Rotbuche mit Erde anfüllen

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H

Herr-breuer

Neuling
Hallo zusammen,
wir haben im Frühjahr 2016 Rotbuchen gepflanzt, die mittlerweile zu einer ordentlichen Hecke gewachsen ist. Momentan bauen auf der anderen Seite der Hecke neue Nachbarn. Aufgrund des Gefälles in der Straße ist das Grundstück höher als unseres. Die Hecke liegt für die Nachbarn zu tief. Wir überlegen nun, ob es möglich ist, auf der Seit der Nachbarn ca. 30-40cm Erde anzufüllen. Wir sind jedoch nicht sicher, ob die Stämme evtl. faulen und die Pflanze eingehen könnte.
Was meint ihr?
Vielen Dank
 
  • Fjäril

    Fjäril

    Mitglied
    Seit einer Gartenumgestaltung steht bei uns ein Sommerflieder und ein Ahorn tief in Erde. Beide wachsen weiterhin, scheint sie nicht zu stören.
     
    G

    Galileo

    Foren-Urgestein
    Buchen sind Flachwurzeler, die besonders empfindlich auf Wurzel-Überdeckung reagieren.
    Z. B. reicht eine 7 cm hohe Überdeckung mit Lehmboden über 6 Wochen, damit eine ausgewachsene Buche abstirbt.
    @Herr-breuer, Du wirst bist zum Laubfall warten müssen, um die Buchen auszugraben und neu erhöht wieder einzupflanzen.

    Es sei denn, Du kannst sicherstellen, dass bei der aufzufüllenden Seite
    1. kein lehmhaltiger Boden, sondern humusreiches, lockeres Substrat/Material auf 1 m Breite angetragen wird.
    2. dass vorher Rasensoden usw. entfernt werden, da sie sonst beim Verrotten dem Boden und damit den Buchenwurzeln zuviel Sauerstoff entziehen würden.
    3. in Etappen gearbeitet wird, alle 2 Monate 10 cm hoch anschütten, bis Sollhöhe erreicht ist.
    4. dass dieses Auffüllsubstrat mit einem Langzeitdünger angereichert wird, damit neue Wurzeln dort rein schneller wachsen
    5. dass der aufgefüllte Bereich immer feucht, nicht nass, gehalten wird
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Taxus Baccata

    Taxus Baccata

    Foren-Urgestein
    Oha... da hatten wir Glück. Wir haben auch aufgeschüttet (bis zur Rotbuchenhecke)... nicht gerade 40cm, aber so 15-20... sie hat es überlebt, offensichtlich war das Substrat dann humusreich genug. (?)
    Hoffentlich geht das man gut. (Ist jetzt so ein Jahr her)
     
  • G

    Galileo

    Foren-Urgestein
    Hoffentlich geht das man gut. (Ist jetzt so ein Jahr her)
    Falls Du es genauer wissen möchtest und "Lange Weile" hast ;)
    könntest Du im aufgefüllten Bereich vom Stamm her, die Erde vorsichtig wegnehmen, kleine Schippe, mit Wasser wegspülen oder Industriestaubsauger.
    Bis zu den Wurzeln, dann kannst Du sehen ob aus dem Stamm Adventivwurzeln (neue Wurzeln) gewachsen sind.
    Oder falls nicht, die tiefer liegenden alten Wurzeln noch vital (weiß unter der Wurzelhaut) sind.
    Gehölze sind in der Lage, bei Verlust/Absterben von Wurzelbereichen eine gewisse Umverteilung der Versorgung zu etablieren, damit nicht ganze Kronenbereiche absterben.
    Gelingt dies, werden vorerst kleinere oder/und weniger Blätter in den Folgejahren gebildet.
    Das alles gelingt mehr oder weniger.
     
  • Taxus Baccata

    Taxus Baccata

    Foren-Urgestein
    Vielen Dank für den Tipp Galileo, Langeweile habe ich leider weniger, aber interessant wäre es natürlich schon. Sollte ich die Zeit finden mache ich das auf jeden Fall mal. 👍
     
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