Rasenbewässerung: Verständnisfragen

M

Miss T

Neuling
Ich plane zur Zeit eine Bewässerung für unseren Garten. Ich hatte bereits einen Planer von Rainbird im Haus, mit dem es aber nicht gepasst hat und mit dem ich nicht weiter zusammenarbeiten möchte. Ich nehme das, was er geplant hat, aber mal als Ausgangsbasis für meine Planungen. Dabei haben sich ein paar Fragen ergeben, das ich nicht wirklich verstehe oder mangels Erfahrung nicht richtig einschätzen kann:

1. Wenn man sich im Internet in die Materie einließt, dann findet man Beregnungsbeispiele von rechteckigen Rasenflächen. Bei diesen sind die Regner an beiden Längsseiten verteilt, sodass sich nebeneinander erreichen/überlappen. Der Sinn davon ist mir klar: Rund um die Regner gibt es einen Bereich, der sonst nicht bewässert wird. Wenn ich auf einer Seite aber eine Steinmauer o. a. habe, bei dem es egal ist wenn es nass wird, kann ich mir die Regner auf dieser Seite sparen, oder? So hat es nämlich der Planer bei mir eingezeichnet, und ich bin mir nämlich nicht sicher, ob das so seine Richigkeit hat.

2. Bei den Überlappungen der beregneten Flächen gibt es Bereiche, die von 2, 3 oder noch mehr Regnern bewässert werden. Zugleich gibt es aber Flächen, die nur von einem Regner bewässert werden. Spielt das eigentlich gar keine Rolle, dass entsprechend sehr unterschiedliche Wassermengen auf der Rasenfläche ausgebracht werden? Woran orientiert man sich da überhaupt hinsichtlich der gewünschten Wassermenge pro m2?

3. Wir werden (später) auch Beete mit Stauden und Sichtschutzhecken machen, die eine geschwungenen, unregelmäßigen Verlauf haben sollen. Kann man hier die Rasenregner etwas in die Beete reinregnen lassen oder treten dann bestimmte Probleme auf? Was wäre hier die Alternative?
 
  • G

    GärtnerImitator

    Mitglied
    1. Die Wasserverteilung der Regner ist nicht gleichmäßig und durch Überlappung wird dies bestmöglich ausgeglichen. Vielleicht kannst du den Plan deiner Anlage einfach mal hochladen, dann wäre es einfacher die Frage mit der Steinmauer zu beantworten.

    2. Klingt erstmal ungewollt, aber vielleicht kann man das besser erkennen oder beurteilen, wenn du den Plan mal zeigst. An heißen Sommertagen verbraucht der Rasen bis zu 5l pro m² täglich, dieses Defizit sollte durch die Beregnung ausgeglichen werden. ;)

    3. Ich nehme an du würdest die Beete auch ohne Beregnungsanlage irgendwie gießen. Sehe ich erstmal kein Problem.
     
    M

    MyManu

    Mitglied
    Grundsätzlich musst du solange beregnen bis jeder Punkt min. 15l pro m2 abbekommen hat. Wenn du nun weniger Überlappungen hast, läuft deine Bewesserung dementsprechend länger. Dazu musst du auch jede Zone extra auslitern.

    Jetzt gibt es aber auch Stellen an diese kaum bis wenig Sonnenlicht hin kommt, diese Stellen brauchen eventuell weniger Wasser, da sie immer recht feucht sind. Bei Flächen mit starker Sonneneinstrahlung hingegen reichen eventuell diese 15l pro m2 gar nicht aus.
    Es kann sein, dass dein Planer im Schattenbereich deshalb weniger Regner angebracht hat?
    Für eine ideale Bewässerung würde ich empfehlen die Zonen auch nach Sonneneinstrahlung einzuteilen.

    Natürlich kann man die Bewässerung auch über Beete laufen lassen, dass hängt aber von der Bepflanzung ab, den Rosen sind glaub nicht begeistert davon.
     
    T

    top_gun_de

    Mitglied
    Die 15l/qm sind eine Faustregel für Boden mit guter Wasserspeicherfähigkeit, d.h. mit viel Lehm- oder Tonanteil. Ein Boden der überwiegend aus Sand besteht, nimmt in der Regel nur 10l/qm auf.

    Zum Thema "Gegenregner einsparen": Das wird nicht zu einer gleichmäßigen Verteilung führen. Ein Getrieberegner bewässert ja immer einen Kreis oder ein "Tortenstück". Der äußere Bereich bekommt dabei zwangsläufig weniger Wasser als der Innenbereich. Sieht am Stahl anders aus, ist aber so. Die Gleichmäßigkeit in der Verteilung entsteht dadurch, dass am Ende des Kreises der Nachbar steht und in der gleichen Weise zurückspritzt: Viel in seinem Nahbereich, wenig in seinem Fernbereich.

    Deshalb baut man Regner immer im Quadratformation oder in Form eines gleichseitigen Dreieckes auf. Die Dreiecksform ist eher selten auf kleinen Hausgrundstücken.

    Man beginnt in den Ecken der Grundstücksfläche und richtet Viertelkreise nach innen. Wenn die sich von der Reichweite her noch nicht erreichen, setzt man im Abstand der Wurfweite weitere Halbkreisregner an die Seiten. Die angefangenen Quadrate werden ggfs. in der Rasenmitte durch Vollkreisregner ergänzt.
     
  • Top Bottom