Rollrasen voriges Jahr verlegt, jetzt…

  • Ersteller des Themas Fred1234
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Fred1234

Neuling
Hallo, wir haben voriges Jahr im August einen Rollrasen im Garten (320 m2, hauptsächlich West-Seite) verlegen lassen, welcher bis im Frühjahr wirklich sehr gut aussah. Gepflegt wurde er bis dahin mit einem Dünger im Herbst und ab dann nicht mehr speziell. Das heißt aktuell wird der Rasen 2x täglich (4 Uhr früh, 21 Uhr abends) für je 15 min gegossen. Ein Mähroboter verrichtet Werktags für 8 Stunden seinen Dienst.
Vertikutiert wurde der Rasen bislang noch gar nicht, weil ich gelesen habe, dass dies erst im 2. Jahr erfolgen soll. 2021 wurde noch nicht gedüngt, was wohl zu meinem aktuellen Problem führt:
1) der Rasen ist dünn
2) teilweise verfärbt, also nicht mehr sattgrün wie im Vorjahr
3) teilweise braune Stellen, weil ausgebrannt (wird zu wenig bewässert???)
4) Unkraut vorhanden, aber
5) am stärksten ist Hirse im Rasen

ich muss anmerken, dass wir einen Hund haben, der tagsüber im Garten ist und 2 kleine Kinder, d.h. der Rasen wird natürlich abgenutzt.
Ich würde nun auf passendes Wetter (max. 25 Grad) warten und dann einen Bio-Dünger streuen, damit Kinder und Hund nicht gefährdet werden.
Welche Möglichkeiten seht ihr noch, um meinen Rasen zu stärken?

bei dem einen Foto, wo die braunen Streifen zu sehen sind, muss angemerkt werden, dass für lediglich 16 Stunden an dieser Stelle ein größeres Stück Material lag, und schon waren einen Tag später diese Streifen da.
 

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  • G

    Galileo

    Mitglied
    Hallo Fred,

    zur Rollrasen-Folgepflege und zum richtigen Wässern sind hier im Forum schon so viele Beiträge geschrieben worden (auch von mir), aufdas ICH nicht nochmal einen schreiben will.
    Auf jeden Fall wässerst Du zu oft und dann zu wenig.
    Einfach mal die "Suche" aktivieren und nachlesen...
    bei dem einen Foto, wo die braunen Streifen zu sehen sind, muss angemerkt werden, dass für lediglich 16 Stunden an dieser Stelle ein größeres Stück Material lag, und schon waren einen Tag später diese Streifen da.
    Das Material was dort gelegen war, hat sich in der Sonne stark aufgeheizt und die Hitze nach unten abgestrahlt.
    Die Grashalme sind verbrannt. Dazu reicht manchmal nur 1 Stunde.
    Falls die Graswurzeln auch "gegart" wurden, wird da nix mehr kommen, aber meisten treiben sie nach.
     
    F

    Fred1234

    Neuling
    ja, danke für den Hinweis mit der Suche, die mir natürlich schon bekannt war…
    Diese Rasenfibel liest sich ja äußerst spannend. Ich werde für das Erste mal meine Bewässerung auf intensiver, aber seltener pro Woche (2-3x) einstellen. Der Mähroboter dürfte auch zu oft unterwegs sein.
     
    D

    DanielaK

    Mitglied
    Wie sieht es denn bei euch mit dem Wetter so aus? Bei uns schmeisst glaub ich dieses Jahr keiner die Bewässerung an. Wir sind schon froh wenns mal mehr als 3 Tage nicht regnet. Bewässern wäre also hier Wasser in den Rhein getragen. Hirse ist enorm mühsam, aber findet immer einen Weg in den Rasen. Unkraut wirst du auch immer was haben, kann ja von aussen wieder zufliegen. Die Frage ist eher, wie viel und von was.
     
  • Opitzel

    Opitzel

    Foren-Urgestein
    Nachdem der Thüringer Wald durch die Jahre lange Trockenheit und den damit induzierten Schädlingsbefall sehr krank wurde, freue ich mich über jeden Milimeter Regen.
    Auch für den Fall, dass meine 43 vorwiegend im Freien stehenden Tomatenpflanzen dadurch Schaden nehmen.
    Der tägliche Kampf gegen das Unkraut hat nur zum Umdenken gegen den beschönigenden Ausdruck "Beikräuter" beigetragen. :mad:
    Aber immerhin, sagen die Wasserwirtschaftler, hat eine unserer Nachbargemeinden erstmals wieder das ein Jahrzehnt lange Mittel beim Grundwasserstand erreicht. Unsere Stadt und ihre Fluren und Wälder sind davon noch entfernt.
    Hier sterben neben den 1946 und Folgejahren als Notlösung nach der kriegsfolgenden Borkenkäferkatastrophe angepflanzten sächsischen Tieflandfichten auch die erkorenen "Rettungsbäume", die Buchen. Ihre Wurzeln erreichen das abgesackte Grundwasser noch nicht, und die Niederschläge haben von oben ihren Wurzelhorizont jetzt erstmals wieder erreicht.
     
  • D

    DanielaK

    Mitglied
    @Opitzel : ja, da gebe ich dir Recht. Es braucht unten dringend Wasser. Bei uns ist es noch nicht gar so schlimm, aber die Forstleute merken es auch hier. Das Problem ist eher, dass so viel auf einmal kommt, dass die Böden es nicht mehr schnell genug weiterleiten können. Mich stört es prinzipiell auch nicht. Muss weniger Giesskannen tragen und weniger schwitzen 😉. Aber Abends mal mit Freunden draussen sitzen wäre halt schon auch was.
     
  • D

    DanielaK

    Mitglied
    Ah, bin ja hier unter Gleichgesinnten. Wenn ich sonst Beikräuter sage, sehen mich alle nur doof an.😂. Im Schweizerdeutschen haben wir den Begriff "Gjätt" dafür. Dieses gehen wir dann jäten. Damit ist im Prinzip alles gemeint was nicht dort wächst wo wir es haben möchten. Somit kann theoretisch jede Pflanze sowohl "Gjätt" als auch erwünscht sein.
     
    G

    Galileo

    Mitglied
    Ich werde für das Erste mal meine Bewässerung auf intensiver, aber seltener pro Woche (2-3x) einstellen
    Moin moin,
    fang mal mit alle 3 Tage 15-20 Liter pro m2 an und nach 3-4 Wochen alle 4 Tage, danach alle 5 Tage, bis Du bei 6 oder 7 bist.
    Richtwert: Erst wenn auf dem Rasen die Fussabdrücke sichtbar bleiben, weil die zu trockenen Halme sich nicht mehr aufrichten, ist Wässern notwendig.
    Dazu muss aber schon eine Halmlänge von über 30 mm eingehalten werden.
    ICH empfehle 34-46 mm, das schützt auch die Erdoberfläche.

    Mein Lesezeichen: Rasen wässern, Schnitthöhe
     
    F

    Fred1234

    Neuling
    Der letzte ordentliche Regen war vor 8 Wochen. Seitdem nichts mehr. Auf der West-Seite ist es staubtrocken. Die Ost-Seite sieht besser aus, weil nachmittags die Sonne weg ist und durch das Haus beschattet ist.
    danke für die Hinweise mit dem wässern, stelle ich mal um!
     
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