Pilzbefal am abgeschnittenen Stamm bei Crassula Ovata

S

s0nnensche1n

Neuling
Hallo liebe PflanzenFreunde,

Ich habe aus Versehen den Geldbaum zu viel gegossen und bei 2 der 3 dicken (je 5 cm Durchmesser) Stämme hingen schon die Äste, da war nichts zu retten. Einen Stamm habe ich abgeschnitten, der war nur leicht bräunlich. Der zieht sich jetzt an der Oberfläche zusammen. Der andere war aber fast schwarz innen weshalb ich ihn immer kürzer geschnitten habe (1 cm Stummel über Wurzeln). Desinfiziert habe ich beide Wunden. Nun sind bei dem zweiten weisser Pilz und ein Loch entstanden. Kann ich noch hoffen dass es dem übrig gebliebenen Stamm gut geht und was soll ich mit dem Stummel bzw Pilz tun? Lieben Dank für jeden Ratschlag.
 
  • *Mirjam*

    *Mirjam*

    Mitglied
    Ein Bild zu Anfang wäre nicht schlecht. Mir fehlt jedenfalls zu deinem Problem die Vorstellungskraft
     
  • S

    s0nnensche1n

    Neuling
    p.s.
    Das am grossen Stamm ist nur etwas Sand, kein Schimmel. Aber unten rechts auf dem Bild , es richt nicht schön und ist so ähnlich wie Pilz auf den vergammelten Tomaten o.ä.

    Was soll ich in dem Fall tun? Essig habe ich irgendwo gelesen.. oder nochmal runterschneiden?
     
  • *Mirjam*

    *Mirjam*

    Mitglied
    Hallo Sonnenschein,

    den dritten abgeschnittenen Stamm sieht man nicht. Weil er noch in Ordnung ist? Dann wird er vielleicht schon in 2- 3 Wochen austreiben.
    Der vordere kurze Stummel wird wahrscheinlich nicht zu retten sein, einfach schon zu kurz und der Prozess zu weit fortgeschritten.
    Den Stamm links beobachten ich denke das wird wieder er wird an verschiedenen Stellen austreiben. Das abgestorbene kann man dann irgendwann einfach abpopeln, weil eingetrocknet. Wenn der Prozess weiter fortschreitet, dann nochmal weiter unten nachschneiden.

    Insgesamt jetzt aufpassen, dass du nicht zu viel gießt.
    Wenn deine Crassula dann austreibt, bestimmst du , was du wachsen lässt und was nicht.

    LG, Tilda
     
  • S

    s0nnensche1n

    Neuling
    Hallo Tilda. hier ist ein besseres Foto. Also jetzt erstmal nicht anfassen? Wird der kurze untere den gesunden übrig gebliebenen Stamm nicht anstecken? Ich habe hier noch etwas von Grillkohle gelesen, zum Verschlüssen der Wunde..was hältst du davon?
     

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    Bernd Ka.

    Bernd Ka.

    Mitglied
    Wow, sieht schwer erkrankt aus. Und nun kommen auch noch
    die dunklen Monate, wo die Pflanzen auch weniger Wasser brauchen.
    Nun bloss keinen kalten Zug und erst recht nicht gießen.
    Es kann passieren, dass dir der ganze Stamm umkippt,
    wenn alle Wurzeln abgefault sind. Doch so eine betagte Pflanze
    wird nächstes jahr wieder durchstarten und neue Wurzeln bilden.
    Holzkohle ist immer gut, trocknet den Ballen mit aus. Viele Grüße, Bernd
     
    Celtis

    Celtis

    Mitglied
    so trocken wie nur möglich halten, auch wenn es schwer fällt
    mind. die nächsten 2 Wochen überhaupt nicht gießen, eher noch länger nicht
     
    S

    s0nnensche1n

    Neuling
    Super danke. Probieren wir Mal...
     
  • Rentner

    Rentner

    Foren-Urgestein
    Hallo,

    der Hauptstamm sieht vital aus.
    Den angegriffenen Stumpen (roter Kreis) würde ich möglichst tief entfernen und den Stamm an der roten Linie vom optisch unvorteilhaften Anhang trennen. So wird etwas draus.



    Seramis ist für Sukkulenten suboptimal, da das Zeug Wasser viel zu lange speichert. Nimm stattdessen Bims/Lava/Blähtonbruch, dann ist das Staunässeproblem beseitigt (da kannst du dir dann auch die Holzkohle sparen und lieber damit grillen).

    P.S. Ich gieße meine Crassulaceae bei kühler Überwinterung das letzte Mal Anfang Oktober und das erste Mal erst wieder im Februar.
     
    S

    s0nnensche1n

    Neuling
    Danke für den Tipp. (y)
    P.S. Kühl überwintern ist bei uns etwas schwierig. Und Garage vermutlich zu kalt und zu dunkel. Versuche so selten wie möglich zu Giessen... Die abgefallenen ästchen habe ich erstmal in so eine Art Erde/Sand/Subs Mix gesteckt. Mal schauen ob einer davon überlebt.
     
    Bernd Ka.

    Bernd Ka.

    Mitglied
    Für das Stecken eine ungünstige Zeit,
    nunja, mit Wärme und einen hellen Standort könnte
    es klappen. Viel Erfolg, Bernd
     
    *Mirjam*

    *Mirjam*

    Mitglied
    Hallo Sonnenschein,
    zu dem, was Rentner schon gesagt hat, ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Ich hatte ja nicht gewusst, dass der eine Stamm noch so gut aussieht. Dann hätte ich das mit dem Abschneiden genauso empfohlen. Wird dann ein schönes Stämmchen.
    Bis Februar mit dem Gießen warten? Kommt bissi drauf an, wo die Crassula steht. So lange täte die bei mir nicht aushalten. Aber wenn du deine Pflanze gut beobachtest, dann siehst du das, wann sie Wasser braucht.
    LG, Tilda 😉
     
    *Mirjam*

    *Mirjam*

    Mitglied
    Bei mir ist es nur rel. kühl, bei dir wahrscheinlich kühl :p
     
    S

    s0nnensche1n

    Neuling
    Hallo, ich war eine Woche weg und sehe nun heute das Disaster. Beide Stumpen sind mit Schimmel befallen. Auch Zimt (am kürzeren Stumpen) hat kaum was gebracht, das stand in einem Pflanzenbuch als Tipp.

    Soll ich die beiden so lassen oder etwas unternehmen? Ohne die Wunde zu verschliessen scheint es wohl nicht zu funktionieren.

    P.s. gegossen habe ich nicht, der Baum steht bei 20 Grad im Zimmer.
     

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    Bernd Ka.

    Bernd Ka.

    Mitglied
    Ich denke mal, der Schimmel bezieht sich nur auf den ausgetreten Pflanzensaft,
    und da zuckerhaltig schimmelt er wie andere Lebensmittel auch.
    Hier würde ich den Schimmel wegkratzen, doch richtig weiterhelfen
    wird es nicht, solange weiterhin diese Stelle feucht bleibt. VG Bernd
     
    S

    s0nnensche1n

    Neuling
    Das ist genau das Problem. Ich habe es schon in den ersten Tagen vor meinem Hilferuf abgekratzt, dann noch Mal ein Stück abgeschnitten usw bis wie auf dem Foto zu sehen, nichts mehr übrig blieb. Wie kann ich denn das stoppen? Ich habe Angst dass der gut erhaltene Stamm bald darunter leidet.

    ..Das ist sicherlich kein Einzelfall, gibt es da vielleicht Mittelchen?
     
    Bernd Ka.

    Bernd Ka.

    Mitglied
    ...wie steht's mit Holzkohle, als Stückchen oder feingemahlen
    auf der Wunde. Saugt Feuchtigkeit auf und desinfiziert.
    Schaden wird's bestimmt nicht.
     
    S

    s0nnensche1n

    Neuling
    Ich hatte von Zimt und Holzkohle gelesen, konnte Holzkohle bloss nicht so schnell auftreiben. Muss wohl Mal ein Stökchen im Garten verbrennen. Ich Versuches es Mal morgen.
     
    Gecko

    Gecko

    Löschmann
    Mitarbeiter
    Warum machst Du nicht ungefähr das, was Rentner geschrieben hat?
    Der alte Knochen hat wirklich Ahnung.

    Hol das Ding aus dem Seramis raus, schneid den Kram ab, und lass dann erstmal alles ne Woche abtrocknen.
    Anschließend pflanzt Du ihn in geeignetes, durchlässiges Substrat,
    und alles wird gut.
     
    S

    s0nnensche1n

    Neuling
    Ich befürchte einfach, dass es am verbliebenen Stamm anfängt zu schimmeln, wenn ich die beiden Stumpen dicht an ihm abschneide. Die sind unten nämlich ein dicker Stamm bzw Wurzelklumpen. Ich weiß nicht wie es fachgerecht heißt...

    Der Baum wurde nach der "OP" umgepflanzt und wurde seit 2,5 Wochen nicht mehr gegossen. Das sollte daher kein Grund für meine aktuelle Problematik mit dem Schimmel sein. Fürs Später habe ich schon Blähtonbruch bestellt. Aber in der Priorität ist es den Baum vom Schimmel zu befreien, denke ich.
     
    Rentner

    Rentner

    Foren-Urgestein
    Schimmel tritt in der Regel dort auf, wo die Luftzirkulation nicht besonders optimal ist. Das kann am verdichteten Substrat und/oder an einem schlecht belüfteten Standort liegen. Wenn dann noch der eine oder andere kleine Pflegefehler dazu kommt, wird der Effekt entsprechend verstärkt.

    Also, ab in mineralisches Substrat, Topf nicht zu groß wählen, kein Wasser und kein Dünger ab Oktober, sowie möglichst kühl und möglichst hell stellen.
    Dann sieht das irgendwann auch mal so aus.

    Eben fotografiert:



     
    S

    s0nnensche1n

    Neuling
    Kurzes Update, falls es jemanden interessiert: Den schimmelbefall konnte ich in der Tat erst mit der Holzkohle stoppen, aber das Gammeln ging wohl weiter. trotz trockenem Untergrund und kein Wasser. Das schlimmste: Den verbliebenen gesunden Baumstamm konnte ich leider auch nicht mehr retten, der fing doch unten von innen zu gammeln. Das habe ich erst gemerkt als die sonst gesunden Ästchen zu hängen anfingen. Am Stamm unten war schon alles weich. Als ich dort abgeschnitten habe, habe ich nur Brei darin gesehen. Also die kleinen Ästchen erstmal im Trockenen auf den Blähton gelegt. Bei manchen kommen kleine Wurzeln, bei manchen nicht. Wie lange soll man warten bis man die einpflanzen/etwas giesst? Manche fangen langsam an weich zu werden.
     

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    *Mirjam*

    *Mirjam*

    Mitglied
    Hallo Sonnenschein,

    Das tut mir jetzt erstmal leid, dass sich deine Pflanze verabschiedet hat. Danke, dass du dich rückmeldest!

    Die Kleinen kannst du, mit oder ohne Wurzeln schon stecken. Wenn du mit 'weich' meinst, schlotterig ohne Fäulnis, fehlt ihnen halt irgendwann einfach Wasser. Rein mit ihnen in den Blähton, oder anderes, mineralisches. Mit dem Gießen, das weißt du ja, vorsichtig sein.

    Viel Erfolg, Tilda ☘
     
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