Kirschbaum fällen

S

Steba009

Neuling
Hallo zusammen,
Ich wende mich heute an euch mit einer neuen Frage.
Meine Frau und ich wollen im Herbst unseren Garten neu gestalten. Geplant sind ein Hochbeet und (sehr zur Freude meiner Frau) ein Teich. Der war bis dato nicht möglich, weil die Kinder zu klein waren :(
Wir freuen uns schon sehr Hand anzulegen und es kribbelt uns in den Fingern!
Da man Bäume nur von Oktober bis Januar fällen darf (so steht es zumindest im Internet) ;) mussten wir unser Vorhaben eben auf den Herbst verlegen. Wir hätten auch schon viel früher damit anfangen wollen!
Jetzt kommt meine Frage: Wir haben (noch) einen Kirschbaum in unserem Garten, der gefällt werden muss, da wir den Platz für das Hochbeet brauchen.
Hat von euch schon jemand einen (Kirsch-)Baum selbst gefällt oder sollen wir das lieber den Profis überlassen?

Liebe Grüße
Stefan
 
  • londoncybercat7

    londoncybercat7

    Foren-Urgestein
    Hallo Stefan,
    ich bin mir nicht ganz sicher, wie es bei Obstbäumen aussieht, aber bei uns braucht man eine Genehmigung, um Bäume zu fällen, wenn diese nicht krank sind. Es kommt immer darauf an, wie alt bzw. wie dick der Stammumfang ist. Erkundige dich mal bei deiner Gemeinde, wie bei Euch die Regeln sind.
    Ansonsten kommt es meiner Meinung nach auch auf die Größe des Baumes an, ob man selbst zur Tat schreitet oder sich Hilfe holt. Große Bäume würde ich nie selbst fällen, da würde ich Profis dranlassen.
     
    Baumarktjunge

    Baumarktjunge

    Mitglied
    Ich glaube gehört zu haben ,dass es in bestimmten Bundesländern erlaubt ist Obstgehölze zu fällen, sogar ganzjährig. Doch auch ich schließe mich @londoncybercat7 an und würde mich da erkundigen.

    ...
    Hat von euch schon jemand einen (Kirsch-)Baum selbst gefällt oder sollen wir das lieber den Profis überlassen?
    ...
    Klar Stefan, mehrere. Ich bin kein Profi und einen Kettensägeschein hab ich auch nicht. Ich würde sogar sagen, dass es mir immer Spaß gemacht hat - auch wenn's schade ist. Denn ich bin der Meinung das Alter Baumbestand ein (Garten)Grundstück extremst attraktiv macht.

    Egal, unter gewissen Voraussetzungen empfehle ich das durchaus selber zu machen.

    Ja, es hört sich leichtfertig an. Doch wenn Du vorab die Risiken abwägst und alles planst, kannst Du entscheiden, ob Du es Dir zutraust.

    Denn im schlimmsten Fall ist es tödlich!!!

    Du ( oder der "Säger" ) solltest auf jeden Fall geübt und routiniert im sicheren Umgang mit einer Kettensäge sein!

    Idealer Weise ist es egal, wo Dein Kirschbaum hinfällt, weil keine Bauwerke oder andere haltenswerte Hindernisse um den Baum sind.
    Wenn dies so ist, dann sägst Du einen Keil an der Seite des Stamm heraus, an der der Baum sich wuchsbedingt am stärksten zur Erde hin neigt. Danach auf der anderen Seite (je nach Stammdurchmesser) von oberhalb nach unten in Richtung Kein sägen. Noch bevor Du den Keil erreichst, wird der Baum langsam aber sicher anfangen zu fallen. Sobald dies passiert, entfernst Du Dich zügig und sicher (!) in die entgegengesetzte Richtung und staunst wie es aussieht wenn so ein Baum fällt.

    Falls Du jedoch den Kirschbaum in eine bestimmte Richtung legen willst, musst Du den Keil in Fallrichtung sägen. Dabei ( und auch sonst ) kann der Baum bereits ungewollt fallen. Daher solltest Du den Baum vorher - soweit oben wie möglich - mit einen Seil und einigen Helfern am Boden gegen umfallen sichern.

    Beim finalen Einsägen, gegenüber des Keil, sollten Helfer dann den Baum beim fallen unterstützen und in die Richtung des Keil ziehen.

    Dabei auf Eigensicherung achten!!!

    Sei auch sicher, dass die Kettensäge während des Sägevorgang nicht schlapp macht. Einmal angesetzt muss es auch beendet werden! Wenn irgendwas außer Plan läuft, sofort alles Fallen lassen und weg vom Baum rennen. Dies vorher (!!!) gedanklich durchgehen und Fluchtwege planen!

    Vorsicht auch, wenn der gefällte Baumstamm oder Äste am Boden unter Last bzw. Spannung stehen. Ein dortiger Schnitt ist ebenfalls im schlimmsten Fall tödlich!!! Äste können ausschlagen oder auch die Kettensäge bzw. deren Schwert zurück Richtung Kopf schnellen lassen!

    Idealer Weise haben Du und die Helfer einen Helm, reichlich Schokolade und eine Schnittschutzhose.
    Ein Baum fällen ist immer ein Risiko und selbst Profis und Waldarbeiter haben tödliche Unfälle, sei Dir dessen bewusst! Mit gesundem Verstand und dem (youtube'schen) Interntwissen kannst Du Risiken minimieren. Ich fälle wie erwähnt immer selbst, doch bei der kleinsten Unsicherheit Deinerseits muss ich Dir ausdrücklich abraten.


    Stihlsicheres Grüßle!
     
    der allgäuer

    der allgäuer

    Mitglied
    man sollte eventuell wissen, wie hoch dieser baum ist.
    am besten ein bild davon.
     
  • Gartenfreund1985

    Gartenfreund1985

    Mitglied
    Hallo Steba

    Wenn dein Kirschbaum relativ klein ist und kein Gebäude/Zaun in der Nähe ist, du schon mit einer Säge geschnitten hast ist es mit viel Vorsicht sicher zum meistern.
    Wenn dein Kirschbaum aber schon 60-70 Jahre alt ist, 80cm Stammdurchmesser hat und 20m Hoch und dein Wohnhaus direkt daneben ist und du eine Motorsäge noch nicht in der Hand hattest BITTE NICHT.

    Hier sind leider schon viele Umfälle passiert.


     
  • P

    Platero

    Mitglied
    Bei uns wurden hohe Birken gefällt. Da diese direkt an der Grundstücksgrenze standen, sehr hoch waren und ringsum Häuser stehen, haben das Profis übernommen. Vom Kran aus wurde der Baum „von oben her“ stückweise runter gekürzt, der Reststamm ohne Äste dann normal gefällt. Da war er allerdings nur noch 3-4 Meter hoch.
    Auf der Leiter mit der Motorsäge hantieren ist keine Option.
    Wenn der Baum nicht monströs ist und noch im Rahmen einer großen Leiter erreichbar, dann könnte er mit Teleskopsäge oder Handsäge soweit entastet und gekürzt werden, dass der Stamm ohne Drama umgelegt werden kann.
    Bleiben noch die Wurzeln und der Stumpf.
    Wenn die im Boden verbleiben und dort verrotten können, alles easy. Ansonsten muss spätestens dann schweres Gerät ran.
    Ich hatte mal beim Pilzsammeln Waldarbeiter angesprochen. Die waren für den örtlichen Brennholzhändler im Wald tätig und hatten sowohl Fachkenntnis, als auch das richtige Gerät, um einen alten Stumpf raus zu ziehen, der dem Terrassenbau im Weg war. Mit Traktor, Winde und Kettensäge war das Teil innerst einer Stunde restlos weg. Gekostet hat es nur etwa die Hälfte dessen, was Baumzieher verlangt hätten….
     
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