Planung einer Lärmschutzwand

A

AndyKL

Neuling
Hallo Gartenfreunde,

ich bin dabei eine Lärmschutzwand zu planen, da die Geräuschkulisse in meinem Garten ein wenig hoch ist.
Mein Grundstück liegt ca. 20 Meter von einer Bundesstraße entfernt und ist ca. 1 Meter erhöht. Zwischen der Straße und meinem Garten liegt ein anderes Grundstück.
Wir haben vor einigen Jahren Tujabäume entlang des Grundstücks bepflanzt, aber die bringen keine Geräuschmilderung.
Kann mir jemand einen Tipp geben, wie ich am günstigsten und effektivsten eine Lärmschutzwand erstellen kann?
Was haltet Ihr von "Doppel T Stahlträgern", die man hochkant an die Mauer anbringt und dazwischen Balken längst einsetzt? Dabei würde ich ein Mettallstück anschweißen und den T-Träger dann unten an die Mauer festschrauben.
Über Eure Vorschläge oder vielleicht Erfahrungen würde ich mich freuen.
Gruß
 

Anhänge

  • W

    Wühlfried

    Mitglied
    Hmmm,

    die Sache mit den H-Trägern sieht wenn's fertig ist glaube ich ein wenig nach Klagemauer oder Kanal-Verbau aus...

    Es sei denn, Du machst so nur die Unterkonstruktion und bekleidest das Ganze noch irgendwie. Auf der dem Schall zugewandten Seite müßtest Du das so konstruieren, daß sich der Schall innerhalb der Bekleidung "totlaufen" kann, sonst hat Dein Nachbar nämlich eine beidseitige Beschallung, einmal von der Straße selbst und einmal den reflektierten Schall von Deiner Wand...

    Erreichen kannst Du sowas mit einer Rhombus-Leisten-Schalung oder ähnlichem auf einer Unterkonstruktion und einem Schallschluckendem Vlies darunter.

    Ach ja, noch was: Pflegeleicht wäre, das Ganze in Lärche oder Douglasie zu machen und alles ungestrichen lassen, damit die Witterung das schön vergrauen kann. Bei angewandtem konstruktivem Holzschutz hält das auch sehr lange...

    Gruß vom Wühlfried, der demnächst mal eine Lärmschutzwand in seiner Nähe angucken wird und evtl. hier nochmal postet...
     
    R

    ruppi

    Foren-Urgestein
    Hallo,
    wir haben hier in der Nähe verschiedene Schallschutzwände. Das mit den "Doppel T Stahlträgern" ist hier angewandt. In die Träger wurden dann Fertigteile eingelassen. Diese sind aus einer Art porösen Beton. Oder/und an der Brücke wurden Kunstglaselemente eingebaut. Diese würde ich an Deiner Stelle nehmen, Du siehst dann noch Deine Bäume!
    Schau Dich doch einmal an der Bundesstraße um.
     
    A

    AndyKL

    Neuling
    Danke für die Antworten.

    Schönheitspreis soll die Lärmschutzwand nicht bekommen, da ich sie eh nicht sehen werde, da die Tujen die Sicht nehmen wie in der großen Skizze gezeichnet. Ich bin am überlegen wie stark die Bretter sein sollten, die ich dann einlasse zw. den T-Trägern.
    Hat sich jemand intensiv mit dem Thema beschäftigt oder arbeitet sogar im Landschaftsbau um mir einen Tipp zu geben?

    Was haltet Ihr von Rasterfloorsteinen? Die sind schnell angebracht und von Kosten her dürfte man gleich liegen.
    Weiß jemand wie hoch man eine solche Lärmschutzwand in Rheinland Pfalz sein darf? Ich muss dazu mal in der Stadtverwaltung nachfragen.
     
  • W

    Wühlfried

    Mitglied
    Na,

    dann würden ja 100er IPB Träger genügen. Und die auf Deiner Seite 2,50 m hoch und unten an die Wand gedübelt. Dazwischen kannst Du dann 80/120er Kanthölzer legen. Wenn`s nur darum geht, den Schall abzuhalten wäre das wohl die schnellste und einfachste Lösung. Und die, die irgendwann mal am einfachsten wieder abzubauen wäre...

    Du mußt nur die Dübelverbindungen stark genug nehmen, damit auch ein ordentlicher Wind den Verbau nicht umbläst, denn Angriffsfläche ist dann genügend da...

    Ich habe auch schon Wände aus Pflanzsteinen gesehen, die mit Splitt verfüllt wurden...

    Optisch von der Nachbarseite sicher ansprechender als ein Verbau...

    Oder willste mit dem Ding auch den Nachbarn "abschotten"?
     
  • smaugthegolden

    smaugthegolden

    Mitglied
    Hallo Andy,
    bevor zu zu so massiven Aktionen schreitest, schau dir doch mal diese Seite an: Abteilung Akustik, Fraunhofer Institut für Bauphysik
    Ich arbeite im Nachbarinstitut und habe die Abteilungen schon besichtigt, sehr interessant finde ich die aufblasbare Schallschutzwand, aber keine Ahnung, ob man sowas schon kaufen kann. Auf jeden Fall habe ich schon so viel gelernt, dass nicht unbedingt gilt, je höher - desto besser.
    Viele Grüße
    Birgit
     
  • A

    AndyKL

    Neuling
    Na,

    dann würden ja 100er IPB Träger genügen. Und die auf Deiner Seite 2,50 m hoch und unten an die Wand gedübelt. Dazwischen kannst Du dann 80/120er Kanthölzer legen. Wenn`s nur darum geht, den Schall abzuhalten wäre das wohl die schnellste und einfachste Lösung. Und die, die irgendwann mal am einfachsten wieder abzubauen wäre...

    Du mußt nur die Dübelverbindungen stark genug nehmen, damit auch ein ordentlicher Wind den Verbau nicht umbläst, denn Angriffsfläche ist dann genügend da...

    Ich habe auch schon Wände aus Pflanzsteinen gesehen, die mit Splitt verfüllt wurden...

    Optisch von der Nachbarseite sicher ansprechender als ein Verbau...

    Oder willste mit dem Ding auch den Nachbarn "abschotten"?
    Hallo,
    damit die Verankerung zw. der vorhandenen Mauer und den T-Trägern richtig hält, müsste ich glaube ich auf die vorhandenen Ziegel eine Art "Krone", also Beton mit Metallverstrebung aufgießen.
    Wenn ich dagegen Pflanzsteine nehme, ist die Vorgehensweise da glaube ich doch einfacher. Wenn ich zu Berechnung EHL Rasterflor nehme, die 60 lang und 40 hoch sind und 7,-- Euro pro Stück kosten, halten sich die Kosten auch in Grenzen.
    Würde da eine Wand, die ca. 2 Meter hoch ist dann auch halten? Dient der Splitt der Stabilität oder wäre der für Lärmschutz?
    Vom Nachbarn will ich mich nicht unbedingt abschotten, den sehe ich ja nicht mal, da ich Tujen bepflanzt habe und diese Dicht aneinander stehen.
    Bei diesem Projekt möchte ich einfach erreichen, dass ich weniger Straßenlärm habe und auch weniger Lärm von den Zügen. Die Zugstrecke verläuft parallel mit der Straße in einem Abstand von ca. 30 Meter.
     
    Zuletzt bearbeitet:
    A

    AndyKL

    Neuling
    Hallo Andy,
    bevor zu zu so massiven Aktionen schreitest, schau dir doch mal diese Seite an: Abteilung Akustik, Fraunhofer Institut für Bauphysik
    Ich arbeite im Nachbarinstitut und habe die Abteilungen schon besichtigt, sehr interessant finde ich die aufblasbare Schallschutzwand, aber keine Ahnung, ob man sowas schon kaufen kann. Auf jeden Fall habe ich schon so viel gelernt, dass nicht unbedingt gilt, je höher - desto besser.
    Viele Grüße
    Birgit
    Die aufblasbare Lärmschutz-Lösun sieht interessant aus, ich müsste aber Stabilisierungsleinen auf jeder Seite anbringen wie bei einem Zelt. Dies würde mich und sicher meinen Nachbarn stören. Daher schließe ich diese Möglichkeit aus.
     
    W

    Wühlfried

    Mitglied
    Bei 2 m sind das 5 Reihen... ich würde erstmal ein stück aufeinanderschichten (mit Verband), um zu sehen, wie instabil das Ganze wird. Der Splitt dient eigentlich dazu, das Ganze zu beschweren und gegen Wind unanfälliger zu machen...
     
  • A

    AndyKL

    Neuling
    Meine Mutter hat sich bei Bauamt nach der Höhe der Schallschutzwand erkundigt und hat erfahren, dass die Wand 1 Meter hoch sein kann.
    Das ist nicht wirklich viel und jetzt ist fraglich, ob das überhaupt etwas bringt.
     
    A

    AndyKL

    Neuling
    Ich habe gestern die vorhandene Mauer nachgemessen. Zum Nachbar hin hat die Mauer bereits 1 Meter, auf unserer Seite sind es 40 cm.
    Wahrschein wurde vor 30 Jahren bereits die maximale Höhe bereits ausgeschöpft :-(

    Ich werde bei einem persönlichen Gespräch bei Bauordnung nachfragen, ob die Höhe verändert werden darf mit z.B. einem neuen Bauantrag, der dann vielleicht auch durch Nachbarn unterschrieben wird. Also Einverständniserklärung vom Nachbarn.
     
    W

    Wühlfried

    Mitglied
    Sorry, war im Urlaub.

    Mit Verband meinte ich, daß Du die Steine jeder Lage um die Hälfte versetzen solltest um mehr Stabilität zu bekommen...

    Wenn die Höhe der Mauer nur 1 m sein darf, wäre ein Zaun mit 2.00 m obendrauf schon etwas, was in Erwägung gezogen werden könnte...
     
    A

    AndyKL

    Neuling
    Sorry, war im Urlaub.

    Mit Verband meinte ich, daß Du die Steine jeder Lage um die Hälfte versetzen solltest um mehr Stabilität zu bekommen...

    Wenn die Höhe der Mauer nur 1 m sein darf, wäre ein Zaun mit 2.00 m obendrauf schon etwas, was in Erwägung gezogen werden könnte...

    Ja, aber ein Zaun bringt doch keinen Lärmschutz.
    Oder gibt es da Möglichkeiten?
     
    Zuletzt bearbeitet:
    W

    Wühlfried

    Mitglied
    Naja, ich meine keinen offenen Zaun.

    Muß schon geschlossen werden (Bretter aneinander oder mit Boden-Deckel-Schalung), damit der Schall nicht durchdringt. Die Masse des Zaunes braucht indes eigentlich nicht so hoch sein, er ist ja eigentlich nur dazu da, die Schallwellen abzuhalten...

    Oder benötigst Du für einen Zaun mit einer Höhe von 2,00 m über Deinem Grund auch eine Baugenehmigung???
     
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