Kompostkasten aus Holz - Folie, Noppenfolie oder was?

Swenny

Swenny

Mitglied
#1
Ich baue gerade zwei Kompostkästen aus Bohlen Fi/Ta 250cm x 15cm x 3cm, Abstand zwischen den Brettern 5cm.



Da ich keine KDI-Bohlen bekommen habe, sind die jetzt nur mit Zaunlasur (https://www.lintop.de/lintop/ti_43.htm) gestrichen.

Bei Hochbeeten hat sich anscheinend inzwischen Noppenfolie als Innenauskleidung bewährt. Alternativ hätte ich noch Teichfolie oder Baufolie. Allerdings ist bei allen Folien das Problem: Bei einem Hochbeet geht die ja durch. Beim Kompost müßte ich jedes Brett einzeln befolien, um die Zwischenräume freizuhalten. Und dann rutscht unweigerlich Erde zwischen Folie und Brett.

Andererseits ist der Kompost trockener, wird regelmäßig auseinandergenommen... damit könnte die Folie auch wegfallen, oder?

Früher(tm) haben wir die Kompostbretter fett mit Teer eingestrichen. Allerdings sind mir die in Bitumen getauchten Zaunspfähle grandios weggegammelt, das Zeug scheint auch nichts mehr zu taugen. Und eigentlich will ich das auch nicht an der Erde haben, die ich dann an meine Tomaten tue.
 
  • Swenny

    Swenny

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    #2
    Ach kommt schon Leute, habt ihr alle Plaste-Schnellkomposter? Wie baut ihr eure Kompostkästen?

    Bisher hab ich meine Haufen immer so in den Garten gesetzt, aber das fällt recht breit, die Katzen und Elstern scharren es zusätzlich auseinander und durch die grosse Oberfläche rottet es nicht richtig, nur im Inneren.
     
    Schluesselblume

    Schluesselblume

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    #3
    Hallo Swenny,

    wir haben am Kompost damals gar nichts gemacht, auch keine Lasur. Vier Pfähle und ein paar Querlatten. Er war aber auch nicht für die Ewigkeit. Nach drei Jahren wurde aufgelöst, der Inhalt verteilt und das Holz liegt jetzt zum trocknen, das kommt dann irgendwann in den Ofen.

    Im Hochbeet haben wir innen mit Dachpappe verkleidet (die war grad zur Hand). Die hält seit fünf Jahren und löst sich jetzt langsam auf.
     
    Pyromella

    Pyromella

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    #4
    Hi Swenny,

    wir haben Metallschienen, in die die unbehandelten Bretter eingesteckt werden - damit drei Komposter in Reihe. Wenn ein Brett sich bein Kompost-Umsetzen als angegammelt erweist, dann wird es halt ausgetauscht, aber das dauert seine Zeit.

    Ein besseres Foto finde ich gerade auf die Schnelle nicht:



    Liebe Grüße, Pyromella
     
  • Swenny

    Swenny

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    #5
    Hab jetzt die lasierten und gut getrockneten Bretter so aufgesetzt. Mal sehen wie sie sich machen. Hab mir überlegt, dass ich ja auch beim Umbauen die Bretter untereinander tauschen und Innen- und Aussenseite wechseln kann.

    Ich wollte die gern selbststehend ohne Metallschienen haben, weil ich sie so als Wanderkompost auf den Beeten weiterrücken kann. Habe festgestellt, dass der Boden unter dem Kompost sehr gut und nährstoffreich wird, und das will ich nutzen.
     
  • Pyromella

    Pyromella

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    #6
    Das ist natürlich auch ein Argument, dass der Boden unten nährstoffreich ist. Aber mit einem Wanderkompost wirst du ja ständig die Beete wieder neu aufteilen müssten. Wird die Erde unter dem schweren Haufen nicht arg verdichtet? Wie sieht es mit einem Zuweg zum Kompost aus?

    Auf meinem Bild siehst du noch einen Haufen Zweige, der auf das Hächseln wartet. Das erinnert mich daran, dass ein Kompost mit der Schubkarre anfahrbar sein sollte, will man nicht alles per Eimer tragen. (Gut, der Garten meines Vaters ist von der Größe her halt nicht der übliche Kleingarten.)

    Bei uns hat sich halt der Kompost fest an einer Ecke eingespielt. Die Metallschienen haben den Vorteil, dass man immer so viele Bretter nur einsetzen muss, wie der Kompost gerade hoch ist - und wenn das unterste Brett durchfault, dann kann man halt nur das unterste Brett tauschen.

    Durch das System mit drei Haufen gibt es immer einen Haufen, auf den das frische Zeug kommt, einen, der friedlich vor sich hinrottet und einen, aus dem man Kompost entnehmen kann. Was beim Kompostsieben nicht verrottet ist, das kommt halt noch mal für einen weiteren Durchgang wieder mit in den frischen Kompost und sorgt dort für Belüftung, weil es ja doch meist Aststücke sind, die beim Hächseln nicht klein genug geraten sind.
     
  • Swenny

    Swenny

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    #7
    Die Kästen passen mit 2,50 m Länge gut auf die 3 m langen Beete. Über den Hauptweg komme ich von überall mit der Schubkarre ran. Die Beete werden durch Kartoffeln und unterschiedlich breite Gemüsebeete eh jedes Jahr neu festgelegt, die Zwischenwege mit umgegraben.

    Der Boden ist sehr lehmhaltig, daher stört Verdichtung kaum, kann nur besser werden. Und tatsächlich befördern die Kompostwürmer sowohl Lehm in den Kompost hoch als auch Kompost in den Boden darunter. Das will ich mir nicht entgehen lassen.
     
    P

    Puglio

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    #8
    Jeder schwört auf seine Methode des Komposthaufens bzw. Hochbeetes. Ich persönlich nehme unbehandeltes Holz ohne irgendwelche Plastikfolien. Es gibt schon genug Plastik im Garten. Was ich aber mache ist eine Lage Karnickeldraht auf dem Boden des Hochbeetes. Der verhindert das Aufsteigen von Wühlmäusen.
    Ich habe grundsätzlich 2 Komposter (jeder ca. 10m2 Fläche), ein aktiver für die Gartenabfälle (ein Schredder steht daneben, der jeden etwas härteren Abfall (Zweige usw.) zerkleinert und auf den Haufen bläst) und ein zweiter, der als Hochbeet dient. Meist ist das Hochbeet zuerst am Ende, dann wird es abgerissen, ein neuer Komposter gebaut und der alte Komposter mit Teilen des gereiften Kompostes zum Hochbeet unfunktioniert. Die Ernteergebnisse (v.A. Kürbisse) am Hochbeet zeigen, dass meine Methode den Pflanzen gefällt.
    Mittlerweile denke ich aber darüber nach, mir zwei Hochbeete mittels Gabionen (3 Seiten Gabionen, 1 Seite Holz) zu bauen. Dürfte dauerhafter sein. Durch die abnehmbare Holzseite könnte ich den Inhalt mit dem Traktor umschichten.

    Gruss

    P.
     
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