Kompost ist voller Vogelmieresamen

Rosabelverde

Rosabelverde

Moderatrix
Mitarbeiter
Eigentlich hätte ich den Kompost heute anzapfen wollen für mein neues Rosenbeet. Hab aber schon vor 2 Wochen ein neues Taglilienbeet mit diesem Kompost angelegt und sehe nun, nach gut 10 Tagen, dass ich da eine Vogelmiereplantage angelegt habe.

Vogelmiere ist hier so häufig wie Giersch oder Rasen. Wer sowas auf den Kompost wirft, weiß ich nicht, ich hab den Haufen nicht gestartet, aber nun den Ärger damit.

Wie krieg ich die Vogelmieresamen inaktiv?
 
  • jola

    jola

    Foren-Urgestein
    Rosa,
    wenn Du nicht mit der Chemiekeule drangehen willst, bleibt Dir nur ausrupfen übrig.
    Bei mir wächst diese Sche---e durch den gesamten Garten, seit Jahren schon.
    Ich gehe immer mit der Hacke durch, und sammele alles ab. :(
     
    Rosabelverde

    Rosabelverde

    Moderatrix
    Mitarbeiter
    Ach nein, Jolantha, Chemiekeule ist nicht so mein Ding ... und hacken und absammeln tu ich auch schon seit Jahren, nämlich auf den Beeten, die bereits vorhanden sind. Aber dass ich bei neuen Beeten mir den gleichen Ärger einhandle, freut mich doch recht wenig. Hatte gehofft, wenigstens die blieben frei bzw. wären leichter in den Griff zu kriegen.

    Weiß jetzt nicht, ob ich den Kompost für das neue Rosenbeet überhaupt benutzen soll. Was meinst du?
     
    D

    Desperado

    Mitglied
    Jetzt mach Dich mal nicht lächerlich wegen dem bisschen Vogelmieresamen im Kompost! Vogelmiere geht doch total leicht aus dem Boden zu ziehen. In Reihenkulturen, die man eh öfter mal durchhacken muss, hat man nach ein paar Wochen schnell dieses Unkraut im Griff.

    Etwas blöder ist es da schon in meinem ca. 10m² großen Feldsalatbeet, in das ich nicht reinschlappen möchte, um keine Bodenverdichtungen reinzutragen (sehr toniger Boden). Da gehe ich ab und zu mal mit dem Gartenrechen durch oder zupf das Zeug mit der Hand aus.

    Und ein bisschen Unkraut muss man im Garten auch sehen können. Schlimmer finde ich da ehrlich gesagt einen ausgebleichten, nährstoffarmen Boden, auf dem nichts wachsen will.
    Wenn Dir das Unkrautjäten gar zu lästig ist, kannst Du Dir auch ne schwarze Mulchfolie zulegen, die kein Licht auf den Boden lässt und dadurch das Unkraut effektiv unterdrückt. Da gibt es auch welche, die sich biologisch abbauen lässt, aber auf guten Kompost würde ich deswegen nicht verzichten, falls Dein Boden den braucht.
     
  • jola

    jola

    Foren-Urgestein
  • Frau B aus C

    Frau B aus C

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    Mir hat mal ein alter Gärtnermeister gesagt: immer mal ein bißchen Kalktstickstoff über den Kompost werfen, tötet die Unkrautsamen ab.Und das mache ich auch. Trotzdem finde ich noch die gewünschten Kompostwürmer. Also werde ich es weiter tun.
     
    D

    Desperado

    Mitglied
    Mir hat mal ein alter Gärtnermeister gesagt: immer mal ein bißchen Kalktstickstoff über den Kompost werfen, tötet die Unkrautsamen ab.Und das mache ich auch. Trotzdem finde ich noch die gewünschten Kompostwürmer. Also werde ich es weiter tun.
    Kalkstickstoff hat eine gute phytosanitäre Wirkung und wirkt auch etwas keimhemmend. Ob das Cyanamid ausreicht, um Unkrautsamen zum Absterben zu bringen, vermag ich nicht zu sagen.
    Wichtiger ist eher, dass Kalkstickstoff den pH-Wert anhebt und eine gute Wirkung gegen bodenbürtige Krankheiten hat. Das Cyanamid ist übrigens auch giftig für Schnecken und Mücken, die im Kompost gerne ihre Eier ablegen.
     
    Lieschen M

    Lieschen M

    Foren-Urgestein
    Was würdest du denn sonst mit dem Kompost machen wollen?

    Mich würde jedenfalls Vogelmiere nicht abhalten, ihn zu benutzen. Die geht doch wirklich leicht auszuhacken oder auszuzupfen, ohne daß die umliegenden Pflanzen beschädigt werden. Was anderes wäre Giersch oder Zinnkraut.

    Und überhaupt, Vogelmiere verbreitet sich dort, wo sie gute Bedingungen vorfindet, wie Windpocken. Sie zeigt humosen, leicht feuchten, durchlässigen Boden an. Was soll's.
     
    Rosabelverde

    Rosabelverde

    Moderatrix
    Mitarbeiter
    Danke für eure Kommentare und Vorschläge.

    Schon klar, dass Vogelmiere leicht ausrupfbar ist und all das, überhaupt darf sie hier auch an einer Stelle wachsen, für Salat und grüne Smoothies.

    Aber da ich schon dauerbeschäftigt bin, 800 Quadratmeter daran zu hindern, in eine Gierschplantage umzukippen, brauch ich einfach nicht einen zweiten wilden Bodendecker, der meine Zeit beansprucht, darum geht's mir. Einen 10 Jahre lang verwilderten Garten hab ich in 3 Jahren mühsam etwas wieder hingekriegt, also soll bitte kein neuer Wildwuchs entstehen an Stellen, wo ich schon mal etwas Ordnung hatte ... :(

    Dhana, ich wusste nicht, dass man Geräte ausleihen kann, um Kompost zu dämpfen, das werd ich mal versuchen. Dann sind vielleicht auch die Quecken hinüber, die ich bisher immer raussuchen muss. Danke dir für den Tipp. :)

    Meine beiden aktuellen Komposthaufen kriegen dann also auch mal Kalkstickstoff, danke auch dir, Frau B!
     
  • T

    thomash

    Foren-Urgestein
    Kalkstickstoff wollte ich auch vorschlagen. Es zerfällt in Kalk und Stickstoff und ist somit nicht nur unschädlich sondern gleichzeitig eine Düngung. Da sehr viel Stickstoff aus dem Kompost durch den Regen ausgeschwemmt wird ensteht in der Regel (wenn man es nicht übertreibt) auch keine Überdüngung.

    Das Problem sehe ich darin, dass du jetzt den Kompost verwenden willst. auch wenn der Kalkstickstoff schnell wirkt, so muss er doch erst an alle Bereiche rankommen.
    Du solltest demnach den Kompost umheben und Kalkstickstoff nach Packungsanleitung zufügen und in zwei Wochen nochmals umheben zum beseren Durchmischen. Bis dahin ist es dann aber zu spät das neue Beet anzulegen.

    Daher von mir für dieses Beet und diese Jahreszeit keine Empfehlung.

    Oder aber - wie auch vorgeschlagen - dennoch verwenden.
    Vogelmiere hat den Vorteil dass man ihn auch einem übersichlichen Beet gut und schnell sieht. Dann mit der Hacke kurz durch, das reicht meist schon. Man muss die winzigen Pflänzchen nicht einzeln auslesen. Das ganze dauert pro qm ca. 1 min. und die Rosen bzw. andere Pflanzen profitieren auch noch davon.

    Ich kann dich aber sehr gut verstehen, denn an Vogelmiere und in meinem Falle Winden bin ich auch schon verzweifelt;)
     
    Rosabelverde

    Rosabelverde

    Moderatrix
    Mitarbeiter
    Danke auch für deine Einlassung, Thomas.

    Für dieses Jahr bin ich mit dem Rosenpflanzen fertig und hab den Kompost, da mir nichts anderes übrigblieb, so verwendet, wie er war (die Quecken natürlich rausgefischt). In 10 Tagen werd ich dann die neue Vogelmiere fleißig wachsen sehen ... hoffentlich schaffen die Rosen und die Katzenminze es auch so gut - und nochmal die Hacke ansetzen.

    Aber mit dem in Verrottung befindlichen Kompost weiß ich demnächst besser umzugehen. Unkraut mit Wurzeln kommt da bei mir eh nicht rein, und der Kalkstickstoff wird's hoffentlich machen, so dass ich im Frühjahr weitere Rosen mit besserem Kompost einsetzen kann. Freu mich schon! :)
     
    M

    mamichgi

    Neuling
    Seit zwei Jahren bin ich stolze Inhaberin eines Schrebergartens. Letzten Herbst siebte ich den Inhalt meines Riesenkomposthaufens durch, und weil ich Angst hatte, dass sich darin noch viel Unkrautsamen und Würzelchen befinden könnten, kam der Kompost erst mal in einen Riesengartensack, 272 Liter, ca. 4€. Ich wartete einige Wochen, und so ziemlich das einzige Grün, das sich zeigte, waren Traubenhyazinthen, die leicht entfernt werden konnten. Sonst war so gut wie nichts. Ich führe das darauf zurück, dass ich auf meinen Kompost immer wieder eine Schicht Pferdemist gab. Dadurch entstand eine ziemliche Wärme, und die Samen und Wurzeln überlebten das nicht.

    Das Gestrüpp, das beim Durchsieben übrig blieb, kam wieder in den Kompost, dann kam im Winter noch Gemüseabfälle dazu, im Frühjahr eine dicke Schicht Pferdemist. Dann kamen darauf ein paar Zucchinipflanzen, jeweils mit ein paar Litern Erde. Diese gediehen wunderbar, und es kam bis jetzt keinerlei Unkraut durch!

    Fazit: Großer Kompost, immer wieder eine Schicht Pferdemist, beim Durchsieben erst in einen Gartensack, dann hat man seine helle Freude am Kompost!
     
    Rosabelverde

    Rosabelverde

    Moderatrix
    Mitarbeiter
    Erstmal herzlich willkommen hier auf dem Forum, mamichgi, ich hoffe es gefällt dir hier und du findest Anregungen und kannst eigene Erfahrungen weitergeben, wie du das in deinem 1. Post ja schon gleich getan hast, danke! :grins:

    Die Idee mit dem Pferdemist ist sicher gut ... wenn man ein Pferd hat. ;)Aber immer mal wieder einen Eimer Pferdemist aufzutreiben und unfallfrei hierher zu schaffen ist gar nicht einfach. Das heißt, auftreiben ist nicht das Problem, aber der Transport ... Ich seh mich japsend durch's Dorf traben mit links und rechts n Eimer Pferdemist am Arm, weil ich dafür das Auto nicht kriege ...

    Also wie machst du das?
     
    T

    thomash

    Foren-Urgestein
    Ich habe dieses Jahr 2 Kuikmeter Pferdemist organisiert.

    Das sind 50 Fahrten mit dem hier:

    Fahrrad1.JPG

    Früher musste der Pferdemist immer meine Mutter mit dem Auto besorgen.
    Die haben dann in Plastikwannen im Auto den Mist besorgt. Das riecht dann zwar im Auto aber nach 1-2 Tagen ist der Geruch im Auto wieder verschwunden.

    Falls du am Auto eine Anhängerkupplung hast könntest du einen Anhänger anmieten.

    Pferdmist im Kompost

    Pferdemist im Kompost einzuarbeiten ist eine feine Sache und tatsächlich wird dabei ein hohes Maas an Wärme freigesetzt die im Idealfall Unkrautsamen vernichtet.
    Aus meine Sicht muss dafür aber der Kompost recht frisch sein, denn abgelagerter Pferdemist setzt keine Energien mehr bei. Demnach kann man nicht einfach hier und da mal ein Schäufelchen unterheben, sondern sollte allen Pferemist am Tag der Lieferung im Optimalfall in den Kompost einarbeiten und verteilen. Dies geschieht am besten beim Umheben des Kompostes. Danach würde ich den Kompost mit einer Erdschicht bedecken.

    auf Abdecken mit Folie - wie es hin und wieder auch gefordert wird - würde ich eher verzichten, weil dann eine erhöhte Brandgefahr besteht.

    Im übrigen erzeugt auch zerkleinertes Häckselmaterial auf einem hohen Haufen erstaunliche Temperaturen, sodass man im Innern eine weiße Schicht findet die wie eine Schimmelschicht aussieht. In Wirklichkeit ist dies Asche.

    Das ganze hat aber auch Nachteile, denn einige wichtige Nährstoffe sind hitzeempfindlich und gehen dabei verloren.
     
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