Rasenprobleme - Moos, Unkräuter und Hexenring

R

rasenfreund2007

Neuling
Hallo zusammen,

unser Rasen von ca. 200qm sieht nach dem Winter immer grauselig aus. Jedes Jahres nach dem Winter finden wir immer fleckigen Rasen mit viel Moos, Unkräutern und seit kurzem einem großen Hexenring vor.

Mit Vertikutieren, besanden und Düngen ist der Rasen dann im späten Frühjahr wieder schön. Ingesamt wird der Rasen aber von Jahr zu Jahr weniger schön.

Nun habe ich offensichtlich bei einer Probebohrung die Ursache gefunden. Bis in 40cm Tiefe ist guter Mutterboden, dann folgt aber bis 1,40m Tiefe eine Lehmschicht, gefolgt von einer Kies-/Sandschicht.

Da die Kiesschicht relativ einfach zu erreichen ist, denke ich dass Drainagebohrungen die ideale Lösung sind. Wie viele dieser Bohrungen in welcher Stärke sollte ich erstellen?

Durch einen Bagger und eine Traktor mit Fräse in der Nachbarschaft überlege ich zusätzlich ca. 8-10cm Boden abzuschälen (der Oberboden ist leicht pappig und wird unbepflanzt in der Sonne sehr hart), Sand anzuliefern und den Boden durchzufräsen. Anschließend würde ich Rollrasen auslegen.

Was ist Eure Meinung dazu?

Viele Grüße

Michael
 

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  • F

    feiveline

    Foren-Urgestein
    AW: Rasenprobleme

    Im nächsten Jahr "nur" regelmäßig mähen (mindestens 1x pro Woche), regelmäßig düngen (nicht nur einmal im Frühjahr), nicht vertikutieren (stattdessen das hier lesen)...;)

    Begründung(en):

    - regelmäßiges mähen verdichtet den Rasen (nicht den Boden), Unkräuter kommen nicht (mehr) so gut durch
    - vertikutieren macht nur unnütze Arbeit und schafft "Landebahnen" für neue Flugsamen neuer Unkräuter
    - regelmäßiges düngen verhindert Moosbildung, denn Moos zeigt lediglich Nährstoffmangel an.

    40 cm Mutterboden ist doch sehr gut, scheinbar ist dieser aber sehr ausgelaugt und/oder nährstoffarm.

    Düngen solltest Du organisch-mineralisch.


    Sollte das alles nichts bringen, kannst Du immer noch Rollrasen ausbringen, dieser wird aber ohne regelmäßige Düngung bald genauso aussehen.
     
    T

    Trainmaster

    Mitglied
    AW: Rasenprobleme

    Leider erfahren wir nicht, was "spätes Frühjahr" heißt und ob das die einzige Düngung ist. Wenn dem so ist, ist das definitiv zu wenig.

    Im Übrigen halte ich 40 cm Mutterboden für mehr als ausreichend. Die hierzulande typischen Gräser wurzeln gar nicht so tief.
     
    ralph12345

    ralph12345

    Foren-Urgestein
    AW: Rasenprobleme

    Die Drainage durch die Lehmschicht braucht es nur, wenn die Lehmschicht dazu führt, daß sich das Wasser staut und Du im Sumpf lebst. Ich vermute mal, daß der Boden hier nicht Schuld ist, zumindest nicht allein.
    Das hier:
    passt allerdings nicht so ganz zu dem hier:
    der Oberboden ist leicht pappig und wird unbepflanzt in der Sonne sehr hart
    Was soll den das auf dem 4. Foto sein?

    Der Winter ist eine harte Zeit für den Rasen, man kann ihn vor dem Winter dafür etwas fitter machen mit einem Herbstdünger, kaliumbetont, nicht so sehr stickstoff, das kräftig das Grün. Dann noch 2-3 Mal im Jahr einen normalen Rasen Langzeitdünger und das passt.

    Der Rasen auf den Fotos sieht zudem schwer vertrocknet aus.
     
  • R

    rasenfreund2007

    Neuling
    AW: Rasenprobleme

    Hallo,

    ich habe in den letzten Jahren im Frühjahr (März/April) immer vertikutiert, nachgesät und mit hochwertigem Langzeitdünner gedüngt. Manchmal auch noch zusätzlich abgesandet. Der Rasen war dann im Laufe des Mai wieder relativ schön (siehe Foto aus 2011).

    Im Jahresverlauf habe ich immer in Summe 3-4x mit hochwertigem Langzeitdünner und Streuwagen gedüngt.

    Dieses Jahr habe ich nur gedüngt und nicht vertikutiert. Der Rasen hat nun soviel Unkräuter und Moos wie nie zuvor.

    Bewässert wird der Rasen im Sommer bei Trockenheit mit einer Beregnungsanlage.

    Das was auf den Bilder vertrocknet aussieht, sind die Schäden aus dem Winter. Ohne Vertikutierung verschwindet dies nicht.

    Auf dem vierten Bild ist das Ergebnis der Probebohrung zu sehen. Links der Mutterboden, der optisch einen guten Eindruck macht. Wenn man ihn aber zusammendrückt, merkt man einen leicht pappigen Effekt (Lehmanteil?). Rechts daneben ist der Lehm aus dem Bereich von 40cm bis 1,4m Tiefe.

    Viele Grüße

    Michael
     

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  • ralph12345

    ralph12345

    Foren-Urgestein
    AW: Rasenprobleme

    Der Winter war extrem dies Jahr. Da ist die Erwartung, daß der Rasen da unbeschadet raus kommt, wenn der ewig unter Schnee begraben ist auch etwas übertrieben...
    Moos ist ein Anzeichen für Nährstoffmangel, probier mal mit der Düngermenge und Häufigkeit ein bischen rum.

    By the way.. Vertikutieren = senkrecht schlitzen. Vertikutierst du wirklich mit einer Vertikutiermaschine oder harkst Du einfach mit einer Harke das alte Gras weg?
     
  • F

    Fabian80

    Neuling
    AW: Rasenprobleme

    Um die Rasenpflege nach dem Winter kommt man nicht drumherum.
     
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