"Schnecken füttern" - hat das mal jemand ausprobiert?

Lupina

Lupina

Mitglied
"Schnecken füttern" - hat das mal jemand ausprobiert?

Hallo,

gestern hatte ich Besuch von einem anderen Gartenbesitzer und ich habe mal erwähnt, dass ich in meinem recht schattigen Garten ziemliche Probleme mit Schnecken habe. Er meinte dann, man könne die Schnecken auch "füttern", dann würden sie die Pflanzen in Ruhe lassen. Auf meine Nachfrage, erkläre er, man müsse den Schnecken Salat oder sonst was Gutes immer an eine bestimmte Stelle legen, dann würden sie nur noch dort fressen.
Ich hege erhebliche Zweifel, ob so etwas funktioniert und dachte für einen kurzen Moment, dass ich da veräppelt werde, aber er erkläre ernsthaft, das würde bei ihm klappen.
Ich persönlich werde diese Methode in meinem Garten nicht ausprobieren, weil ich fürchte, dass sich die Schnecken dann noch schneller ausbreiten könnten als sie es jetzt schon tun, aber es würde mich dennoch interessieren, ob ihr so etwas auch schon gehört habt oder gar schon ausprobiert habt - oder bin ich doch nur veräppelt worden?

Gruß Lupina
 
  • mein geheimer Garten

    mein geheimer Garten

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    AW: "Schnecken füttern" - hat das mal jemand ausprobiert?

    Ich füttere meine Schnecken mit Schneckenkorn, da weiß ich, wo ich dran bin.

    Der Tipp des Nachbarn scheint mir doch recht fragwürdig.... Da kommen sehr wahrscheinlich alle Schnecklein aus der Nachbarschaft bei Dir an und fragen, was
    morgen auf dem Speiseplan steht....

    Liebe Grüsse aus
    :?meinem geheimen Garten:?
     
    Moorschnucke

    Moorschnucke

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    AW: "Schnecken füttern" - hat das mal jemand ausprobiert?

    Hallo Lupina,
    nein, man hat dich nicht veräppelt - das Ablenkungsfüttern der Nacktschnecken funktioniert zuverlässig.
    Wir haben es vor ca. 5 Jahren entdeckt, als wir unsere Weinbergschnecken, Tigerschnegel, Hainbänderschnecken usw. an bestimmte Plätze gewöhnen wollten, damit wir sie nicht versehentlich tot treten.

    Wir haben festgestellt, dass sie Gurke am liebsten fressen - und dass auch Nacktschnecken wild darauf sind.

    In den etwa 5 Jahren haben wir Tausende von Nacktschnecken gesammelt und fern von Gärten wieder frei gelassen.

    Neben besonders gefährdete Pflanzen, z.B. Sonnenhut, legen wir Gurkenschalen oder -scheibchen und kontrollieren im Dunkeln mehrfach. Seitdem haben wir keine Pflanze mehr verloren - allerdings bauen wir außer Tomis kein Gemüse an.

    Die Nackis sind relativ selten geworden bei uns durch das Füttern/Absammeln.

    Schneckenkorn würden wir niemals verwenden, da wir einen halbwilden Biogarten haben, der zu den Revieren von mind. 6 Igeln gehört, die sich nicht vergiften sollen....., außerdem gibt's massig Singvögel, ab und zu Eidechsen, Frösche und natürlich unsere Schneckis, die alle mit vergiftet würden durch Schneckenkorn.:(

    Also probier's mal aus mit Gurke und viel Erfolg
    wünscht dir
    Moorschnucke:eek:

    Ein paar Fotos:

    http://www.hausgarten.net/gartenforum/tiere-im-garten/39319-tigerschnegel-mag-katzen-trofu.html

    http://www.hausgarten.net/gartenforum/nuetzlinge/27974-tigerschnegel-baby-und-weinbergschnecken.html
     
    M

    mehlko

    Mitglied
    AW: "Schnecken füttern" - hat das mal jemand ausprobiert?

    Hallöchen,

    mit Nacktschnecken stehe ich auf Kriegsfuß.:mad:

    Wer das glaubt, daß die sich durch Füttern ablenken lassen, der soll es tun. Ich glaub das nicht.

    Weinbergschnecken fressen die Gelege der Nacktschnecken.;)

    Viele Grüße
    Petra:eek::cool::?
     
  • Moorschnucke

    Moorschnucke

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    AW: "Schnecken füttern" - hat das mal jemand ausprobiert?

    Hallo Petra,
    probier es einfach mal aus ...... demnächst mit Gurkenschale neben gefährdeten Pflanzen.

    Oder du pflanzt als Ablenkungsfutter Tagetes:

    http://www.nabu.de/tiereundpflanzen/pflanzen/pflanzenportraets/04042.html

    Du wirst alle Schnecken-Arten kennenlernen, die in deinem Garten wohnen, und die dir Missliebigen sammelst du dann ein.

    Herzliche Grüße
    von
    der :?: :?: erfahrenen
    Moorschnucke:eek:
     
  • Moorschnucke

    Moorschnucke

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    AW: "Schnecken füttern" - hat das mal jemand ausprobiert?

    Hallo De,
    was du schreibst, sehe ich alles ein - aber niemand hier im Haus bringt es fertig, diese Schnecken sinnlos vom Leben zum Tod zu bringen. Wir wollen sie ja nicht essen.:(

    Wir haben bei jedem Muschelgericht ein schlechtes Gewissen..... und diese Tiere haben kein Gesicht mit Augen.

    Wir finden nämlich alle Schnecken schön.:)

    Herzliche Grüße
    von
    Moorschnucke:eek:
     
    Katzenfee

    Katzenfee

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    AW: "Schnecken füttern" - hat das mal jemand ausprobiert?

    Hallo Moorschnucke und De

    Also, ich will mich ja wirklich nicht in eure Diskussion einmischen, muß aber dazu anmerken, daß ich das gleiche Problem habe: ich kann sie nicht umbringen. Die einzigen bei denen ich es schaffe, sind Mücken (sonst wär ich wahrscheinlich schon ein Skelett).
    Also, was tun, ist hier die große Frage!
    Ich bring unsere immer ans andere Ende des Gartens - ganz nah zum Zaun, in der Hoffnung, daß sie da durch krabbeln/kriechen/schleimen. Nee, nee, ich will nicht unsere Nachbarn ärgern! Die Nachbarn haben zwei Laufenten - und somit wäre ich die unangenehme Verantwortung los.
    Aber was mach ich, wenn sie ihre Laufenten eines Tages nicht mehr haben? Dann steh ich auf dem Schlauch!
    Eine andere Gartennachbarin erzählte einmal, sie schneidet die Schnecken mit der Gartenschere durch. Um Himmels Willen!! Hab alleine von dem Erzählen `nen halben Herzinfarkt bekommen!
    Und nun? Gibt es für solche Leute wie mich auch eine akzeptable Lösung?

    fragende Grüße
    Katzenfee
     
    L

    Leobibi

    Guest
    AW: "Schnecken füttern" - hat das mal jemand ausprobiert?

    Ich finde die Idee vom Nachbarn absolut klasse und clever.

    Wenn Lupina dann füttert, kommen sie alle und des Nachbarns Garten ist schneckenfrei.

    Grüßle
     
  • Moorschnucke

    Moorschnucke

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    AW: "Schnecken füttern" - hat das mal jemand ausprobiert?

    Hallo Katzenfee,
    gut, dass es noch eine mitleidige Seele gibt, der es wie mir geht - außer Stechmücken töten wir nur noch Zecken.:(

    Der sanfteste Tod für Schnecken soll Einfrieren sein - das machen Schneckenzüchter mit ihrem überzähligen Nachwuchs, denn insbesondere exotische Tiere dürfen keinesfalls in die Natur entlassen werden.

    Das hab ich heute in einem Schneckenforum gelesen

    Auch Aale werden von manchen Anglern lebend ins Tiefkühlfach gelegt, bevor sie geräuchert werden.

    Allerdings löst die Vorstellung, einen Beutel voller lebender Nacktschnecken in unseren Tiefkühlschrank zu legen .... neben Hackfleisch, Schollenfilets, Himbeeren ... auch nicht gerade freudige Gefühle in mir aus.:(

    Liebe Grüße
    von
    Moorschnucke:eek:
     
    Katzenfee

    Katzenfee

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    AW: "Schnecken füttern" - hat das mal jemand ausprobiert?

    Hallo Moorschnucke

    Einfrieren - ein sanfter Tod???
    Kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen! Für den Schneckenzüchter vielleicht; weil er nicht mitbekommt, was er da anstellt. Langsam zu erfrieren, stelle ich mir furchtbar vor!
    Außerdem wäre ich wie du nicht begeistert ............. neben dem Eis, den Kräutern, dem Toast usw. ............; und GG würde mich wohl einweisen lassen. :grins:

    Also, bleibt immer noch die Frage: was tun?

    ratlose Grüße
    Katzenfee
     
    Lupina

    Lupina

    Mitglied
    AW: "Schnecken füttern" - hat das mal jemand ausprobiert?

    Hallo,

    na, zuerst mal bin ich froh, dass ich offenbar nicht veräppelt wurde von meinem Nachbarn, aber dennoch lasse ich mal lieber die Finger weg von dieser Methode. So verlockend der Gedanke auch für mich ist, die Schnecken einigermaßen in Schach halten zu können ohne sie töten zu müssen (nein, ich töte sie auch nicht gerne), so groß erscheint mir einfach die Gefahr, dass sie dann aus sämtlichen Nachbargärten angekrochen kommen und ich vom Regen in die Traufe käme.

    Danke an euch, liebe Grüße und in diesem Gartenjahr wenig Schneckenplage
    Lupina
     
    susu

    susu

    Mitglied
    AW: "Schnecken füttern" - hat das mal jemand ausprobiert?

    ich füttere meine Schnecken nicht grade, aber wenn dann der eine oder andere Salat schon angefressen dahinsiecht, dann nehm ich den aus dem Beet nicht weg sondern lass ihn noch stehen, den fressen sie dann nämlich zuerst fertig bevor sie einen neuen anbeissen. Sie haben einfach das saftige matschige Zeug lieber. Ich nenne ihn dann meinen "opfersalat" und solange nur etwa ein Achtel von meinem Zeug weggefuttert wird, kann ich damit leben.

    Ansonsten sammle ich sie ein (mit einer Riesenpinzette) und werfe sie in den Bach der am Haus vorbeifliesst. Ich glaub die Enten fressen sie ganz gerne, bild ich mir ein. Mitleid hab ich keins, aber zerschneiden, salzen, kochen o.ä. mag ich auch nicht.
    Und bisschen Ferramol Schneckenkorn wird auch gestreut, vor allem im Frühling.

    Mehr oder weniger bio nenn ich das...
     
    M

    mehlko

    Mitglied
    AW: "Schnecken füttern" - hat das mal jemand ausprobiert?

    Hallöchen,

    ich möchte Euch gern mal ein Buch empfehlen, das nicht nur sehr unterhaltsam ist-sondern die Schnecken auch mit ganz anderen Augen sehen läßt;)

    Schneckenflüstern statt Schneckenkorn von Hans-Peter Posavac.

    Liebe Grüße
    Petra:eek::cool::?
     
    henna

    henna

    Mitglied
    AW: "Schnecken füttern" - hat das mal jemand ausprobiert?

    Hallo, etwas spät, aber ich habe letztes Jahr Schnecken gefüttert. Neben den Rittersporn habe ich immer abgepflückte Löwenzahnblätter gelegt. Die Schnecken - in MEINEM Fall hauptsächlich Gehäuseschnecken - haben eher den Löwenzahn gefressen als den Rittersporn. Versuch macht klug, trau Dich einfach! Ich habe gelesen, dass Schnecken eher welkes Zeug fressen, davon ist auf aufgeräumten Beeten aber selten etwas da. Auf meinen Beeten liegt immer Mulch, das finde ich besser als Schleim verendeter Schnecken. Wenn etwas weggefressen ist, habe ich keine Sorge, da ich davon nicht leben muss.
     
    M

    mehlko

    Mitglied
    AW: "Schnecken füttern" - hat das mal jemand ausprobiert?

    Bloß das Ferramol nix hilft, und dass es schimmelt... nur so nebenbei
    Genauso isses.
    Außerdem finde ich Sk sehr eklig. Schon vom Gedanken her, daß die Schnecken *ausschleimen*....
    Ich hab mal gelesen, daß durch den Geruch verendeter Schnecken-andere Schnecken angelockt werden.
    Auch die Bierfallen usw...alles vergebliche Mühe.
    Absammeln und in einem anderen Garten wieder aussetzen hilft da wohl am ehesten:p
    ...oder halt füttern oder/und mit ihnen reden, ihnen sagen, was sie dürfen-und was nicht..:cool:

    Liebe Grüße
    Petra
     
    Highländer1

    Highländer1

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    AW: "Schnecken füttern" - hat das mal jemand ausprobiert?

    Guten Morgen

    Noch eckliger wie ausgeschleimte Schnecken finde ich aber aufgefressene Jungpflanzen. Erst zieht man die wochenlang aus nem Korn hoch, setzt die dann raus und schwups, über Nacht weg, verschwunden. Oder wie sie es gerne bei der Riesensonnenblume King Kong machen. Hochglibbern, Spitze rausknabbern, abhauen, nächste angreifen. Wenn ich die zu packen kriege ist schluß mit lustig. Von wegen wieder aussetzen. Ich habe mal nach ner regnerischen Nacht über 10 Liter von diesen Blumenfeinden vom Rasen gesammelt.

    Gruß Gerd
     
    T

    Tomatenzüchter

    Guest
    AW: "Schnecken füttern" - hat das mal jemand ausprobiert?

    Mit Mesurol habe ich seither nie Probleme, das einmal ausstreuen reicht bei mir locker aus... als ich noch Ferramol hatte, wurden die Setzlinge teilweise trotzdem abgefressen.
     
    Highländer1

    Highländer1

    Foren-Urgestein
    AW: "Schnecken füttern" - hat das mal jemand ausprobiert?

    @ Tomatenzüchter

    Kann ich nur bestätigen. Mesurol nehm ich auch. Funzt super.

    Gruß Gerd
     
    Moorschnucke

    Moorschnucke

    Foren-Urgestein
    AW: "Schnecken füttern" - hat das mal jemand ausprobiert?

    Dass ihr damit auch Igel tötet, ist euch klar?:(

    http://www.nabu.de/oekologischleben/balkonundgarten/gartentipps/08402.html

    Da unser Garten zu den Revieren von mind. sechs Igeln gehört, verwenden wir niemals etwas Giftiges gegen Nacktschnecken.

    Außerdem bringt das Gift auch alle harmlosen Häuschenschnecken und die nützlichen Tigerschnegel um.:(
     
    R

    Rentner

    Guest
    AW: "Schnecken füttern" - hat das mal jemand ausprobiert?

    Hallo Moorschnucke,

    wie heißt es so schön:

    "Was weiß der Frosch schon von der Weite des Meeres?"

    Das Problem liegt meist darin begründet, dass man oft vergisst, über den eigenen Tellerrand zu blicken und somit größere Zusammenhänge nicht erkennen kann oder gar erkennen will.
     
    Moorschnucke

    Moorschnucke

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    AW: "Schnecken füttern" - hat das mal jemand ausprobiert?

    Ach, Pit, es macht mich immer traurig, wenn ich dran denke, welche wunderschönen und nützlichen Tierchen zu Tode kommen wg. der gefräßigen Nackis.:(

    Man kann Schneckenzäune verwenden, Hochbeete bauen, Plastiktöpfe ohne Boden über Schneckenfutterpflanzen stülpen oder - wie wir - die Nackis mit Gurke anlocken, füttern und sammeln.

    Egal, was man nachher mit der Sammlung macht - die nützlichen Tiere bleiben verschont.

    Liebe Grüße
    von
    Moorschnucke:eek:
     
    T

    Tomatenzüchter

    Guest
    AW: "Schnecken füttern" - hat das mal jemand ausprobiert?

    Lockmethoden sind dahergehend nicht sinnvoll (z.B. Bier), dass Schnecken den Köder weit riechen, und somit auch viele aus anderen Gärten kommen - letztendlich hat man dann nur noch mehr Schnecken im Garten als zuvor...
    Schneckenzaun ist viel zu teuer... Hochbeete bauen??? Da hab ich aber viel vor bei der Fläche und das wird nicht ganz billig! Und über alle Pflanzen Töpfe stellen ist auch nicht wirklich wirksam, irgendwie kriechen die so oder so drüber... dann bin ich den ganzen Tag nur noch am Töpfe hin und herstellen. Da macht man sich ja lächerlich.
    Ferramol wirkt nicht (warscheinlich keine gute Lockwirkung, und auch nicht regenbeständig) - das Mesurol schon. Bei sachgemäßer Anwendung passiert nichts, man soll das ja auch nicht streuen, das der Boden blau wird... da reichen 20-30 Körner pro m² locker aus. Aber gibt sicherlich viele, die das drauf pfeffern wie nix...
    LG
     
    Zuletzt bearbeitet:
    N

    Njanana

    Neuling
    AW: "Schnecken füttern" - hat das mal jemand ausprobiert?

    In unserem Garten (ca.3.000 qm groß) leben Schnecken mit Gehäuse und auch Nacktschnecken. Da ich alle Tiere liebe und keines töten will, werden bei uns alle Schnecken aus Gefahrenbereichen (Gehwege und freie Flächen) aufgenommen und an einer Stelle (z.B. Zaun oder unter Büschen), wo keiner auf sie treten kann, wieder hingesetzt. Obwohl sie sich also bei uns ungehemmt vermehren können, wenn sie nicht gerade von anderen Tieren gefressen werden, geht keine Schnecke an das Gemüse und Obst im Gemüsegarten. Warum? Keine Ahnung.Wird ja wohl nicht Dankbarkeit sein??


    Mir fällt gerade ein, dass heute der 1. April ist. Aber es ist kein Aprilscherz!
     
    Fini

    Fini

    Foren-Urgestein
    AW: "Schnecken füttern" - hat das mal jemand ausprobiert?

    ich hab immer zuviel Zuchhinis ... da schneid ich welche auf und leg sie in Scheiben in den Garten, die andern Gemüsesorten werden somit in Ruh gelassen ... oder eben Gurken ...

    Ich hab aber auch einen SChneckenzaun und somit werden die Schneckies von Jahr zu Jahr weniger ...
     
    S

    Stellschnecklein

    Mitglied
    AW: "Schnecken füttern" - hat das mal jemand ausprobiert?

    Bei Tieren funktioniert die Nachwuchssteuerung überwiegend über das Nahrungsangebot. In "guten" Zeiten, wo die Ernährung sichergestellt ist, gibt es viel Nachwuchs, in schlechten Zeiten entsprechend weniger.

    Bei Wirbeltieren läuft es über direkt hormonelle Steuerung, es gibt also Würfe mit mehr Jungtieren oder Gelege mit mehr Eiern, bzw. es werden mehr Jungtiere aufgezogen. Bei Schnecken läuft es banaler ab, nämlich über die Anzahl der geschlüpten Jungtiere, die dank guten Nahrungsangebotes und mangelnder natürlicher Feinde überleben.

    Die Schnecken sind eben nicht "einfach da", und können gelockt und für immer entfernt werden, sondern reproduzieren sich selber ständig neu, bevorzugt da, wo die Überlebenschancen am optimalsten sind.

    Nach meiner Erfahrung gibt es besonders viele Schnecken in Gärten, mit denen man es ganz besonders gut meint, wo also immer reichlich gegossen wird, wo der Boden gut aufgelockert und humusreich ist und somit natürlich reichlich Pflanzen gut im Saft stehen.

    Wo unsere milden Winter schon nicht mehr viel bewirken, könnte es vielleicht hilfreich sein, an ein paar echt heißen Sommertagen einfach mal ein konsequent auf das übliche Gießen in Richtung gleichmäßige Dauerfeuchtigkeit zu verzichten und hoffen, dass die Pflanzen die Trockenheit eher überleben als die Schnecken. Dazu darf es natürlich keine geschützten Mulchecken geben, wo die Viecher sich unbehelligt verkriechen können. Also einfach mal beherzt in der Mittagshitze die oberste Bodenschicht aufgelockert oder die üblichen Verstecke unter Brettern oder Steinen gewendet und der Sonne ausgesetzt.
     
    Zuletzt bearbeitet:
    W

    Waterviolet

    Neuling
    AW: "Schnecken füttern" - hat das mal jemand ausprobiert?

    Liebe Leute, ich bin ganz neu hier und habe mir diese Diskussion sehr interessiert durchgelesen. Ich habe mir das Buch gekauft "Heute schon eine Schnecke geküsst?" und habe seit dem ein anderes Verhältnis zu ihnen. (und sie offensichtlich auch zu mir). Jedenfalls habe ich bis dato noch keine Jungpflanze opfern müssen, lediglich 5 Tagetes, die schon vorher ziemlich kränklich waren. Ich lege ihnen immer ein paar Küchenabfälle an die selbe Stelle und bemühe mich um eine "wohlwollende" Einstellung. :cool: Irgendwas daran funktioniert..... Früher habe ich auch Schneckenkorn und Co. ausprobiert. Ist für mich aber endlose Tierquälerei. Also: küsst eure Schnecken, sie fühlen sich geliebt und müssen nicht "Frustessen" :?:. :lol: (vielleicht hinterher den Mund abwischen....)
     
    Moorschnucke

    Moorschnucke

    Foren-Urgestein
    AW: "Schnecken füttern" - hat das mal jemand ausprobiert?

    Hallo Schneckenfans,
    wie einige hier wissen, haben wir ein Häuschenschnecken-/Tigerschnegel-Staudenbeet, wo diese nützlichen Tierchen gefüttert werden ... mit Gurkenschalen, -scheibchen, Möhrenstückchen und Katzentrofu. :?:

    Seit es wärmer ist, sind sie bis auf die Schnegel abends zugange und haben sich auch schon gepaart.:)

    In diesem Beet haben wir bis auf wenige Winzlinge bisher keine Wegschnecken entdeckt.

    Weil aber unser Sonnenhut in einem anderen Staudenbeet anscheinend zum Lieblingsfutter der Nackis gehört, habe ich regelmäßig dort nachgesehen - zum Glück, denn von einem Tag auf den anderen waren die kleinen Blätter arg dezimiert!:(

    Also ..... Gurkenscheibchen..... - und siehe da: 16 riesige Wegschnecken innerhalb von 3 Tagen und Nächten!!!

    Gestern haben wir sie wie immer weg gebracht.:grins:

    Herzliche Grüße
    von
    Moorschnucke:eek:
     
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