W
Wuudi
Mitglied
- Dabei seit
- 29. Juli 2014
- Beiträge
- 96
- USDA-Klimazone
- 8b
Dies wird jetzt ein langer Post mit viel Text und Bildern, schon mal die Vorwarnung 
Ich möchte heuer im Herbst/September unseren Rasen komplett renovieren. Wenn ich euch jetzt die Fotos zeige höre ich schon sagen, dass es wahrscheinlich das Beste wäre alles abzutragen und einen neuen Rollrasen zu verlegen, nur ist das leider keine machbare Option.
Es ist dazuzusagen, dass der Garten ein Gemeinschaftsgarten von unserem 3-Familienhaus ist (mein Bruder und meine Eltern) und dass das Verständnis für einen schönen Rasen nicht unbedingt von den anderen geteilt wird, auch der Grund warum so lange “nichts getan” wurde.
Deshalb kann ich jetzt nicht einfach alles mit Bagger umgraben sondern muss eben selbst so gut es geht Hand anlegen.
Der Rasen wurde seit ca. 15 Jahren nie “richtig” behandelt. Immer gemäht und so aber nie richtig angelegt, gedüngt etc. Vor 10 Jahren hatten wir auch einen Umbau mit Baumaschinen drauf etc. In Anbetracht dessen ist der Zustand gar nicht mal so schlecht. Anyway letztes Jahr haben wir ein erstes mal mit Banvel Klee&Co behandelt und ich habe 2x gedüngt.
Heuer im Frühjahr wollte ich dann einen ersten Versuch starten und habe das klassische Renovieren ohne Umgraben gemacht. Also gemäht, vielfach vertikutiert, Wolf Rasen gesäht und Starterdünger und mit Erde leicht bedeckt. Leider hatte ich nicht genug Erde, summa sumarum sinds 270m² Rasen und die im Gartenfachgeschäft hatten gemeint 7 Säcke würden reichen… Das Bewässern des Rasens war dann sehr anstrengend, in Südtirol wars eben im April bereits sehr warm und sonnig und ich musste es manuell bewässern. Deshalb ist jetzt Schritt 1 die Installation einer Beregnungsanlage um im Herbst dann bei der Neusaat immer schön bewässern zu können.Der Effekt dieser Neusaat war großteils enttäuschend. Auf ganz kahlen Stellen ist der neue Rasen gewachsen aber anderswo hatte ich das Gefühl als ob der alte Rasenbestand den Starterdünger aufgesaugt hat und hochgeschossen ist und die Samen nicht aufgegangen sind. Ich habe dann nachgedüngt und mit dem sehr regenreichen Sommer ist die Wiese ja ganz ok geworden aber wieder ist viel Klee und Löwenzahn aufgekommen. Ich habe dann Bayer Dicotex (heißt glaub ich anders in Deutschland) gespritzt was auch gut gegen das Weißklee geholfen hat. Jetzt ist aber viel anderes Unkraut aufgekommen, eins ist glaub ich gemeine Schafgarbe, der Boden ist einfach schlecht. Dazu kam mitte Juli massenhaft Hirse - glaube ich. Die habe ich mit Greenex (Puma extra) behandelt, hat super funktioniert, jetzt sind noch viele braune Stellen die nachwachsen müssen aber neue ist schon unterwegs….
Zeit also für eine Radikalkur. Ich habe mittlerweile auch mehr Erfahrung und verstanden, dass wir nicht einen “harten” Boden wie meine Eltern immer meinten haben sondern einfach nur viele Steine im Unterboden aber einen sehr sandigen Boden der absolut wenig Wasser und Nährstoffe speichert. Regnet es einen Tag durchgehend ist der Rasen schön, aber scheint die Sonne 2 Tage ist schon wieder alles ausgetrocknet. Ausserdem ist der Rasen relativ uneben und würde den ein oder anderen Kubikmeter Erde “vertragen”.
Mein Plan für mitte September ist jetzt also.
1. 1 - mehrere Zentimeter neue Gartenerde (habe ein Erdbauunternehmen gefunden welches Erde per Kubik liefert) auftragen.
2. 50 kg Bentonit in diese Erde einarbeiten und planieren
3. 1cm Gartenerde mit Kompost (30% Anteil) obendrauf
4. Eurogrenn Rasana Top säen und düngen und dann Wasser, wasser, wasser
Jetzt meine Frage zur Vorbereitung vor Schritt 1. Anbei ein paar Fotos von den verschiedenen Kräutern im Garten. Breitblattunkraut, Hirse und weiteres. Ausserdem haben wir so komisches altes Gras mit ganz breiten Blättern (ist das Festuca arrundicea?) welches ich raus haben möchte. Mit einem Rollrasen ist ja jetzt usus das einfach drüber zu legen, aber wenn ich neu sähe, dann wird es wahrscheinlich nicht genug sein 2-3cm Erde als “Buffer” dazwischen zu haben? Ich dachte daran als Vorbereitung jetzt am besten feinsprühend Roundup aufzutragen um diese alten Gräser und Unkräuter zuerst abzutöten und dann die neue Erde draufgeben.
Oder genügt das nicht und ich muss auf alle Fälle alles Umpflügen? Was meinen die Experten?
Hier die Fotos:
Stellenweise ist durch die Bearbeitung heuer wirklich schöner Rasen entstanden:

Ein paar Fotos des verschiedensten Unkrauts:




Das "komische" Gras:

Hirse nach der Behandlung und die nächste neue:



Eine Übersicht der Wiese:

Und eine letzte Frage, dort wo es ein wenig schattig ist, ist gaaanz dichtes feines Gras, fühlt sich fast schon zu dicht an, was ist hier passiert?


Ich möchte heuer im Herbst/September unseren Rasen komplett renovieren. Wenn ich euch jetzt die Fotos zeige höre ich schon sagen, dass es wahrscheinlich das Beste wäre alles abzutragen und einen neuen Rollrasen zu verlegen, nur ist das leider keine machbare Option.
Es ist dazuzusagen, dass der Garten ein Gemeinschaftsgarten von unserem 3-Familienhaus ist (mein Bruder und meine Eltern) und dass das Verständnis für einen schönen Rasen nicht unbedingt von den anderen geteilt wird, auch der Grund warum so lange “nichts getan” wurde.
Deshalb kann ich jetzt nicht einfach alles mit Bagger umgraben sondern muss eben selbst so gut es geht Hand anlegen.
Der Rasen wurde seit ca. 15 Jahren nie “richtig” behandelt. Immer gemäht und so aber nie richtig angelegt, gedüngt etc. Vor 10 Jahren hatten wir auch einen Umbau mit Baumaschinen drauf etc. In Anbetracht dessen ist der Zustand gar nicht mal so schlecht. Anyway letztes Jahr haben wir ein erstes mal mit Banvel Klee&Co behandelt und ich habe 2x gedüngt.
Heuer im Frühjahr wollte ich dann einen ersten Versuch starten und habe das klassische Renovieren ohne Umgraben gemacht. Also gemäht, vielfach vertikutiert, Wolf Rasen gesäht und Starterdünger und mit Erde leicht bedeckt. Leider hatte ich nicht genug Erde, summa sumarum sinds 270m² Rasen und die im Gartenfachgeschäft hatten gemeint 7 Säcke würden reichen… Das Bewässern des Rasens war dann sehr anstrengend, in Südtirol wars eben im April bereits sehr warm und sonnig und ich musste es manuell bewässern. Deshalb ist jetzt Schritt 1 die Installation einer Beregnungsanlage um im Herbst dann bei der Neusaat immer schön bewässern zu können.Der Effekt dieser Neusaat war großteils enttäuschend. Auf ganz kahlen Stellen ist der neue Rasen gewachsen aber anderswo hatte ich das Gefühl als ob der alte Rasenbestand den Starterdünger aufgesaugt hat und hochgeschossen ist und die Samen nicht aufgegangen sind. Ich habe dann nachgedüngt und mit dem sehr regenreichen Sommer ist die Wiese ja ganz ok geworden aber wieder ist viel Klee und Löwenzahn aufgekommen. Ich habe dann Bayer Dicotex (heißt glaub ich anders in Deutschland) gespritzt was auch gut gegen das Weißklee geholfen hat. Jetzt ist aber viel anderes Unkraut aufgekommen, eins ist glaub ich gemeine Schafgarbe, der Boden ist einfach schlecht. Dazu kam mitte Juli massenhaft Hirse - glaube ich. Die habe ich mit Greenex (Puma extra) behandelt, hat super funktioniert, jetzt sind noch viele braune Stellen die nachwachsen müssen aber neue ist schon unterwegs….
Zeit also für eine Radikalkur. Ich habe mittlerweile auch mehr Erfahrung und verstanden, dass wir nicht einen “harten” Boden wie meine Eltern immer meinten haben sondern einfach nur viele Steine im Unterboden aber einen sehr sandigen Boden der absolut wenig Wasser und Nährstoffe speichert. Regnet es einen Tag durchgehend ist der Rasen schön, aber scheint die Sonne 2 Tage ist schon wieder alles ausgetrocknet. Ausserdem ist der Rasen relativ uneben und würde den ein oder anderen Kubikmeter Erde “vertragen”.
Mein Plan für mitte September ist jetzt also.
1. 1 - mehrere Zentimeter neue Gartenerde (habe ein Erdbauunternehmen gefunden welches Erde per Kubik liefert) auftragen.
2. 50 kg Bentonit in diese Erde einarbeiten und planieren
3. 1cm Gartenerde mit Kompost (30% Anteil) obendrauf
4. Eurogrenn Rasana Top säen und düngen und dann Wasser, wasser, wasser
Jetzt meine Frage zur Vorbereitung vor Schritt 1. Anbei ein paar Fotos von den verschiedenen Kräutern im Garten. Breitblattunkraut, Hirse und weiteres. Ausserdem haben wir so komisches altes Gras mit ganz breiten Blättern (ist das Festuca arrundicea?) welches ich raus haben möchte. Mit einem Rollrasen ist ja jetzt usus das einfach drüber zu legen, aber wenn ich neu sähe, dann wird es wahrscheinlich nicht genug sein 2-3cm Erde als “Buffer” dazwischen zu haben? Ich dachte daran als Vorbereitung jetzt am besten feinsprühend Roundup aufzutragen um diese alten Gräser und Unkräuter zuerst abzutöten und dann die neue Erde draufgeben.
Oder genügt das nicht und ich muss auf alle Fälle alles Umpflügen? Was meinen die Experten?
Hier die Fotos:
Stellenweise ist durch die Bearbeitung heuer wirklich schöner Rasen entstanden:

Ein paar Fotos des verschiedensten Unkrauts:




Das "komische" Gras:

Hirse nach der Behandlung und die nächste neue:



Eine Übersicht der Wiese:

Und eine letzte Frage, dort wo es ein wenig schattig ist, ist gaaanz dichtes feines Gras, fühlt sich fast schon zu dicht an, was ist hier passiert?





















