Marssonnina-Blattfallkrankheit bei Apfel

Tubi

Tubi

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Hallo,
zwei unserer Apfelbäume werfen einen Großteil der Blätter ab. Ich dachte bis gestern, es sei Folge der seit letztem Jahr aufgetretenen Dürre und Hitze. Aber nun habe ich in meiner aktuellen Gartenzeitschrift einen Bericht zu dieser Pilzerkrankung gelesen und denke, sie sind beide daran erkrankt. Die Blattsymptome sind eindeutig. Es handelt sich um einen Boskoop und einen Cox Orange. Hat das noch jemand an seinem Bestand beobachtet?
Welche Maßnahmen werdet Ihr durchführen?
 
  • J

    jomoal

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    Hallo Tubi,
    ich kenne das nicht. Auch in dem umfangreichenWerk vom Griegel ist es nicht enthalten.

    jomoal
     
    Tubi

    Tubi

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    Scheint ne neue Pilzerkrankung zu sein. Die Bäume werfen dadurch die Blätter ab und verkahlen. Muss wohl nächstes Frühjahr vor dem Austrieb spritzen.
     
  • Lauren_

    Lauren_

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    Ach je, ich meine, ich habe das Schadbild auch schon gesehen. :wunderlich:
    Aber nicht in dem Ausmaß wie bei euren Bäumen.

    Ich weiß nicht ob dir der Tipp nützt, denn vielleicht machst du es ohnehin schon so - gerade wegen zahlloser Pilz- und Milbenerkrankungen sammle ich im Herbst akribisch alle Blätter meiner Obstbäume ein und entsorge sie.
    Auf diese Weise hatte ich bisher noch nirgends stärkeren Befall zu verzeichnen - außer an den Stellen, wo ich wegen akutem Zeit- und Kräftemangel schlampig war.
     
  • Tubi

    Tubi

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    Tja, ich habe die Blätter gerade zum Mulchen verteilt....
    Und bisher habe ich immer mit Blättern gemulcht. Davon abgesehen, kann ich hier nicht noch jedes Blatt einsammeln.
     
  • Lauren_

    Lauren_

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    Mit befallenen Blättern sollte man lieber nicht mulchen... so breitet sich das Ganze nur noch mehr aus... :wunderlich:
     
    Lauren_

    Lauren_

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    Tubi, guck mal hier:

    Vorbeugende Maßnahmen
    Ähnlich wie beim Apfelschorf sind die Baumkronen durch fachgerechten Schnitt offenzuhalten, damit die Blätter rasch abtrocknen können. Vorjähriges Laub ist vor dem Frühjahr zu beseitigen, um damit die Erstinfektion zu verringern.
    Eine Gabe von Kalkstickstoff im März fördert die Zusetzung des Falllaubs, nimmt dem Pilz die Lebensgrundlage und kann damit die Ascosporenbildung verringern. Gleichzeitig ist er eine langsam fließende Stickstoffquelle mit hohem Kalkgehalt (und beugt damit der Stippigkeit vor). Um keinen Schaden am Gras zu verursachen, streut man den Kalkstickstoff am besten, wenn das Gras trocken ist.
    Direkte Bekämpfung
    Im intensiven Obstbau wird die Krankheit in der Regel durch die Schorfbehandlungen mit bekämpft.
    Eine chemische Bekämpfung ist im Hausgarten nicht sinnvoll, da der genaue Einsatzpunkt nicht erfasst werden kann und für eine ausreichende Wirkung wiederholte Maßnahmen notwendig wären.
    Quelle: Blattfleckenkrankheit an Apfel: Marssoninia coronaria

    Ich würde das Laub unbedingt wieder einsammeln und entsorgen.
    Das ist meiner Erfahrung nach auch wirklich viel viel effektiver als chemische Mittel zu spritzen. (Was in diesem Fall offensichtlich ohnehin nicht so sinnvoll ist)
     
    Tubi

    Tubi

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    Ja, so ähnlich steht es auch in dem Artikel,@Lauren_ , den ich in der Zeitschrift vom Obst- und Gartenbauverein gelesen habe. Was mich nur wundert, das Schadbild soll seinen Anfang nehmen in längeren Feuchtperioden, wenn es im Juni länger als 32 Stunden nass auf den Blättern ist. Ich kann mich nicht entsinnen, dass es hier so gewesen sei. Aber was soll es sonst sein. Das Schadbild, was beschrieben und abgebildet ist, entspricht dem bei unseren Bäumen.
    Das ist der Boskoop. Der Wind hat die gelben Blätter jetzt soweit runtergeholt.

    IMG_2299.JPG

    Betroffen sind auch bei Cox Orange Bäume. Ohne Veränderungen ist der Ontario.
     
    Lauren_

    Lauren_

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    Hm... ich erkenne die einzelnen Blätter leider nicht so ganz deutlich.

    Sicher, jetzt im Sommer hattet ihr es sehr trocken. Aber wie war es im Frühjahr...?
    Ich meine, dieses Phänomen auch eher in trockenen Perioden beobachtet zu haben.
    Vielleicht hat die Erkrankung ihren Ursprung ja schon im feuchten Frühjahr - und kommt erst später so richtig raus? (Bei Fruchtmonilia ist es ja ähnlich)

    Ich würde das Laub wirklich ganz akribisch entfernen (habe ich mir schon seit vielen Jahren wegen Birnengitterrost & Co. angewöhnt) und dann gucken ob es im nächsten Jahr auch wieder so schlimm wird.
    Wenn du das Laub gründlich entfernst, muss das nämlich nicht sein, das verringert den Befallsdruck ganz enorm.
    Falls du es nicht ohnehin tust, den Bäumen vielleicht im kommenden Frühjahr auch etwas guten Kompost spendieren, um das Immunsystem im Vorfeld bisschen zu stärken?

    Das sind eigentlich meine Hauptmethoden auf die ich zur Schädlings-/und Krankheitsprävention setze, und die bisher bei mir immer gut funktioniert haben (wenn ich die Sache wirklich gewissenhaft betrieben habe).
    Der einzige Baum, der bei mir in diesem Jahr erstmals Ausfälle zeigt, ist der Zwetschgenbaum im Minigarten (Schrotschuss) - aber zum Einen war ich da mit der Pflege im letzten Jahr leider nicht so akribisch (keine Zeit und keine Kraft), und zum anderen liegt unser Minigärtchen mittlerweile quasi im Wald - außenrum sind viele befallene (Wild)obstbäume. Hier ist der Befallsdruck enorm.
    Den anderen Obstbäumen hier geht es aber erstaunlich gut.
     
  • Tubi

    Tubi

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    Wie soll ich denn das Laub von acht großen Bäumen akribisch entfernen??? Nee, ich fürchte das wird nichts. Wüsste gar nicht, wann ich das machen sollte.
     
    Lauren_

    Lauren_

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    Hm... vielleicht eine Hilfe dazunehmen? :unsure:
    Hier in den "Klein"Gärten (die Gärten sind im Schnitt 300-400qm groß, und in jedem Garten auch ein paar große, alte Obstbäume) machen die Gärtner das auch - ich beobachte es jeden Herbst.
    Ich denke, wenn man das befallene Laub nicht entfernt, wird man sich bald in einer Abwärtsspirale aus Spritzmitteln (die vermutlich keine endgültige Lösung bringen werden) befinden, oder die Bäume am Ende verlieren - oder zumindest immer einen großen Teil der Ernte einbüßen. :confused:
     
    Tubi

    Tubi

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    Hier ist es etwas größer. Mal gucken, bisher gab es keine Probleme. Klar werde ich was wegräumen, aber alles geht einfach nicht. Zumal die Tomaten auch viel Aufmerksamkeit wollen.
     
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