Rasen nach dem Winter Braun und verfilzt

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Alpenhoernchen

Alpenhoernchen

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Hallo Zusammen,

mein Rasen und Ich benötigen etwas Zuspruch von erfahrenen Gärtnern. Da bei uns der Winter letztes Jahr sehr spät eingesetzt hat, wuchs der Rasen letztes Jahr trotz Herbstdünnung munter weiter. Das ging so weit, dass ich Ende November noch einmal den Rasenmäher ausgepackt habe.

Leider waren auch die kommenden Wochen noch sehr warm und der Rasen war meiner Meinung nach zu lang für den Wintereinbruch. Das rächt sich, jetzt wo der Schnee allmählich schmilzt, zeigt sich eine durchweg Braune Fläche.



Ich hatte mich ein wenig in Typhus-Fäule eingelesen und meine, dass ich die ausschließen kann. Zwar ist die obere Fläche trocken und abgestorben, jedoch findet sich kein weißer Belag, Fäulnis oder Schleim auf den Halmen.



Ich meine, es liegt hauptsächlich am späten Wintereinbruch und den zu langen Halmen. Auf diesem Bild habe ich eine trockene Stelle schon mit dem Rechen aufgerichtet.

Mein Vorgehen wäre nun folgendes:

- die Fläche mit dem Rechen aufrichten und das dabei lose und abgestorbene Material entfernen.

- den Rasen mähen

- Düngen, ggf. an kahlen Stellen nachsähen und wässern

Ist das so richtig ausgedacht oder sind weitere/andere Schritte notwendig.


Danke
-Benjamin
 

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    thomash

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    Leider kann ich Dir keinen Rat geben. Ich will aber mitlesen was die Experten meinen.
     
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    ponderosa

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    bei uns siehts ähnlich aus, nur das ich denk mein Göttergatte hat unseren zu kurz gesäbelt :-( Ich hab jetzt mit dem Rechen alles abgeharkt und Rasendünger drauf.

    Bin mir auch unsicher, ob nachsäen oder erstmal abwarten.

    Viel Glück

    LG Dani
     
    R

    Rasendoktor

    Mitglied
    Es kann auch Schneeschimmel sein. Erholt sich von allein.
    Bei neu verlegtem Rollrasen ist es leider fast Standard.

    Oder hast du vorher auf feuchte Blätter mit staubigem Dünger gedüngt?-Verätzung durch Salz.

    Wenn nicht, jetzt düngen ,in 2 Wochen tief mähen (wenn es bis dahin geregnet hat-Dünger eingewaschen ist ) und abwarten. Ende April sollte er grün sein.
     
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  • Alpenhoernchen

    Alpenhoernchen

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    · Kein Rollrasen - 2 Jahre alter und selbst angelegter Rasen
    · Blätter haben wir so gut wie gar nicht im Garten
    · Gedüngt wurde das letzte mal im Herbst aber auch nicht mit einem staubigen

    --

    Danke für die Antwort. Mit dem Düngen muss ich noch etwas warten, weil große Teile des Rasens noch mit Schnee bedeckt sind. Ich werde deiner Anleitung folgen und sobald wie möglich (wir haben noch keine konstanten Temperaturen über 10 Grad und Nachts noch regelmäßig Frost) ohne aufrechen düngen.

    Ich werde Feedback in dieses Thema geben, wie sich der Rasen im April entwickelt. Vielleicht hilft das jemandem, der über die Suche auf die gleiche Frage stößt.

    Benjamin
     
  • Rasenmaster

    Rasenmaster

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    Auf dem Laufenden halten...

    Ich werde Feedback in dieses Thema geben, wie sich der Rasen im April entwickelt. Vielleicht hilft das jemandem, der über die Suche auf die gleiche Frage stößt.
    Hallo Alpenhoernchen,

    ...das sieht wirklich nicht gut aus. Bei einer so kontinuierlich mitgenommenen Fläche sind keine Fremdeinwirkungen (Engerlinge oder Tipula) die Ursache. Sicherlich kann ein winterlicher Schimmelbefall einwirkend bedingt sein. Hier scheint der Rasen generell unter den winterlichen Bedingungen gelitten zu haben. Das verwächst sich. Alles neu macht der Mai!
    Befolge die Ratschlägenvom Rasendoktor und halt uns - ganz Deiner Idee - über den Fortgang auf den Laufenden. - Mich würd's sehr interessieren.

    Gruß der Rasenmaster
     
  • T

    thomash

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    Bei euch liegt noch Schnee BRRRRR. Du bist ein Aplenhörnchen. wie hoch wohnst du denn über dem Meeresspiegel?

    Könnte daher evt auch das extreme Ergebnis kommen?
     
    Alpenhoernchen

    Alpenhoernchen

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    Hallo Alpenhoernchen,Befolge die Ratschlägenvom Rasendoktor und halt uns - ganz Deiner Idee - über den Fortgang auf den Laufenden. - Mich würd's sehr interessieren.
    Mach ich. Der Dünger ist schon bestellt. Jetzt warte ich mal, bis der Schnee weg ist und dann wird gedüngt. Ich habe die Fläche gestern noch einmal genau angeschaut und es sieht wirklich so aus, als wären die meisten Gräser an der Wurzel noch intakt.

    Bei euch liegt noch Schnee BRRRRR. Du bist ein Aplenhörnchen. wie hoch wohnst du denn über dem Meeresspiegel?
    Wir sind ungefähr auf 980 Meter. Schlimmer ist jedoch, dass wir topografisch genau so zwischen Bergen und Talbusen liegen, dass der Wind hier regelmäßig für richtig richtig kalte Temperaturen sorgt.
     
    Alpenhoernchen

    Alpenhoernchen

    Mitglied
    Zwischenstand:

    20 Tage später ist der Schnee endlich vollständig vom Rasen verschwunden und das „Braun” ist weitestgehend trocken. Ich habe mit einem normalen Laub-Rechen die die braune Decke oben aufgerecht und warte nun auf konstante 10-15° bevor ich den Dünger ausbringe (aktuell haben wir noch ab und an Frost in der Nacht).







    Am letzten Bild sieht man ziemlich genau, dass dort, wo ich vor drei Wochen bereits gerecht hatte, schon einiges an „Grün” hinterher schiebt.

    Dünger werde ich auf Empfehlung folgenden Mix versuchen:

    • Cuxin Rasendünger Spezial Minigran
    • Cuxin Mikro-Rasendünger

    Weitere Bilder folgen in 2-3 Wochen, dann sollte sich herausstellen, ob der Rasen bei zu Beginn geposteter Optik nur mit Düngen wieder kommt, oder ob man noch großflächig nachsähen muss.

    Zum Vergleich, so sah der Rasen letztes Jahr, kurz nach der Nachsaat im Mai aus :)

     
  • Alpenhoernchen

    Alpenhoernchen

    Mitglied
    Hier kommt die nächste Rückmeldung.

    Inzwischen sind wieder ein paar Wochen vergangen und es hat sich einiges getan. Der Dünger von Cuxin hat gut angeschlagen und so langsam verwandeln sich große Teile der zuvor durchgehend braunen Fläche wieder langsam zu einem rasenähnlichen Gebilde.

    Leider bleibt auch festzustellen, dass es einige Bereiche gibt, an denen ohne eine Nacharbeit wohl kein sauberer Rasen mehr nachwachsen wird. Zu allem Überfluss erfreut sich auch das zu 100% verdrängte Unkraut aus dem Vorjahr an den kahlen Stellen und der fehlenden Konkurrenz durch die Gräser.

    Eigentlich wollte ich dieses Jahr NICHT schon wieder vertikutieren, leider bleibt mir nichts anderes übrig. Die abgestorbenen Gräser, die sich unterhalb der Grasnabe befinden und für einen herrlich schönen Gelbschimmer sorgen, lassen sich auch durch keinen tiefen Schnitt, mit dem neuen Rasenmäher, entfernen.



    Mit dem Vertikutieren sollte das allerdings Geschichte sein und der Rasen bekommt somit auch wieder etwas Luft, die er an vielen Stellen momentan leider nicht hat. Erfreuliches gibt es jedoch auch. Der stark säuerliche Boden hat die Nährstoff- und Kalkkur vom letzten Jahr gut angenommen. Ich hatte gedacht, dass nach 12 Monaten wohl wieder etwas Verschlechterung zu sehen wäre, aber nein — 4 Mischproben und überall einen PH Wert von ~7.



    Der nächste Schritt wird also vertikutieren und nachsäen sein. In dem Zug bin ich am überlegen und da können mir vielleicht die Profis helfen, ob ich direkt mit der Nachsaat auch 1cm Sand ausbringen soll? Eigentlich wollte ich aerifizieren, allerdings bekomme ich hier nirgendwo eine Leihmaschine und von Hand auf 130qm ist mir das zu mühsam. Sand kommt dieses Jahr auf jeden Fall noch auf den Rasen, in welcher Form (mit der Nachsaat oder danach), da bin ich mir noch nicht so ganz schlüssig.

    Der Mutterboden wurde damals vom Bauträger einfach zu stark verdichtet, dass rächt sich jetzt und ist meiner Meinung nach auch an der Misere mit verantwortlich. Zu viele kleine Pfützen, die schon nach einem kleinen Regenschauer kurzfristig stehen bleiben. Nicht gut.



    Alles in Allem bin ich jedoch zuversichtlich, dass alles wieder so wird wie es war und das mit überschaubarem Aufwand.

    Liebe Grüße aus dem Allgäu

    Benjamin
     
    Rasenmaster

    Rasenmaster

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    Fortschritt wird es geben...

    Hallo Benjamin,

    das sieht doch alles schon recht gut aus – sehr fleißiges und vorbildliches Vorgehen.

    Der nächste Schritt wird also vertikutieren und nachsäen sein. In dem Zug bin ich am überlegen und da können mir vielleicht die Profis helfen, ob ich direkt mit der Nachsaat auch 1cm Sand ausbringen soll? Eigentlich wollte ich aerifizieren, allerdings bekomme ich hier nirgendwo eine Leihmaschine und von Hand auf 130qm ist mir das zu mühsam.
    Das Vertikutieren geht bei diesem Zustand nach dem Winter völlig in Ordnung.
    Ich würde Dir schon empfehlen, vor der Nachsaat ein Topdressing auf Deine Fläche aufzubringen. Es gleicht zum Teil Deine Kleinen "Pfützenstellen" aus und macht es den neuen Grassamen leichter auszutreiben. Nur einfach Samen auf eine Fläche zu werfen bringt nicht wirklich was. Ich würde mich aber hier nicht nur auf puren Sand beschränken. Mutterboden darf/muss beim Topdressing schon dabei sein, wenigsten 50%. Hier musst Du schauen, dass Du keine verunkrautete Erde verwendest.

    Aerifizieren würde ich nur, wenn Du auch das entsprechende Gerät dazu leihen kannst. Es gibt zwar Hand-Aerifizierer, doch dies ist sehr mühselig und zeitigt nicht den komplett gewünschten Effekt. Ich durfte es selbst schon ausprobieren, auch in Ermangelung einer Ausleihstelle hier in meiner Region. Nach 50qm hatte ich die Nase voll...

    Welchen Grassamen verwendest Du eigentlich für die Nachsaat?"

    Alles in Allem bin ich jedoch zuversichtlich, dass alles wieder so wird wie es war und das mit überschaubarem Aufwand.

    ...das kannst Du sein!

    Gruß der Rasenmaster
     
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    Alpenhoernchen

    Alpenhoernchen

    Mitglied
    Ist Rasen eine Wüstenpflanze? Wozu Sand? Lockern kann er schon gar nicht.

    Dann bin ich falsch informiert und dankbar über den Hinweis. Ich hatte gelesen, dass sich der Sand quasi in die Erde „einregnet” und dem Boden zu einer besseren Drainage verhilft. Ähnlich dem Aerifizieren.

    das sieht doch alles schon recht gut aus – sehr fleißiges und vorbildliches Vorgehen.

    Danke; ich versuche das mit angelesenem Wissen und euren Tipps sauber umzusetzen. :D

    Es gleicht zum Teil Deine Kleinen "Pfützenstellen" aus und macht es den neuen Grassamen leichter auszutreiben. Nur einfach Samen auf eine Fläche zu werfen bringt nicht wirklich was. Ich würde mich aber hier nicht nur auf puren Sand beschränken. Mutterboden darf/muss beim Topdressing schon dabei sein, wenigsten 50%. Hier musst Du schauen, dass Du keine verunkrautete Erde verwendest.

    So richtige „Pfützenstellen” habe ich nicht. Es beschränkt sich mehr auf eine lang anhaltende feuchte Oberfläche. Die Nachsaat habe ich letztes Jahr mit Sand (25%) und Torf (75%) gemischt, auf die Stellen gestreut und anschließend mit der Rasenwalze festgedrückt. Hat soweit ganz gut funktioniert.

    Aerifizieren würde ich nur, wenn Du auch das entsprechende Gerät dazu leihen kannst. Es gibt zwar Hand-Aerifizierer, doch dies ist sehr mühselig und zeitigt nicht den komplett gewünschten Effekt. Ich durfte es selbst schon ausprobieren, auch in Ermangelung einer Ausleihstelle hier in meiner Region. Nach 50qm hatte ich die Nase voll...

    Vielen Dank! Das mit dem Hand-Aerifizierer hab ich mir von vornherein gedacht: „das mache ich bei +120qm nicht”. Ich werde also weiter nach einem Aerifizierer Ausschau halten und die Sandkur erst einmal zurückstellen.

    Welchen Grassamen verwendest Du eigentlich für die Nachsaat?"

    Ich kann natürlich nicht sagen mit welchen „billigen” Samen der Rasen ursprünglich angelegt wurde (vor 3 Jahren durch den Bauträger bzw. einen beauftragten Landschaftsbauer), ich habe immer Loretta Rasensamen zur Nachsaat verwendet. Zusammensetzung:

    25 % Lolium perenne LORETTA
    20 % Lolium perenne LORETTANOVA
    10 % Lolium perenne HENRIETTA
    5 % Poa pratensis PANDURO/MIRACLE
    15 % Festuca rubra trichophylla BARPEARL/BARCROWN
    15 % Festuca rubra commutata MUSICA/RAISA
    10 % Poa supina SUPRANOVA (Mantelsaat® mit Absorber)

    Einen Garten eines Bekannten haben wir mit obiger Mischung komplett neu angelegt und der ist absolut fantastisch. Allerdings hat er eine andere Bodenbeschaffenheit (tadelloser Mutterboden; nicht zu stark verdichtet; etc. pp.).

    Ich habe aber das Gefühl, dass sich der Loretta Rasen mehr und mehr gegen den ursprünglichen Rasen behauptet und dieser langsam verschwindet. Ganz im Gegensatz zu der ursprünglichen Rasenfläche, die der Gemeinschaft gehört, im wöchentlichen Zyklus gemäht wird und eigentlich nur noch aus Klee besteht :rolleyes:



    Ich kann mich noch wage an die Aussagen des Architekten erinnern: „Herr W. Sie werden Ihre Zeit vergeblich investieren, wir sind hier in N. auf dem Berg, da werden Sie aufgrund der Bodenbeschaffenheit nie einen Vorzeigerasen erhalten”. :rolleyes: letztes Jahr hatte ich den schon - in ein paar Wochen wieder.

    Grüße aus dem Allgäu

    Benjamin
     
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    Alpenhoernchen

    Alpenhoernchen

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    Es geht weiter.

    Diese Woche will ich das Thema Rasen/Garten vorerst beenden. Hierzu habe ich gestern den Vertikutierer angeschmissen und den Rasen einmal umgepflügt (also nicht wirklich umgepflügt, sondern natürlich nur leicht angeritzt). Es ist schon erstaunlich wie viel abgestorbenen Rasen man aus der Fläche so ziehen kann (siehe die 3 vollen Säcke auf dem Fundament).



    Anschließend habe ich eine Mischung aus Torf und fein gesiebter Muttererde (ca. 480 Liter) auf dem Rasen verteilt. Ich hatte zwar schon vor 14 Tagen gedüngt, habe es mir aber nicht nehmen lassen, noch einmal eine wirklich kleine Düngung (gleiche Mischung wie zuvor) auf der Erde zu verteilen. Kurz eingeregnet und so bleibt das erst einmal.

    Ich möchte den gesunden Gräsern ein paar Tage Zeit geben, sich durch die Erde zu bohren, damit ich einen besseren Überblick habe und gezielter nachsäen kann. Wenn alles gut läuft, bekommt der Rasen am Samstag noch einen Schnitt, wird nachgesäet und darf dann 14-21 Tage ruhen.

    In dem Zug habe ich gleich noch ein kleines Beet um den Zierapfel ausgestochen, der am Samstag noch einen sauberen Kreis (Rasenkante) aus Betonsteinen bekommt. Auch deswegen wurde noch nicht eingesäet.



    Und wenn wir schon dabei sind die Kräuterschnecke und den Grill/Feuerstelle mit anthrazitfarbenen Schroppen zu füllen und den ganzen Dreck der letzten Wochen zu entsorgen, bekommt auch gleich noch der Waschkies in der Regentraufe den Flug und wird ebenfalls durch Schroppen erstetzt.

    Trotz Kreuz und Quer vertikutieren hängt allerdings immer noch minimal abgestorbenes Gras im Rasen. Ich hoffe, dass erledigt sich dann im Laufe der Wochen von alleine. Ich kann mich nicht mehr dran erinnern, ob das letztes Jahr auch so war.



    Die 5-10 Unkräuter habe ich übrigens schnell von Hand ausgestochen, das hat letztes Jahr mit dem Vertikutieren schon nicht so geklappt, dass diese verschwunden wären.

    Im übrigen werde ich keine 1-2cm Sand auf der Fläche verteilen. Da aerifizieren aber dieses Jahr nicht möglich ist (die nächste Maschine könnte ich mir 1,5 Std. entfernt mieten), werde ich nur ein wenig Sand nach der Saat aufbringen und mit den Rasensamen ein wenig einarbeiten. Aerifiziert wird dann nächstes Jahr.


    Grüße aus dem Allgäu

    Benjamin
     
    R

    Rasendoktor

    Mitglied
    Mageren Boden bekommt man mit biologisch totem Sand nicht fit.
    Lass den Sand dort wo er ist !
     
    Alpenhoernchen

    Alpenhoernchen

    Mitglied
    Mageren Boden bekommt man mit biologisch totem Sand nicht fit. Lass den Sand dort wo er ist !
    Mageren Boden (also Erde mit wenig Nährstoffen) habe ich ja nicht. Es ging in diesem Zug ja mehr um die Drainageleistung zu verbessern. Aber das ist nun auch egal, ich habe mich mit euren Kommentaren gegen Sand ausgesprochen, sprich ich habe nichts verteilt.

    -- Update

    Der Frühjahrsputz hat im Garten vorläufig sein Ende gefunden. Aktuell liegt die Nachsaat auf feuchtfröhlichen Erde und kann nun wachsen. Nach diesem Update und wenn der Rasen dann wieder in Schuss ist, fasse ich noch einmal alles zusammen und dann dürfte das gewesen sein.

    Da mir die Finger von letzter Woche aber noch weh tun, lasse ich es mir nicht nehmen, unseren Frühjahrsputz hier zu verewigen. Ich bin mächtig stolz und wir werden sehen, wie sich der Garten dieses Jahr noch entwickelt. Ein paar kleine Projekte stehen noch auf dem Zettel.

    Kräuterspirale

    Eigentlich hatten wir die schon letztes Jahr gekauft, sind jedoch nicht dazu gekommen, dass Teil aufzustellen. Ganz schön viel Geld für so wenig Hasendraht. Der Aufbau war so lala, gerade mit dieser unfassbar schlechten Aufbauanleitung. Die unbefüllte Schnecke wirkt eher ernüchternd und hässlich, Gott sei Dank hat sich das mit den Schroppen dann erledigt gehabt.

    vorher / nachher



    Grill / Feuerstelle

    Das Teil hatten wir schon seit letztem Jahr in Betrieb, allerdings ebenfalls noch nicht mit Steinen befüllt. Meiner Meinung nach ein sehr geniales Teil, gerade wenn man mit mehr als nur 4 Leuten grillt. Als Feuerstelle hervorragend. Bei der Feuerstelle und der Kräuterschnecke habe ich ein ca. 10cm hohes und verdichtetes Kiesfundament angelegt. Aufbauen; draufstellen; ausrichten; befüllen: Kohle marsch.

    vorher / nachher



    Apfelbaum

    Mein Lieblingsstück im Garten ist der Zierapfel, der vor 2 Jahren mit einer Höhe von 1,60m gepflanzt wurde und inzwischen schon ein dürrer Riese ist. Es sieht einfach fantastisch aus, wenn er in der Blüte steht. Da das allerdings nicht sehr lange ist, haben wir uns entschieden noch ein Beet drumherum anzulegen und weil ich nicht die nächste Kante von Hand schneiden möchte, gab es gleich noch eine Einfassung mit Betonsteinen. Im Gegensatz zu den Gabionen, wurden diese jedoch sauber betoniert.

    vorher / nachher



    Mulch everywhere

    Wir haben (für unsere Verhältnisse) eine sehr lange Reihe an Thujas, die um den Garten laufen und zwei kleine Ausläufer um unsere Parkplätze haben. Das man sich hier jedes Jahr erneut auf Knien durchrutschen muss, um das Unkraut zu zupfen ist nichts Neues mehr, dass wir jedoch alle zwei Jahre den alten Mulch entfernen und neuen aufbringen (vorwiegend wegen der Optik und auch um wieder alles zu füllen) macht jedoch viel Arbeit. Der Anblick entschädigt allerdings. 1050 Liter Mulch später ...



    Regentraufen / Waschkies tauschen

    Das war ein Umstand, der mich schon seit Anfang an geärgert hat. Bei einem Anthrazitfarbenem Haus hat man diesen billigen hellgrauen Waschkiesel in die Traufen gefüllt. Mit den Gabionen Stand dann jedoch fest, wir tauschen gleich alles. 1.8 Tonnen später war das letzte Woche auch geschafft. Wobei die größte Arbeit war, den alten Waschkies aus den Traufen zu schaufeln.

    vorher (siehe Traufe links) / nachher (komplett)



    Dies & das

    Neben dem Vertikutieren, ausrechen, Erde aufbringen, Rasensamen einrechen, platt walzen —*also alles für den Rasen. Haben wir auch gleich rund ums Haus neu eingetopft. Unsere 4 Jahre alten fuchsigen Büsche wurden kurzerhand neben unser Fundament gepflanzt. Die Rasenkanten wurden geschnitten, alle Terrassen- und Rasenkantensteine vom Gras befreit, etc. pp. — eine sehr arbeitsreiche Woche neigt sich dem Ende zu. Weiter geht es dann mit der Gartengarnitur — 12 Jahre Einflüsse wollen geschleift, gesäubert und lasiert werden ... es reisst eben nie ab :)



    Was jetzt noch fehlt? Ein wenig Zeit, damit die Nachsaat aufgehen kann, ein paar Schnitte und ein kühles Bier in der Sonne. Aber vorerst haben wir erst einmal fertig.


    Benjamin
     
    S

    Stevieboy

    Mitglied
    Mulch everywhere

    Wir haben (für unsere Verhältnisse) eine sehr lange Reihe an Thujas, die um den Garten laufen und zwei kleine Ausläufer um unsere Parkplätze haben. Das man sich hier jedes Jahr erneut auf Knien durchrutschen muss, um das Unkraut zu zupfen ist nichts Neues mehr, dass wir jedoch alle zwei Jahre den alten Mulch entfernen und neuen aufbringen (vorwiegend wegen der Optik und auch um wieder alles zu füllen) macht jedoch viel Arbeit. Der Anblick entschädigt allerdings. 1050 Liter Mulch später ...
    Benjamin
    Hi,
    auch wenn es nicht zum Thema Rasen gehört ein kleiner Tipp von mir zum Thema Mulch.
    Habe früher auch Rindenmulch verwendet und mich immer "geärgert" dass man das dann entweder "auffüllen" oder, je nach Alter, komplett austauschen muss, wenn es ansprechend aussehen soll. Habe letztes Jahr komplett auf Lavamulch umgestellt.
    Das hat mehrere Vorteile: u.a: Lava verrottet nicht (so wie Rindenmulch) und man muss es nicht auffüllen oder alle paar Jahre austauschen.
    Durch den Verrottungsprozess des Rindenmulch wird Stickstoff gebunden (Hauptnährstoff von Pflanzen) und kommt somit denen nicht mehr zugute ... da Lavalmulch nicht verrottet, bleibt dieser negative Effekt aus. Es gibt noch mehr Vorteile, aber ihr könnt ja selbst mal "googeln".

    Zu den Kosten: Nicht mehr viel teurer als Rindenmulch. Habe im März beim Naturbaustoffhändler ca. 500kg (bei der Körnung 8/16 ungefähr 420Liter) Lava gekauft, gerade mal 22,-€. Entweder mit Anhänger hinfahren oder den Kofferaum voll mit Baukübeln stellen, Sackware ist generell einfach zu teuer (egal ob Lava-, Rindemulch oder sonst irgendwas was man als Sackware im Baumarkt kaufen kann).

    Damit sich die Lava nicht mit dem "Mutter"-Boden vermischt, sollte man ein Trennvlies einbauen, dass gibt es auch für schmales Geld beim Naturbaustoffhändler. Der größte Vorteil für mich ist, dass man dauerhaft Ruhe hat und nichts mehr getauscht oder aufgefüllt werden muss. Falls Unkraut kommt, lässt sich das auch ganz einfach rauszupfen, wie beim Rindenmulch.

    ... Stefan
     

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    Alpenhoernchen

    Alpenhoernchen

    Mitglied
    Hi,
    auch wenn es nicht zum Thema Rasen gehört ein kleiner Tipp von mir zum Thema Mulch.
    Habe früher auch Rindenmulch verwendet und mich immer "geärgert" dass man das dann entweder "auffüllen" oder, je nach Alter, komplett austauschen muss, wenn es ansprechend aussehen soll. Habe letztes Jahr komplett auf Lavamulch umgestellt.
    Hey Stefan,

    vielen Dank - wertvoller Tipp. Werden wir beherzigen!
     
    Alpenhoernchen

    Alpenhoernchen

    Mitglied
    Wie versprochen folgt hier die letzte Rückmeldung. Vorab sage ich vielen Dank, für die Ratschläge und die Anteilname. Vielleicht hilft der Thread im nächsten Winter einigen, die das gleiche Schicksal ereilen wird. Ich habe jedenfalls kein Thema gefunden, in dem ein Rasen annähernd so aussah, wie der Meinige noch vor ein paar Wochen.

    --

    Was wurde seit dem letzten Post gemacht?
    Nichts — eigentlich. Bierchen getrunken und alle 2 Tage mit dem Mulchermäher über die Fläche gedüst. Das ist zu Beginn etwas arg gewöhnungsbedürftig, da man mehr Erde als Gras mäht.

    Ich denke, es könnte alles noch schneller gehen, leider spielen bei uns die Temperaturen noch nicht so wirklich mit. Viel zu oft in den letzten Wochen, hatten wir konstant unter 10° und Nachts noch weniger. Da wächst natürlich wenig bis nichts.

    Ein paar Stellen sind noch kahl, wobei das zum einen an der noch nicht dicht gewordenen Nachsaat liegt und zum anderen, dass Grass eben Zeit und pflege braucht. Ich bin guter Dinge, dass der Rest auch ohne irgendwelche Aktionen wieder zu einem geschlossenen Teppich wird.



    In diesem Sinne

    Benjamin
     
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    Alpenhoernchen

    Alpenhoernchen

    Mitglied
    Nach dem Winter kommt die nächste Rückmeldung :)

    Rindenmulch / Lavamulch

    Stefan hatte ja letztes Jahr noch den Tipp mit dem Lavamulch gegeben, den haben wir beherzigt. Also ging ich auf die Suche und musste feststellen, dass man im Allgäu gar nicht so leicht an Lavamulch kommt. Von 500 bis 1.000 Liter Gebinde habe ich Preise zwischen 35 und 68 Cent erhalten. Alles unterirdisch. Letztendlich bin ich bei Amazon über 1.000 Liter Lavamulch zu 22 Cent inkl. Lieferung im BigBag gestoßen.

    Wo wir mit 1.000 Liter Rindenmulch ganz locker unsere 168 Thuja abgedeckt haben, passt die Rechnung für Lavamulch leider gar nicht. Knapp 2.000 Liter sind es zum Schluss geworden. Vorab haben wir noch Unkrautfließ verlegt und hoffen, die Geschichte jetzt vorerst zum Ende gebracht zu haben.

    Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden.

    image.jpg image.jpg

    Rasenmähen im Winter

    Auch das wurde mir ja letztes Jahr hier empfohlen. Nicht auf die Nachbarn zu hören und sich nicht schämen, wenn man im Dezember aufgrund der milden Temperaturen noch einmal den Rasen mäht. Was soll ich sagen, genau das habe ich gemacht. Mitte Dezember bin ich das letzte mal vor die Türe gegangen und hab den Rasen gemäht, so dass beim Schneeeinbruch eine Länge von ca. 3-4cm gegeben war.

    Hat wunderbar funktioniert. Nach dem Schnee waren zwar ebenfalls einige braune Stellen im Rasen (gerade an den Stellen, wo der Schnee einfach länger liegen geblieben ist), im Grunde kam er jedoch schon im Frühjahr recht ordentlich um die Ecke.

    image.jpg

    Nicht vertikutieren ...

    Die letzten Jahre hatte ich Ende Mai immer einen fantastischen Rasen. Zuvor habe ich meine typischen Aktionen abgearbeitet: Vertikutieren, nachsäen, düngen, mähen.

    Da ging bei vielen der Blutdruck hoch: „So viel vertikutieren sei nicht nötig ...”. Gut. Dieses Jahr probiere ich es ohne den Vertikutierer und ich bin gespannt. Der Rasen hat eine wesentlich bessere Ausgangslage als im letzten und vorletzten Jahr (nach dem Winter).

    Was mich ein wenig zwickt: wie kommen denn ohne den Vertikutierer die tief liegenden abgestorbenen Gräser aus dem Rasen? Aufrechen und mähen habe ich probiert, dass hilft so gut wie gar nicht. Verrotten die? Und wenn ja, in welcher Geschwindigkeit?

    Ebenfalls komisch, ich habe trotz korrekter Düngung (Empfehlung +10%) massive Flecken im Rasen (dunkelgrün, hellgrün). An einigen Stellen scheint es anderes Gras zu sein, dass merkt man vor allen Dingen daran, dass an diesen Stellen extrem viele Gräser sehr dicht stehen.

    image.jpg

    Rosen, Zierapfel, Projekte 2016

    Der zweite Zierapfel soll dieses Jahr kommen, eine Terrassenabdeckung, ein Geräteschuppen, der Ausbau der Feuerstelle, ein neues Blumenmeer und und und. Den Anfang machen die Rosen ... Gott, wer hätte gedacht, dass ich mit 32 mal Rosen pflanzen werde ... Kletterrosen, sollen an den Hoizen hoch wachsen. Ich bin gespannt.

    image.jpg

    Ich wünsche euch einen geilen Start in die laufende Saison und freue mich viele nützliche Dinge zu lesen :)

    Benjamin
     
    F

    florianz

    Mitglied
    Das helle und dunke Gras werden Ungräser sein, poa annua, trivialis und co. Oder der Dünger greift noch nicht überall gleich.
    Wenn dem so ist, wirst du die schwer raus bekommen; ich hab heute einiges aus meinem Rasen bekommen, mit dem Vertikutierer, mit Weedex hab ich einige Stellen schwächen können, damit die beim Vertikutieren rausgehen.
    Respekt, wahnsinnig viel Arbeit machst du dir da. Die Rasenkante und der Lavasplitt an der Hecke sieht echt gut aus, da sind wir meilenweit davon entfernt...
     
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