Quecke, Gemeine Rispe oder was ist das?

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Andre-Acer

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Hallo zusammen!

Mein Rasen sah im vergangenen Jahr wie ein Golfrasen aus - er wird reglemäßig gedüngt und mit einem Mähroboter gemäht. Nun in diesem Frühling ist der Rasen ein Vollkatastrophe. Nach dem Winter waren an etlichen Stellen nur noch Mutterboden - nicht mal totes Gras war zu sehen. Jetzt ein paar Woche später ist der Rasen zu 50% sehr hellgrün - diese Stellen würde ich auch leider nicht mehr als Rasen bezeichnen. Es zeichnen sich großflächig breite "Grasblätter" mit vielen harten dünnen Einzelstengeln ab.
Bei meiner bisherigen Recherche stehe ich vor der Frage: Ist es die gemeine Rispe (wegen der Farbe) oder doch - viel Schlimmer - leider die Quecke die sich plötzlich extrem ausgeweitet hat.

Könnt ihr mir helfen und einen Blick auf meine Fotos werfen?
Dass ich in diesem Jahr nochmal schönen Rasen bekomme - das glaube ich schon nicht mehr. Aber ich wüsste gerne gegen was ich zu kämpfen habe. Vielen Dank vorab für Eure Hilfe!!
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    Pluto

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    Es wird sich wohl um die Gemeine Rispe handeln. Die Blattunterseiten sollten stark glänzen. Die Farbe und Wuchsform passen zumindest. Auch bei mir ist heuer der Befall mit diesem Rasenkrebs schlimmer denn je. Da die Gemeine Rispe (Poa trivialis) feuchte Bedingungen mag, hatte ich nach dem letzten, extrem trockenen Jahr eigentlich eher eine Besserung erwartet, da ich auch viel Zeit in die mechanische Beseitigung investiert habe.

    Mein Rasen sah im vergangenen Jahr wie ein Golfrasen aus - er wird reglemäßig gedüngt und mit einem Mähroboter gemäht. Nun in diesem Frühling ist der Rasen ein Vollkatastrophe. Nach dem Winter waren an etlichen Stellen nur noch Mutterboden - nicht mal totes Gras war zu sehen.
    Was ist denn im Winter passiert, dass der Rasen soweit abgestorben ist? Es ist wohl davon auszugehen, dass die Gemeine Rispe schon im letzten Jahr im Rasen vorhanden war, nur weniger auffällig. Vermutlich waren und sind auch Samen davon im Boden. Nachdem sich im Winter viel freie Fläche bildete, hat sich die Gemeine Rispe diesen als Frühstarter erobert. Bei kühlen und feuchten Bedingungen ist dieses Gras sehr konkurrenzstark. Zudem kommt es mit wenig Licht aus.

    Für mich ist die einzige Möglichkeit dieses Gras unter Kontrolle zu halten, die Krebszellen chirurgisch zu entfernen, heißt Poa trivialis selektiv auszureißen. Das ist aber ein Kampf gegen Windmühlen. Durch Schaffung von trockeneren Oberflächen (Sand) und weniger Schatten (Bäume auslichten) kann man es diesem Gras zumindest schwerer machen.
     
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    Andre-Acer

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    Tja warum er wirklich eingegangen ist der Rasen, so richtig weiß ich nicht warum. Ich hatte hier einen anderen Thread dazu. Es war sehr feucht, an einer Stelle gabs auch Staunässe, das allein dürfte aber nicht der Grund sein. Denn an anderen Stellen habe ich trotzdem große kahle Stellen, obwohl es dort keine Staunässe gab.
    Tipula Larven habe ich auch noch gefunden, allerdings nicht in rauen Mengen.

    Ich bewässere gut und dünge gut. Daher tippe ich auch auf die Gemeine Rispe. Ich konnte vereinzelt in absoluter Bodennähe auch schon rote Verfärbungen an den Stengeln erkennen. Und beim Ausstechen habe ich nur sehr dünne, flache Wurzeln vorgefunden - nicht richtig dicke weiße lange, wie sie bei der Quecke ja üblich wären.

    Wie man sehen kann ist mein Rasen aber mit der Gemeinen Rispe (wenn es sie denn ist) wirklich großfläichig betroffen. Was kann ich da tun? Alles ausstechen ist chancenlos, dann müsste ich 100m² abstechen und entfernen (mindestens). Chemisch ist zwar das letzte Mittel der Wahl, aber vielleicht ist da ja was möglich? Schafft Rasenunkrautvernichter das? Immerhin wäre das nicht so schädlich wie ein Totalherbizid...

    Es ist wohl davon auszugehen, dass die Gemeine Rispe schon im letzten Jahr im Rasen vorhanden war, nur weniger auffällig. Vermutlich waren und sind auch Samen davon im Boden.
    Das kann gut durchaus sein. Ich meine mich dunkel zu erinnern, dass ich mich im letzten Jahr schon über mehrere helle Stellen gewundert habe, die aber durch den Mähroboter einfach eher wie helles Gras aussahen.
     
    A

    Andre-Acer

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    So sah der gleiche Rasen übrigens im vergangenen Mai aus. Eigentlich kümmere ich mich gut. Er wird in trockenen Zeiten gut bewässert, Unkraut wurde ausgestochen, alle 2-3 Monate wurde gedüngt. Einzig Herbstdünger habe ich vor diesem Winter nicht eingesetzt...
     

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  • elis

    elis

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    Das sieht eher nach Weidelgras aus.

    lg.elis
     
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    Pluto

    Mitglied
    Tja warum er wirklich eingegangen ist der Rasen, so richtig weiß ich nicht warum. Ich hatte hier einen anderen Thread dazu. Es war sehr feucht, an einer Stelle gabs auch Staunässe, das allein dürfte aber nicht der Grund sein. Denn an anderen Stellen habe ich trotzdem große kahle Stellen, obwohl es dort keine Staunässe gab.
    Könnte Wurzelfäule, also ein Pilz gewesen sein. Ich hatte hier auch schon ab Oktober einige Stellen an denen der neue Rasen zunächst matschig geworden und dann abgestorben ist. Neu gewachsen ist dort in diesem Jahr auch nichts mehr.

    Wie man sehen kann ist mein Rasen aber mit der Gemeinen Rispe (wenn es sie denn ist) wirklich großfläichig betroffen. Was kann ich da tun? Alles ausstechen ist chancenlos, dann müsste ich 100m² abstechen und entfernen (mindestens). Chemisch ist zwar das letzte Mittel der Wahl, aber vielleicht ist da ja was möglich? Schafft Rasenunkrautvernichter das? Immerhin wäre das nicht so schädlich wie ein Totalherbizid...
    Da es bei uns kein zugelassenes Mittel gegen Poa trivialis gibt, kommt leider nur ein Totalherbizid in Betracht. Aber damit muss die Gemeine Rispe noch nicht erledigt sein. Wenn sich die für sie günstigen Bedingungen nicht ändern, ist es wahrscheinlich, dass die später aus Samen gekeimten Pflanzen wieder die Oberhand gewinnen. So war es zumindest bei mir, und dass obwohl ich den Boden verändert habe. Die Erde zu dämpfen wäre der beste Weg, aber wer hat schon die Möglichkeit dazu?
     
    P

    Pluto

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    Das halte ich für ausgeschlossen - Weidelgras wäre ja ein gewolltes Gras. Das was drin ist, wächst hellgrün, horizontal und hat einige runde Stengel mit Blüten (sind gerade nur abgemäht).
    Runde Stängel mit Blüten bildet die Gemeine Rispe jetzt eigentlich noch nicht. Ich denke, das sind Blüten von der Wiesenrispe (Poa pratensis) die ich auch bei mir jetzt massenhaft finde. Bitte genau anschauen. Die Halme aus denen sich die Blütenrispen entwickeln stehen aufrecht sind rund und recht stabil. Die Blütenrispen lassen sich aus diesen Halmen leicht herausziehen. Die Blätter der Wiesenrispe sind dunkel blau-grün, unterseits nur gering glänzend und die Ränder der Blattspreite laufen parallel um dann abrupt in einer Kahnspitze zu enden. Das Blatthäutchen ist sehr kurz. Wenn dem so ist, gibt es deswegen kein Grund zur Sorge. Die Wiesenrispe gehört ja zu den guten Gräsern.
     
    A

    Andre-Acer

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    Es waren nur 2 oder 3 Blütenstengel, die ich gefunden habe. Die anderen haben keine Blüten gezeigt, wohl aber runde Stengel. Das Blatthäutchen ist sehr lang.

    Der Befall ist wirklich großflächig. Überall wo auf dem Übersichtsbild der Rasen hellgrün ist, finde ich den horizontalen Wuchs, breite Blätter und runde Stengel. Es ist in jedem Fall nichts gewolltes und in jedem Fall unschön und hat in diesen Bereichen das gesunde gute Gras verdrängt. Es ist wirklich über 50% der gesamten Rasenfläche so.

    Im Moment überlege ich die betroffenen Stellen mehrfach zu vertikutieren. Vertikutieren musste ich in den 5 Jahren noch nie, weil ich das durch die gute Pflege nicht nötig hatte. Aber vielleicht versuche ich das, bevor ich den Rasen ganz neu anlege.
     
    T

    top_gun_de

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    Wenn Du sagst dass Du gut bewässerst, wie ist die Methode? Trivialis wird leidend wenn Du möglichst selten, dafür aber stark bewässerst. Sie hat kurze Wurzeln und kommt nicht an Wasser in 5-10cm Tiefe.

    Wenn Du vertikutierst nimm bitte einen mit Federwalze, die kämmt oberirdisch. Sonst schädigst Du auch die Wurzeln vom Kulturgras. Die Federwalze reißt bei Trivialis die Halme ab, das kann man ein paarmal im Monatsabstand wiederholen.
     
  • A

    Andre-Acer

    Mitglied
    Ich bin eher am Überlegen durch mehrmaliges sehr tiefes Vertikutieren dafür zu sorgen, dass ich quasi einer kompletten Neuanlage gleich komme, da wirklich der Großteil entweder gar nicht mehr da ist oder dieses hellgrüne Gras ist - da ich noch nie vertikutiert habe: ist das so, dass ich durch mehrmaliges tiefes Vertikutieren im Prinzip dahin komme, dass der Rasen so gut wie entfernt ist und ich im Prinzip eine komplette Neuanlage machen kann?

    Nachdem es nun ein paar Tage trocken war, habe ich nochmal neue Bilder gemacht - habe bewusst nicht bewässert. Teilweise ist nun so, dass der hellgrüne Teil nun nur in Teilen noch horizontal liegt. Zum Teil sieht er nun aus, wie normale Gras, welches einfach breitere Halme hat.
     

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    Wasserlinse

    Wasserlinse

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    Wenn du dieses hellgrüne Gras nicht mehr haben willst, hilft meines Erachtens eher gesamte Fläche abschälen und weg bringen. Wenn du nur vertikutierst, bleiben ja die Gräser an Ort und Stelle (einfach untergegraben und zerstückelt) und vermehren sich munter, bevor überhaupt das erste gewünschte Gras wieder wächst.
     
    A

    Andre-Acer

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    Vielleicht interessiert es ja jemanden wie es weitergegangen ist :)

    Ich hatte ja zunächst das Problem, dass nach dem Winter nur noch Mutterboden da war. Darüber hatte ich in einem anderen Thema geschrieben
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    Als es wieder grün wurde nach einer Düngung kam dann zu 70-80% nur noch Poa Trivialis zum Vorschein wie ich es in diesem Thema beschrieben habe (siehe Fotos oben). Also ein großer hellgrüner Teppich mit ein paar dunkelgrünen Stellen.

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    Bevor ich den Rasen abschäle und Rollrasen darauflege wollte ich mich einfach selbst versuchen und damit auch dazu lernen. Ich habe tatsächlich vertikutiert. Auf tiefster Stufe die möglich war. Danach sah die Rasenfläche so aus.
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    Heute nun habe ich nach meiner Neueinsaat das erste mal gemäht. Und ich rundum zufrieden für diese kurze Zeit:

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    Natürlich müssen sich ein paar Stellen noch besser zu ziehen. Und wie man im letzten Bild erkennen kann gibt es hier und da einzelne Poa Trivialis am Rand noch - am Rand konnte ich nicht vertikutieren aufgrund des Kabel des Mähroboters - diese habe ich aber bereits ausgestochen. Es waren noch 5 kleine Stellen. Es ist keine einzige Poa Trivialis mehr sichtbar.

    Nach dem sehr tiefen Vertikutieren habe ich mich für "Sport- und Spielrasen" von Toom entschieden. Ursprünglich war die Fläche mal mit Wolf Loretta angelegt worden. Ich wollte es aber günstiger machen ohne gleich zu irgendeiner billigen "Tiergarten"-Mischung zu greifen. Mit dem Sport- und Spielrasen von Toom hab ich nun eine günstige und zudem recht gut Mischung gefunden, die funktioniert und auch direkt sehr dicht wächst.
     
    T

    top_gun_de

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    Da ich bei dir OS-140 sehe und Du auch vor regelmäßigem Düngen nicht zurückscheust, hätte ich sonst zu GW Roboterrasen oder einer Supinamischung von Juliwa Hesa geraten. Die Supina darin wird bei passender Pflege zügig zur dominanten Sorte. Sie ist wohl die einzige Grasart die sich gegen trivialis und annua durchsetzen kann. Ihr Vermehrungsverhalten ist ähnlich aggressiv wie bei Trivialis, und sie bleibt bis zum Herbst aktiv, während trivialis im Sommer in die Dormanz geht.

    Der Haken: Pflegeintensiv, viel Stickstoff, viel Wasser, und sie hat recht flache Wurzeln.
     
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    Andre-Acer

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    Danke Dir für den Tipp!

    Ich denke ich werde aufgrund der Poa Trivialis, die vereinzelt noch Halme hat, vorerst jeden Frühling vertikutieren (dann aber natürlich nicht mehr so tief, sondern wirklich nur wie es Sinn macht). Die Nachsaat werde ich dann vielleicht mit der GW Roboterrasen machen. Kostenmäßig liegt diese eigentlich nur knapp höher als die Toom Rasensorte.
    Letztere habe ich deswegen gewählt, weil ich günstig, schnell wieder guten Rasen haben wollte, aber dennoch keine totale Billigmischung ;-) Ergo habe ich versucht mit etwas mehr Masse statt Klasse die Fläche schnell wieder grün zu bekommen - daher preislich etwas günstiger gewählt. Wenn man bedenkt, dass ich noch Rasenerde gekauft habe (Ja ok, hätte ich auch selbst herstellen können) kam man in Summe dennoch auf Kosten, die zumindest 60-70% so hoch sind, wie die vom Rollrasen.
    Vorteil aber: es war halt günstiger, vor allem aber ich habe sehr viel dazu gelernt was Rasenpflege, Nachsähen angeht. Und: Vertikutiert hatte ich bisher nie. Was vor dem Roboter auch nicht nötig. Jetzt werden ich es aber vielleicht dann doch jährlich machen.

    Das Ergebnis ist aber wirklich gut. Mittlerweile sind auch die oben noch etwas löchrigen Stellen nach erneuten Nachsaat dicht. Jeder der kommt ist beeindruckt wie gut der Rasen aussieht.

    Der nächste Kampf steht aber noch an im Herbst: das ursprüngliche Problem (nach dem Winter plötzlich fast nur noch Mutterboden und kein Rasen mehr), wurde ja bei mir durch Tipula-Larven verursacht. Bei jedem Ausstehen kleinster Stücke waren 1-5 Larven zu finden. Dagegen werde ich im September entsprechenden Kalk und Nematoden ausbringen, damit im kommenden Frühjahr nicht wieder dieses Dilemma entsteht.
     
    T

    top_gun_de

    Mitglied
    Mich beeindruckt vor allem ein Satz: Ich habe mehr gelernt als beim Kaufen von Rollrasen.

    Das Wissen wird dir immer wieder helfen. Leider ist es mit Rollrasen ein bisschen so, dass Käufer oft glauben dass der Erwerb eines guten Produktes die eigene Befassung ersetzt. Nun kommt man mit Rollrasen genauso leicht von 100% auf 50% wie mit einem selbst gezogenen Rasen. Einziger Unterschied: Die Fragen beginnen dann mit "Vor zwei Jahren haben wir Rollrasen legen lassen, und nun..."
     
    merls

    merls

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    Vergiss den Kalium betonten Herbstrasendünger nicht.
     
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    Andre-Acer

    Mitglied
    Nun kommt man mit Rollrasen genauso leicht von 100% auf 50% wie mit einem selbst gezogenen Rasen. Einziger Unterschied: Die Fragen beginnen dann mit "Vor zwei Jahren haben wir Rollrasen legen lassen, und nun..."
    Ganz genau das ist der Grund, warum es keinen Rollrasen gegeben hat bei mir. Wenn ich mich nicht ausreichend mit Rasenpflege beschäftigt habe, dann sieht auch der Rollrasen nur eine, maximal zwei Saisons anständig aus.

    So war es günstiger, gleich viel Arbeit und man hat für die Zukunft aber wieder sehr viel dazu gelernt. Und wenn im kommenden Jahr die bösen Tipula Larven wieder da sind, dann ärgere ich mich nicht allzu sehr. Ich weiß ja, wie ich es wieder geheilt bekomme...
     
    T

    top_gun_de

    Mitglied
    Du kannst auch Patentkali und ein wenig normalen Dünger nehmen. Günstig und sogar Bio :)
     
    A

    Andre-Acer

    Mitglied
    Danke Dir! Ich hab schon lange nach einem "reinen" Kaliumdünger für gutes Geld gesucht.

    Das ist ja die nächste Falle in die man als jemand, der sich zu wenig mit seinem Rasen beschäftigt, tappt - es gibt den Langzeit-Rasendünger, Super-Rasendünger, Starterdünger usw. usw. dann noch Hortensiendünger, Rosendünger...und und und.

    Und dabei ist das alles erstmal nichts anderes als stinknormaler NPK - klar, beim Starterdünger ist er deutlich Phosphor-betont beim Herbstdünger deutlich Kalium-betont. Aber, schaue ich mir die im Baumarkt ausgestellten "Rosendünger" oder "Hortensiendünger" oder sowas an - es ist alles NPK in einem Verhältnis von:
    Stickstoff ca. 12-18, Phosphor: 5-8 und Kalium ca. 10-16. Das ist ja totale Verbraucher-Verarsche. Sorry für das Wort...den ganzen Spaß gibts dann ja noch als flüssig Dünger für nochmal extra Geld.

    Die zwei einzigen echten Entscheidungen die man treffen muss sind doch nur:
    1. Organisch oder Chemisch?
    2. Phosphor-Betonung reinbringen (Neueinsaat, Nachsaat), Normale Stickstoffbetonung (Wachstum) oder Kalium-Betonung (Widerstandsfähigkeit)

    Daher bin ich dazu übergegangen mir einen guten, günstigen Blaukorn-Dünger im Verhältnis 15-6-12, ebenso vom T*** zu kaufen und diesen überall hinzugeben. Blumen, Rasen usw. Den kann man auch wunderbar in Wasser auflösen und ihn dann zum Flüssigdünger machen. Einzig fehlt mir nur noch reiner Phosphor und reiner Kaliumdünger um meinen Blaukorndünger je nach Bedarf (Nachsaat oder Herbstdüngung) zu mischen.

    => Also wenn du noch einen Tipp für einen günstigen Phosphor-Dünger hast - nehme ich :)

    Nächstes Jahr kaufe ich mir dann den Blaukorn-Dünger von COMPO - der hat ein Verhältnis von 12-8-16. Ist somit also schon leicht Kalium betont. Da kann dann noch ein wenig Patent-Kali mit rein und man hat eine perfekte Herbstdünger-Mischung, die nur die Hälfte von dem Baumarktzeugs kostet...

    EDIT: Im Zuge dessen habe ich nochmal interessiert recherchiert. Man versucht ja weniger Chemie und mehr organisch zu werden im Sinne der Umwelt. Wenn ich das richtig sehe, wäre Hornmehl ein reiner Stickstoff-Dünger. Wenn man diesen je nach Bedarf mit Phosphatkali mischt, müsste man dann doch eine gute, biologische Möglichkeit haben um die chemischen Dünger komplett zu ersetzen oder?
     
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