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Gut gemacht. Ich hab´s nicht vergessen, wollt aber eigentlich noch ein Foto vom jetzigen Walnussbaum einstellen, halt wie schön und imposant er in den letzten 5 Jahren wieder gewachsen ist. Aber entweder ich hab die Kamera im falschen Auto liegen, oder es schifft ohne Unterbrechung (beides kam leider sehr häufig in letzter Zeit vor). Aber die Sonne soll ja angeblich dieses Jahr noch mal scheinen, und dann mach ich´s..............
Wie alt mein Walnussbaum ist kann ich Dir nicht sagen, da wir das betreffende Grundstück erst so vor 10 Jahren gekauft hatten, und da war der junge Bursche schon mit im Inventar. Lt. Nachbarn und Vergleichen mit anderen Bäumen aus meinem Heimatort schätze ich mal so um die 25 - 30 Jahre. Wobei man bei Walnussbäumen so von bis zu 18m Höhe ausgeht, welche meiner auch erreicht hatte (und wieder hat), lediglich am Stammumfang ändert sich noch was. Was jetzt soviel heissen soll, wie, dass der Baum mit 20 Jahren seine entgültige Höhe erreicht haben kann und dann lediglich noch in die "Breite" geht (wie bei uns Männern halt auch, ab 20 geht alles in die Breite, der Rest bergab.....)
Zum Frost, nun, 600m sollte dem Baum nix ausmachen, denk ich mal. Ich liege bei 350m und hatte die letzten Jahre längere Frostperioden um die -20 bis -25°C. Kann das jetzt aber auch nur aus meinen Beobachtungen ausmachen. Habe auch mal in meiner Literatur nachgeschaut, da wiederum steht, dass der Walnussbaum warme Standorte (Weinbauklima - welches bei mir vorliegt - bzw. geschützte Lagen) verlange und recht frostempfindlich sei. Nun, wie erwähnt, ist es bei mir auch recht frostig, manchmal. Und Spätfröste schadet nun mal jedem Obstbaum während der Blüte.
Ich würd mich an Deiner Stelle mal in der Umgebung umschauen, ob anderswo bereits Walnussbäume stehen.
Wenn Du einer Walnuss Asyl gewähren möchtest, dann bedenke dass Du diese Bindung für immer, zumindest länger als manche Ehe, eingehst! Muhhaha, und deshalb nimm eine definierte, veredelte Sorte (gleich auf Hochstamm) und keinen Sämling vom Nachbarn (oder von mir....), es lohnt sich in vielerlei Hinsicht.
Der Walnussbaum wird in den ersten 2-3 Jahren eher wenig an Größe zulegen, da er sein Wurzelsystem zunächst einmal ausbilden muss, aber dann..........setzt starker Wachstum ein, versprochen.
Und da wir grad bei Literatur sind, tata, die Sortenempfehlung des heutigen Tages (oh jaaaaa,
ICH benenne Namen und sag nicht nur, dass es bereits besseres gibt

)
Auf Platz eins für 600 m ü.N.:
~ Seifersdorfer Runde
Mutterbaum auf 400m Höhenlage und 50 Jahre ohne Frostschaden, kräftiger Wuchs, männl. und weibl. Blüten gleichzeitig blühend, große rundlich ovale Nuss, gut löslich, vollkernig, wertvoller Typ, besonders für Höhelagen, etc. (kurz gesagt, alles, was mein Sämling nicht kann, seufz..)
~ Weinsberg I
Mutterbaum aus Weinsberg/Württenberg, eine der großfrüchtigsten Sorten,
~ Jupiter
aus Südmähren, relativ frostsicher
~ Auslese 120 (auch unter Klon Nr. 120)
~ Esterhazy II
Und bevor es Ärger gibt mit Quellenangaben (wobei nix irgendwie 1:1 abgeschrieben ist) und ich ja ausser den Erfahrungen mit meinem, mir mittlerweile sehr ärmlich vorkommenden, Sämling noch was nützliches beitragen wollte: "Handbuch des Obstbaus" Gerhard Friedrich
Also, wenn ich müsste und könnte, ich würd versuchen eine "Seifersdorfer Runde" zu bekommen.
Also, hoffe ein wenig helfen zu können, Foto von meinem Sämling im IST Zustand folgt, denk ich mal.....