Planungshilfe für Bypass Bewässerungsanlage (Zisterne/Hauswasser)

  • Ersteller des Themas suvio
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suvio

Neuling
Hallo liebe Community,

ich bin gerade in den letzten Zügen meiner Gardena-Bewässerungsplanung und bin insbesondere mit meiner Zisternen-Lösung noch unzufrieden. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir hierzu ein paar Tipps geben könntet.

Zur Ausgangssituation:
- 1 Leitung soll vom Hauswasseranschluss den Aquacontour und dieser den größeren Gartenbereich versorgen.
- 1 Leitung soll vom Wasserhahn der Zisterne (Automatikpumpe) den kleineren Gartenbereich mit 3x S80 versorgen.
- Die Leitungen sind derzeit nicht miteinander verbunden.
- Je Leitung soll vom Wasserhahn in eine Anschlussdose gegangen werden.
- Je ein Entwässerungsventil sollte sich kurz dahinter befinden, da jeweils tiefster Punkt der Leitungen.

Hier eine kurze Darstellung der Planung (Position der Regner ist erstmal nachrangig, da diverse Beetflächen nicht eingezeichnet sind):

sprinkler-png.618122


Wunschvorstellung:
Da es im Sommer natürlich vorkommen kann, dass die Zisterne leer läuft, würde ich gerne einen Plan B bzw. eine Bypasslösung für den kleineren Gartenbereich einplanen. Leider fehlt mir hierzu die (technische) Vorstellungskraft.

Ich würde es prinzipiell gerne vermeiden mit Ventilboxen zu arbeiten. Mir würde aktuell nur eine zweite Leitung vom Hauswasserhahn in Kombination mit einer weiteren Anschlussdose und einem Absperrventil einfallen. Schleierhaft ist mir hierbei aber auch, wo ich dieses Ventil am besten positionieren sollte.

Ich denke hier gibt es sicherlich noch schlauere Lösungen.

Für Eure Hilfe im Voraus vielen Dank! (y)
 
  • merls

    merls

    Mitglied
    Hallo Suvio,
    ich empfehle für Zisterneninhaber grundsätzlich eine Speisung der Bewässerung ausschließlich aus der Zisterne und eine Automatische Nachfülleinrichtung mit Leitungswasser so das immer soweit aufgefüllt wird um einen Bewässerungsvorgang durchführen zu können. Hier lässt sich nämlich die gesetzlich vorgeschriebene Systemtrennung sehr einfach lösen.

    Dies hat mehrere Vorteile:

    1. Die Zisternenpumpe bringt meist viel mehr Durchfluss als die in der Regel mit 1/2 Zoll ausgelegt Leitungswasser Aussenanschlüsse. (m³ pro Stunde) und ist eh schon vorhanden.
    Sie kann somit größere Stränge versorgen.

    2. Du musst Leitungen nur von einer Seite des Gartens aus verlegen und brauchst weniger Rohre.

    3. gesetzlich vorgeschriebene Systemtrennung erlaubt kein Zusammenschließen von im Erdreich verlegten Leitungen mit Brauchwasser Speisung und Leitungswasser.

    4. Systemtrennung könnte z.B. durch Einleiten des Leitungswasser in die zur Zisterne führende Regenrinne respektive Fallrohr erfolgen ohne das das Leitungswasser dabei Kontakt mit Abwasser/Regenwasser hat.

    5. Man kann den Schwimmerschalter der die Leitungswasserzufuhr zur Zisterne regelt so einstellen, das immer nur genau soviel Wasser nachgefüllt wird, dass es für einen Bewässerungsvorgang reicht. So hat man die höchst mögliche Effizienz der Zisterne da immer maximal viel Platzt für Regenwasser darin ist.

    6. Man muss sich um kein umschalten, umklemmen, oder sonstiges kümmern. Stichwort Urlaub.

    7. Ein Feinfilter hinter der Pumpe sorgt für nötige Reinheit des Zisternenwassers um keine Schäden an den Regner Getrieben zu verursachen.

    Lieben Gruß
    Torsten
     
    M

    Moister

    Mitglied
    Zum Überwachen und ggfs Einschalen der "Nachfüllung":
    Der WPS3000plus mit zwei elektronischen Sensoren.

    Sensoren an eine Stange in der Zisterne montieren (am besten höhenverstellbar).
    Einen auf Nachfüllen "Start" und einen auf Nachfüllen "Ende" Höhe.
    In die Steckdose am WPS3000plus ein 24V/AC-Steckernetzteil mit mind. 400mA.
    Das Netzteil versorgt ein 24V/AC Magnetventil 1" AG. Dieses Magnetventil gibt eine Leitung (z.B. 32mm PE Rohr) frei, die vom Hauswasser zur Zisterne geht.
    Keine Schläuche verbauen, die ständig unter Druck stehen (wegen Rohrplatzern ), immer PE-Rohr.
    (Bei Stromausfall würde das Ventil ebenfalls schließen.)

    Den Rest hat Torsten schon beschrieben.

    PS: Hast du schonmal den Aquacontour getestet? Wenn nicht mußt mal dein Gelände einprogrammieren und einen Testlauf machen. Und dann an einer Stelle die Spritzweite ändern wollen. Keine Ahnung ob das inzwischen geändert wurde aber vor zwei Jahren war es so dass man alles neu einstellen musste. Aber sicher hast du ein paar Bewertungen zu dem Teil gelesen.
     
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