Rasen sprengen: Wie lange & wann

  • Ersteller des Themas maxim84
  • Erstellungsdatum
M

maxim84

Neuling
Hallo,

ich habe schon viel gelesen, dass wenn Rasen sprengen dann lieber seltener aber richtig.

Wie ist denn eure Erfahrung? Am WE sagt er bei uns bis 32°C an. Wie lange ca., wann uns in welchen Abständen (Tage) sollte man den Rasensprenger laufen lassen damit es effektiv ist?

Vielen Dank!
Viele Grüße
 
  • M

    mikaa

    Guest
    wann und wie lange der Rasen bewässert werden muss / sollte , ist nicht abhängig ob nun 30° oder 25 ° angesagt werden , sondern von der Trockenheit des Bodens.
    Wenn es über einen längeren Zeitraum wirklich schön warm und trocken war, dann kann man darüber nachdenken.
     
    Zwiebelchen

    Zwiebelchen

    Mitglied
    Grundsätzlich ist es besser den Rasen weniger häufig aber dafür tüchtig zu wässern statt jeden Tag nur ein bisschen.
     
    M

    maxim84

    Neuling
    Die Frage ist, wie lang ich den Sprenger in etwa laufen lassen muss (Boden ist lehmig). 2 Std? Oder mehr oder weniger? Nur so in etwa?

    Lieben Dank!
     
  • M

    mikaa

    Guest
    1 Std , 2 Std , 3 Std es kommt darauf an wieviel Wasserdurchsatz dein Rasensprenger hat.

    Es gibt keine exakten Richtwerte.
    Ich würde jetzt sagen in längeren Trockenphasen einmal pro Woche in den Abendstunden soviel wässern das der Boden 15cm tief durchfeuchtet ist . Da sich Lehmboden anders verhällt als Sandboden sind da Literangaben p.m² nur geschätzt. ...10 bis 25 L p. m²
     
  • P

    Pflanzbert

    Foren-Urgestein
    ich habe schon viel gelesen, dass wenn Rasen sprengen dann lieber seltener aber richtig.
    Ja das stimmt. Da das Sprengen mit Wasser schon beantwortet wurde, möchte ich noch kurz auf die zweite Möglichkeit eingehen, das Sprengen mit Dynamit.

    Auch hier gilt: Zu häufiges Sprengen sollte vermieden werden, es stört die Nachbarn, und kann Fensterscheiben wiederholt zum Bersten bringen, was die Kosten in die Höhe treibt.

    Ich empfehle im Frühjahr zu sprengen, und zwar richtig, mit mindestens 5 Stangen Dynamit. Das gibt einen schönen Krater, der den Sommer über hält, und nur langsam wieder zuwächst. Mit etwas Glück bildet sich unten im Krater sogar ein Feuchtbiotop, das dann vom Naturschutzbund als schützenswertes Reservat eingestuft wird, so dass man weiterer Gartenarbeit enthoben wird, weil das Reservat nicht durch menschliche Aktivität gefärdert werden darf.

    Bei einer einmaligen Sprengung kann man eventuell auch die Versicherung überzeugen, die Fenterscheiben zu ersetzen - man gibt dann einfach vor, ganz ahnungslos an die Sache herangegangen zu sein und gibt es als einmaligen missglückten Versuch einer Maulwurfsaustreibung an.

    PS: Tut mir leid, aber die Vorlage für den Wortwitz mit dem Sprengen war zu schön :)
     
    00Moni00

    00Moni00

    Foren-Urgestein
    maxim,
    ist es ein neu ausgesäter Rasen?Dann sollte man bei diesen Temperaturen schon 2x am Tag wässern.
    Eine halbe bis eine Stunde kanns schon sein.
    Ist es ein älterer Rasen,der hält schon länger ohne Wasser aus.Ein ordentlicher Regen und er wird wieder.
    Hast du einen "Golf-Rasen" dann schaut das wieder anders aus,dann solltest du 2-3 mal am Tag wässern,3x die Woche mähen usw.
    Wie du siehst,ist diese Frage abhängig von vielen Faktoren.....
     
    R

    Rentner

    Guest
    Damit es nicht so staubt, wenn man mit dem Wilson Staff C-100 Eisen den Untergrund umpflügt.
     
  • Rasenmaster

    Rasenmaster

    Mitglied
    Empfehlung für eine Bewässerungsstrategie

    Wie häufig und mit wie viel Wasser man seinen Rasen bewässern muss, lässt sich so pauschal nicht beantworten. Um eine ausreichende und kostenoptimierte Beregnung gewährleisten zu können, braucht es vorab ein wenig „Grundlagenforschung“. Der Einsatz lohnt in jedem Falle, schließlich können sich die monatlichen Verbrauchswerte in einem Umfang von 12,5 bis 25 Kubikmeter Wasser für eine 250 qm große Rasenfläche bewegen. Im professionellen Bereich nimmt das Thema Bewässerung und Wasserverbrauch eine noch viel größere Dimension ein. So zum Beispiel kalkulieren Golfplätze mit einer jährlichen Bewässerungsmenge von 800 Liter (!) pro Quadratmeter.

    Ganz so intensiv muss es für daheim dann schließlich doch nicht sein. Doch wie kann ich am besten Wasser sparen und mich gleichzeitig über ein stetig sattes Grün freuen? Spätestens hier beginnt dann die „Grundlagenforschung“ und so geht’s.

    Der Abfluss
    Fünf Tage nach einer intensiven Regenperiode sollte man eine Spatenprobe an seinem Rasen durchführen. Einfach ein mindestens 20 cm tiefes Stück Grasnarbe lösen und wie folgt analysieren:
    1. Was für einen Boden habe ich eigentlich? (lehmig, sandig oder wie gemischt)
    2. Wie tief wurzelt mein Gras? (optimalerweise 12 – 15 cm)
    3. Wie tief ist die Eindringtiefe des Wassers nach der Regenperiode?

    Ist die Grasnabe in einer Tiefe von 15 cm noch feucht und reichen die Wurzeln des Grases auch bis dorthin, ist eine Bewässerung aller 6 bis 7 Tage völlig ausreichend. Dann sollte aber ordentlich bewässert werden. So um die 10 bis 20 Liter/qm pro Wässerungsgang. Da kommen dann schon mal fix bis zu 5 Kubikmeter Wasser zusammen!

    Der Zufluss
    Um die notwenige Wassermenge bestimmen zu können, sollte man einen Bewässerungsgang mit einem Mittelwert von 15 Liter pro Quadratmeter durchführen. Die Beregnungszeit für diesen Bewässerungsgang stellt man folgendermaßen fest:
    Hat man keinen speziellen Außenwasseranschluss mit Zähler, dann einfach den mobilen Regner in einen 10 Liter Eimer halten und die Zeit stoppen, wie lange der Regner benötigt, bis der Eimer voll ist. Mit diesem Wert die Dauer der Beregnung ermitteln.
    Besitzer einer installierten Beregungsanlage haben in fast allen Fällen einen separaten Wasseranschluss mit einem entsprechenden Außenwasserzähler. Hier vereinfacht sich die Sache durch bloßes Ablesen.

    Eine halbe Stunde nach der erfolgten Bewässerung sollte man die Spatenprobe wiederholen, um festzustellen, wie tief das Wasser in die Bodenschicht vorgedrungen ist. Ist die Narbe bis zu einer Tiefe von 15 cm gut durchfeuchtet, ist die verwendete Wassermenge mehr als ausreichend.

    Welche Böden wie viel Wasser benötigen und bei welchen Temperaturen man wie häufig Beregnen soll, ist am besten hier unter diesem Link beschrieben:

    http://www.rasengesellschaft.de/content/rasenthema/2001/07_2001.pdf

    Meiner Meinung nach, die beste Zusammenfassung, die man im Internet weit und breit zu diesem Thema finden kann.

    Das Fein-Tuning
    Natürlich ist eine Beregnungsstrategie nicht nur vom Boden, der Wurzeltiefe und Wassermenge abhängig. Ebenso gilt zu berücksichtigen, ob sich der Rasen an einem windigen oder sonnigen Ort befindet, sind noch andere Pflanzen (Bäume und Sträucher) in seinem Umfeld und auf welche Länge wird er vom Besitzer geschnitten – all das sind Faktoren, die Einfluss auf die Bewässerung haben. Deswegen sollte man schlussendlich seinen Rasen mal ein bisschen wassertechnisch aushungern (Keine Bange kann nichts passieren. Sollte er Trockenschäden aufweisen, dann wird er sich nach einer gründlichen Wässerung wieder bestens erholen, denn es zeigen nur die Blätter Trockenschäden, nicht die Wurzeln) und erst dann wässern, wenn die Blätter leicht welk werden und das gesamte Rasenbild einen leichten grauen Stich annimmt.
    Führt man dieses Prozedere streng vor jedem Wassergang durch, wird sich das Wurzelwerk des Grases nach unten orientieren und auch noch Wasser aus den tieferen Bodenschichten bergen. Der Geldbeutel wird so geschont, der Rasen bleibt auch im Hochsommer länger ansehbar und das Ungrass Poa anua hat es ebenso schwer, sich auf dem Grün auszubreiten – eine Win-Win-Situation für den Besitzer und seinem Rasen.

    Gruss der Rasenmaster
     
    Zuletzt bearbeitet:
    M

    maxim84

    Neuling
    Ganz lieben Dank für die ausführliche Antwort! Wirklich super.
    Ich habe mal ausgerechnet, wenn ich pro qm pro Monat 50 Liter gieße, dann wären das ca. 40 Std. Rasensprenkler laufen lassen.... Ach du meine Güte, ich hab noch nie jemaden gesehen der das Ding 10 Std. am Stück laufen lässt....

    Ich frage mich nur ob die ganzen braunen halme in meinem Rasen vom wenig gießen kommen... Ich sprenkle so in der Regel wenn es nicht regnet alle 2 Tage 2 Stunden (es sind ca 100 qm rasen). Der Rasen hat nämlich auch keine verbrannten Stellen, nur unwahrscheinlich viele braune Halme zwischen drin und dieses furchtbare Gras welches blüht (das kommt glaub ich noch von der ursprünglichen Saat mit welche der Vermieter den Rasen angesäht hat).

    Bzgl. de Methode Rasen autrocknen lassen, habe ich Angst. Unser Nachbar hat jetzt max mal alle 3 Tage 10 Minuten gesprenkelt und der Rasen ist nur noch eine einzig braune Fläche....
     
    Zwiebelchen

    Zwiebelchen

    Mitglied
    Ich habe mir jetzt nicht nochmal alles durchgelesen, aber wie oft hast du denn gedüngt dieses Jahr?
     
    M

    maxim84

    Neuling
    2 mal zzgl bodenaktivator
     
    S

    Schraube

    Mitglied
    ...Ich habe mal ausgerechnet, wenn ich pro qm pro Monat 50 Liter gieße, dann wären das ca. 40 Std. Rasensprenkler laufen lassen.... Ach du meine Güte, ich hab noch nie jemaden gesehen der das Ding 10 Std. am Stück laufen lässt...
    Du sollst dich in erster Linie nach Liter/m² beim Rasen beregnen richten und nicht nach der Zeit! Erst wenn du weißt wie lange es mit deinem Beregnungssystem dauert um das dann deine Rasenfläche(n) auch wirklich mit so mindestens 10 Liter/m² 'versorgt' sind, erst dann hast du die benötigte Zeit! Ist doch logisch, oder? ;)

    ...Ich frage mich nur ob die ganzen braunen halme in meinem Rasen vom wenig gießen kommen... Ich sprenkle so in der Regel wenn es nicht regnet alle 2 Tage 2 Stunden...
    ...und zu welcher Tageszeit beregnest du deinen Rasen?
     
    M

    maxim84

    Neuling
    :eek:Schon klar, ich hab's runtergerechnet. Umgerechnet wären da mind. 10 stunden pro Woche regner laufen lassen...
    Ich bewässer meistens von 5:30-7:30 morgens.

    Anbei mal ein Foto vom dem Grauen


     
    S

    Schraube

    Mitglied
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