Rasen geht immer wieder ein

  • Ersteller des Themas d.r.nemesis
  • Erstellungsdatum
D

d.r.nemesis

Neuling
Hallo liebe Freunde der ästhetischen Gartengestaltung,

ich habe hier schon viele nützliche Tipps erlesen können, aber muss nun doch in einem eigenem Thread um Hilfe bitten.

Wie der Titel schon sagt, geht nun im vierten Jahr in Folge, seit dem ich in der Mietswohnung wohne, der Rasen ein.
Jedes Jahr hab ich komplett die Rasenfläsche (zum Glück nur 35m²) neu anlegen müssen und jedes Jahr spielt sich exakt das selbe Szenario ab. Da es immer ein ziemlich großer Aufwand ist, will ich das nicht noch ein mal machen müssen.

Dieses Jahr hab ich es mit Rollrasen versucht, aber nun geht es wieder so los, wie die anderen Jahre.

Problem:
Der Rasen wächst super an, bildet einen saftig grünen, dichten Teppich und wird dann immer lichter. Bildet zuerst bräunliche, kahle Stellen (sieht aus wie verbrannt) und Stück für Stück verschwindet der Rasen dann, bis nur noch Erde mit vereinzelten Rasenstellen übrig bleibt.

Pflege:
Mindestens 1xWoche wird der Rasen auf 5 cm gemäht. Dünger wird im Frühling, Sommer und Herbst aufgetragen (organischer).
Gewässert wird mit einem Hausanschluss (Kalkgehalt im Wasser ist ziemlich hoch) regelmäßig. Lieber lang und ordentlich, als ständig nur ein bisschen.

Lage:
Die Rasen liegt West/Nord-West und bekommt im Sommer so ab 12/13 Uhr Sonne bis ca. 18 Uhr

Boden:
Der PH-Wert liegt bei ca. 6-5,5. Nicht ideal, aber auch nicht so sauer, dass er immer eingeht, oder? Zudem ist der Boden ziemlich schlecht. Glaube beim Hausbau wurde der Bauschutt im Garten verteilt und 5 cm Erde drüber verteilt. Wenn der Boden trocken ist, ist er sehr Hart und hört sich beim draufklopfen an wie eine Betonplatte.

Ich habe beim Anlegen des Rollrasen Rasenerde und Quarzsand in den Untergrund eingearbeitet, leider hat das auch nicht geholfen. Es fängt wieder so an, wie jedes Jahr.

Ich hoffe ihr könnt mir ein paar Tipps geben, da ich inzwischen nicht mehr weiter weiß. Im Anhang ein paar Bilder vom Ausgangszustand zu Jahresbeginn und dann ein paar Vergleichsbilder bei denen man sieht, wie der Rasen langsam eingeht.


Ich gebe nicht auf :)


Schonmal Danke für eure Zeit und Ratschläge,
Grüße,
Dominic
 

Anhänge

  • Freddsone

    Freddsone

    Mitglied
    Hi erstmal!

    Das ist in der Tat eigenartig. Der PH Wert sollte zwischen 5,5 und 6,5 liegen, da sind die Nährstoffe am besten verfügbar. Das passt bei dir ja soweit.

    Ich stelle mal die These auf, dass der Boden absolut nährstoffarm sein könnte. Wenn nur eine dünne Schicht Erde aufgetragen wurde und du regelmäßig wässerst, verdurstet das Gras zwar normalerweise nicht so großflächig, aber verhungert evtl.. Wenn darunter direkt Schutt liegt, wird viel nach unten durchgespühlt und ist weg. Organischer Dünger wirkt langsam und spült sich weg, bevor er irgendwas bewirken kann. Die Rasensode vom Rollrasen hätte etwas verbessern können, der Quarzsand und die Rasenerde (hoher Sandanteil) sind aber wiederum sehr mager und dadurch hatte es keinen positiven Effekt. Das ist wie gesagt, alles nur eine Vermutung.

    Da du damit schon mehrere Jahre kämpfst, würde ich eine Probe zur Analyse senden. Danach kannst du gezielt noch eine Aktion starten und tappst nicht weiter im Dunkeln. Das kostet dir ja alles Zeit, Geld und Nerven.
     
    T

    ToLu

    Guest
    Tach auch,

    Lage:
    Die Rasen liegt West/Nord-West und bekommt im Sommer so ab 12/13 Uhr Sonne bis ca. 18 Uhr

    Boden:
    ...Zudem ist der Boden ziemlich schlecht. Glaube beim Hausbau wurde der Bauschutt im Garten verteilt und 5 cm Erde drüber verteilt...
    a) Zu wenig Sonne und quasi zu viel Schatten (du solltest es mal mit einer Rasenmischung die Poa suppina (Google) enthält versuchen).

    b) Und dann solltest du unbedingt herausfinden wie dick die Schicht Mutterboden auf dem Bauschutt ist (wenn wirklich nur 5cm dann ist mMn dein Vorhaben direkt zu scheitern verurteilt!)
     
    K

    Kantenstecher

    Mitglied
    Ich würde auch meinen das du es mal mit einer guten Schattenrasenmischung versuchen solltest. An deiner stelle würde ich jetzt über der gesamten Fläche eine dünne Schicht Komposterde einharken und die besagte gute Schattenrasenmischung über die Lückenhaften stellen verteilen , einharken und anwalzen, gut wässern bis die Saat gut aufgegangen ist und dann das ganze noch einmal mit Starter Dünger bearbeiten.Und im Herbst dann den Herbstdünger drüber geben.
     
  • D

    d.r.nemesis

    Neuling
    Hallo zusammen und danke für die Antworten.


    Mit Schattenrasen hatte ich es bereits im zweiten Jahr versucht. Leider war es das übliche. Super angewachsen, satte grüner Teppich und dann begannen die kahlen stellen aufzutreten bis kaum noch Rasen übrig blieb.


    Ich vermute ebenfalls, dass der Boden zu nährstoffarm sein könnte. Die Vormieter hatten nie etwas im Garten gemacht und wenn ich mit den Spaten in den Boden steche, hab ich keine Chance wegen dem Schutt. Ich würde das weniger Mutterboden oder Erde nennen, sondern ehr Dreck.


    Hatte überlegt den Boden zu kalken und den PH-Wert ehr in Richtung 6-6,5 zu bringen und ggf. den Boden irgendwie aufzubessern!? Da wird Komposterde einharken wohl das beste sein.
     
  • T

    ToLu

    Guest
    ...Mit Schattenrasen hatte ich es bereits im zweiten Jahr versucht. Leider war es das übliche. Super angewachsen, satte grüner Teppich und dann begannen die kahlen stellen aufzutreten bis kaum noch Rasen übrig blieb.
    Auch bei Schattenrasen gilt: Da wo Schattenrasen draufsteht, heißt es noch lange nicht, dass auch (wirklich guter) Schattenrasen drin ist!
    http://www.rasengesellschaft.de/content/rasenbasis/graeserarten_laegerrispe.php

    ...Poa supina ist das zur Zeit schattenverträglichste Rasengras für die gemäßigten Klimazonen...
    (Zitat Eurogreen)


    ...und wenn ich mit den Spaten in den Boden steche, hab ich keine Chance wegen dem Schutt...
    Wie tief kommst du denn wenn dann mit dem Spaten?
     
  • Wasserlinse

    Wasserlinse

    Moderator
    Mitarbeiter
    Also ich würde hier mal einen Bodenaustausch machen, falls das möglich ist. Soweit ich hier das verstanden habe, ist unter einer ganz dünnen Schicht Erde nur noch Schutt. Eventuell noch mit Pflanzen gefährdenden Substanzen (gegen diese These spricht, dass die beiden Bäume sich offenbar wohl fühlen.), so dass die Rasenwurzeln absterben.

    Einfach wird es nicht, da aber die Fläche nicht so gross ist, sollte das noch im Bereich des machbaren sein, vorallem, wenn Maschinen dabei sein können.
     
    V

    Voige

    Neuling
    ....ich würde vielleicht auch mal, nur zu Versuchszwecken, einen Mineralischen oder Mineralisch/Organischen Dünger verwenden. Vielleicht mal nur die halbe Fläche, zum Vergleich. Die organischen Dünger brauchen ja immer ewig, dann ist das ganze ja schon durchgewaschen, bei der dünnen Erdschicht...


    Bitte nicht hauen, falls das Eurer Meinung nach Unsinn ist, aber ich habe früher mit oscorna gedüngt, und hatte unter einem Baum ähnliche Probleme. Dann habe ich Neudorf Kombinationsdünger versucht, und eine verbesserung festgestellt.


    Seitdem verwende ich Cuxin, und funktioniert eigentlich ganz gut...


    Voige
     
    S

    Suk

    Neuling
    Hallo zusammen und danke für die Antworten.


    Mit Schattenrasen hatte ich es bereits im zweiten Jahr versucht. Leider war es das übliche. Super angewachsen, satte grüner Teppich und dann begannen die kahlen stellen aufzutreten bis kaum noch Rasen übrig blieb.


    Ich vermute ebenfalls, dass der Boden zu nährstoffarm sein könnte. Die Vormieter hatten nie etwas im Garten gemacht und wenn ich mit den Spaten in den Boden steche, hab ich keine Chance wegen dem Schutt. Ich würde das weniger Mutterboden oder Erde nennen, sondern ehr Dreck.


    Hatte überlegt den Boden zu kalken und den PH-Wert ehr in Richtung 6-6,5 zu bringen und ggf. den Boden irgendwie aufzubessern!? Da wird Komposterde einharken wohl das beste sein.
    Es ist das erste Mal, dass ich einen Kommentar im Internet verfasse und ich hoffe jetzt nur, er erscheint an der richtigen Stelle!
    Ich habe genau das gleiche Problem wie beschrieben und mit Fotos dokumentiert. Auch die Versuche, der kahlen Stellen mit Neueinsaat usw. dauerhaft Herr zu werden, waren erfolglos.
    Jetzt bin ich sehr interessiert, ob und wenn ja wie die Dame/der Herr das Problem lösen konnte.
     
    Pyromella

    Pyromella

    Foren-Urgestein
    Hallo Suk,

    willkommen im Forum. Das Kommentarschreiben hat ja schon geklappt, nun wäre es gut, wenn du die Fragen aus diesem Thread beantworten könntest.

    Bei Fragen zum Rasen bitte jeweils die ganze Vorgeschichte mitteilen:

    Wann und wie wurde gedüngt? Mit oder ohne Streuwagen?

    Welcher Dünger?

    Wieviel und wie oft wird gewässert?

    Wie oft wird gemäht? Auf welcher Höhe?

    Wird gemulcht?

    Wurde vertikutiert?

    Wurde im Herbst Herbstdünger ausgebracht?

    Bei einer Neusaat: Wurde Starterdünger ausgebracht?

    Bei einer Neusaat: Welcher Rasensamen wurde ausgesät?

    Sonnig, halbschattig, schattig?

    Was für Erde ist unten dran, sofern bekannt?

    So können die Profis gleich Antwort geben ohne erst noch Details aus der Nase ziehen zu müssen. :)

    d.r.nemesis, der/die diesen Thread eröffnet hat, war 2017 das letzte Mal in diesem Forum, da fürchte ich, dass wir keine Rückmeldung mehr erwarten dürfen.

    Liebe Grüße, Pyromella
     
  • S

    Suk

    Neuling
    Es ist schade, dass es keinen weiteren Erfahrungsbericht von d.r.nemesis gibt. Die Symptome die damals geschildert wurden treffen 100 % auf meine Rasenfläche zu. Da die Kahlstellen sich langsam vergrößern und die Zwischenräume saftig grün sind, liegt es vermutlich nicht am Dünger (Oscorne und Conciene per prati engrais agazoni). Ich gehe jetzt auch davon aus, dass es an einem kontaminierten Untergrund liegt.
    Sollte jemand inzwischen ähnliche Erfahrungen gemacht und eine Lösung gefunden haben, so würde ich mich über eine Information freuen.
     
  • Ähnliche Themen

    Top Bottom