Rasen nach Winter nachsäen und pflegen

R

Raserei

Neuling
Liebe Gartenexperten,

Ich habe vor kurzem eine kleine Wohnung gemietet mit einem Garten, der leider in sehr schlechtem Zustand ist. Ich weiß auch nicht, ob ich in der Wohnung ein Jahr bleiben werde oder vielleicht doch zehn, und suche jetzt nach einer sinnvollen Vorgangsweise, wie ich den Garten auf Vordermann bringen kann. Vermeiden möchte ich, dass ich enorm viel Zeit und auch Geld investiere und dann nach einem Jahr wieder weg bin - allerdings möchte ich in der anderen Variante auch nicht zehn Jahre mit einem Acker leben, nur weil ich bei meinem Einzug nicht getan habe was getan werden musste. Vielleicht gibt es hier ja auch einen guten Kompromiss?

Wenn ich wüsste, dass ich den Garten über viele Jahre nutzen werde, würde ich mir wahrscheinlich eine motorisierte Bodenhacke besorgen, ordentlich aussäen und hinterher mit einer großen Walze drübergehen (die ich ebenfalls nicht besitze). Dazu gibt es ja auch die eine oder andere Anleitung im Internet. Zwei Fragen beschäftigen mich daran:

- Gibt es auch eine Light-Variante, bei der man ohne viel Aufwand eine merkliche Verbesserung erzielen kann? (So wie: Einfach eine Packung Grassamen kaufen und im Garten verteilen?)
- Würde denn zumindest die Variante mit der Bodenhacke und der Walze zuverlässig funktionieren, oder müsste ich mich erstmal mit der Frage auseinandersetzen, warum die Wiese in einem derart bescheidenen Zustand ist? Man kennt ja auch andere vernachlässigte Grünflächen, bei denen die Gräser nur so sprießen, das scheint hier aber überhaupt nicht der Fall zu sein. Der Baumschatten ist wohl nicht hilfreich, und vielleicht haben die Hunde des Vorbesitzers auch zu oft in den Garten gemacht, aber selbst das scheint mir keine befriedigende Erklärung für den Zustand zu sein.

Für Tipps, Anregungen und Erfahrungen wäre ich überaus dankbar!
 

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  • F

    feiveline

    Foren-Urgestein
    Ich würde mir einen Vertikutierer besorgen (kann man im Baumarkt ausleihen), längs und quer vertikutieren, Starterdünger und einen guten Rasensamen ausbringen, anwalzen und durchgehend feucht halten.

    Ab dann die ganz normale Rasenpflege... einmal die Woche mähen, alle sechs Wochen düngen und regelmäßig wässern.

    Für weniger Aufwand auf das vertikutieren verzichten und die Fläche (über welche Größe reden wir?) mit einer Harke aufrauhen und drübersäen.

    Pflege dann genauso.


    Ansonsten hier lesen
    Was ist wichtig bei Fragen zu Problemen mit Rasen? - Hausgarten.net da ist auch alles genau beschrieben...
     
    00Moni00

    00Moni00

    Foren-Urgestein
    Du kannst die Fläche abrechen mit ein Laubbesen, da bekommts du das trockenen dürre Zeug raus aus der Fläche - mit den Eisenrechen reißt man leider auch oft das Gras aus..
    Dann kaufst ein Sackerl Rasensamen - streust den aus und guten Rasendünger drüber.
    Wenn es dann noch regnet wär das optimal. :)
     
    Frau B aus C

    Frau B aus C

    Mitglied
    Ja, Moni auch Dein Vorschlag kann zum Ziel führen. Es ist in diesem Fall die preiswerteste und am wenigsten aufwändigste Variante und führt auch zum Ziel.
     
  • Opitzel

    Opitzel

    Foren-Urgestein
    Mein guter, meinen Mähroboter pflegender Händler riet mir zu wenigstens 3 -4 Sommerdüngungen und fortlaufenden Graszwischensaaten, obwohl die Graspartikelchen in meinem Fall ja als Mulch auf der Wiese verbleiben. Dazu kommt dann auch noch der Herbstdünger.
    Aus seiner Erfahrung heraus befürchtet er keine Überdüngung. Nur bei Kalkgaben riet er zur vorherigen pH- Wertmessung.
     
  • Wasserlinse

    Wasserlinse

    Moderator
    Mitarbeiter
    Unter dem Baum kannst du ja auch ein Beet mit schattenliebenden Pflanzen anlegen, wenn du diesen Aufwand nicht scheust. Es gibt durchaus einige Stauden oder sonstige Pflänzchen, die nicht viel Pflege bedürfen.

    Dein Rasen wurde schlicht nicht ordentlich gepflegten auch nicht gedüngt. Beherzige die oben genannten Tipps, das sollte reichen, ohne dass du fräsen musst.
     
  • R

    Raserei

    Neuling
    Danke für die netten Antworten. Vor allem die Tipps am preiswerten Ende helfen mir schon mal weiter. Falls ich mich doch für mehr Aufwand entscheiden sollte - was ist eigentlich der praktische Unterschied zwischen einem Vertikutierer und einer Gartenhacke? Logisch denke ich mir, wenn der Rasen weitgehend intakt ist, würde man mit einer motorisierten Gartenhacke mehr zerstören als retten. Aber wäre das nicht in diesem Fall das Gerät der Wahl?

    Die Fläche selbst sind nur 100m2. Wenn ich die Wohnung aufgebe wird die neue Bleibe aber möglicherweise auch einen Garten haben, insofern scheue ich mehr den Arbeitsaufwand (der geht bei Auszug unwiederbringlich verloren) und weniger die Anschaffung eines Geräts (das könnte ich ja mitnehmen).
     
    Opitzel

    Opitzel

    Foren-Urgestein
    Bei Deinen nur 100 m2 gibst Du für die teuren Geräte nur unnötig Geld aus.
    Du lebst sehr viel günstiger und vor allem gesünder:D mit den traditionellen Handgeräten, die bei kleinen Flächen eindeutig im Vorteil sind.
    Ich halte sehr viel vom Dezimieren der Weißkleenester mittels des uralten Eisenrechens. Diese würden mit motorisch betriebenen Geräten eher noch verbreitet.
    Vom Vertikutieren bin ich ganz abgekommen, denn dies ist nur in speziellen Wiesenbereichen überhaupt nötig und verbreitet rankende Unkräuter zusätzlich.
    Den Vorteil haben nur die Händler. Meinem Händler rechne ich es zu seiner Ehre an, dass er mir von der Anschaffung abgeraten hat.
    Die Motorhacke dient eher der Bodenbearbeitung in einer definierten Tiefe. Das ist bei Deiner speziellen Situation ganz bestimmt nicht notwendig.
    Dein "ökonomisches Rechnen" ist ganz sicher von Vorteil!!
     
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