Neuer Bodenbelag für Terrasse

B

bugman

Neuling
Hallo zusammen,

auch wenn jetzt einige über meinen Betreff stöhnen, da es mindesten schon 1.000 andere Beiträge zu diesem Thema zu geben scheint. Ich habe leider keine andern passenden Beiträge gefunden und mache nun doch dieses neue Thema auf.

Vor zwei Jahren haben wir einen Altbau gekauft. Dieser hat aufgrund des Gefälles auf dem Grundstück eine etwas höhergelegene Terrasse (aus sich des Gartens, aber ebenerdig zum Wohnzimmer). Sie ist ca. 5,5 m breit und 6m tief. Aktuell ist die Terrasse mit braum-terracotta-farbenen Fliesen im Maß ca. 11x22 cm (ca. 1cm dick) im Schachbrettmuster gefliest. Also einfach nur "wunderschön". Unter den Fliesen ist eine Betonplatte. Die Fliesen lösen sich nun gefühlt von Tag zu Tag mehr, sodass wohl spätestens im nächsten Jahr Ersatz her muss.

Jetzt fragen wir uns schon seit einiger Zeit, welcher neue Bodenbelag der richtige ist.
Ursprünglich hatten wir an Holz gedacht. Hier das Problem Nummer 1: Viel Spiel bei der Aufbauhöhe haben wir nicht. Zusätzlich zu den 1cm Fliesen und eventuell einem halben Zentimeter Fliesenkleber haben wir eigentlich aufgrund der Terrassentüren nicht viel Spiel (siehe angehängtes Foto). Eine Holzkonstruktion würde hier vermutlich den Boden selbst mit sehr niedriger Alu-Unterkonstruktion auf die Höhe der Türschwelle bringen. Aus meiner Sicht nicht so optimal. Eigentlich ist die aktuelle Konstruktion mit dem Fenster aufgrund der fehlenden Abdichtung zum Wohnzimmer hin schon nicht optimal, da die Terrasse hier aber Überdacht ist und somit hier auch bei Starkregen keine Feuchtigkeit hin nicht problematisch.
Dies führt mich auch gleich zum Problem Nummer 2: Da die Terrasse ungefähr zur Hälfte überdacht ist, befürchte ich, dass Holz und vermutlich auch WPC innerhalb von kürzester Zeit sehr unterschiedlich aussehen. Unter der Terrassenüberdachung schön neu, auf der anderen Hälfte schnell verwittert.
Problem Nummer 3. Die Terrasse ist nach Süd-Westen ausgerichtet. Zusätzlich ist sie auf der einen Seite mit einer Hauswand und auf der anderen Seite mit einem Stück Mauer und einem Zaun begrenzt. Grundsätzlich wunderschön, aber im Sommer staut sich hier die Hitze Sonne plus Temperatur über 25 °C und die Terrasse lässt sich über den Tag nahezu nicht mehr Nutzen.

Die Alternativen kurz zusammengefasst:

Holzdielen: Eigentlich bevorzugt, da sie auch in der Sonne sich nicht unangenehm aufheizen, aber eigentlich nicht passend zur Aufbauhöhe und aufgrund der unterschiedlichen Verwitterung

WPC: Nicht unbedingt unser Traum, vor allem, weil es sich sehr aufheizen soll. Dafür vermutlich etwas besser, was die unterschiedliche Verwitterung angeht. Aufbauhöhe aber gleich wie bei den Holzdielen

Betonsteine: Nicht möglich, aufgrund massiver Bodenplatte, Bodenplatte rausreißen ist aufgrund des Aufwands und es nicht ganz so einfachen Geländeniveaus keine Option.

Feinsteinzeug: Müsste nach meinen Recherchen sehr hell sein um keine Hitzeprobleme zu bekommen. Das scheint aber wiederum mit der Pflege schwieriger zu werden (helle Fugen = schnell dreckig). Zudem befürchte ich, dass hier die Hohlraumfreie Verlegung nicht ganz einfach wird. Die Bodenplatte ist nämlich nicht gerade so eben, dass man größerformatige Fliesen direkt drauf verlegen sollte. Die Rutschfestigkeit müsste auf jeden Fall sichergestellt sein. Von Holzimitat bin ich nicht so der große Fan.


So, jetzt seid ihr gefragt. Habt ihr noch andere Ideen?


Danke für eure Hilfe auf jeden Fall schon mal jetzt.

Viele Grüße
Christian
 

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  • S

    SebDob

    Mitglied
    Ich habe helle Feinsteinzeug Fliesen. Ausrichtung West, volle Sonne ab 11. Wird aber trotzdem Heiss. Aber besser als Beton oder wpc. Auch nass nicht rutschig. Dazu gibt's ja auch Angaben...

    Den Beton könnte man vorher sicherlich schleifen um ihn zu glätten. Deine Unebenheit müsstest du Mal messen. Mit Fliesenkleber geht ja auch ein gewisser Ausgleich.

    Warum helle Fugen? Geht auch Dunkel.
     
    T

    Tinchenfurz

    Guest
    Meine Eltern haben Natursteinplatten auf der Terrasse, wo nachmittags echt die Sonne drauf knallt. Da kannste immer noch barfuß drüber laufen. Die erfordern aber eine bisschen Pflege. Also einmal im Jahr gründlich.
     
    G

    GerdOtto

    Mitglied
    Vielleicht solltest du mal über Betonfliesen nachdenken? Ich weiß die meisten lehnen Beton ab, aber das ist ein Vorurteil. Die Vielfalt ist schon erstaunlich. Man kann auch sehr gut kombinieren.
     
  • R

    reley

    Neuling
    Hallo,
    absolute Basisfrage von meiner Seite:
    Bei uns haben wir eine Terrasse mit Betonplatten, bei denen sich die Glasuroberfläche über die Jahre nun zersetzt hat.
    Heißt nun ist die Terrasse hässlich Betongrau und rau ;-)

    Die Terasse hat keine Senken und alle Steine liegen stabil mit dem einem Gefälle von ca. 2%.
    Kann man zum sanieren die alten Betonfliesen aufnehmen und auf den bestehenden Untergrund einfach neue Betonfliesen verlegen?
    Viele Grüße,
    Reley
     
  • jola

    jola

    Foren-Urgestein
  • R

    reley

    Neuling
    Hallo,
    bin nicht sicher ob wir das Gleiche meinen.
    Die Platten haben eine Größe von 40cm x 40cm
    Meinst Du wirklich diese abschleifen?
    Werden die dann nicht ziemlich schnell wieder schmutzig
    durch die offene Oberfläche?
     
    A

    alexklar

    Neuling
    Ich denke mal Holz ist für Terrassen am geeignetesten, man kann es ölen und somit noch effektvoller gestalten. Habt ihr schon mal darüber nachgedacht? Lärche ist vor allem ein TOP Holz für Terrassen
     
    G

    Galileo

    Foren-Urgestein
    Hallo,
    bin nicht sicher ob wir das Gleiche meinen.
    Hi, ich auch nicht, soweit ich weis gibt es keine glasierten Betonplatten.
    Stell bitte mal Fotos ein und was ist unter den Platten und wie dick sind diese? :)
    Ich denke mal Holz ist für Terrassen am geeignetesten, man kann es ölen und somit noch effektvoller gestalten. Habt ihr schon mal darüber nachgedacht? Lärche ist vor allem ein TOP Holz für Terrassen
    Für Terrassen geeignete europäische Hölzer nach deren Verwitterung-Resistenz
    1. Douglasie (Föhre)
    2. Lärche
    3. Robinie, mit Abstand am widerstandsfähigsten
    Lärche ist wegen dem extremen illegalen Abbau in den Ostblock-Ländern mittlerweile zu überdenken.
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Schwarze Katze

    Schwarze Katze

    Mitglied
    Mir gefällt unsere Terrasse auch nach fünfundzwanzig Jahren noch. Unregelmässige Schieferplatten, Bruch, verfugt mit wasserdichtem weissem Fugenmaterial. Absolut pflegeleicht.
     
  • A

    alexklar

    Neuling
    Hi, ich auch nicht, soweit ich weis gibt es keine glasierten Betonplatten.
    Stell bitte mal Fotos ein und was ist unter den Platten und wie dick sind diese? :)

    Für Terrassen geeignete europäische Hölzer nach deren Verwitterung-Resistenz
    1. Douglasie (Föhre)
    2. Lärche
    3. Robinie, mit Abstand am widerstandsfähigsten
    Lärche ist wegen dem extremen illegalen Abbau in den Ostblock-Ländern mittlerweile zu überdenken.
    Ich bin nicht der Meinung. In Österreich gibt es SIHGA Terrassen, dort wird für jede Terrasse ein Baum geplanzt. Somit ist Nachhaltigkeit und die Natur an erster Stelle. Habe beim Betrachten der Fotos auf den Sozialen Netzwerken gesehen, dass der Trend zu Lärche Terrassen geht.
     
    C

    Cosmodanica

    Neuling
    Hi, ich auch nicht, soweit ich weis gibt es keine glasierten Betonplatten.
    Stell bitte mal Fotos ein und was ist unter den Platten und wie dick sind diese? :)

    Für Terrassen geeignete europäische Hölzer nach deren Verwitterung-Resistenz
    1. Douglasie (Föhre)
    2. Lärche
    3. Robinie, mit Abstand am widerstandsfähigsten
    Lärche ist wegen dem extremen illegalen Abbau in den Ostblock-Ländern mittlerweile zu überdenken.
    Robinie ist in der Tat am Widerstandsfähigsten. Man muss sich aber darüber im Klaren sein, dass die Robinie macht was sie will und nur schwer zu bändigen ist. Wir haben unsere Terrasse vor 2 Jahren gebaut. Dabei haben wir die Abstände der Unterkonstruktionshölzer noch enger gewählt als dies vom Hersteller empfohlen wurde, weil wir wussten, dass die Robine zu Verwerfungen neigt. In schattigen Bereichen (bei Ostseeklima) neigt die Robinie auch zu Algen- /Pilzbildung. Robinendielen lassen sich nicht durchgängig in langen Längen herstellen, weshalb sie keilverzinkt werden. Soll 30 Jahre halten - an einigen Stelle löst sich die Verleimung jedoch bereits jetzt nach nur zwei Jahren.
    Bilder sagen mehr als Worte und so habe ich mehrere Bilder meiner 2 Jahre jungen Terrasse hier mal reingestellt:

    robine4-jpg.684940

    Oben: Bei cm 15 ist das Brett fixiert
    robinie1-jpg.684941

    Oben: Keilverzinkung soll angeblich 30 Jahre lang halten
    robinie2-jpg.684942


    robinie3-jpg.684943


    robinie5-jpg.684944


    robinie6-jpg.684945

    Oben: Wurde 100% gerade eingebaut! Heute schlängeln sich die Dielen.
    robinie7-jpg.684946

    Oben: Pilzbildung im schattigen Bereich.

    Das, was oben zu sehen ist erzählen die Verkäufer und die Verkaufsprospekte einem denknotwendigerweise nicht.

    Aber! Krum und schief ist auch ganz schön und deshalb erfreuen wir uns über die "Naturgewalten" und genießen das Leben auf unserer Robinien-Terrasse!
    Übrigens läßt sich die Terrasse sehr gut mit einer elektrisch angetrieben rotierenden Waschbürste reinigen. Natürlich keinesfalls mit einem Hochdruckreiniger und/oder Chemie!

    Schönen Sommer wünscht
    Cosmodanica
     
    Zuletzt bearbeitet:
    G

    Galileo

    Foren-Urgestein
    Hi @Cosmodanica
    da Du mich zitierst, will ich Dir auch antworten.
    Tut mir echt leid, dass Du ein solch schlechtes Ergebnis hast.
    Allerdings hätte ich so eine miserable Holz-Qualität niemals eingebaut.
    Jedwedes Holz, mit dieser, aus dem Diel laufenden Masserung/Holzfasern, wirft sich, wenn es der Feuchtigkeit ausgesetzt ist.
    Robinie, wie auch Bankirai, Massaranduba usw. befestige ich nicht mit Bretthaltern, sondern mit 2 durchgehenden Schrauben pro Konterholz, bei vorgebohrtem Brett.
    Robinie muss am Brettende - Abstand 3-5 cm - mit dem Konterholz verschraubt werden, sonst verwerfen sich die Enden - wie auf Deinem Foto.
    Mein Händler hat besäumte, gehobelte und gefaste Dielen bis 3 m Länge ohne Keilverzinkung... das wäre sonst Reste-Verwertung.
    Keilverzinkung funktioniert im Aussenbereich nur, wenn die beide Holzstücke von gleicher Qualität sind, also fast die gleiche Anzahl an Jahresringen aufweisen.
    Das Brett mit deutlich weniger Jahresringen (wie auf Deinem Foto) ist aus "schneller gewachsenem Holz" und diese breiten Jahresringe nehmen bei gleicher Luftfeuchte mehr Wasser auf, als ein Stück mit schmalen Jahresringen.
    Daraus folgt die unterschiedliche Ausdehnung und das Versagen der Keilverzinkung.

    Viele sparen auch an der Qualität des Konterholzes... dann werden vom Diel oft die Schrauben rausgerissen oder es fault, falls ungeschützt...

    So verlegen wir: Holz-Terrasse_Dielen-Tragbalken_03.jpg Galileo grüsst
    Edit

    Mein Lesezeichen: Robinie-Dielen, Terrassenholz, Keilverzinkung
     
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