Passendes Verlegerohr

dnlzndr

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Hallo zusammen,

ich werde im Oktober die Rasenkante neu machen. Ich würde in diesem Zusammenhang gerne etwas Verlegerohr mit in die Erde legen um die Bewässerung nächstes Jahr etwas zu automatisieren.

Grob geplant habe ich dann 5-6 Versenkregner (z.b. mit HE VAN Düsen) für den Rasen.
Weiter hinten im Garten würde ich dann gern eine Wassersteckdose hinstellen um mal einen Schlauch anzuschließen und zusätzlich einen Anschluss für ein Microdripsystem.

Ich dachte an 2 Rohre unter der Erde. Eins für Rasenregner und das Andere für die Steckdose bzw. Dripper.

Kann mir jemand gutes Rohr empfehlen was nicht überteuert ist?
 
  • merls

    merls

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    ein 1" PE Rohr 32mm Aussendurchmesser das hat innen 1" was genau dem Durchmessern der gängigen Pumpenausgänge entspricht.
    Einfach danach googeln.
    Knapp über 60€ pro 50m wirst du rechnen müssen.
    sobald die ne Zulassung für Trinkwasser haben kannst du nix mehr falsch machen.

    Und ja 2 Rohre sind minimum wenn du die Steckdose auch ohne Regner nutzen möchtest :)

    Lieben Gruß
    Torsten
     
    dnlzndr

    dnlzndr

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    Hi Torsten,

    danke für deine Antwort.
    Ich habe gestern bei meiner schnellen Recherche versehentlich Microdrip Zuleitungen in der Auswahl gehabt, weshalb das Preisgefälle viel drastischer und ich viel verwirrter war. :D

    Mein Außenwasserhahn hat 3/4", deshalb wird es auch ein Rohr in dieser Größe. :)

    Jetzt muss ich mir nur noch mal ein Messgerät mit Manometer basteln, da ich keine Ahnung habe wie viel Wasser bei einem bestimmten Druck bei mir aus der Leitung schießt.
     
    dnlzndr

    dnlzndr

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    So, ich habe weiter recherchiert und dachte mir, ich schreibe es einfach hier runter. Für meinen eigenen Überblick und damit mir von euch geholfen werden kann :D
    Ich habe mit dem Manometer (1-4 bar) an meinem Außenwasserhahn einen Druck jenseits der 4bar gemessen.
    Eingestellt auf ca. 3,5 bar kamen 15L/Min raus.

    Thema Verlegerohr:

    Mein Hahn hat zwar 3/4" aber ich habe eigentlich geplant mit einem normalen Gartenschlauch (1/2") die Strecke zwischen Hahn und Garten zu überbrücken und dann dort bei Bedarf an das PE Rohr zu stecken. Macht das Sinn, dass Sinn von kleinem Ø wieder auf größeren Ø zugehen?
    Ansonsten wären meine Optionen:
    Verlegerohr 3/4" und zusehen, dass ich auch mit 3/4" überbrücke.
    Verlegerohr in 1/2" nehmen. Aber damit habe ich bei gleichem Druck weniger Wasser, richtig?


    Thema Beregnung:

    Ich habe hier mehrfach die Empfehlung gelesen Hunter PROS Gehäuse und die HE VAN Düsen zu nehmen.

    Liege ich falsch, wenn ich als Gehäuse das HUNTER PRS40 wähle (da dieses den Druck auf 2,8bar reguliert) und dort die HE VAN Düsen draufstecke?
    Die Gehäuse kommen ohne weiteren "Schutz" direkt in die Erde?

    Was benötige ich sonst noch?
    T-Stücke (mit Reduzierung 3/4" auf 1/2")
    Entwässerungsventile (an den tiefsten Punkten im System)

    War es das dann schon? :)
    Ich brauche keinen Bewässerungscomputer oder so. Mir geht es lediglich darum die Regner versenken zu können. Ich bin gern im Garten und drehe das Wasser selbst auf und zu.
     
  • dnlzndr

    dnlzndr

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    Ich antworte mir einfach mal selbst:

    Habe nachgedacht und entschieden, doch einen Brunnen bohren zu lassen.
    Wir hätten das eh spätestens in ein paar Jahren gemacht. Also lieber früher Trinkwasser sparen.

    Ich werde dann in 1-2 Monaten weiter berichten. Vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen.
     
  • merls

    merls

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    Hallo dnlzndr,
    es macht nie sinn von einem kleineren Durchmesser wieder auf einen größeren zu gehen denn was durch den kleinen Durchmesser nicht durchgepasst hat ist auch im größeren dahinter nicht vorhanden.

    Also immer mit dem größtmöglichen Durchmesser bis dahin wo man es braucht.
    Da die Pumpen allesamt in der Regel 1" Ausgänge haben sollte man mit einem 32mm Rohr (das hat genau 1" Innendurchmesser) von der Pumpe bis zum Ventilkasten und dort auch optimalerweise mit 1" weitermachen. Man kann aber auch mit 3/4 zoll die einzelnen Stränge machen wenn man keine großen Strecken überbrücken muss. Denn je länger die STrecke und je kleiner der Rohrdurchmesser desto größer die Druckverluste.

    Druckregulierte Gehäuse haben den Vorteil das wenn man mit höherem Druck ankommt diese nur den Voreingestellten druck (2,8Bar) abnehmen und am letzten gehäuse weniger Druckverlust zu erwarten ist da der Überdruck nicht schon in den ersten gehäusen in mehr reichweite verbraten wird. Du hast damit eine konstantere Reichweite über alle Regner eines Stranges und kannst sogar Regner mit unterschiedlichen Drücken installieren (z.b. MPR, Getriebe, HE-Van) da keiner dem anderen den Druck wegfrisst.

    Die Idee den Brunnen bohren zu lassen ist sinnvoll den Trinkwasser auf den Rasen zu jagen ist ökologisch betrachtet ein unding.
    Mag sein das man viele Jahre Trinkwasser beregnen kann bevor sich der Brunnen rentiert hat und das auch ne Pumpe mal kaputt geht,
    aber Trinkwasser gehört nicht auf den Rasen (zumindest meine bescheidene Meinung).

    Lies mal das Tagebuch von Top_gun_de Vom Kreisregner zur Beregnungsanlage - Tagebuch

    Dort beschreibt er auch seinen Brunnenbau sehr detailiert. Auch was Wasserfördermenge etc. angeht.
    Hier solltest du bereits vor der Brunnenbohrung eine Idee haben wieviel Wasser pro Stunde der Brunnen liefern muss.

    Lieben Gruß
    Torsten
     
  • T

    top_gun_de

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    Hallo dnlzndr,
    es macht nie sinn von einem kleineren Durchmesser wieder auf einen größeren zu gehen denn was durch den kleinen Durchmesser nicht durchgepasst hat ist auch im größeren dahinter nicht vorhanden.
    Ganz so schlimm ist es gottlob nicht. Auch ein dünnes Rohr kann große Wassermengen durchleiten, allerdings tritt dabei ein deutlicher Druckverlust auf. Ein praktischer Anwendungsfall wo viele nicht drum herumkommen sind die immer noch gängigen 3/4-Zoll-Ventile für 9-V-Technik. Dort geht man kurzzeitig auf 3/4 Zoll, auch wenn dahinter wieder 1-Zoll-Leitungen kommen. Die Ventile kosten etwas mehr Druck als ein 1 Zoll-Ventil, dahinter macht es dennoch Sinn 1 Zoll-Rohre zu verlegen um auf der Folgestrecke nicht noch mehr Druckverlust zu haben.

    Es gibt auf Irrigation Tutorial einen Rechner für Druckverluste von Leitungen. Dabei ergibt sich für jede Teilstrecke anhand der Parameter Leitungsmaterial, Leitungsdurchmesser und Durchflussmenge ein Druckverlust für dieses Leitungsstück. Für Fittinge finden sich dazu ebenfalls Onlinerechner. Für Ventile und Wasserfilter sollte der Hersteller eine Kurve oder eine Tabelle anbieten, aus der man ablesen kann wieviel Druckverlust die Bauteile bei einer bestimmten Durchflussmenge kommen.

    Ciao,

    Detlev - der froh ist dass sich Wasser in der Leitung intelligenter verhält als Autofahrer wenn mal eine Spur wegen Baustelle wegfällt....
     
    dnlzndr

    dnlzndr

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    Danke für eure Infos.

    Ich mache jetzt erstmal Urlaub und dann geht es Ende September los.
    Bin gespannt und hoffe, dass die für meinem Brunnen nicht allzu tief bohren müssen. Ich werde berichten :)
     
    dnlzndr

    dnlzndr

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    Tja, im Herbst/Winter habe ich es dann verpennt mich um einen Brunnen zu kümmern. Dann kam ein Baby dazwischen und jetzt hat natürlich jeder Brunnenbauer in der Umgebung den Auftragsblock voll. Ich plane aber durchaus, weiter über das Brunnenprojekt zu berichten.

    Zumindest habe ich mittlerweile das passende Rohr inkl. Regnern und Düsen :)
    Es bleibt spannend.
     
    merls

    merls

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    Für welche Rohrgröße hast du dich entschieden?
     
  • M

    Moister

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    Für welches Rohr hast du dich entschieden?
     
    dnlzndr

    dnlzndr

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    Ich habe mich für die 25mm Variante entschieden. Gab es im Baumarkt bei 50 Meter für ca 40 Euro.
    Ab dem zukünftigem Brunnen hat der längste Strang (Rasenbewässerung) 15-20 Meter, da sollten 25mm reichen.
    Ansonsten habe ich mich für die druckregulierten Gehäuse von Hunter und darauf die HEVAN Düsen entschieden.

    Probeweise am Hauswasseranschluss angeschlossen macht das schon ein schönes Sprühbild.
     
    dnlzndr

    dnlzndr

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    Am Wochenende habe ich das schöne Wetter genutzt und die Gräben ausgehoben, alles Material reingeworfen was ich hier hatte und wieder zugeschüttet.

    Da ein freien (bezahlbarer) Brunnenbauer momentan schwerer zu finden ist als gedacht, habe ich das System über den Hauswasseranschluss laufen.

    Ca. 20 Meter 3/4" Rohr, mit 1x HE VAN 8, 2x HE VAN 10, 2x HE VAN 15.
    Angeschlossen an einem 20 Meter 1/2" Gartenschlauch... und es läuft problemlos.
    Wundert mich zwar etwas, dass ich mit jeder Düse die maximale Reichweite schaffe. Aber ich hinterfrage es lieber nicht...
     
    T

    top_gun_de

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    Du wirst vorne genug Mehrdruck haben um den Druckverlust zu kompensieren. Der Vorteil von Sprühdüsen: Mit 2,1 Bar sind ihre Anforderungen an den Optimaldruck moderat. MPR wollen schon 2,8 Bar, R-Van 3,1. Bei Getrieberegnern hängt es sehr von der Wunschwurfweite ab.

    Hauswasseranschlüsse knicken beim dynamischen Druck nicht so ein wie Brunnenpumpen, wenn bei guten 1 cbm/h (habe alle Düsen mal mit 180° überschlagen) an sich horrende 1,5 Bar Druckverlust entstehen, dann reicht es bei Sprühdüsen immer noch ganz gut.

    Dafür kommt aus Sprühdüsen viel Wasser raus, man muss also mehr Düsen und mehr Kreise anlegen, insbesondere wenn ein Brunnen nur kleine bis mittlere Wassermengen liefern kann.
     
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