe und am Fass recht vorsichtig war. Trotzdem, sowas würde ich heute nicht mehr in den Garten bauen, keine Frage.

    Aber es geht ja um mehr, der Teich ist ja nur eine Gefahrenquelle. Und ganz allgemein habe ich den Eindruck (und dies wird durch viele Beiträge in diversen Threads bestätigt), dass wir heute unsere Kinder über-behüten. Aus dem Garten werden nicht nur die tödlichen Pflanzen verbannt, sondern alles, was nicht absolut harmlos ist. Sogar Rosen, weil sich "mein Kind an den Dornen verletzen könnte". Kinder dürfen nicht mehr auf den Rasen, weil sie ja "den Löwenzahn essen könnten". Sie dürfen nicht ins Beet, weil sie ja "Erde in den Mund stecken könnten" (alles irgendwo mal gelesene Zitate, sinngemäß). Wir wischen den kleinen mit dem Sagrotan-Tuch den Tisch ab, bevor sie Essen bekommen, rennen mit jedem Kratzer zum Arzt, der gerne desinfiziert und verpflastert, halten unsere Kleinen unter Daueraufsicht und packen sie nach Möglichkeit in Watte.

    Das jede Mutter, jeder Vater versucht, das Kind vor wirklichen Gefahren zu schützen, ist normal und richtig und liegt in unseren Genen verwurzelt, wir können (zum Glück) gar nicht anders. Inzwischen sind aber viele so weit, ihre Kinder nicht nur vor den wirklichen Gefahren zu schützen, sondern vor jeder nicht angenehmen Erfahrung. Aber nur aus Erfahrung lernt man, nicht aus dem Vermeiden von Erfahrung. Wenn uns als Kind schlecht wurde, nachdem wir irgendeine schöne Beere gegessen haben, haben wir die nie wieder gegessen. Wenn wir uns die Beine aufgerissen haben, nachdem wir die Abkürzung durch die Wildrosen oder Brombeerenhecke gehen wollten, sind wir danach doch lieber außen rum gegangen. Wir haben unsere selbstgebackenen Sandkuchen im öffentlichen Sandkasten nicht nur gebacken, sondern auch "verkauft" und gegessen und sind daran nicht nur nicht gestorben, sondern zum größten Teil sogar damit belohnt worden, nicht gegen alles mögliche allergisch zu sein. Wir haben unsere Tornister selbst getragen, ohne eine Rückgratverkrümmung zu bekommen (im Gegenteil), wir sind zur Schule gelaufen, auch bei Regen und Schnee, und es hat nicht wirklich geschadet.

    Nicht falsch verstehen: ich bin sehr dafür, Kinder vor Gefahren zu behüten und zu schützen. Vor wirklichen Gefahren. Das ist unabdingbar und erste Elternpflicht. Aber ich bin auch dafür, Kinder auch eigene Erfahrungen machen zu lassen und das Leben kennen lernen zu lassen. Sie lernen zu lassen, was nicht gut für sie ist (nicht alles, was nicht gut ist, ist gleich tödlich - und ein Nachmittag Bauchschmerzen ist kein Weltuntergang). Ihnen zu erklären, was sie tun dürfen und was nicht, einleuchtend und kindgerecht erklären, nicht einfach nur verbieten und verhindern. Und und und...

    Anderes Beispiel, erlebt in der Vor-Einschulungsbesprechung. Meine Mutter hat mich damals am ersten Schultag zur Schule gebracht (übrigens das einzige Mal, dass sie mich begleitet hat) und gut wars. Heute: die Mutter kommt mir einer ganzen DinA4-Liste zur Vorbesprechung und übergibt die der Lehrerin, eine Auflistung, worauf bei ihrem Kind so alles zu achten ist: nicht am Fenster sitzen, könnte Zug bekommen. Nicht zu weit von der Tafel weg sitzen, nicht zwischen zwei Jungs sitzen, kein Wasser trinken, nichts anderes essen als das mitgegebene etc. etc.. Ich hab mir da mal vorgestellt, wie die Lehrerin das schaffen soll, 28 individuelle Wunschlisten zu berücksichtigen ...

    Ich zweifle in keinster Weise an, dass wir alle nur das beste für unsere Kinder wollen. Aber ich befürchte einfach, dass dabei manchmal auch stark übertrieben wird und das Resultat genau das Gegenteil von dem sein wird, was wir eigentlich erreichen wollen: selbstbewußte, selbständige, lebensbejahende und Freude empfindende Kinder groß zu ziehen, die dann im "wirklichen Leben" ihren Mann/ihre Frau stehen können und werden.

    Entschuldigt, wenn ich etwas abgeschweift bin, aber Roksis Einstellung im großen und ganzen ist mir sehr sympathisch, und ich bin mir ziemlich sicher, dass sie ihre Kinder auch in einem Gartenteich nicht ertrinken lässt, da wird sie schon aufpassen (oder die Geschwister). Es ist m.E. ein großer Unterschied zwischen einem eher resignativen "Das Leben ist halt gefährlich, kann man nichts machen" und einem zielstrebigen "Das Leben steckt voller Gefahren, aber wir werden sie meistern". Ich lese aus Roksis Posts eher die letztere Einstellung, und ich finde das eine recht gesunde Einstellung, sowohl für die Eltern als auch für die heranwachsenden und das Leben für sich entdeckenden Kinder. Und nur "reine Theorie" ist ihre Einstellung sicherlich auch nicht - wenn schon zwei Kinder da sind, wird sie schon so einige Erfahrungen gemacht haben :cool:

    Mix für ungut, musste einfach mal raus und soll auch keine Kritik an irgendjemandem sein - die, die ich beschreibe und meine, sind in aller Regel sowieso nicht in Foren wie diesem unterwegs (leider). Und jetzt wieder zurück zu den Gartenthemen :)
     
    Elkevogel

    Elkevogel

    Foren-Urgestein
    Hallo Kräuterfreund,

    Du schreibst mir aus der Seele!

    Gefahren im Leben sind vorhanden und die Zwerge (ich habe eine 9-jährige Tochter) müssen lernen, damit umzugehen und damit zu leben.

    Meine Kurze war immer eher vorsichtig und ich hätte für sie keine Tür oder Steckdose sichern müssen; Putzmittel oder Medikamente waren keine Gefahr: was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht;), einzig der Schwedenofen hat ihr Grenzen aufgezeigt. Da war er aber gerade erst angemacht und noch eher lauwarm - sie rührt ihn bis heute nicht an außer bei ausdrücklicher Bitte um Hilfe wie Tür aufhalten beim Holz nachlegen oder beim Putzen.
    Ganz anders mein Tagespflegekind (gleichalt) - der wollte alles ganz genau wissen und hat sich promt ein Brandbläschen am Finger geholt: "Learning by Aua!" Aber danach war Ruhe mit den Experimenten;)

    Wir haben auch keinen Teich im Garten, aber einen Bach gleich nebenan (90 cm steiles Ufer mit schnell fließendem aber flachem Wasser und dann direkt eine lange Eindohlung) - ein Haufen Kinder (6 oder 7 Mädchen und ein Junge) zwischen 4 und 8 spielte auf der Wiese; auf einmal war der Bengel (5) weg!
    War das eine Aufregung! Eine der aufpassenden Mütter und ein Vater rannten erstmal zum Bach und suchten dort; eine andere Mama rannte zur Oma (100m entfernt) des fehlenden Jungen - dort war er auch nicht!
    Die Eltern (auf der anderen Dorfseite - 400 m) wurden angerufen und HURRA, da war er! "Die vielen Mädchen waren ihm zu doof und da ist er halt nach Hause gegangen"
    Diese Nummer hat hier vor 4 Jahren einen mächtigen kollektiven Anschiss gegeben und seither meldet sich jedes Kind an und auch wieder ab!
    Die damals anwesenden Kinder bringen diese "Sitte" Neuzugängen sofort bei: Wer hier einfliegt muss sich anmelden und auch wieder abmelden.
    Und bei Ausflügen in die Umgebung wird das Ziel bzw. die Richtung angegeben.
    Klar ist auch, dass bei Wald-und Kletterausflügen mindestens 2, besser 3 Kids zusammen sein sollen: Da kann im Notfall einer Hilfe holen, einer bleibt beim Verunglückten!
    Erfreulicherweise gibt es hier eine JugendRotKreuz-Gruppe, die reichlich Zulauf hat und so wissen einige der hier spielenden Kinder auch bei der Ersthilfe schon recht gut Bescheid:D

    Fazit für mich als "alte" Mutter - ich war 40 bei der Geburt meiner Tochter - ist: habt ein Auge auf den Kids aber lasst sie machen:grins:
    Dreck reinigt den Magen; schlechtes Bett, dass die Füße nicht saubermacht, "der Kratzer heilt bis zur Hochzeit" - alle die vor 1970 geboren sind, kennen diese Sprüche und: geht es uns gut???
    Warum also soll es unseren Kindern schlechter gehen?

    Nachdenkliche Grüße
    Elkevogel
     
    S

    Sepp123

    Neuling
    Ich hab einfach einen kleinen Zaun um den Teich gebaut. Bis jetzt ist noch nicht mal Ansatzweise etwas passiert.
     
    M

    Monet

    Mitglied
    Ich kann auch was dazu beitragen :)

    Generell find ich auch dass Kinder Gefahren kennen lernen müssen.
    Wir haben ein seeeehr vorsichtiges Kind (3 Jahre alt) von dem meine Schwiegereltern behaupten sie würde nieeee in deren Teich fallen weil sie eben so vorsichtig ist.

    Erst vor 2 Wochen war ich mit ihr im Garten, ich hab grad mein Farrad in die Garage geschoben und hörte ein lautes plaaaatsch und plumps war die Kleine in unseren Miniteich gefallen.
    Als ich kam sass sie darin, der Teich ist wirklich winzig. Sie war geschockt und hat gezittert und geweint.

    Zur Vorsichtigkeit und Gefahren bei meinem Beispiel: Sie ist gestolpert und da rein gefallen!
    Ich weiss sie würde NIE freiwillig nah dran gehen oder sowas aber sie ist gestolpert.

    Da hat man keinen Lerneffekt....
    Stolpern kann man immer.

    Da wurde mir klar dass falls mal ein weiteres Kind kommt auf jedenfall ein Gitter, Zaun o.ä. sogar über den Miniteich muss.

    Und ein Riesenzaun zu meinen Schwiegerelter, vielleicht sogar mit Stacheldraht :D
     
    M

    Mutts

    Foren-Urgestein
    gelöscht
     
    Zuletzt bearbeitet:
    M

    Monet

    Mitglied
    Haha ich schrei mich weg :D:D:D

    Prima Idee ist das, ich kann mich ja glücklicherweise beim "abschotten" auf den gefährlichen Teich beziehen :p
     
  • Top Bottom