Rosenkohl Anbautipps für Kohlanfänger

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Beates-Garten

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Ich beabsichtige mich in diesem Jahr erstmals an Rosenkohl zu probieren und hoffe auf Eure Erfahrungen/Tipps um Fehlschläge zu vermeiden und hoffentlich einen hohen Ertrag einzufahren.

- Wieviele Pflanzen würdet Ihr für einen 4-Personen-Haushalt empfehlen?

- Mit welchen Pflanzen in der Mischkultur?

- ist bei der Pflanzung in Bezug auf Pflanztiefe zu beachten?

Danke schon mal im Voraus für Eure recht umfangreichen Hinweise.
 
  • T

    thomash

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    Rosenkohl ist einfach und schwierig zugleich.

    Schwierig, weil Kohl generell stark unter Kohlweisling und weißer Fliege belastet ist, einfach weil man nicht die Kohlblätter sondern die Knospen ißt.

    Ich habe die beste Erfahrung mit dezentraler Pflanzung gemacht. d.h. die Pflanzen möglichst weit auseinander zu setzen.
    Optimalerweise wird um den Kohl Pflanzen gesetzt, die die Schädlinge vom Kohl ablenkt. Dazu zählen in erster Linie Tomaten und Kartoffeln.

    Alternativ kannst du die Rosenkohlpflanzen auch schon ab Juni verhüllen (mit Pflanzvlies). Ich selber mag das nicht weil ich schließlich nicht der Verhüllungskünstler Christo bin.

    Gerade mit Rosenkohl habe ich im Achterbeet gute Erfahrungen gemacht s. http://www.hausgarten.net/gartenforum/obst-und-gemuesegarten/60372-kartoffeln-im-achterbeet-2.html aber es reicht möglicherweise auch nur, wenn du die Kohlpflanzen auf mehrere beete verteilst.

    Zugegeben, dass diese Technik etwas umstritten ist, aber ich denke die Erfolge geben mir recht. Warte aber noch andere Meinungen ab.
     
    Beates-Garten

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    Danke für Deinen Tipp, ich hoffe dass der Kohlweißling nicht so das Problem wird, da in der Nachbarschaft nur "Rasen-/Koniferengärten" vorhanden sind und ich hier die einzigste bin, die den Garten für Gemüse und Obst nutzt und nicht nur zum Rasenmähen. Also hoffe ich, dass der Kohlweißling in der näheren Umgebung wegen jahrelangem Nahrungsmangel "ausgestorben" ist.
     
  • ralph12345

    ralph12345

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    Ich hab jetzt drei Jahre in Folge (in wechselnden Beeten) Kohl angebaut. Vom Grünkohl haben die Kohlweisslingsraupen ca 50% vernascht, vom Kohlrabi 100% der Blattmasse (Die Knollen haben den Schnecken geschmeckt), vom Rosenkohl 100% der Blattmasse und reichlich der Knospen, die man essen hätte wollen. Den Rosenkohl habe ich am Ende komplett entsorgt. Meine Erkenntnis: Kohlanbau funktoniert eigentlich nur unter Netzen!

    Der Kohl stand bei mit zwar nicht inmitten von, aber doch direkt vor den Tomaten.

    Anbau und Wachstum war in allen Fällen unkompliziert. Bis auf das Problem, die winzigen Samen in ausreichendem Abstand zu säen. Vorziehen ist sinnvoll!
     
  • T

    thomash

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    Dann versuche es mal mir der dezentralen Pflanzung. Du wirst sehen es wirkt wahre Wunder. Hatte in den letzten drei jahren keine Raupe gesehen. Am besten - wie gesagt - im Kombi mit Kartoffeln und Tomaten anbauen.
     
  • ralph12345

    ralph12345

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    Deine bunte Mischkultur in allen Ehren, schön daß Du damit prima klar kommst. Daß man das nun in beinahe jedem Thread hier als Ultimative Lösung für quasi jedes Problem serviert bekommt.. Naja. Hat so ein bisschen was von missionarischem Eifer.

    Daß eine Monokultur Schädlinge fördert ist klar. Aber die Monokultur ist praktisch für die Pflege. Ob nun Bewässerung, Düngung, ausgeizen, ernten, Unkraut jäten.

    Ich hatte zwei Jahre lang nur ein paar wenige Tomaten, das Chaos was da im ersten Jahr im Gemüsebeet war, kommt an die bunte Mischkultur schon dicht ran. Trotzdem Braunfäule und zwar heftig. Schnecken am Salat, Wirsingkohl verfault. Die Kohlpflanzen standen 2014 direkt vor den Tomaten, dazwischen Kapuzinerkresse. Hat nichts geholfen. Die Gemüsenachbarn sind nicht für alles eine Garantie. Also habe ich seit 2014 ein Tomatendach. Und werde Kohlpflanzen wenn ich welche anbaue in Netze packen.

    Die Fläche unter dem Tomatendach ist begrenzt, da braucht kein Kohl oder Kartoffeln rein, denn die brauchen reichlich Platz. Gemüse in meinem Blumenbeet will ich auch nicht haben, so toll sieht das auch wieder nicht aus. Ich hab auch keine Lust, meine Mohrrüben einzeln unter den Tomatenpflanzen rauszusuchen und damit am besten noch die Tomaten zu zertrampeln. Oder umgekehrt beim ausgeizen die Möhren totzutreten. Gezielte Düngung ist auch so ein Thema. Last not least habe ich keinen riesen Gemüsgarten sondern nur ein relativ kleines Beet. Wenn ich da Chaos Kultur mache mit 3 Pflanzen pro Gemüseart, kommt da auch nichts verwertbares raus. Wass soll ich am Ende mit Kohl für zwei Personen und die anderen Portionen kaufe ich im Supermarkt dazu?
     
    tihei

    tihei

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    Daß eine Monokultur Schädlinge fördert ist klar. Aber die Monokultur ist praktisch für die Pflege. Ob nun Bewässerung, Düngung, ausgeizen, ernten, Unkraut jäten.

    Ich glaub du verwechselst da was.

    Monokultur:
    Jahr 1: Mais auf Feld A
    Jahr 2: Mais auf Feld A
    usw...

    Reinkultur:
    Jahr 1: Ausschließlich eine Frucht auf Feld A
    Jahr 2: Ausschließlich eine Frucht auf Feld A
    usw...

    Mischkultur:
    Jahr 1: Einzelne Reihen mit verschiedenen Früchten auf Feld A
    Jahr 2: Einzelne Reihen mit verschiedenen Früchten auf Feld A
    usw...
    Wass soll ich am Ende mit Kohl für zwei Personen und die anderen Portionen kaufe ich im Supermarkt dazu?

    So ist das aber immer, wenn man nur einen winzigen Gemüse- oder Obstgarten hat. Was man nicht anbauen kann, muss kaufen. Wenn man diese Argumentation weiter führte, käme man zwangsläufig dahin, garnichts anzubauen.
    Als Argument gegen Chaoskultur taugt das meiner Meinung nach nicht.

    PS: drei Pflanzen Rosenkohl liefern eine verdammt große Menge, wenn man den absolut nicht essen mag:d
     
    ralph12345

    ralph12345

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    Monokultur, Reihenkultur... Wenn ich Thomas richtig verstehe, sind auch Reihenkulturen schädlingsanfällig - wie eben auch Monokulturen. Und die Mischkultur - bei ihm ohne Reihen - wäre die Lösung.

    So ist das aber immer, wenn man nur einen winzigen Gemüse- oder Obstgarten hat. Was man nicht anbauen kann, muss kaufen. Wenn man diese Argumentation weiter führte, käme man zwangsläufig dahin, garnichts anzubauen.
    Naja, wenn Du 10m^2 Fläche für zwei Sorten Gemüse aufteilst, Gemüse mit dem Du Dich perfekt auskennst und das Du demtensprechend gut pflegen kannst, dann kommt da schon ordentlich was bei rum. Im Sommer ist der Bedarf an Salat, Tomaten und Beeren bei uns z.B. gut gedeckt. Wenn ich auf der Fläche in Chaos Mischkultur 10 Sorten anbaue, dann komme ich mit den zwei Kartoffelpflanzen nicht weit. Am Ende esse ich die selbe Menge Gemüse, ok. Aber während es mir bei Kartoffeln z.B. egal ist, die schmecken auch aus dem Supermarkt, ist es mit bei Tomaten wichtig, die selber zu ziehen, die schmecken gekauft nach nix.
     
    Beates-Garten

    Beates-Garten

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    Danke für Eure angeregt Diskussion, ich werde auf alle Fälle ein Netz wegen dem Kohlweißling vorsehen.
    Ich beabsichtige den Rosenkohl in Mischkultur (in Reihen) mit Bohnen und Mangold anzubauen.
     
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