nicht-biologische Rosenpflege im Fruehjahr

unmuzzled

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Hallo,

ich habe ca. 50 verschiedene Rosen und habe diese jahrelang biologisch gepflegt, ohne grossen Erfolg. Wahrscheinlich lag es an mir.

Wie auch immer, ich moechte in diesem Fruehjahr das 'normale' chemische Programm zur Rosenpflege und zum Rosenschutz abwickeln.
Meine Frage: Wie sieht dieses Programm aus? Spritzen gegen tierische Schaedlinge? Spritzen gegen Pilzbefall? Duengen? Wann und womit?

In meinem jugendlichen Leichtsinn stelle ich mir das so vor:
Anfang Maerz spritzen gegen xyz
Mitte April spritzen gegen zyx
Ende April duengen mit abc usw.

Wer kann helfen?
Ich danke euch im Voraus.

Gruesse

Harry


P.S.:
Rosen schneiden kann ich.
Und diskutieren ueber biologischen Rosenschutz oder die Chemiekeule moechte ich in diesem Thread nicht!
 
  • smaugthegolden

    smaugthegolden

    Mitglied
    Was für ein Problem hast du denn genau mit deinen Rosen und warum willst du spritzen, bevor überhaupt was passiert ist? Nach meiner Erfahrung wird Mehltau und Sternrußtau doch erst gegen Herbst zu brenzlig. Oder gibt es andere schlimme Plagen bei deinen Rosen?
    Birgit
     
    unmuzzled

    unmuzzled

    Foren-Urgestein
    Hallo Birgit,

    keine Ahnung, was wann mit Rosen passiert oder passieren kann.

    Da meine Rosen etwas kuemmern, moechte ich wenigstens ausschliessen, dass ein Grund dafuer Schaedlinge oder Krankheiten sind.

    Gruesse

    Harry
     
    J

    jomoal

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    Hallo unmuzzled,
    bestimmt kennst du Klaus Körber von LWG Veitshöchheim (Sendung Querbeet). Er hat uns neulich ein neues angeblich supergutes Mittel aus dem Hause C....... empfohlen, und zwar C....... Combi-Rosenspritzmittel.
    "Der Rundumschutz gegen saugende und beißende Schädlinge sowie gegen die typischen 3 Pilzkrankeiten an Rosen".
    Ich persönlich habe es noch nicht ausprobiert und spritze gegen die Läuse mit Spiritus/Spülmittellösung, das auch erfolgreich.

    jomoal
     
  • smaugthegolden

    smaugthegolden

    Mitglied
    Wie ich gerade erfahren habe, hat sich unser Experte für solche Fragen leider schon vor einiger Zeit hier verabschiedet - schade!
    Ich kann leider auch nur eine Laienansicht rüber geben, aber die bakteriellen Krankheiten, wie Mehltau und Sternrußtau sieht man ja ziemlich deutlich an den Blättern und die tierischen Schädlinge eigentlich auch. Also würde ich jetzt erst mal ordentlich schneiden ("wenn die Forsithien blühen"), düngen und dann abwarten. Mach doch mal Fotos von den Pflanzen, dann kann man hier im Forum wahrscheinlich besser beurteilen, was fehlt.
    Aber prophylaktisch mit der Chemiekeule drauf - lieber nicht, denk mal an die Bienen, Marienkäfer und Co., die triffst du damit ja auch.
    Birgit
    P.S. Inconitro hat mir was über einen besonderen Bodenzusatz erzählt, gegen Rosenkrankheiten, vielleicht fragst du sie mal.
     
  • simone71

    simone71

    Mitglied
    Hallo, Harry,

    das Standardprogramm (von dem ich mich allerdings auch schon verabschiedet habe, weil zu teuer und zu wenig effektiv) ist meines Wissens:

    Düngen im zeitigen Frühjahr (z.B. beim Rosenschnitt); bei öfterblühenden dann nochmal während/ kurz nach der ersten Hauptblüte; ab Juli/August nicht mehr düngen, da sonst die Triebe nicht mehr ausreifen.
    Spritzen: da gibt es Fungizide, die nur vorbeugend wirken, also gespritzt werden müssen, bevor irgendwas sichtbar krank ist, und welche, die auch begrenzt heilend wirken. Da muss man genau gucken/im Internet recherchieren. Die vorbeugenden Mittel ab Mausohrstadium des Blattaustriebs spritzen, nach Anweisung des Herstellers. Da es Resistenzen gibt, wird meist empfohlen, mit 2 verschiedenen Wirkstoffen im Wechsel zu spritzen.

    Genauere Hinweise könnte man sicherlich geben, wenn klar ist, womit genau Du nicht zufrieden bist: kein Wachstum, keine Blüten, Sternrußtau, Rosenrost, Mehltau?

    Grüße
    Simone
     
  • unmuzzled

    unmuzzled

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    Hallo,

    ich danke euch.
    Eure Beitraege zusammen genommen haben mir sehr geholfen.

    Besonders Jomoals Mittel aus dem Hause C hat mich auf die richtige Spur gefuehrt.
    Dann brauchte ich nur noch Google zu bemuehen, und ich hatte die gesuchte Info, inklusive der alternativen Mittel gegen Resistenz.
    Und Simone hat mir dann noch den Zeitplan geliefert.

    Warum meine Rosen nun wirklich kuemmern, weiss ich nicht.
    Vor ca. 3-5 Jahren habe ich verschiedene Rosen gepflanzt: Beetrosen, Strauchrosen, Kletterrosen. Alle per Internet beim Erzeuger (reiner Rosengaertner in Mittelhessen) gekauft.

    Mein Boden ist wahrscheinlich etwas problematisch (toniger Lehm), aber ich habe ihn durch Bimssand, Blumenerde und etwas Kompost verbessert.
    Die Rosen stehen mit der Veredlungsstelle gut 5 cm unter der Erde, an einem Suedwesthang mit etwas, aber nicht zuviel Wind.
    Da die Erde recht trocken ist, muss ich hin und wieder waessern.

    Ein Nachteil duerfte sein, dass durch die unmittelbare Nachbarschaft von Wald einiges an Raupen ueber meine Rosen herfaellt. Dagegen habe ich bisher Bacillus thuringiensis eingesetzt und werde das auch weiterhin tun.

    Geduengt habe ich ausser mit Kompost bisher mehrmals im Fruehjahr und Fruehsommer mit Fluessigduenger (Hakaphos), und nach dem Juli gab es keinen Duenger mehr.

    Was mir bei meinen Rosen auffaellt sind recht viele sehr duenne Triebe, ausserdem der Befall mit Rost (welcher Art auch immer).
    Einige Rosen wachsen prima, viele andere bleiben klein und mickrig, und einige wenige sind am Eingehen.

    Mal schauen, ob ich etwas Druck durch den Einsatz von Chemie von ihnen nehmen kann.

    Gruesse

    Harry
     
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    Hallo Harry!
    Kann es sein, daß Deine Rosen Frostschäden haben?
    Ich mußte z.B. in den letzten 2 Jahren mehrere Sorten bis zum Boden zurück-
    schneiden, weil das Mark in den Trieben braun war.
    Daraufhin trieben sämtliche Pflanzen wieder gut durch und blühten auch.
    Frostschäden gibt es in verschiedenen Stadien: Dunkelbraunes Mark - hier sterben die Zweige beim Austrieb ab und werden schwarz.
    Mittelbraunes Mark - diese Zweige treiben aus und blühen auch, aber nicht wie normal und sterben daraufhin ab.
    hellbraunes bis gelbliches Mark - diese Zweige treiben meistens aus und blühen normal, haben aber sämtliche Rosenkrankheiten, vor allem Rosenrost. Hier hilft auch Spritzen überhaupt nichts.
    Am besten ist es immer, alle geschädigten Triebe soweit abzuschneiden bis das Mark weiß ist.
    Gruß Hero
     
    UTE

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    unmuzzled

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    Hallo Ute,

    wenn meine Rosen nur halb so gut aussehen wuerden wie deine, haette ich keinen Grund zur Klage.

    Gruesse

    Harry
     
  • UTE

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