Leicht Ausblühung Kellerwand (Baujahr 1985)

T

tamascp

Mitglied
Hallo liebes Forum,

ich lese hier schon einige Zeit mit und habe mich nun mal angemeldet, da ich mich sehr über ein paar Ratschläge freuen würde!

Wir haben vor 4 Monaten ein Haus gekauft. Das Haus ist 1985 gebaut und steht in einem ziemlich moorigem Gebiet, es gibt hier bei allen Häusern also relativ viel Grundwasser.

Das Haus wurde damals mit einem ziemlich gut funktionierenden Drainagesystem gebaut. Es gibt ein Rohrsystem für das Grundwasser sowie 2 Schächte in die das Grundwasser einfliesst und dann mit Tauchpumpen abgepumpt wird.

Vor ca. 6 Jahren sind diese Pumpen wohl unbemerkt ausgefallen und der Keller stand unter Wasser. Dies wurde dann allerdings ganz gut behoben (Wände 14 Tage getrocknet etc.), seitdem wurden bessere Pumpen eingesetzt und es gab nie wie Wasser im Keller.

Der Keller selber ist auf jeden Fall trocken, die Luftfeuchtigkeit liegt im Schnitt bei ca. 64%.

Was aber schon bei der ersten Besichtigung aufgefallen ist und auch offen besprochen wurde, sind vereinzelte Ausblühungen kurz über den Fussleisten (siehe Bilder).

Ich habe diese Flecken / Ausblühungen immer auf den damaligen Wasserschaden bezogen, da bin ich mir jetzt allerdings nicht mehr so sicher...

Könntet Ihr mir eine kurze Einschätzung geben, ob diese Flecken dramatisch sind und ob es Handlungsbedarf gibt? Kann man aus der Ferne sagen, ob dies aufsteigende Feuchtigkeit oder Altschäden sind? Ist es nach ca. 30 Jahren normal, dass sich diese Flecken bilden können?

Ich würde mich sehr über eure Einschätzung freuen!

Vielen Dank & Viele Grüße aus Hamburg!
Jan
 

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  • A

    Ashley

    Mitglied
    Sieht aus wie Salzaufblühungen.

    Würde es einfach mal Abkratzen, neue Farbe drauf.

    Wenn es wieder kommt, ist wohl Feuchtigkeit in den Wänden.
     
    T

    tamascp

    Mitglied
    Vielen Dank für deine Antwort, beruhigt etwas :) Und wenn es dann wiederkommen sollte, muss irgendwann die Horizontalsperre neu?
     
    Taxus Baccata

    Taxus Baccata

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    Ich würde unbedingt einen Fachmann darauf schauen lassen.

    Es kann harmlos sein, kann aber genauso gut sein, dass die Wand feucht ist und die Bausubstanz auf Dauer Schaden nimmt.

    Gibt es im Keller am Boden einen Estrich? Wurde der nach dem Wasserschaden auch geöffnet und mit trocken gelegt?
     
  • T

    tamascp

    Mitglied
    Gute Morgen,

    danke für deine Antwort!

    Es war gestern ein Fachmann hier, der sagte dass die Stellen nicht zu feucht sind, dass aber die Kellerwände wohl zu kalt sind.. Empfehlung war jetzt auch das weiter zu beobachten. Ist halt immer schwierig sich darauf zu verlassen zumal wir jetzt bei dem warmen Wetter auch vermehrt Kellerasseln im Keller haben, ich denke die kommen durch die Fugen. Durch die Kellerasseln bin ich auch darauf gekommen, dass vielleicht irgendwo zuviel Feuchtigkeit ist.

    Bei dem Wetter ist es aber schon normal, dass Keller feuchter sind / wirken oder?
     
  • Taxus Baccata

    Taxus Baccata

    Foren-Urgestein
    Im Sommer ist die Luft feuchter, das stimmt, und auch die Schimmelgefahr höher, da mehr Schimmelsporen in der (feuchteren) Luft sind.

    Hat der Fachmann, der da war, auch Proben der Ausblühungen genommen?

    Wie sieht es mit dem Kellerboden aus, gibt es einen Estrich, der nach dem Wasserschaden korrekt trockengelegt wurde?

    Mir würde die Sache auch etwas Sorgen machen solange sie nicht ganz eindeutig geklärt ist, leider kann man sich gerade beim Thema Bau/Immobilien nicht uneingeschränkt auf die Aussage jedes Experten verlassen (wobei einem als Laien natürlich oft nichts anderes übrig bleibt, wenn man nicht etliche Fachleute bemühen möchte).
     
  • T

    tamascp

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    Ja, das fällt gerade echt auf, dass die Luft bei dem Wetter wesentlich feuchter im Keller ist. Die Luftfeuchtigkeit liegt aber gerade „nur“ bei 66%.

    Der Estrich wurde meines Wissens nicht getrocknet. Der Wasserschaden ist ja aber echt schon sehr lange her, dann hätte man doch schon längst Schimmelspuren sehen müssen !?
     
    T

    tamascp

    Mitglied
    Proben wurden nicht genommen... Der Typ wirkte schon erfahren, ist trotzdem schwierig mit der Aussage „wartet mal ab was passiert“ klar zu kommen ;)
     
    Taxus Baccata

    Taxus Baccata

    Foren-Urgestein
    Proben wurden nicht genommen... Der Typ wirkte schon erfahren, ist trotzdem schwierig mit der Aussage „wartet mal ab was passiert“ klar zu kommen ;)
    Damit würde ich auch nicht klarkommen und das ist m.E. auch keine professionelle Aussage.

    Man kann gerade am Bau alles messen und untersuchen und eigentlich ganz genau sagen, was Sache ist - wenn man vor Ort ist. (Übers Internet geht das natürlich nicht.)

    Ich würde in diesem Fall tatsächlich eine zweite Meinung einholen.
     
    T

    tamascp

    Mitglied
    Ok, danke! Werden noch einmal einene zweiten Rat einholen!

    Dass es jetzt wenn es draussen so warm ist aber wirklich feuchter im Keller wirkt ist abet echt normal oder? Sollten man morgens und abends lüften?
     
  • Herr Hübner

    Herr Hübner

    Foren-Urgestein
    Ein Keller wird im Sommer ÜBERHAUPT gar nicht gelüftet.

    *Doppeltgemoppelt muss sein*


    Wobei, das liest sich zu endgültig, was ich schrieb.

    Es gibt Ausnahmen, besser ist es im Kaltjahr zu lüften und danach die Feuchtigkeit nicht reinzulassen.
     
    Taxus Baccata

    Taxus Baccata

    Foren-Urgestein
    Es kommt darauf an wie der Keller genutzt wird. Bei uns ist der Keller gut isolierter, von außen fachgerecht gedämmter Wohnraum (mit Wohnraumlüftung und Fußbodenheizung), und dort lüften wir im Sommer natürlich auch - wie in jedem anderen Wohnraum.

    Auch einen nicht bewohnten Keller "darf" man im Sommer lüften, man sollte nur einiges beachten.
    Hier gut zusammengefasst, was uns Bausachverständige vor einiger Zeit vor Ort erklärt haben.

    Tipps zum Keller lüften im Sommer von ACO Hochbau
     
    T

    tamascp

    Mitglied
    Danke für den Link, macht für mich Sinn!

    Der Keller wird nicht als Wohnraum genutzt, wir haben allerdings auch im Keller eine Fußbodenheizung und hatten uns gewundert dass die Voreigentümer diese immer voll an hatten ;)

    Das heisst nur im Winter ruhig ordentlich heizen?
     
    M

    mikaa

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    Wurde an der Wand schon mal eine Feuchtigkeitsmessung vorgenommen ?

    wenn ichs überlesen hab dann .....
     
    W

    wafer6

    Neuling
    Hallo, wir haben auch ein , ungefähr so altes Haus , mit Gewölbekeller.
    Ich habe ihn mir als Hauswirtschaftsraum hergerichtet .
    Die Wände sind nicht verputzt ( Bruchstein) Habe rund um die Uhr ein Luftentfeuchter laufen, Fenster immer zu. Bin mit dem Klima zufrieden...im Winter geht der Heizkörper mit, den wir installiert haben . Luftfeuchtigkeit liegt immer um die , 38/ 52 % .Den Boden haben wir geöffnet , war Beton , jetzt Ziegel mit so Klick Fliesen , die nicht auf dem Boden aufliegen .
     
    Taxus Baccata

    Taxus Baccata

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    Das ist das Problem bzgl. Keller Lüften im Sommer... heiße, feuchte Luft von draußen + kalte Kellerwände --> führt zur Kondenswasserbildung und damit zu Schimmelwachstum.

    Bezüglich des Keller Heizens wäre evtl. empfehlenswert, einen guten Energieberater hinzuziehen, der eure Gegebenheiten vor Ort beurteilen kann.
    Wenn der Boden nach unten hin nicht isoliert ist und die Kelleraußenwände nicht isoliert sind (was zu vermuten ist wenn sie so kalt sind) ist das Heizen wahrscheinlich eher für die Katz'. (Bzw. für draußen oder für den Erdboden)
    Womöglich könnte es sich aber dennoch empfehlen, den Keller auf einer bestimmten Temperatur zu halten (wenn die Wände sonst im Winter zu kalt würden), aber das kann ein Fachmann besser beurteilen.
    Wir haben uns damals ausführlich beraten lassen und es nicht bereut. Gerade beim Haus ist es immer günstiger, große Schäden zu vermeiden anstatt sie hinterher beheben zu müssen.
     
    T

    tamascp

    Mitglied
    Vielen Dank für deine ausführlichen & wirklich hilfreichen Tips! Werde mich da definitiv noch weiter beraten lassen!

    Wenn der zweite Fachmann aucj der Meinung ist, dass erstmal keine große Gefahr zu erkennen ist, bleibt nur die aufgeblühten Stellen ausbessern und abwarten oder?
     
    Taxus Baccata

    Taxus Baccata

    Foren-Urgestein
    Wenn ein zweiter gut qualifizierter Fachmann zu demselben Schluss kommt, wohl schon.

    Einen Energieberater würde ich bzgl Lüften, Heizen (u. Sanieren falls bei euch ein Thema) hinzuziehen. Dabei kann man leider viel falsch machen und jedes ältere Gebäude ist anders. Pauschale Empfehlungen sind da nicht immer hilfreich.
     
    T

    tamascp

    Mitglied
    Hallo nochmal,

    ich warte gerade auf den zweiten Termin am Freitag mit einem Fachmann für Feuchtigkeit, Schimmel etc.

    Was mir jetzt auch noch aufgefallen ist, in einem Bereich des Kellers in dem damals der Wasserschaden war, sind auch fast alle Fugen offen (sieht man auf dem letzten Bild was ich oben hochgeladen hab).

    Durch diese Fugen kommen jetzt bei hoher Feuchtigkeit draußen vermehrt Kellerasseln in den Keller, da gibt es sicherlich schlimmeres. Ich hab jetzt aber gesehen, dass in den Fugen teilweise schwarzes Zeug drinnen ist, was leicht modrig riecht....

    Ich nehme an, dass bei der damaligen Sanierung die Fliesen-Fussleisten vielleicht wegen der Trocknung demontiert und danach nicht wieder montiert wurden.

    Meint Ihr dass es möglich ist, dass nun im Boden in der Dämmung nach so langer Zeit (6 Jahre) Schimmel o.ä. sitzt?

    Am liebsten würde ich einfach alles einmal neu verfugen, aber vorher ist es doch sicherlich besser hier einmal Klarheit zu schaffen oder? Ich glaube ja immer noch, dass sowohl die Flecken an der Wand als auch die offenen Fugen nur mit dem damaligen Wasserschaden zutun haben und das es keine Probleme mit Wasser von Aussen gibt....

    Danke für eure Hilfe im Voraus!

    Viele Grüße,
    Jan
     
    Taxus Baccata

    Taxus Baccata

    Foren-Urgestein
    Das können wir übers Internet nicht wirklich beurteilen, aber geheuer wäre mir die Sache nicht.
    Das Ganze durch einen weiteren Sachverständigen begutachten zu lassen, ist eine gute Entscheidung.
    Etwas verschließen/neu verfugen würde ich vorher auf jeden Fall nicht.
    Neue Feuchtigkeit von außen muss nicht zwingend sein, aber Feuchtigkeit von innen/ein nicht fachgerecht trockengelegter Wassserschaden kann auf Dauer mehr als genug Schaden anrichten.

    Weißt du auf welchem Weg das Wasser damals ins Haus eingedrungen ist als die Pumpen ausgefallen waren?


    Ich drücke euch die Daumen, dass die Sache harmlos ist, halte uns doch auf dem Laufenden und berichte wenn der zweite Fachmann da war.
     
    T

    tamascp

    Mitglied
    Das Wasser kam über den Heizungskeller, bei diesem gibt es Aussen eine Treppe sowie einen Wasser-Ablauf.

    Damals ist eine Pumpe in einem der Schächte ausgefallen, das Wasser drückt dann in dem Kellerablauf (draussen) hoch und kommt so durch das Mauerwerk und einem Lüftungsgitter in den Keller.

    Muss wohl schon heftiger gewesen sein, das Wasser stand ca. 20 cm hoch in allen Räumen. Laut den Voreigentümern wurde aber alles fachgerecht saniert.. Sieht für mich jetzt so aus, als gäbe es durch diesen Schaden wohl doch noch einige Altlasten..

    Die Pumpen habe ich jetzt getauscht und behalte die Schächte jetzt natürlich im Blick.

    Warum hattest du nach dem Eintritt des Wassers gefragt?

    Danke nochmal !!!

    Viele Grüße,
    Jan
     
    *Mirjam*

    *Mirjam*

    Mitglied
    .....
    Meint Ihr dass es möglich ist, dass nun im Boden in der Dämmung nach so langer Zeit (6 Jahre) Schimmel o.ä.
    Hallo Jan, wenn damals der Boden nicht getrocknet wurde, denke ich, dass das wohl wahrscheinlich ist. So ein Schimmelbefall entwickelt sich ja nicht über Nacht. Schimmelsporen sind überall und wenn der Boden nie richtig trocken wurde, ist das fast zwangsläufig.
    Aber habe ich dich richtig verstanden, dass die Leute vor euch den Keller über eine FBH heizten? Ständig? Das würde ja heißen, dass von unten irgendwo ständig Feuchtigkeit nachkommt???

    Allgemein zur Lüfterei: nur lüften wenn draußen die Luft kälter ist als drinnen. Keller nie lüften würde ich nie machen. Wegen der Anreicherung von Radon.

    Hoffentlich kann dir der Experte das Richtige sagen!

    LG, Tilda
     
    Taxus Baccata

    Taxus Baccata

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    Ich schließe mich Tilda in allen Punkten an.

    Nach dem Eintritt des Wassers hatte ich gefragt da mich interessierte ob der Keller an sich gut abgedichtet ist. Durch ein gut abgedichtetes Mauerwerk sollte unter normalen Umständen nicht so ohne weiteres Wasser eindringen können.

    Wir haben vor sehr vielen Jahren auch ein Haus besichtigt, das einen einmaligen Wasserschaden im Keller hatte. Dort war es aber bei einem ungewöhnlich heftigen Regenfall durch eine schlecht abgedichtete Keller-Außentür eingedrungen (Abfluss davor war auch noch verstopft, so kam es dazu). Stand dann auch für ein paar Stunden 10cm hoch im ganzen Keller. Die Problematik ließ sich - nach fachgerechter Trockenlegung - vergleichsweise leicht abstellen.

    Wenn das Wasser an vielen Stellen und "diffus" durch das Mauerwerk eindringt/eindringen konnte würde ich der Sache unbedingt noch einmal näher nachgehen.

    Aber das wird der zweite Fachmann hoffentlich tun.
     
    Zuletzt bearbeitet:
    T

    tamascp

    Mitglied
    Hallo Tilda,

    vielen Dank für deine Antwort!
    Aber habe ich dich richtig verstanden, dass die Leute vor euch den Keller über eine FBH heizten? Ständig? Das würde ja heißen, dass von unten irgendwo ständig Feuchtigkeit nachkommt???
    In dem Hauptkellerraum gibt es eine funktionierende Fussbodenheizung, ja.

    Was meinst du mit der nachkommenden Feuchtigkeit?

    Viele Grüße,
    Jan
     
    T

    tamascp

    Mitglied
    Wir haben vor sehr vielen Jahren auch ein Haus besichtigt, das einen einmaligen Wasserschaden im Keller hatte. Dort war es aber bei einem ungewöhnlich heftigen Regenfall durch eine schlecht abgedichtete Keller-Außentür eingedrungen (Abfluss davor war auch noch verstopft, so kam es dazu).
    Hey, ich denke fast genauso war es hier auch, kann sehr gut sein dass es auch durch die Kellertür reingekommen ist.

    Danke für den Hinweis, dem werde ich ganz sicher auch noch einmal nachgehen!

    Erst einmal verunsichert mich jetzt aber gerade wie es unter den Fliesen aussieht. Ich hoffe die Firma kann hier am Freitag Entwarnung geben, wie auch immer....

    Wäre natürlich das beste, da ich dann nur die Wände streichen und die Fugen verschließen müsste.

    Wie misst man das denn? Feuchtigkeit im Boden messen und dann ein Schimmeltest?

    Viele Grüße,
    Jan
     
    T

    tamascp

    Mitglied
    Dass die Fußbodenheizung undicht ist, denke ich erst einmal nicht. In dem Bereich wo die Fugen raus sind und ich leicht modrigen Sand gesehen habe, ist die Fußbodenheizung nicht!
     
    Taxus Baccata

    Taxus Baccata

    Foren-Urgestein
    Moin,


    zu diesem Punkt hier nochmal...

    Durch diese Fugen kommen jetzt bei hoher Feuchtigkeit draußen vermehrt Kellerasseln in den Keller, da gibt es sicherlich schlimmeres.
    Durch die Fugen, die du meinst, können keine Kellerasseln "in den Keller" kommen, es wäre schlimm wenn die Mauer ohne diese Fugen zum Erdreich hin "offen" wäre.
    Die Kellerasseln leben also in diesen Ritzen in der Wand - wenn du dir ganz sicher bist, dass sie wirklich bei erhöhter Feuchtigkeit von außen das Weite suchen und in den Raum flüchten, ist das kein gutes Zeichen.


    Ich hab jetzt aber gesehen, dass in den Fugen teilweise schwarzes Zeug drinnen ist, was leicht modrig riecht....
    Das darf natürlich nicht sein. Schwarzes Zeug + modriger Geruch ist keine 45 Jahre alte Fugenmasse sondern irgendetwas modriges, höchstwahrscheinlich Schimmel. Das muss der Fachmann vor Ort beurteilen. Hoffentlich sieht er genauer hin als der erste.


    Ich denke Tilda meinte, dass suspekt ist, dass diese Fußbodenheizung immer lief, Sommers wie Winters.
    Einen Raum, der nicht als Wohnraum genutzt wird, nonstop zu heizen, ist sehr ungewöhnlich. Vor Allem auch im Sommer.
    Für mich klingt es auch so als hätten die Vorbesitzer gewusst, dass da noch was im Argen liegt.

    Gut, dass ihr jetzt nachsehen lasst, sollte da doch ein Schaden sein, könnt ihr nach der neuen Gesetzeslage jetzt möglicherweise noch Schadensersatz verlangen. Müsstet ihr dann ggf. durch einen kompetenten Anwalt prüfen lassen.
     
    T

    tamascp

    Mitglied
    Klar, ich denke nicht dass die Krllerasseln von draussen kommen. Ich denke die kommen durch Kondenswasser jetzt im Sommer und verkriechen sich in den offenen Fugen..

    Zu der Heizsituation muss man sagen, dass selbst bei dem Öllieferanten bekannt war dass die hier alle Heizungen im gesamten Haus im voll laufen hatten. Habe nicht das Gefühl, dass die mir was verschweigen wollten...
     
    T

    tamascp

    Mitglied
    Was mich halt echt wundert ist, dass der gesamte Keller wirklich gut riecht und auch nicht feucht ist (Luftfeuchtigkeit im Schnitt 55-60%). Das spricht für mich gegen ein größeres Problem mit den Wänden / Fliesen.

    Ich halte euch auf jeden Fall hier up to date :)

    Danke !!

    Viele Grüße,
    Jan
     
    Taxus Baccata

    Taxus Baccata

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    Es muss ja auch nichts größeres sein, aber Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Ich bin gespannt was der zweite Fachmann sagt.
     
    *Mirjam*

    *Mirjam*

    Mitglied
    ....
    Was meinst du mit der nachkommenden Feuchtigkeit?

    Viele Grüße,
    Jan
    Hallo Jan,
    ich glaube nicht, dass die Fußbodenheizung ein Leck hat, das würdest du am Druckabfall merken. Aber im Normalfall heizt man doch keinen Keller permanent durch, den man nicht nutzt für 'Wohnzwecke'. Mein Verdacht wäre eher, dass geheizt wurde, um die Luftfeuchtigkeit niedrig/er zu halten, egal, woher die Feuchtigkeit kommt. Ob das Altlasten sind, sprich von früheren Wasserschäden oder eben irgendwo ein Riss in der Bodenplatte kann ich nicht beurteilen.

    Vielleicht weißt du mittlerweile auch mehr und kannst uns berichten.

    Uuund: 'gut riechen' kann sehr subjektiv sein. Lass doch mal Jemanden in den Keller, der das Haus nicht bewohnt und bitte ihn um seine ehrliche Meinung. Ich sag das deshalb, weil meine Mutter das auch meint, ich hab dazu allerdings ne andere Meinung, wenn ich in ihren Keller gehe. (Sie will übrigens nicht begreifen, wann man lüften soll und wann nicht 😉. Ich hab's aufgegeben)

    Luftfeuchtigkeit um die 60 Prozent mag vielleicht gerade noch angehen, aber (viel) weniger wäre gegen Schimmelbefall auf jeden Fall besser. Man weiß ja auch nicht, wie groß die Ungenauigkeit des Hygrometers ist.


    LG, Tilda
     
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    wilde Gärtnerin

    wilde Gärtnerin

    Foren-Urgestein
    Ein Keller wird im Sommer ÜBERHAUPT gar nicht gelüftet.

    *Doppeltgemoppelt muss sein*


    Wobei, das liest sich zu endgültig, was ich schrieb.

    Es gibt Ausnahmen, besser ist es im Kaltjahr zu lüften und danach die Feuchtigkeit nicht reinzulassen.
    Kann deine Aussage nur bestätigen - aus Jahrzehnte langer Erfahrung - noch von Eltern an uns weiter gegeben.
     
    T

    tamascp

    Mitglied
    Hallo zusammen,

    ich hatte nun gestern das zweite mal Besuch von einen Fachmann für Kellersanierung, Feuchtigkeit etc.

    Im Prinzip ist das gleiche dabei rausgekommen wie beim ersten Termin:
    • Der Keller riecht nicht und macht keinen modrigen Eindruck
    • Die Luftfeuchtigkeit ist auch ok, wobei wir hier die letzten Tage echt sehr tropisches feuchtes Klima haben, daher ist diese gerade ein bisschen zu hoch
    • Die betreffenden Wände haben definitiv eine Feuchtigkeit, sind aber nicht übertrieben nass
    • Der Typ gestern hat gesagt, dass er mir empfehlen würde, das tatsächlich noch ein bisschen weiter zu beobachten und die Stellen einmal abzubürsten um zu schauen wie sich diese weiter verändern
    • Was interessant war: Bei den Außenwänden scheint es eine funktionierende Horizontalsperre in ca. 7 cm Höhe vom Boden zu geben, bei der innenliegenden Wand scheint es diese Sperre nicht zu geben bzw. ist diese vielleicht beschädigt.
    Ich denke auch nicht, dass es bei der Fußbodenheizung ein Leck gibt, das hätten wir wohl schon eher bemerkt. Kann natürlich echt sein, dass die Vorbesitzer geheizt haben um das Klima zu verbessern..

    Ich gehe davon aus, dass es sich um aufsteigende Feuchtigkeit handelt und dass ich irgendwann die Horizontalsperren angehen muss. Werde die Feuchtigkeit jetzt natürlich im Blick behalten und mir einen Luftentfeuchter in den Keller stellen..

    Würdet Ihr sagen, dass man so erstmal weiter vorgehen kann?

    Viele Grüße,
    Jan
     
    A

    Ashley

    Mitglied
    Wie gesagt, ich würde es auch abkratzen und einfach weiter beobachten.

    Zudem würde ich die Wände darüber auch im Auge behalten, wenn innerhalb der Mauer feuchtigkeit nach oben steigt.

    Meine Eltern haben einen alten Bruchsteinkeller, ist ein sehr altes Haus, da gibt es von außen keine Sperre, das Erdreich liegt also direkt an den Steinen an.

    Diese saugen die Feuchtigkeit Regelrecht nach oben in die Ziegelwände darüber.

    Problem, das überall an einer Außenwand irgendwann Schimmel entsteht.
     
    G

    GerdOtto

    Mitglied
    Ich denke es ist so das du etwas, Luftfeuchtigkeit im Keller hast. Nicht so viel, dass es starke Vorkommnisse gibt wie Schimmel etc. Das erklärt sich ja auch durch die Feuchtigkeitssperre in der Wand, gegen aufsteigende Feuchtigkeit.
    Das mit der Fußbodenheizung im Keller ist ein kostspielige Geschichte. Kann man machen aber.....

    Was ich dir empfehlen würde ist eine automatische Lüftungsanlage für den Keller. Die ist Sensor gesteuert und funktioniert im wesentlichen so:
    Es werden 2 Bohrungen in die Wand gemacht, Zuluft und Abluft. Sobald der Sensor registriert das die Luftfeuchtigkeit außen niedriger ist wie drinnen schalten sich die Ventilatoren an und transportieren die feuchte Luft von Innen nach Draußen. Das ist sehr effektiv und benötigt keine Heizung.

    Ich habe das vor 2 Jahren in einem Kellerraum den ich als Werkstatt vermietet habe eingebaut und es funktioniert.

    Kellerlüftung
     
    T

    tamascp

    Mitglied
    Vielen Dank für deine Hinweise, ich denke mittlerweile auch dass ich erstmal ein System brauche um die Luftfeuchtigkeit im Keller besser zu regulieren.

    Wenn es ein größeres Problem wäre, müssten die Wände ja im Laufe der Jahre wesentlich großflächiger nass bzw. schimmelig sein...

    Ich werde jetzt erstmal gucken wie sich die Luftfeuchtigkeit mit dem Luftentfeuchter verändert.

    Dieses Lüftungssystem finde ich super, welche Variante hast du bei dir im Einsatz?
     
    T

    tamascp

    Mitglied
    Achso und was meinst du mit kostspielig bei der Fußbodenheizung?
     
    G

    GerdOtto

    Mitglied
    Es war gestern ein Fachmann hier, der sagte dass die Stellen nicht zu feucht sind, dass aber die Kellerwände wohl zu kalt sind..
    Feuchte Luft kondensiert an den Kellerwänden. Solch leichte Ausblühungen nach soviel Jahren sind kein Problem. Es ist eher ein gutes Zeichen bezüglich der Subtanz, das es kein Schimmel gibt. Für mich sieht das gut aus. Ausblühungen entfernen Farbe fertig.

    Der Keller wird nicht als Wohnraum genutzt, wir haben allerdings auch im Keller eine Fußbodenheizung und hatten uns gewundert dass die Voreigentümer diese immer voll an hatten
    Das ist ganz einfach. Die Fußbodenheizung wärmt die Wände, dadurch bildet sich kein Kondenswasser auf der Wand. Jedenfalls nicht bei ca. 65%. Ab und zu lüften muß man aber trotzdem. Der Nachteil sind die Heizkosten um einen Keller von 10 Grad auf vielleicht 18-20 Grad zu heizen.

    Hey, ja der Handwerker der hier vor Ort war hat die Feuchtigkeit in diesen Stellen gemessen, war völlig im Rahmen. Was er sagte ist, dass die Aussenwände relativ kalt waren (ca. 10 Grad)...
    Für Kellerwände im Boden denke ich ist das aber nicht außergewöhnlich. 8/10 Grad das waren früher Keller in denen man eingemachte Lebensmittel lagerte. Was ich bedauere ist das so ganz normale Sachen die früher wirklich jeder wußte, heute einen Fachmann brauch.

    Wenn es ein größeres Problem wäre, müssten die Wände ja im Laufe der Jahre wesentlich großflächiger nass bzw. schimmelig sein...
    Ganz genau. Der Keller ist gut. Der hat ja sogar eine senkrechte Dampfsperre. Was will man mehr.
    Im Baumarkt oder auch im Internet gibt es auch so ganz einfache Behälter/Eimer mit einer Subtanz die die Feuchtigkeit bindet. Darunter ist dann Raum für das Wasser das dem Raum entzogen wird.
    Das kostet nicht viel und zum ausprobieren geeignet.

    Mit einer relativ einfachen Belüftung mit Ventilatoren bekommst du halt einen Luftaustausch, das ist optimal.
    Diese Ventilatoren kann man auch in Fenster einsetzen. Wichtig ist aber die Sensorik, die verhindert das feuchte Luft von draußen nach innen geschaufelt wird.
    Ich schätze das kostet so um die 500-600€. Aber jeder Keller ist anders und ich weiß nicht was du selber machen kannst bzw. dazu eine Firma benötigst.

    Grüße Gerd
     
    T

    tamascp

    Mitglied
    Vielen, vielen Dank für deine ausführliche und vorallem auch beruhigende Einschätzung!

    Ich schaue jetzt mal was der Luftentfeuchter und die Heizung im Herbst wieder an Veränderung bringt!

    Ich werde euch hier weiter auf dem Laufenden halten :)

    Danke an alle & Viele Grüße!
    Jan
     
    Taxus Baccata

    Taxus Baccata

    Foren-Urgestein
    Hier wurde alles wesentliche gesagt... ich würde trotzdem gerne noch einmal auf den Punkt "Keller lüften" zurückkommen.

    Das ist wichtig (wie weiter oben bereits von Tilda angesprochen wurde) wegen der Radon-Strahlung, die u.a. Lungenkrebs verursachen kann.
    Achtung, Strahlung: Das Radon-Risiko lauert im Keller

    Eine automatische Belüftung für den Keller wie von GerdOtto vorgeschlagen, kann sicher eine gute Lösung sein.


    Freut mich, dass du weiter berichten willst, Jan. In der Zwischenzeit erstmal alles Gute.
    Wenn zwei Fachleute unabhängig voneinander der Ansicht sind, dass der Wasserschaden von damals gegessen ist, würde ich es auch glauben und mich an ihre Empfehlung halten.
     
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