Rasenneuanlage mit viel Unkraut - was tun?

S

sirmutzel

Neuling
Hallo zusammen
Habe in der letzten Augustwoche das erste mal nach 15 Jahren unseren Rasen vertikutiert. Insgesamt sind dies ca. 120qm. Dementsprechend hatte der Vertikutierer auch eine Menge zu tun. Vor dem Vertikutieren wurde der Rasen gedüngt.


Der Rasen war danach ziemlich kahl und hatte nur noch an einigen Stellen grünen Rasen. An den kahlen Stellen habe ich die Erde mit einem Rechen aufgelockert und Rasensamen mit einem Streuwagen in zwei Richtungen ausgebracht. Danach etwas angedrückt und regelmässig gewässert. Aussaatdatum war der 14. September.


Nun ist es zwei Wochen her und der Rasen keimt lückenhaft.
Zudem hat der Rasen sehr viel Unkraut, welches die kahlen Stellen in Beschlag nimmt.






Könnt ihr mir sagen was die optimalen nächsten Schritte sind?


Herzliche Grüsse
 

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  • Marmande

    Marmande

    Foren-Urgestein
    Würde noch etwas nachsäen, weiter wässern und im nächsten Jahr mal mit Rasenunkrautvernichter spritzen. Dieses Jahr überlebt es das neue Gras nur schlecht. Willkommen hier im Forum.
     
    S

    sirmutzel

    Neuling
    Danke für die Antwort.
    Ist denn bei diesen Temperaturen noch gut zum säen?
    Wie sollte ich das machen? In die kahlen Stellen und über das Unkraut nachsäen?
     
    Marmande

    Marmande

    Foren-Urgestein
    Würde den Boden leicht mit dem Rechen aufrauen und direkt nachsäen.
     
  • F

    feiveline

    Foren-Urgestein
    Wenn Du erst vor acht Tagen gesät hast, musst Du noch ein bisschen Geduld haben... und weiter darauf achten, dass die Saat nie austrocknet!

    Und nicht so viel auf die Wildkräuter geben, die sind immer schneller als die Rasensaat. Bei denen, da sie meist einjährig sind, reicht es sie am aussamen zu hindern, das heißt zeitig runterzumähen. Später haben sie bei einer dichten Grasnarbe eh kaum noch Chancen.

    Leider lese ich nirgends etwss von Düngung, weder dass Du die Fläche vorher regelmäßig gedüngt hast (dann hätte sie wahrscheinlich auch nicht so schlimm ausgesehen), noch (viel schlimmer) dass Du jetzt mit der Neusaat einen Starterdünger mit eingearbeitet hast.
    Das solltest Du auf jeden Fall nachholen und dann Ende Oktober einen kaliumbetonten Herbstdünger ausbringen.

    Wenn Du dann nächstes Jahr noch regelmäßig düngst und mähst, kannst (und solltest) Du Dir nächstes Jahr auch die Chemiekeule sparen...
     
  • Konstanze

    Konstanze

    Mitglied
    Und nicht so viel auf die Wildkräuter geben, die sind immer schneller als die Rasensaat. Bei denen, da sie meist einjährig sind, reicht es sie am aussamen zu hindern, das heißt zeitig runterzumähen.
    Auf den Bildern meine ich zumindest eine kleine Sorte Klee, Gänseblümchen und jede Menge Gundermann zu erkennen.
    Das sind alles ausdauernde, winterfeste Arten, die sich kaum durch Aussaat vermehren, sondern durch den Boden kriechen und Ausläufer bilden. Der Gundermann ewig lange, dünne, die dann kreuz & quer wachsen, die Gänseblumen dafür dicke und fest verwurzelte.
    Und grade die Gänseblümchen haben dann in null komma nix ein richtiges Polster gebildet, zwischen dem ein Grashälmchen gar keine Chance mehr hat zu wachsen.
    Ist alles nix schlimmes - aber da nützt mähen nicht. Zumal bei Neuaussaat ja erst mal eine Weile gar nicht gemäht werden kann.
    Wenn mann die nicht haben möchte, muss man sie ausstechen / zupfen.

    :cool:
     
  • O

    Orlaya

    Mitglied
    Hallo sirmutzel,

    oh je, das schaut nicht so dolle aus. Aber die Aus-/Nachsaat liegt ja noch nicht so lange zurück. Da wird einiges an Rasensamen einfach noch nicht gekeimt haben.

    Weiß ja nicht so recht, ob es gut war hier nur nachzusäen, eventuell wäre eine echte Neuanlage sinnvoller gewesen. Konstanze hat das nämlich ganz richtig erkannt, du hast in erster Linie die typischen mehrjährigen Rasenunkräuter (und die waren sicherlich schon vor dem Nachsäen vorhanden). Durch das Vertikutieren sind sie eher noch verteilt bzw. vermehrt worden.

    Du frägst nach den richtigen Schritten: Nunja, der Herbst kommt und viel kann man deshalb eh nicht mehr machen. Also weiterhhin die Fläche feucht halten, damit die Rasensamen vollends keimen und wachsen können. Je nachdem, wie es bei dir mit den Temperaturen aussieht, in zwei bis vier Wochen Herbstrasendünger ausbringen. Mähen bei Bedarf. Und dann einfach mal den Winter abwarten. Im Frühjahr relativ zeitig (z.B. Ende März oder Anfang April) den ersten Rasendünger ausbringen (ganz normalen Rasendünger mit viel Stickstoff, ob mineralisch oder organisch, da würde ich keine Wissenschaft draus machen, Hauptsache Futter für den Rasen). Und dann guckst du dir das Ergebnis Anfang Mai an, falls du gar nicht zufrieden bist, dann machste nochmal Fotos und wir können dann ja nochmal zusammen drüber nachdenken.

    Lieben Gruß
    Orlaya

    PS: Falls du schon über andere/weitere Schritte nachdenkst, Rasendünger mit Unkrautvernichter zum Streuen ist absoluter Quatsch (ist teuer, schwer auszubringen und wirkt deshalb nicht gut). Da gibt es für den Notfall wesentlich sinnvollere Alternativen.
     
    S

    sirmutzel

    Neuling
    Hallo zusammen,


    Ich danke Euch für die Antworten.


    Gedüngt habe ich tatsächlich nicht, werde aber gemäss Euren Antworten in ein paar Wochen den Herbstdünger streuen.


    Und diese Unkräuter waren definitiv vor dem Vertikutieren schon da.
    Ich beginne dann mal mit auszupfen, evtl. bin ich zu Weihnachten fertig :D


    Nein Spass, ich befolge die geratenen Schritte und schaue wies im April/Mai ausschaut.


    Liebe Grüsse
     
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