Rasen renovieren - worauf achten bei Rasensamen und Dünger?

  • Ersteller des Themas Sperling001
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S

Sperling001

Neuling
Hallo,
wir haben eine kleine Rasenfläche hinter dem Haus (ca 100 qm). Da der Rasen unansehnlich geworden ist mit vielen gelblichen Stellen, Lücken, Moos und Löwenzähnen, wollen wir ihn vertikutieren und neu aussäen. Bei der Wahl von Rasensamen und Dünger sind wir aber unsicher:
Rasensamen: Der Rasen ist überwiegend sonnig und wird von kleinen Kindern zum Spielen benutzt, sollte also was aushalten können. Liegen wir hier richtig, wenn man einen Sport- und Spielrasen eines Markenherstellers nimmt? Oder sollte man einen Strapazierrasen nehmen?
Dünger: Dies ist für uns das größte Problem: Mineralisch oder Organisch? Wegen der Kinder sollte er möglichst ungiftig sein, wobei die Kinder die Saatfläche ja sowieso erst mal für einige Zeit nicht betreten sollten. Soweit ich mich informiert habe, sind organische Dünger eher ungiftig, mineralische düngen aber effektiver. Bin etwas ratlos. Tendiere zu einem Organischen (N*dorff) mit NPK 8-3-5. Habt Ihr Ratschläge für mich?

Herzlichen Dank & LG
Sperling001
 
  • Wasserlinse

    Wasserlinse

    Moderator
    Mitarbeiter
    Wenn du den Rasen sowieso neu anlegen willst, solltest du ihn nicht vertikutieren, sonst hast du all die Beikräuter doppelt und mehrfach in der Erde, aber keinen Rasen mehr. Dann lieber den alten Rasen abschälen, die oberste Schicht abführen und eine Ersatzlieferung Mutterboden kommen lassen. Oder die alte Schicht zuunterst umgekehrt auf den Boden legen und darüber neue Erde schütten.

    Oder den jetzigen Rasen gründlich pflegen, unerwünschte Beikräuter ausstechen, düngen und wenn du viele Lücken hast, eine Nachsaat ausbringen.

    Ja, organischer Dünger ist ungiftig, wirkt aber verzögert, weil er meist erst von den Lebenwesen im Boden verarbeitet und gelöst werden muss. In deinem Fall aber das richtige, da dein Boden schon voll Lebewesen sein dürfte.

    Mineralischer Dünger wirkt sofort, versalzt den Boden aber auf lange Sicht hinaus.

    In der Regel düngt man im Frühjahr mineralisch, weil die Lebewesen im Boden noch nicht ganz so munter sind. Danach alle 4 - 6 Wochen organisch. Im Herbst dann einen Kaliumbetonten Herbstdünger, um den Rasen gut über den Winter zu bringen.
     
    S

    Sperling001

    Neuling
    Hallo,

    vielen Dank für die schnelle Antwort. Das mit dem Mutterboden erscheint plausibel, hört sich aber auch ziemlich aufwendig (und kostenintensiv?) an.

    Ich habe inzwischen in dem Forum etwas herumgelesen und häufiger den Hinweis gelesen, dass Vertikutieren dazu beiträgt, die Unkräuter zu verteilen. Das wusste ich gar nicht. Müsste der Boden aber nicht irgendwie aufgelockert werden? Der Boden ist sehr fest bei uns. Letztes Jahr hatten wir mal Bodenaktivator aufgetragen und danach eine Neusaat ausgebracht, da ist aber fast nichts aufgegangen. Vielleicht war es auch zu heiß...

    Wäre der richtige Weg dann: Unkraut stechen - zunächst Bodenaktivator (?) - dann Neuaussaat und düngen?

    Gedüngt haben wir in den letzten 2 Jahren nicht (wahrscheinlich ein großer Fehler) und vermutlich wurde auch zuvor nicht viel gedüngt...

    Danke!

    Viele Grüße
    Sperling001
     
    P

    Platero

    Mitglied
    Der "richtige" Weg wäre meiner Meinung nach, den Rasen umzugraben, die Soden umzudrehen (also den alten Rasen Spatentief versenken) und über den Winter brach liegen zu lassen. Im darauf folgenden Frühjahr die vom Frost zerbröselten Schollen abjäten, einebnen, und komplett neu ansäen.
    Bei 100 qm ist das machbar, auch ohne Maschineneinsatz.
    Nachteil wäre, ihr müsstet euch diesen Sommer mit dem ist-Zustand arrangieren und die Fläche wäre über den Winter kaum betretbar. Oder nur mit Gummistiefeln.
    Bei der Gelegenheit kann auch gleich ne ordentliche Fuhre Sand mit eingebracht werden, das macht dem zukünftigen Neu-Rasen das Leben leichter.
     
  • Wasserlinse

    Wasserlinse

    Moderator
    Mitarbeiter
    Eine "Light-Version" vom Auflockern des Bodens wäre auch mit einer Mistgabel überall regelmässig Löcher in den Boden machen und Sand darin verteilen. Dann dauert es allerdings länger, bis der Boden aufgelockert ist.

    Zu deiner Frage: Unkraut stechen - Rasen belüften (eine Lüfterwalze mieten) - Löcher machen - sanden und Boden-Aktivator ausbringen - organisch düngen und Rasen säen.

    Bei einer Neusaat kannst du den Boden mit einer Bodenfräse (auch mieten) gründlich auflockern, danach zwei, drei Eochen ruhen lassen und auflaufende Unkräuter zupfen, währenddessen Bodenaktivator ausbringen, dann starterdünger und Rasensaat.

    Danach alle 4 - 6 Wochen düngen.
     
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