Rettet die Kumquat

D

derChris

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Hallo zusammen,

leider habe ich mich mit einem dicken Problem angemeldet: Meine Kumquat scheint einzugehen.

Doch der Reihe nach. Das Überwintern meines Kumquatbäumchens war schon immer schwierig. Eine "echte" kalte Überwinterung ist mir nicht möglich, dazu habe ich schlichtweg nicht den kühlen aber frostfreien Ort für. Also habe ich es die letzten Jahre warm versucht. Für das Pflänzchen habe ich letztes Jahr extra eine Pflanzenlampe gekauft, mit dieser hat sie es auch so-lala durch den vorherigen Winter geschafft. Dieses Jahr sah es soweit recht gut aus. Zwar hat die Kleine hier und da einige Blätter verloren, doch sogar einen neuen Ast mit einer Menge neuer Blätter gewonnen. (Das war mir bislang noch nie gelungen im Winter). Früchte gab es nur wenige, die letzten Früchte reiften aber schön nach.

Seit zwei Wochen geht es rapide abwärts, mehrere Zweige sind komplett vertrocknet und nun trocknet auch der letzte große Ast mit den neuen Blättern an den verschiedenen Verästelungen vom Ende her an. Wenn der auch vollständig abstirbt, dann ist nichts Grünes mehr übrig.

Entsprechend habe ich nun Panik.

Zur besseren Diagnose:
  • Ich gieße in der Regel wenn die oberste Schicht Erde antrocknet, jedoch immer nach Messen mit Meßstab.
  • Die Pflanze hat Drainage und Wasser kann durch den Topf abfließen, sie steht also nicht im Wasser.
  • Alle paar Monate "bade" ich die Pflanze einmal und setzte danach das reguläre Gießen aus bis das Substrat wieder an der Oberfläche antrocknet. Damit möchte ich sicherstellen, dass alles durchdrungen feucht ist. Das habe ich letzte Woche gemacht.
  • Mit dem Düngen habe ich gerade erst vorsichtig Mitte März begonnen.
  • Standort war für einige Tage bei schönem Wetter draußen, Nachts habe ich die Pflanze wegen der vereinzelten Minusgrade wieder reingeholt.
  • Keine Schädlinge erkennbar, v.a. keine Spinnmilben und auch keine Trauermücken.
  • Die Pflanze bekam schöne Zitruserde vom Pflanzenmarkt, die Erde riecht nicht modrig, sondern halt... wie Erde. Auch hier kein Ungeziefer.
Vor etwa vier Wochen fingen einige Äste an einzutrocknen. Der Ast mit den zwei Früchten verlor erst alle Blätter, dann fielen mir die Früchte vor die Füße. Etwa als ich anfing die Pflanze für die schönen Wochen rauszustellen (fast den ganzen Tag Halbschatten, aber deutlich wärmer als drinnen), da ging es mit dem Antrocknen des letzten großen Astes los.

Es ist nicht meine erste Kumquat, doch leider überstanden die Pflanzen bei mir immer nur drei bis vier Jahre. Nun habe ich die Sorge, dass es mit dieser Pflanze dahin geht.

Was kann ich tun?

Vielen, vielen Dank vorab.
 
  • P

    Platero

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    Hallo Chris,
    dann bist Du ja sozusagen ein "Serienmörder"! :oops:

    Ich hatte beim Lesen Deiner Beschreibung eine Verdacht, würde Dich aber dennoch bitten, ein, zwei Fotos zu machen. Baum in Gesamtansicht und eine Nahaufnahme, wo der Schaden gut drauf zu erkennen ist.
    Falls es nicht zu viel Mühe macht, auch ein Foto vom aus dem Topf gezogenen Wurzelballen.

    Mal sehen, ob es dann klarer wird.
     
    D

    derChris

    Mitglied
    Hallo Platero,

    hey... etwas mehr Aufmunterung bitte. Ich tue mein Bestes ("hat sich stets bemüht") mit meinen Kumquat. Zitruserde, Pflanzenlicht, Zitrusdünger... alles für meine Lieben.

    Ernsthaft: Danke für Deine Antwort. Natürlich mache ich gerne einige Fotos. Ich hoffe, diese helfen bereits. Wenn nicht, lass es mich wissen und ich mache weitere Fotos aus welcher Perspektive auch immer erforderlich.

    Bild 2 und 4 habe ich so gemacht, dass man die Stelle erkennt, bis zu der der Ast bereits abgestorben ist.

    Bei den Fotos mit dem Wurzelballen habe ich überschüssige Erde abgeklopft.

    Erhärtet sich Dein Verdacht (außer der mit dem Serienmörder...)?

    20220401_185347_k - Kopie.JPG20220401_185436_k - Kopie.JPG20220401_185445_k - Kopie.JPG20220401_185456_k - Kopie.JPG20220401_185518_k - Kopie.JPG20220401_185527_k - Kopie.JPG
     
    P

    Platero

    Foren-Urgestein
    Im Wesentlichen schon ..... muss aber jetzt dringend los, was einkaufen, längere Antwort dann später.
    Stell den Baum jetzt erst mal wieder in den Pott, brauchst Dir aber nicht allzu viel Mühe beim Einsetzen geben, er muss eh wieder raus!
    Es besteht durchaus Hoffnung für dein Bäumchen! Und dass Du Dir viel Mühe mit ihm gibst, war mir beim Lesen schon aufgefallen!
     
  • D

    derChris

    Mitglied
    Freut mich zu hören, dass da noch was zu machen sein wird.
    Guter Einkauf, ich warte dann (begierig) auf Deine Antwort, wann immer Du Zeit dafür hast.
     
  • P

    Platero

    Foren-Urgestein
    Hallo Chris,
    ich will es ja nicht unbedingt spannender machen, als nötig.....

    Vorab, Du hast vieles gut gemacht, einiges aber auch nur gut gemeint.
    Die "Ferndiagnose" die ich Dir geben muss, lautet leider: "Staunässe". Ziemlich sicher.

    Wodurch diese und der damit einhergehende Wurzelverlust, verursacht wurde, ist jetzt nicht ganz so einfach zu rekonstruieren. Ich vermute ein unglückliches Zusammenspiel mehrerer Faktoren.

    Giessen, wenn die oberste Schicht abgetrocknet ist - liest man immer wieder.
    Wenn Du aber mal eine Pflanze, die oberflächlich abgetrocknet ist aus dem Topf hebst, wirst du sehen, wie feucht oder gar nass sie im unteren Drittel noch ist.
    Und bevor eine Kumquat "verdurstest", hast Du mindestens drei Tage bis eine Woche Zeit, dir das Einrollen der Blätter gemütlich zu betrachten. Wenn Du dann wieder giesst, ist sie innerst weniger Stunden wieder top-fit .... und blüht obendrein wie blöd. Ab und an etwas Durst fördert die Blüte!

    Der Bedarf ist im Winter um ein Vielfaches geringer, als im Sommer. Selbst wenn die Pflanze bei 22 Grad stehen würde. Es fehlt der Wind, der für einen Grossteil der Verdunstung verantwortlich ist, die Pflanze befindet sich nicht im Wachstum, dämmert eigentlich eher vor sich hin. Der limitierende Faktor ist hier das Licht, selbst mit Lampe.
    Also bitte die Tauchbäder im Winter auf jeden Fall einstellen!

    Topfgrösse ..... zumindest aktuell hat Dein Bäumchen kaum Wurzeln. Wenn, dann nur sehr kleine, neu gebildete ..... und schon gar nicht in den unteren 2/3 desTopfes. Auch hier: Staunässegefahr, wegen fehlender Durchwurzelung.

    Erde: die sieht eigentlich ganz gut aus, wenn das, was ich da sehe, Sand ist.
    Aber Dir speziell würde ich empfehlen, noch Kies, Lavabruch oder Seramis unterzumischen ..... Sozusagen als "Zuviel-giess-Prophylaxe", Dir scheint die Giesshand etwas zu locker zu sitzen....

    Unterlage/Überwinterung
    Es ist blöd, dass man nie weiss, auf welche Unterlage die eigene Pflanze veredelt ist. Nicht unwahrscheinlich ist jedoch Poncirus .... eine laubabwerfende, WINTERFESTE Citrus.
    Das heisst, die Unterlage (die Wurzeln) gehören einer Pflanze, die Winterschlaf macht und von daher die Veredelung nur auf Sparflamme versorgt.

    Aber auch mit einer anderen Unterlage gehören Kumquats zu den Frosthärtesten Citruspflanzen überhaupt! Ich sehe auf Deinen Fotos einen geschützten Innenstadtbalkon. Abhängig davon, wo Du wohnst, kannst Du die Kumquat evtl. auch Draussen überwintern. Wenn Drinnen "immer schwierig" war und zum Exitus führte, wärs doch Innovativ, mal was Anderes zu probieren. Die Anleitung dazu schreibe ich jetzt nicht, ist ziemlich viel, könntest Du Dir aber raus suchen, habe ich hier schon öfters geschrieben.
    Meine Kumquat war diesen Winter bisher nicht einen einzigen Tag Drinnen, ich werde sie aber morgen reinholen. Die angesagte Temperatur von -6 ist an sich kein Problem, sie hatte in den vergangenen T-Shirt Tagen aber angefangen auszutreiben....und das ginge dann schief.

    ---------

    Was also tun?
    Neu Topfen, am Besten in einen Topf, der zur aktuellen Ballengrösse besser passt.
    Substrat mit Groben Anteilen verbessern.
    Aktuell darfst Du den Baum auch etwas verpimpeln, das heisst warm stellen .... bis er neue Wurzeln gebildet hat.
    Bei der Gewöhnung ans Freiland dann extra vorsichtig sein, keine allzu grosse differenz zwischen Drinnen und Draussen.
    Nächstes Jahr dann bitte stark zurückschneiden, dieses Jahr erst mal erholen lassen.
    Die hellbraunen Äste kannst Du jetzt schon raus schneiden, da kommt nichts mehr.

    Mit Besten Grüssen, platero
     
  • D

    derChris

    Mitglied
    Gleich zu Beginn: Vielen, vielen Dank!

    Noch einige Details zu meinem ersten Post (man kann ja nicht alles runterschreiben, das liest sonst kein Mensch mehr):
    Tauchbad mache ich einmal im Quartal, nicht öfter. Aber zugegebenermaßen auch Anfang sowie Ende Winter (Ende Q4 und eben gerade jetzt Ende Q1). Verstanden, lasse ich in Zukunft sein.
    Was das Gießen angeht, so gibt es zweimal die Woche etwas. Da werde ich auch vorsichtiger sein.

    Ganz besonderen Dank für den Hinweis mit den eingerollten Blättern. So eine "Handlungsanweisung" ist sehr hilfreich. Bislang war ich der Meinung, dass wenn die Blätter sich rollen, bereits Alarmzustand angesagt ist.

    Die Kumquat und ich stecken im Süden Deutschlands. Minusgrade hätte ich ihr beim Überwintern nicht zugetraut und sie immer um die 5C Tieftemperatur reingeholt. Du hast Recht, ich habe hier einen Innenstadtbalkon. Dieser wurde in den letzten Tagen bereits sehr warm, die Temperaturdifferenzen sind also nicht gerade gering zwischen drin und draußen. Gegen Frost hilft er natürlich nicht. Und vor diesem hatte ich bislang immer Angst für meine Kumquat.

    Das Substrat ist vorwiegend Dehner Zitruserde, mit einigen Handvoll Komposterde aus eigener Züchtung plus ein bisschen Sand ergänzt. Nach Seramis muss ich erst suchen, da habe ich keinen hier. Werde ich morgen machen.

    Okay... dann gibt es morgen Pflanzenkur. Kleiner Topf, Seramis, umpacken, tote Äste wegschneiden...
    Da bleibt dann aber nur noch ein einziger Ast übrig und dieser ist auch bereits am antrocknen. Das wird man vermutlich nicht aufhalten können?
    Wenn dieser dann auch abstirbt, bleibt dann nichts anderes als hoffen, dass die Pflanze so ganz ohne Blätter übersteht und neu austreibt, richtig? (Brrr....!)
     
    P

    Platero

    Foren-Urgestein
    O.K. Dein Plan hört sich gut an!
    Ergänzend : (kann man ja nicht alles runterschreiben, liest ja sonst keiner mehr ;))
    Du musst nicht immer zwingend bis zum völligen Einrollen warten, aber probiere es wenigstens mal aus, Du wirst erstaunt sein, wie lange das dauert, da hättest Du normal schon dreimal zur Kanne gegriffen! Aber bitte nicht jetzt, die Wurzeln sehen zu mies aus, die Pflanze hat grad andere Schwierigkeiten!
    Das absichtliche Abtrocknen lassen bis zum "geht-nicht-mehr" ist ein Trick, um Citrus zum Blühen zu bewegen.....kann man also machen, muss man aber nicht (immer).

    Kumquat vertragen etwa bis -8 Grad Frost. Das ist dann aber schon echt die Grenze. Und das auch nur, wenn einige Rahmenbedingungen gegeben sind. Substrat möglichst trocken, Topf mit Noppenfolie eingehüllt, verhindert das Eindringen von Frost. Nicht auf ewig, aber um ein paar Stunden. Und genau das macht den Unterschied an Tagen, an denen es zwar plus hat, in den Morgenstunden die Temperatur absackt.
    Pflanze möglichst nah an eine Hauswand stellen, um von der Abwärme der Wände zu profitieren. Krone mit dünnem Vlies einwickeln, das "wärmt" zwar nicht, hält aber Wind und Wintersonne ab.
    Einräumen ins Notquartier, wenn Temp. unter, ich sag mal -6, angesagt sind. Messungen direkt am Standort der Pflanze sind aufschlussreich. So kann es auf Deinem Balkon einige Grade wärmer sein, als im Umland.
    Bei Dauerfrost, und seien es auch nur -2, die aber über Tage, muss die Pflanze auch rein, trotz Allem. Das hält kein passiver Winterschutz ab! Und jetzt wird es tricky......das Notquartier sollte kalt sein. Ganz dolle kalt. Darf dafür aber Dunkel sein. Die Pflanze soll da ja nicht länger als unbedingt nötig stehen. Oder, wenn Du das nicht hast, dann halt ins Schlafzimmer, Flur, Bad .... ziemlich egal. Nur muss man beachten, wenn die Pflanze länger als 3-4 Tage im vergleichsweise Warmen steht, verliert sie ihre erworbene Winterhärte und ist danach empfindlicher, als davor.

    Schnitt..... ich hatte überlegt, wie ich Dir das anraten soll ..... wenn es meine Pflanze wäre, würde ich sie erst mal neu topfen und Zeit geben, neue Wurzeln zu bilden. Sollte in ca 8-12 Wochen der Fall sein. Und dann würde ich sie bis auf Aststummel zurückschneiden. Also etwa eine Hand breit von den noch grünen Ästen stehen lassen.
    Dann sollte sie eigentlich aus allen Knopflöchern treiben!
    Das ist zugegeben etwas riskant, angesichts der Wurzeln. Also warte lieber, bis die Pflanze wieder stark ist. Und dann hart zurückschneiden. Auch wenn dann kein grünes Blatt mehr dran ist und Du vermutlich heulen wirst!
    "Scharfe Schere, kaltes Herz" lautet eine alte Gärtnerweisheit! :geek:

    Vielleicht tut er Dir ja auch den Gefallen und treibt von sich aus neue Äste aus dem Stamm. Das würde es Dir leichter machen.

    Wenn ich dran denke, mache ich Dir am WE ein Foto von meinem Kumquat. Der hatte als neu gekauftes Pflänzchen einen "Kaminunfall", da war die ganze Krone verbrannt (also vetrocknet), weil er zu nah am Ofen stand .... da war damals auch nur noch ein einziger Ast brauchbar! Citrus können auch direkt aus dem Stamm wieder treiben!
     
    D

    derChris

    Mitglied
    Wieder danke. :)

    Das mit dem Einrollen der Blätter werde ich ausprobieren und beobachten. Das heißt, wenn sich die Pflanze erholt hat. Blüten hatte die Kumquat immer nur wenige, dass das Antrocknen ein Trick ist, wusste ich nicht.

    "Ganz dolle kalt" kann ich vergessen. Der kälteste Ort ist der Keller und den schätze ich auf 18 Grad. Vielleicht 16... aber ganz sicher weit von kalt entfernt. Das war auch ein Grund, weshalb ich es mit der kalten Überwinterung nie versucht habe. Früher oder später hätte die Pflanze immer reingeräumt werden müssen. Deshalb warm + Pflanzenlicht + Wasser. Naja. Sehr erfolgreich war es offenbar nicht...
    Wenn die Pflanze einmal warm stand, also ihre Winterhärte verloren hat, ab wann kann sie dann wieder raus? Null Grad? Mehr?

    Du sagtest schon, jetzt hat die Pflanze andere Sorgen. Rausstellen bei den Nächten, die noch auf Null und manchmal einen Tick drunter gehen, wird vermutlich nur Stress bedeuten. Deshalb sind das nur Überlegungen für das (hoffentlich!) nächste Mal. Denn, wenn Du sagst, die Unterlage wäre vermutlich winterfest und versorgt die Veredelung nur auf Sparflamme, kriegt die Veredelung dann nicht Probleme, wenn man warm überwintert?

    Die trockenen Äste schneide ich heute weg. Es bleibt dann nur mehr ein einziger grüner Ast, dieser trocknet jedoch bereits an. Ich fürchte also, dass ich in einigen Wochen nichts mehr haben werde, das eine Hand breit stehen lassen kann.

    Noch eine Frage zum Verhältnis Seramis zu Zitruserde. Wie viel soll es denn sein? So wie ich Dich verstanden habe, ist das Seramis zum Auflockern und als Schutz gegen den Gies-Deppen gedacht. Ein Drittel Seramis zu Zitruserde, schön durchmischt?

    8 bis 12 Wochen... das ist dann nach den Eisheiligen, wenn ich mich nicht irre. Da sollte die Pflanze dann doch - ob mir oder ohne neue Triebe - schon rauskönnen, oder?

    Wenn Du Zeit und Lust hast, dann würde ich mich über die Fotos freuen. :)

    So... und nun auf zum Pflanzenmarkt, Seramis einkaufen.
     
  • P

    Platero

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    "Ganz dolle kalt" kann ich vergessen. Der kälteste Ort ist der Keller und den schätze ich auf 18 Grad. Vielleicht 16... aber ganz sicher weit von kalt entfernt. Das war auch ein Grund, weshalb ich es mit der kalten Überwinterung nie versucht habe. Früher oder später hätte die Pflanze immer reingeräumt werden müssen. Deshalb warm + Pflanzenlicht + Wasser. Naja. Sehr erfolgreich war es offenbar nicht...
    Wenn die Pflanze einmal warm stand, also ihre Winterhärte verloren hat, ab wann kann sie dann wieder raus? Null Grad? Mehr?
    Ich kenne Deine Winter nicht! Wenn "Eistage" häufig sind, wenn also die Temperatur auch tags nicht über null geht, oder wenn Temperaturen unter -5 oder-6 oft vorkommen, dann wird es halt sehr mühsam, bzw. das dauernde rein und raus ist dann auch nicht der "Burner".

    "Erworbene Winterhärte" bedeutet, dass die Pflanze im Herbst den Stoffwechsel drosselt, in Winterruhe geht. Und in diesem Zustand tiefere Temp. verträgt, als normalerweise. Steht sie dann warm, wacht sie wieder auf und ist empfindlicher. Genaue Zahlen dazu kann ich Dir nicht liefern.

    Im Wesentlichen bedeutet das, wenn man sich für diese Überwinterung entscheidet, darf man nicht faul sein und muss die Pflanze tags wirklich wieder raus stellen, falls kein Eistag. Auch wenn sie am Abend ggf. wieder rein muss. Wenn Du allerdings nur Zimmer mit 20 Grad hast, ist das vielleicht für Dich keine Option.

    Auf jeden Fall kannst Du aber die Kumquat im Herbst deutlich länger Draussen lassen, als Du dies bisher getan hast. Vielleicht bis Mitte/Ende November, mit Glück sogar Mitte Dezember. Das verkürzt den Aufenthalt im immer suboptimalen Winterquartier um vielleicht 2 Monate, das ist doch auch schon was.
     
    Zuletzt bearbeitet:
    P

    Platero

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    Denn, wenn Du sagst, die Unterlage wäre vermutlich winterfest und versorgt die Veredelung nur auf Sparflamme, kriegt die Veredelung dann nicht Probleme, wenn man warm überwintert?
    Doch, das ist ja Teil Deines Problems! Die Wurzelaktivität ist in dem Fall stark gedrosselt, es wird kaum Wasser aufgenommen, gleichzeitig ist es aber warm und relativ hell....

    Wie gesagt, das kann man nicht wissen, auf was gekaufte Pflanzen veredelt sind. "Nie im Winter ausgetrieben" wäre so ein Hinweis ...... normal wären Citrus bei entsprechenden Bedingungen ganzjährig wüchsig.
     
    P

    Platero

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    Deine Priorität jetzt muss es jetzt eh sein, die Pflanze wieder zu bewurzeln. Also warm warm stellen. Auch wenn der Neutrieb, so er denn hoffentlich kommt, etwas gakelig werden dürfte. Nicht schlimm, geschnitten werden muss dann nächstes Jahr eh.
     
    P

    Platero

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    Der Einwand von @Rentner ist berechtigt. Seramis speichert Wasser ..... dass Du Dein giessverhalten ändern musst war aber eh klar, oder?
    Die Wurzeln holen sich dann das Wasser aus dem Seramis, auch wenn die Erde schon ziemlich trocken ist.
    Bims oder Kies wäre noch besser....
     
    P

    Platero

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    Zu guter Letzt.....ich wünsche Die viel Erfolg und gib nicht vorzeitig auf!

    Sollte es nicht klappen, wäre eventuell eine andere Citrus, die mir Deinen Winterbedingungen besser klarkommt, eine Alternative. Limetten z.B. sind sehr viel wärmebedürftiger und wollen es auch im Winter nicht (so) kalt. Und leckere Bio-Limetten für Caipirinha gibt es obendrein! :cool:
     
    Rentner

    Rentner

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    @derChris

    Nimm am besten gleich rein mineralisches Substrat. Neben den bekannten Vorteilen ist auch ein "Übergießen" nahezu ausgeschlossen.
    Merke: Das Substrat ist die Drainage.

    Ich hatte mal vor 12 Jahren eine Übersicht über richtig gute Substrate/Mischungen vorgestellt.
    Das was für Bonsai gut ist, ist auch für sonstige Kübelbewohner bestens geeignet.

     
    P

    Platero

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    Das war im Frühjahr 2012 nach dem besagten Kamin Unfall ……
     
    Zuletzt bearbeitet:
    P

    Platero

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    Und das ist er heute……

    IMG_1023.JPG

    Die Sackkarre steht schon im Hintergrund bereit, ich habe ihn für heute und morgen Nacht dann doch rein geholt. Ist mir jetzt mit dem verspäteten Wintereinbruch doch zu heikel, nach den Frühlingshaften Temperaturen die letzten Wochen!
     
    elis

    elis

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    Hallo, liebe(r) Platero !

    Weil Du Dich scheinbar so gut auskennst mit Zitrusgewächsen, habe ich auch ein paar Fragen an Dich, wenn ich sie stellen darf ? Ich habe einen Limpuat. Der steht noch im Winterquartier. Der rollt jetzt auch die Blätter ein und die werden dürr, habe ich heute bemerkt. Normal stünde er ja schon draußen, aber jetzt sagt man noch Nachtfrost voraus, deshalb wollte ich das noch abwarten. Voriges Jahr habe ich ihn grün rausgestellt, dann bekam er trockene Blätter, die fielen ab und er bekam neue. Die Äste waren schön grün habe ihn dann auch schön zurückgeschnitten, damit er kompakt wächst. Ich schließe daraus, da er ja mit dem Kumpuat verwandt ist, das das normal ist ? Liege ich da richtig. Das habe ich aus Deinen Erklärungen rausgelesen. Er steht hinter dem roten Gras, auf den beiden Bildern. Er hat bis jetzt nicht so reich geblüht und auch kaum Früchte getragen. Was kann ich da tun ? Über einen Rat würde ich mich sehr freuen. Ich topfe ihn auch jedes Jahr um. Das 3.Bild, so sah er nach dem Blattfall und den Rückschnitt aus.

    lg elis
     

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    P

    Platero

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    Huch, da werde ich jetzt etwas rot ….:sneaky:
    „Auskennen“ ist relativ, ich habe auch Lehrgeld bezahlen müssen, siehe oben….. aber da ich lange in Spanien gelebt habe, umgeben von Zitronen, Mandarinen und Orangen, habe ich teilweise ein ganz gutes Gespür dafür, was diese Gewächse so alles ab können ….. und mitnichten so empfindliche Diven sind, als die sie hier zum Teil gelten.
    Die Limequat ist eine relativ neue Kreuzung. Ich glaube aus Kumquat und Limette. Daraus folgt, dass sie unter Umständen die Wärmebedürftigkeit ihrer Limetten-Vorfahren geerbt hat und nicht die Robustheit der Kumquat.
    Auf den Sommer-Bildern sieht sie doch top aus!

    Kompletter Laubverlust ist bei keiner Citrus „normal“, außer bei Poncirus trifoliata. Ist aber unter allen möglichen Missgeschicken die so passieren können, das meist kleinere Übel.

    Nach deiner Schilderung vermute ich irgendeine Art Schock.
    - zu großer Temperaturunterschied (letztes Jahr)
    - zu dunkles Winterquartier und zu lange in eben selbem (dieses Jahr)
    - im Quartier evtl. Zu wenig/zu viel gegossen (Fingerprobe). Rollt sie, obwohl die Erde feucht ist, gilt sinngemäß das Gleiche, wie für Chris geschrieben. Rollt sie und die Erde ist f*trocken, dann ist Gießen angesagt.
    - Sonnenbrand beim Ausräumen
    - Ungeziefer im Winterquartier, hier insbesondere Spinnmilben.

    Das sind jetzt spontan einige Ursachen, die mir so einfallen. Was genau davon zutreffen könnte, weißt du selbst am ehesten.
    Solange die Äste grün bleiben, ist der Schaden nicht groß und innerst einer Saison behoben. Trotzdem muss eine komplette Entlaubung nicht unbedingt jedes Jahr sein.

    Blühfaulheit: wenn die Pflanze grundsätzlich blühfähig ist, du sie also schon mit Blüten oder Früchten gekauft hast, dann hilft der unregelmäßig gießen Trick. Das geht bei jeder Citrus. Dafür sollte die Pflanze aber wüchsig und ohne andere akute Probleme sein.

    Ich hoffe, du kannst dir was für dich passendes aus Obigem raus suchen……
     
    D

    derChris

    Mitglied
    Vielen Dank an euch Beide.

    Das Substrat-Kompendium (wow!) habe ich mir durchgelesen. Drei Viertel davon habe ich noch nie vorher von gehört. :whistle:
    Ich habe der Kumquat jetzt eine Packung "Pflanzsubstrat auf mineralischer Basis", das Beste aus "Bims, Lava, Zeolith und Blähton" (Packungsbeschreibung) gekauft und werde morgen die Erde mit dem Substrat mischen. Etwa Hälftig? Ein Drittel?

    Dann dürre Äste weg, das Ding an ihren hellen Platz im Zimmer und aufs beste hoffen...

    Aufgeben werde ich nicht. Ich hoffe, die Kumquat tut es auch nicht. Der Umstieg auf Limette klingt... schmackhaft, doch irgendwie gefällt mir eine Kumquat einfach so gut.

    Die Fotos von Dir, Platero, geben mir Hoffnung. Das bisschen Grün nach dem Kaminunfall sieht richtig putzig aus... vor allem, wenn man dann das heutige Foto daneben hält.

    Die Wintertage hier, in München, können schon einige Tage um (und unter) die -6 in Folge haben. Dieser Winter war vergleichsweise mild, aber wenn ich mich recht erinnere, dann hatten wir diese Temperaturen dennoch für ein paar Tage. Für nächstes Jahr muss ich mir Gedanken machen. Später aber. Erst einmal geht es ans Umtopfen, Erneuern des Granulats und Hoffen.
     
    elis

    elis

    Foren-Urgestein
    Also Platero da könnte einiges zutreffen. Voriges Jahr, das kann ein Streß gewesen sein beim verlassen vom Winterpuartier. Im Zimmer sehr kühles Klima, nicht zu hell, dann raus, tagsüber wärmer, nachts sehr kühl, dann das Licht. Das könnte die Erklärung sein für den Laubfall. Der Laubfall heuer könnte Trockenheit gewesen sein. Aber die Äste sind ganz grün, also habe ich Hoffnung das er draußen wieder schön grün wird. Das mit dem unterschiedlichen Gießen werde ich heuer probieren. Danke Dir für die guten Informationen, habe wieder viel dazu gelernt. Habe diese Limpuat vor vielen Jahren auf einer Gartenmesse in Landshut gekauft von einem Zitruszüchter aus der Hamburger Gegend. Wußte auch nicht, das man die grün ernten kann und dann drinnen nachreifen sollte bis sie gelb wird. Habe in Internet rechergiert, das es da auch verschiedene Züchtungen gibt. Das war sehr interessant.

    lg elis
     
    Rentner

    Rentner

    Foren-Urgestein
    ...Ich habe der Kumquat jetzt eine Packung "Pflanzsubstrat auf mineralischer Basis", das Beste aus "Bims, Lava, Zeolith und Blähton" (Packungsbeschreibung) gekauft und werde morgen die Erde mit dem Substrat mischen. Etwa Hälftig? Ein Drittel?
    Zu 100%, d.h. das alte Zeug komplett auswaschen, also die Wurzeln möglichst restlos davon befreien und dann in das reine mineralische Substrat setzen.
     
    D

    derChris

    Mitglied
    Nun, ich sage Danke (an Dich und Platero) fürs Zeit investieren und Finger wundschreiben. ;)
    Die Kumquat ist umgetopft und nun hoffe ich, dass sie sich erholt.
     
    D

    derChris

    Mitglied
    Ich wollte mich noch einmal bei euch melden. Einmal, da ihr mir so sehr geholfen habt und bestimmt schon deshalb auch gerne hören würdet, was denn passiert ist... außerdem... doch dazu gleich. ;)

    Nach dem Umtopfen habe ich das Pflänzchen erst einmal in Ruhe gelassen. Meine größte Sorge war, dass diese braune Stelle am verbliebenen Ast weiterwandert und die letzten grünen Äste verdorren. Das wäre dann auch das Ende aller Blätter gewesen.
    Passiert ist das nicht. Weiter braun ist es nicht geworden, die braune Linie ist genau an der gleichen Stelle des ansonsten grünen Astes stehengeblieben. Blätter hat sie keine mehr verloren, nur beim Abstauben sind noch drei oder vier runtergefallen.
    Soweit habe ich nun große Hoffnung, dass sich die Kumquat erholt.

    Was mich nun aber beunruhigt und verunsichert: In den letzten 2.5 Wochen habe ich im Grunde gar nicht gegossen. Okay, einmal gaaaanz wenig, nicht mal ein Schnapsglas, denn die Sache erschien mir schon unheimlich.
    Deshalb meine Frage fürs allgemeine Gefühl: Wie oft gießt man so eine Kumquat, mal ganz grob gesagt?
     
    P

    Platero

    Foren-Urgestein
    Hallo Chis,
    es freut mich, dass Du so eine positive Rückmeldung geben kannst.

    Wie leicht einzusehen ist, kann Dir hier Niemand (und auch sonst nirgends) sagen, wieviel Liter Du alle X Tage giessen sollst.
    Zu unterschiedlich sind die jeweiligen Pflanzen, Substrate, Umgebungsbedingungen, etc.

    Was Du allerdings unbedingt verinnerlichen solltest, die braunen Äste sind nicht "vertrocknet" ganz im Gegenteil! Du hast Deine Kumquat in der Vergangenheit fast ersäuft!
    Allerdings sind die Schäden, die durch vertrocknen und ersäufen entstehen, nahezu die Selben. Einmal, weil kein Wasser da ist, das die Wurzeln liefern könnten, und das Andere Mal, weil keine (Fein-)Wurzeln mehr da sind, die Wasser liefern könnten.

    Es gibt allerdings einen grossen und wichtigen Unterschied: bei Wassermangel gibt es unübersehbare Warnzeichen. Erst hängt der junge Austrieb schlaff herunter, dann rollen sich die Blätter ein. Wird dann ausgiebig gegossen, sethen die Triebe nach einer halben Stunde wieder wie ne 1 und die Blätter entrollen sich. Es ensteht kein bleibender Schaden und Du hast genügend Zeit, die Anzeichen zu sehen.
    Vertrocknen täte so eine Kumquat erst, wenn man sie in der prallen Sonne lässt und drei Wochen in Urlaub fährt, oder im Oktober in den Heizungskeller stellt und sich erst im April wieder drum kümmert.

    Bei Überwässerung ist das leider ganz anders. Da sieht man erst was, wenn der Schaden schon da ist, und es erholt sich da auch nix mehr. In vielen Fällen geht die Pflanze ganz ein.

    Also, so lange die Kumquat nicht deutlich zeigt, dass sie Wasser braucht, ist alles im grünen Bereich und Du musst Dir keine Sorgen machen. Mit der Zeit bekommst Du auch ein besseres Gefühl dafür, was der richtige Rhytmus ist.

    Jetzt, wo die Pflanze so gut wie keine Blätter mehr hat, braucht sie auch so gut wie kein Wasser! Also hör bitte auf mit dem Helikopter-Papa-giessen und lass sie sich in Ruhe erholen.
     
    D

    derChris

    Mitglied
    Danke für die Antwort und Erklärung. Und den Titel Helikopter-Gieß-Papa. :D

    Ich verstehe, dass es keine allgemeingültige Antwort zum Gießen gibt, habe aber auf einen Erfahrungswert gehofft. Nein, nicht weil ich dann sofort gießen würde, sondern zum Beruhigen der Nerven, da die Kumquat nun so gut wir gar nichts mehr bekommen hat... bekommen will?!?

    Gut, ich werde sie einfach nur ansehen und ohne Gießkanne umkreisen.
     
    P

    Platero

    Foren-Urgestein
    Gut, dass Du es mit Humor nehmen konntest! ;)

    Also meine Erfahrung mit einer komplett entlaubten Zitrone war (hatte einen derartigen Befall mit Schildläusen, dass ich sie radikal zurückgeschnitten hatte, um die nackigen Äste besser mit Seifenlösung abschrubben zu können, war aber nicht "meine", sondern von meiner Schwester) ......geschnitten, neu getopft und dann bis zum Neutrieb gar nicht mehr gegossen. Das dürften gut 2-3 Monate gewesen sein, oder mehr.

    Dass Deine Kumquat aktuell 2 1/2 Wochen durchhält ohne zu zucken, weisst Du ja jetzt schon. Probiere halt mal 4, bevor Du das nächste Mal die Nerven verlierst.

    Wie gesagt, wenn sie Wasser braucht, meldet sie sich schon ...... bei zu viel Wasser halt erst, wenn es zu spät ist. Das ist ja das tückische.

    Du könntest sie auch langsam ins Freiland stellen. Erst mal einige Tage schattig, dann Vollsonnig. Das wird den Neutrieb förden!
     
    D

    derChris

    Mitglied
    Vier Wochen ohne Wasser?!?!????
    Danach bin ich nervlich ein Wrack... ich glaube, ich sperre die Gieskanne solange besser weg.

    Nachts kann es hier noch um die 4 Grad haben im ungeschützten Freien. Auf dem geschützten, aber dennoch offenen Balkon etwas mehr. Ich werde es mal versuchen mit dem Raussetzen der Kumquat, danke.

    Schöne Grüße, vielen Dank und schönen Abend!
     
    P

    Platero

    Foren-Urgestein
    Und? Wie sieht es aus? Bist Du stark geblieben? Tut sich was an der Pflanze?
    Bin neugierig ......
     
    D

    derChris

    Mitglied
    Gutes Timing. Denn gestern habe ich tatsächlich wieder gegossen. Moooment... nicht gleich den Kopf schütteln! Die Blätter sahen nicht mehr so frisch aus. Finger in das Substrat und das schien mir trocken. Messgerät hinterher und auch das meinte, das ist schon ganz schön trocken. Also habe ich es gewagt.

    Sonst gibt es jedoch keine Änderungen. Die Pflanze steht draußen im Halbschatten, sie lässt die Blätter im leichten Wind wippen und tut sonst nichts. In den letzten Wochen hat sie mir auch nur ein Blatt vor die Füße geworfen. Das war dann alles an "Action". Nachdem die letzten Wochen eher kalt-regnerisch-fies waren und erst jetzt die große Sonne kommt, werde ich sie noch einige Tage in ihrem Halbschatten stehen lassen. Danach kommt sie an eine Stelle, an der sie den Vormittag über direkt die Sonne ansehen kann.

    Tja... das ist alles. Keine Neuigkeiten sind in diesem Fall tatsächlich gute Neuigkeiten, oder?
     
    P

    Platero

    Foren-Urgestein
    Tja... das ist alles. Keine Neuigkeiten sind in diesem Fall tatsächlich gute Neuigkeiten, oder?
    Das stimmt! ;)

    Mein Kumquat, fängt auch gerade erst an, zarte, kleine Austriebe zu schieben ..... also ist noch Geduld gefragt.
    Und im Freien ist der Wasserbedarf tatsächlich etwas höher, als im windstillen Wohnraum. Insofern hast du das gut gemacht,nur jetzt bloss nicht übertreiben!
     
    D

    derChris

    Mitglied
    Ich werde mich zurückhalten... und gebe natürlich nach der großen Hilfe hier Bescheid, wenn sich große Änderungen ergeben.
     
    D

    derChris

    Mitglied
    Ein Monat weiter... Zeit für ein neues Update.
    Es hat sich nichts geändert. Absolut gar nichts. Kein Blatt neu gewachsen und keine Blüten.
    Aber auch kein Blatt verloren und keine neuen trockenen Ästchen oder Stellen.

    Die Pflanze steht die ganze Zeit draußen im Hellen, aber nicht in der prallen Sonne. Da einige Blätter einige Stellen Sonnenbrand bekommen hatten, wollte ich die Kumquat auch nicht in die volle Sonne setzen.

    Sie wird jetzt in etwa alle drei bis vier Wochen gegossen, wenn es nun noch heißer wird, dann natürlich ein bisschen öfter... je nach Bedarf. Der Wurzelballen ist - mit Finger und Messgerät getestet - vor dem Gießen gerade noch ein klein bisschen feucht und nicht völlig ausgetrocknet, aber in der Erde außen rum und an der Erdoberfläche trocken.

    Puh... das zieht sich ganz schön, das Nichts-Tun und Warten...
     
    P

    Platero

    Foren-Urgestein
    Ich finde, das ist ein gutes Zwischenergebnis. Du bist auf dem richtigen Weg!

    Normalerweise treiben Kumquats im zeitigen Frühjahr einmal durch, etwas später erscheinen die Blüten. Den Rest des Sommers passiert nicht mehr viel, außer der Fruchtreife.

    Mit Blüten und Früchten hätte ich an Deiner Stelle dieses Jahr eh nicht gerechnet, zu groß waren die Schäden. Das muss ja alles erst wieder regeneriert werden, da geht im Augenblick alles an Kraft hin.

    Das vegetative Wachstum (Austrieb) kann man stimulieren, in dem man die Pflanze zurückschneidet, bzw. die Endknospen der Zweige entfernt. Das hatte ich dir nicht empfohlen, da die Kumquat eh „auf der Kippe“ stand.
    Das wäre nächstes Frühjahr eine Möglichkeit.

    Lass sie erst mal wieder vollständig gesunden und bring sie gut durch den Winter. Dann kann man weiter sehen.

    Schön, dass du ans Update gedacht hast, das freut mich! 👍🏻
     
    D

    derChris

    Mitglied
    Danke für den Hinweis. Also weiter ansehen, Kopf schütteln und zum Blätter austreiben auffordern.

    Ich bin ehrlich, von Früchten bin ich nicht ausgegangen. Aber mal ein neues Blatt, das wäre schon ein schönes Lebenszeichen gewesen.
    Beim nächsten Gießen vielleicht einen dicken Tropfen Dünger zur zusätzlichen Motivation?

    Aber gerne doch. Nach Deiner großen Hilfe melde ich mich gerne wieder.
     
    P

    Platero

    Foren-Urgestein
    Wenn du dich traust, dann kneife ihm einfach an jeder Astspitze die Endknospe ab. Also etwa zwei bis drei Blätter, inclusive des Astendstückes. Dann wird sich schon was regen.
    Allerdings steht im nächsten Jahr eh ein größerer Rückschnitt an, um neue Äste aus dem Stamm zu erhalten. Insofern lohnt es sich eigentlich jetzt nicht wirklich.

    Freu dich erst mal, dass dir die Pflege nun besser von der Hand geht.
    Düngen kannst du vorsichtig beginnen, aber nicht gleich übertreiben, bitte!
     
    D

    derChris

    Mitglied
    Nachdem die Pflanze eigentlich nur zwei Äste hat mir einigen kleinen Unterästchen, traue ich mich derzeit noch nicht zu schneiden. Zwei bis drei Blätter an einigen Ästchen ab, das wäre der Verlust von einem Viertel der Blätter... vielleicht sogar noch mehr.
    Ich glaube, da mache ich es lieber so, wie Du es vorher sagtest und warte noch weiter ab.

    Düngen werde ich nicht viel, nur beim nächsten Gießen einen Fingerbreit in der schnapsglas-großen Verschlusskappe auf eine komplette Gießkanne. Das wäre (aus dem Kopf) etwa 20% der Menge auf der Etikett.
     
    D

    derChris

    Mitglied
    Und nur eine knappe Woche später und die Lage hat sich drastisch geändert. Diese Pflanze macht mir wirklich zu schaffen. Jetzt bräuchte ich wieder Deinen Rat.

    Ich hatte seit langem nicht mehr gegossen, die Blätter hingen nie. Bis nun mit der großen Hitzewelle auf einmal die Pflanze alle Blätter hängen ließ. Ich habe zur Sicherheit noch mit Finger und Messgerät getestet und tatsächlich, alles ziemlich trocken. Nicht komplett, aber doch trocken genug. Also habe ich einmal ordentlich gegossen. Natürlich ohne die Pflanze im Wasser stehen zu lassen.
    Zwei Tage später - und immer noch sehr warm - ist der Großteil der Blätter braun oder bereits abgefallen und ein weiterer Ast vollkommen vertrocknet.

    Das sieht fast so aus, als ob die Wurzeln nichts mehr aufgenommen haben, oder? Gibt es noch etwas, das ich jetzt tun kann?

    Wie immer: Danke vorab.
     
    P

    Platero

    Foren-Urgestein
    Ohjeh..... das klingt nicht toll.
    So richtig einen Reim drauf machen kann ich mir nicht wirklich.
    Aber ist klar, bei 37 Grad ist der Bedarf natürlich schon höher.

    Kannst du evtl. noch mal ein Bild machen?

    P.S.: hattest du gedüngt? Viel?
     
    D

    derChris

    Mitglied
    Nein, ich hatte nicht gedüngt. Bei dem recht trockenen Boden war mir das zu heikel.

    Ich war nicht überrascht, dass die Pflanze bei diesen Temperaturen die Blätter hängen hat lassen. Doch dass diese nach dem Gießen nun in einer rasanten Geschwindigkeit absterben...?!? Es ist, als ob die Pflanze überhaupt kein Wasser bekommen hätte.

    Foto füge ich an... es ist nicht schön.
    (Habe das dürre Teil fürs Foto reingetragen, draußen wird es zu dunkel. Die Kumquat stand aber die ganze Zeit draußen).
     

    Anhänge

    P

    Platero

    Foren-Urgestein
    Ohjeh.......
    Ich glaube, da ist nichts mehr zu retten. Was da genau passiert sein soll, und vor Allem so schnell, kann ich mir nicht erklären. :oops:

    Zur Sicherheit, knibbel mal am Stamm in der Nähe des einen Astes, der bisher noch grün war. Wenn dort die Rinde noch grün ist, kannst Du ihn in der Nähe der Bio-Tonne (als Drohung) in den Schatten stellen und dort mehr oder weniger "vergessen". Eventuell tut sich ja noch mal was.........

    Das tut mir nun sehr leid für Dich.
    Wenn Du es noch mal probieren möchtest, hole Dir beim De...ner eine neue Kumquat und versuche es noch mal. Die haben eigentlich immer gut gepflegte Exemplare, so dass der Neustart reibungslos klappen sollte, nach Allem, was Du nun dazu gelernt hast.......
     
    D

    derChris

    Mitglied
    Mist...

    Ich hatte schon so eine Befürchtung. :cry:

    Das mit dem Stamm-knibbeln habe ich nicht verstanden. Noch ist ein Ast, der direkt vom Stamm weggeht, in vollem Grün. Aber die Blätter sind da auch welk. Kann ich an diesem noch etwas machen? Meintest Du diesen Ast?
     
    P

    Platero

    Foren-Urgestein
    "Was machen" ist relativ....
    Wie gesagt, so richtig eine Idee zu dem Schadbild habe ich nicht.
    Das mit dem "knibbeln" am Stamm soll nur überprüfen, ob da noch Leben unter der Rinde ist. Also mit dem Fingernagel etwas an der Rinde des Stamms kratzen. Ist es darunter grün oder braun?
    Wenn der Stamm braun unter der Rinde ist, dann ist alle Hoffnung vergebens., dann findet kein Safttransport mehr statt und es ist nur eine Frage der Zeit, bis der letzte Ast auch abstirbt.

    Ist es am Stamm noch grün unter der Rinde, könnte er noch mal austreiben. Allzu grosse Hoffnung würde ich mir jedoch nicht machen. Es ist was anderes, ob eine gesunde Pflanze auf einmal alles Laub verliert oder radikal gestutzt wird, oder ob ein eh schon angeschlagenes Exemplar nun auch noch das letzte Blatt einbüsst......
     
    D

    derChris

    Mitglied
    Ich habe einmal gekratzt. Direkt unter der Rinde ist alles grün.
    Die trockenen Äste schneide ich jetzt ab und stelle das arme Teil wieder raus. Mal sehen.

    Danke für den Hinweis, dass die Pflanzen vom D....er-Markt gut sind. Da stammte dieses Exemplar her und ich war mir nie sicher, ob das eine gute Wahl war.
     
    P

    Platero

    Foren-Urgestein
    Da stammte dieses Exemplar her und ich war mir nie sicher, ob das eine gute Wahl war.
    Das hab ich doch am Schild erkannt..... ;)
    Im Ernst, ich habe dort noch nie Citrus mit Mangelerscheinungen, Ungeziefer oder Giessschäden gesehen. Das sieht in manch anderen Läden anders aus. Vielleicht sind sie da auch nur besser im Wegwerfen.... wer weiss das schon. Kommt natürlich auch immer auf das Personal in der jeweiligen Filiale an.

    Ich habe mir aus dem Urlaub Stecklinge von Mandarine und Orange mitgebracht. Bin gespannt!
     
    D

    derChris

    Mitglied
    Ich musste meine Fotos erst wieder ansehen. Stimmt, auf einem ist das Schild deutlich zu erkennen. :D

    Mandarine und Orange klingt toll! Essbar-reif werden die hier aber nicht? Oder werden diese dann mit viel (sehr, sehr viel) Zucker zu Marmelade verarbeitet?
     
    P

    Platero

    Foren-Urgestein
    Tja, das werde ich ausprobieren (müssen). Mandarine könnte gehen, Orange weiss ich nicht. Kommt halt auch auf den Sommer an. Eventuell funktioniert es auch so, wie bei den Zitronen. Wenn die vor dem Winter noch nicht erntereif sind, hängen die einfach im Winter weiter dran, wachsen nicht, und machen im folgenden Jahr einfach da weiter, wo sie aufgehört haben......
     
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