Rhododendron ggf. kaputt? was wird empfohlen?

C

caipi-dale

Mitglied
Hallo Ihr,

leider sieht auch mein Rhododendron nach dem Winter nicht so toll aus und aus gesundheitlichen Gründen konnten wir uns die letzten 2 Jahre kaum um ihn im Garten kümmern.

Kann man hier mit den Bildern eine Ferndiagnose stellen? ;-)

Was könnt Ihr mir empfehlen?

20180406 Rhododendron 1v2.jpg

20180406 Rhododendron 2v2.jpg

Vielen Dank !!!
 
  • jola

    jola

    Foren-Urgestein
    Kratz doch einfach mal ein bißchen Rinde ab, ob er da drunter noch grün ist, wenn ja, würde ich ihn zur Hälfte runterschneiden, sowie
    gießen und düngen. Dann könnte er sich eventuell erholen.
     
    Pyromella

    Pyromella

    Foren-Urgestein
    Seh ich das richtig, dass da noch Schnee liegt, der Boden also gefroren sein könnte? Dann warte erst mal etwas ab, bis alles getaut ist. Bei Frost nehmen Rhododendren schon mal eigenartige Blattstellungen ein. (Blätter hängen lassen, gerne auch gerollt.)

    Wenn es in getaut nicht besser aussieht, dann wäre ich auch für den von Jolantha vorgeschlagenen Weg.

    Liebe Grüße, Pyromella
     
    Rosabelverde

    Rosabelverde

    Moderatrix
    Mitarbeiter
    Auf mich wirkt der Rhodo ganz mächtig mangelernährt, und wenn du dich 2 Jahre lang nicht um ihn kümmern konntest, kannst du vielleicht ganz einfach erstmal mit Düngen anfangen.

    Vielleicht ist ihm überdies seine Behausung zu eng, die vermutlich wegen des Bedarfs an saurem Boden angebracht wurde? Also ich würd erstmal mit Rhododendrondünger anfangen und dann, falls er Erholungseichen zeigt, über einen größeren Pflanzring nachdenken.

    Wünsche dir viel Glück mit der Pflanze!
     
  • Konstanze

    Konstanze

    Mitglied
    Seltsame Pflanze.
    Ich möchte meinen, dass das, was ich auf dem Bild sehe, so gut wie nichts mit einem Rhododendron zu tun hat.

    - Die Blätter sind gelb - sehen aus, als ob sie bald fallen. Bei Forst rollen die Blätter sich nach innen ein, die Blattfarbe aber ist immer grün.
    - Wieso hat das Teil überhaupt nur an den Spitzen ein bisschen Laub? Und an den verholzten Ästen wächst überhaupt nichts?
    - Woher diese seltsame Rotfärbung - sieht irgendwie nach "Nottrieben" aus.
    - Die Blütenansätze / Knospen für das Frühjahr bildet ein Rhodo immer bereits im Vorjahr aus, diese überwintern. Manche davon werden
    trocke und braun, aber der gezeigte Strauch hat nicht mal eine einzige Knospe. Und hatte offenbar auch in den vergangenen Jahren
    keine - sonst sollten zumindest noch die vertrockneten Reste sichtbar sein.

    Was auch immer diesem kümmerlichen Gesellen wiederfahren sein mag - das hat nichts mit "ich konnte mich 2 Jahre nicht kümmern" zu tun!!!
    Man muss sich nicht um Rhododendren kümmern - im Normalfall wachsen die still vor sich hin und blühen jedes Jahr treu und brav.
    Ich habe sehr viele, darunter auch einige alte Exemplare übernommen, an Ecken im Garten, die ich nach Jahren erstmals überhaupt gefunden habe - es macht dem Rhodo absolut nichts aus, jahrelang keinen Menschen zu sehen, wenn der Standort passt.
    Sicher - auch die haben sich über ein bisschen auslichten gefreut, die Basis freilegen, mal düngen - aber am Ende war das nur Kosmetik.

    Wobei ich es für völlig falsch halte, zu behaupten, dass Rhodos nicht vollsonnig stehen können. Sie können sehr wohl!
    Und auch das Mantraartige wiederholen der sauren Erde ist nicht immer ein Allheilmittel - so anspruchsvoll sind die nicht. Ein bisschen altes Laub um die Füße reicht völlig aus.

    Hier auf diesen Fotos ist eine Pflanze, die entweder kurz vor dem eingehen ist - oder - kein Rhododendron.

    Vermutlich steht das Teil so was von komplett falsch (eingemauert???? )
    Rhododendren sind Flachwurzler. Die können nichts rings um den Fuß gebrauchen, was einengt oder das Wurzelwachstum in die Breite hemmt! Und keinen stark verdichteten Boden.
    Vielleicht hilft es noch, ihn umzusetzen, mit einem ordentlichen Rückschnitt.
    Ansonsten - R.I.P.
     
    Zuletzt bearbeitet:
  • L

    Lauren_

    Guest
    Ich schließe mich Rosabel an - ich würde es zuerst mit Rhododendron-Dünger versuchen. (Dosierung unbedingt gemäß Mengenangaben auf der Packung, auf keinen Fall überdosieren, lieber ggf. nachdüngen wenn es nicht reicht!)

    Die "ungewöhnlichen Farben" könnten u.U. auch dem Foto geschuldet sein - viele Kameras haben ein Problem mit (manchen) Rot- und Grüntönen. Während manches "saftiger" wirkt als es in natura ist, wirkt anderes blasser oder unrealistisch, mich hat das bei manchen Kameras schon in den Wahnsinn getrieben.
     
  • Rentner

    Rentner

    Foren-Urgestein
    Den wichtigsten Hinweis hat meiner Meinung nach Jolantha gegeben:

    Kratz doch einfach mal ein bißchen Rinde ab, ob er da drunter noch grün ist,...
    Für mich sieht das nach einer Kombination aus Trockenschaden + Nährstoffmangel (Stickstoff/Eisen) aus.

    ...Wobei ich es für völlig falsch halte, zu behaupten, dass Rhodos nicht vollsonnig stehen können. Sie können sehr wohl!
    Und auch das Mantraartige wiederholen der sauren Erde ist nicht immer ein Allheilmittel - so anspruchsvoll sind die nicht...
    Da stimme ich in beiden Punkten voll zu.

    Der hier steht vollsonnig in einer Mischung aus Blähtonbruch, Bims und günstigster Baumarkt-Blumenerde in einem relativ kleinen Tonkübel.
    Dort bekommt er nach der Blüte wöchentlich speziellen Dünger und alle 2 Wochen zusätzlich eine Dosis Mikronährstoffe.



    So sieht er übrigens immer im Winter bei strengerem Frost aus. Das ist aber ganz normal.



    Gruß,
    Pit
     
    L

    Lauren_

    Guest
    Der hier steht vollsonnig in einer Mischung aus Blähtonbruch, Bims und günstigster Baumarkt-Blumenerde in einem relativ kleinen Tonkübel.
    Dort bekommt er nach der Blüte wöchentlich speziellen Dünger und alle 2 Wochen zusätzlich eine Dosis Mikronährstoffe.
    Pit, eine sehr schöne Pflanze! (y)
    Womit düngst du sie, und mit was für Mikronährstoffen wird sie gefüttert?
    Diese Therapie würde ich bei meinem Rhododendron, der in diesem Winter - unerwarteterweise - sehr gelitten hat, auch gerne ausprobieren.
     
    Rentner

    Rentner

    Foren-Urgestein
    Hallo Lauren,

    nach der Blüte werden meine Rhodos wöchentlich mit mineralischen Hortensien/Azaleendüngern versorgt. Außerdem gibt es alle 14 Tage Spurenelemente in chelater Form. Mitte Mai und Ende Juli spendiere ich ihnen noch eine Portion pelletierten Hühnermist. Ende September gibt es dann etwas Kalimagnesia und im März etwas Thomasphosphatkali.

    Gruß,
    Pit
     
    L

    Lauren_

    Guest
    Pit, über so eine Versorgung kann sich wirklich keiner beschweren, kein Wunder dass deine Pflanze so gut aussieht. (y)
    Würdest du mir evtl. (gerne auch per pn, falls du es nicht öffentlich schreiben möchtest) den Namen deiner an Chelat gebundenen Spurenelemente und evtl. die Bezugsquelle verraten...? Das wäre toll, würde ich auch sehr gerne ausprobieren. :pa:
     
  • Rentner

    Rentner

    Foren-Urgestein
    Ist erledigt.

    Gruß,
    Pit
     
    L

    Lauren_

    Guest
    Ganz herzlichen Dank! :pa:
    Dann kann ich die Pflege meines Rhododendrons bald umstellen und hoffe darauf, dass es ihm genauso gut gefallen wird wie deinem schönen Exemplar!
     
    C

    caipi-dale

    Mitglied
    Hallo Ihr, WOW !!! Danke für die vielen Tipps. Ich habe bereits einen Mix aus all diesen Tipps durchgeführt und mal schauen wie sich der Rhododendron so entwickelt. Das "Helle" ist kein Schnee, sondern Spielsand von den Kids ;-)
     
    Rentner

    Rentner

    Foren-Urgestein
    Der hier steht vollsonnig in einer Mischung aus Blähtonbruch, Bims und günstigster Baumarkt-Blumenerde in einem relativ kleinen Tonkübel.
    Dort bekommt er nach der Blüte wöchentlich speziellen Dünger und alle 2 Wochen zusätzlich eine Dosis Mikronährstoffe.



    So sieht er übrigens immer im Winter bei strengerem Frost aus. Das ist aber ganz normal.

    ...
    So sieht er heute aus:

     
    Rosabelverde

    Rosabelverde

    Moderatrix
    Mitarbeiter
    Ach du meine Güte! Der schäumt ja! :d :D Tolles Teil! Braucht der nicht bald einen größeren Topf?
     
    Rentner

    Rentner

    Foren-Urgestein
    Nein,

    der reicht locker noch ein paar Jahre. Besonders blühwillig wächst der Rhodo, wenn sein Wurzelfilz auf Druck wachsen darf.
     
    Rosabelverde

    Rosabelverde

    Moderatrix
    Mitarbeiter
    Das wusste ich nicht. Gilt das auch für Azaleen? Ich hab mich schon gewundert, wie gut es meinen beiden geht, die sich seit 4 Jahren 1 nicht allzu großen Kübel teilen, und hab ihnen schon einen mehr als doppelt so großen gekauft. Sollte ich sie da besser nicht reinpflanzen?
     
    Rentner

    Rentner

    Foren-Urgestein
    Hallo Rosa,

    einer der großen Fehler, der beim Ein-/Umtopfen oft gemacht wird, ist die Auswahl viel zu großer Kübel/Töpfe.
    Dabei spielt es erstmal gar keine Rolle um welche Pflanze es sich handelt.

    Gruß,
    Pit
     
    Rosabelverde

    Rosabelverde

    Moderatrix
    Mitarbeiter
    Wow, Super, ich glaube, du liegst richtig. Konstanze war ja auch schon der Meinung, dass das kein Rhodo sei, und nachdem ich mir jetzt das Foto im Erstpost nochmal angesehen habe, scheint mir, ich hab den Begriff Rhododendron übernommen ohne hinzusehen. :d
     
    L

    Lauren_

    Guest
    Ich widerspreche ungerne, aber das ist ganz sicher kein roter Hartriegel. :lol:
    Der verliert im Winter auch seine Blätter.
    Das im Bild oben ist schon ein Rhododendron, ich kenne die Blätter schon mein Leben lang... ein ausgezehrter, ausgemergelter Rhododendron - aber ganz sicher ein Rhododendron. :lol:
     
    Rosabelverde

    Rosabelverde

    Moderatrix
    Mitarbeiter
    Also ich sag jetzt lieber nichts mehr, ich hab keinen eigenen Rhodo zum Vergleich und bin gespannt auf die Auflösung.:grins:
     
    L

    Lauren_

    Guest
    Rosabel, ich habe mehrere Rhodos, und wir hatten schon immer Rhodos... die Blätter im obigen Bild sind definitiv Rhododendron-Blätter, und der rote Hartriegel hat im Winter auch kein Laub - und das Laub, das er hat, sieht vollkommen anders aus. :lol:
    Guck dir die Blätter mal in 1:1 an (Foto im 1. Beitrag mit der Lupe vergrößern, dann siehst du den Unterschied zum roten Hartriegel ganz deutlich. Blätter, Blütenstände, Knospen... das sind einfach vollkommen unterschiedliche Pflanzen und vollkommen unterschiedliche Blätter.)

    Ich denke die Aussage von Konstanze war nicht ernst gemeint - sie meinte damit, dass die Pflanze so schlecht gepflegt sei, dass sie "schon nicht mehr" nach Rhododendron aussieht. :lol:
    Auch Pit, unser absoluter Baumspezialist, hätte ganz sicher niemals einen Rhododendron mit einem roten Hartriegel verwechselt. :lol:
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
    Supernovae

    Supernovae

    Foren-Urgestein
    Okay, okay!
    Ich habe nochmal im Großformat geschaut. Die Hartriegelidee kam nur so, vom schauen auf dem kleinen Bildschirm.
    Ihr habt recht (ich habe mich durch die roten Stengel und die superhellen und sehr schlaffen Blätter ganz stark ablenken lassen!)! Es ist ein Rhodo!

    Düngen, evtl schneiden...

    Mich verdutzt etwas wie der Busch gewachsen ist. Der Wachstum an der linken Seite ist so eingeschränkt. Kann das mit dem Buchs (? Ist doch einer, oder?) zusammenhängen?
    Für einen Flachwurzler hat der Busch aber ein mächtiges Höhenstreben, oder?
     
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