Orangenbaum - kann man die Früchte essen?

M

M.Legolas

Neuling
Hallo

ich habe eine kleines Orangenbäumchen geschenkt bekommen.habe aber noch nicht viel ahnung mit zitrosplanzen.ihr könnt mir bestimmt helfen :)

1: kann mann die Früchte es ?
2: muß er über dem winter in den keller oder reicht das wohnzimmer?

das bäumchen hat so ca 13 früchte.

gruß M.Legolas
 
  • H

    Heidelbeere

    Mitglied
    AW: Orangenbaum

    Hallo!

    Wenn das Bäumchen aus einem Gartencenter stammt, würde ich persönlich die Früchte nicht essen, da man nicht weiß, was alles für Gifte gespritzt wurden. Ansonsten kann man die Früchte durchaus essen.
    Man überwintert das Bäumchen am Besten hell und kühl. In einem kalten Zimmer bei ca. 12° am Fenster.
    So mache ich das und bei mir funktioniert es gut.

    Viele Grüße
    Heidelbeere:)
     
    Pomeranze

    Pomeranze

    Foren-Urgestein
    AW: Orangenbaum

    Und dann lies dich einmal durch das spannende Forum "Limette hat alle Blätter verloren". Dort korrespondieren Experten, Anfänger, Erfahrung, Können, geteilte Erfolgfreude und Verlustkummer miteinander. So manches Zitrusstämmchen hat, Dank des Forums, Aussicht auf einen neuen Sommer. Ich wünsche dir viel Glück.


    Und natürlich auch ein herzliches Willkommen.
     
    C

    citrusfan

    Mitglied
    AW: Orangenbaum

    Wenn du kannst überwintere den Orangenbaum bei 5°C so hell wie nur möglich. Ideal ist es, wenn die Wurzeln nicht kälter wie 5 Grad bekommen, der Orangenbaum selbst kann bis an die Frostgrenze aushalten (ich selbst heize ab 3 Grad zu ). Hauptproblem ist das Gießen. Eher weniger wie zuviel und eher eltener wie öfter. Wenn gießen, dann so, dass unten Wasser austritt und dann immer "Fingerprobe" in der Erde machen. Viel Spaß mit deinem Bäumchen. ....und nich verzweifeln, wenn die Früchte jetzt abfallen, die Pflanze muss sich erst an die neue Heimat gewönnen. Von der Blüte bis zur ausgereiften Frucht vergehen je nach Sorte 10 bis 18 Monate, doppelt so lange wie ein Baby. Die Apfelsine ist recht anspruchsvoll. Du mußt jetzt auch jede Woche genau auf Schädlinge achten, die Gifte aus der Gärtnerei halten maximal 2 bis 3 Monate.
    Salut
    Georg
     
  • P

    pere

    Guest
    AW: Orangenbaum

    Hallo!

    Wenn das Bäumchen aus einem Gartencenter stammt, würde ich persönlich die Früchte nicht essen, da man nicht weiß, was alles für Gifte gespritzt wurden.
    Wasn Quatsch! Wenn überhaupt, wird doch nur die Schale gespritzt und dann kann man doch die geschälte Orange essen oder ist du die Orange mit Schalen????

    Liebe Grüße
    Petra, die bei der Überwinterung entweder das Kalthaus oder das Wohnzimmer empfiehlt, aber die entsprechende Pflege muss passen
     
  • D

    Dr_Citrus

    Guest
    AW: Orangenbaum

    So, zu Mythos 18 Monate Reifedauer bei Apfelsine vielleicht mal eine Erklärung:
    Wenn man eine Spätapfelsine hat, so ist die Reifedauer meist länger als 12 Monate, ja oft kann man die Früchte auf dem Feld sogar 13 bis 14 Monate ohne Qualitsverluste hängen lassen. Dittmeyer hat mal Werbung gemacht, mit angeblich Saft aus Apfelsinen mit dem Extra Monat Sonne, also 13 Monate... Dittmeyer gibt es heute so nicht mehr - eigentlich schade, zeigt aber, daß die Werbung schon immer uns ein bissi bemogelt hat.
    Denn nach 12 Monaten reift die Frucht nicht mehr...

    Das bei uns 18 Monate entstehen, ist einfach so, weil man bei uns - 13 Monate plus dazwischen liegende kalte Überwinterung (4 - 5 Monate) rechnen muss.
    Und dann sind 18 Monate drinne, trotzdem kann man die kühle Überwinterung bei der Spätapfelsine zu 13 Monate Vollsonne im subtropischen Bereich deutlich schmecken. Dem Deutschen wäre das zu süss.
    Wir liegen so bei 10,3 bis 10,8° Brix, eine Frucht aus den Subtropen kann bis zu 15° Brix erreichen, eine Frucht aus eher kühlen Regionen erreicht hingegen oft nur 9,5° Brix... Je mehr Brix, desto süsser, aber auch dickflüssiger von der Konsistenz her. 66° Brix ist Apfelsinensaftkonzentrat, und das ist zäh wie Pudding.
    Somit schmeckt man die Kommastellen deutlich, unter 10,5 eher säuerlich/spritzig, über 10,5 dann milder und süsser. Über 11,5 ist es für uns leicht klebrig und zu süss.

    Übrigens: der meiste Saft kommt aus Brasilien und wird aus der dort meist aus der "Pera" Saftapfelsine gewonnen, die nahe der bekannten "Valencia" Spätapfelsine liegt, die weltweit die Rangliste der angebauten Apfelsinensorten anführt.

    @pere:
    Stimmt, is Quatsch.
    Nach rund 1 Woche in den Anbauländern haben sich auch systemische Insektizide in den Früchten abgebaut.
    Bei uns dauert es länger, so rund 6 bis 8 Wochen mit Sicherheitsbedenken.
    Systemische Pestizide, Petra, dringen aber in die Pflanze ein und sind damit nicht abwaschbar. Der Wirkstoff findet sich daher in den Früchten, was bei billigen Früchten öfters auch schon durch ÖkoTest oder andere Prüfunternehmen nachgewiesen wurde. Solche "verseuchten" Früchte dürfen nicht in den Lebensmittelhandel, wohl aber an Bäumen hängend verkauft werden.
    Daher würde ich da eine Wartezeit von eben 6 bis 8 Wochen einhalten, doch dann kann man getrost naschen, was dann ggf. noch da ist, ist geringer als alles im Handel erhältliche.

    Bio Früchte hingegen aus ökologischem Landbau, sind frei von diesen Stoffen, daher ist dann dort alles "Gift" abwaschbar, bzw. so kurzlebig, daß es sich nach 1 2 Tagen durch Klima, Witterung und Sonne zersetzt hat.
     
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