Sehr viel Unkraut im Rasen

H

Hansiwurst

Neuling
Hallo Forengemeinde,
ich hoffe Ihr könnt mir ein wenig weiter helfen.

Nach dem Sommer im letzten Jahr, sah mein Rasen aus wie die Wüste Gobi :)

Also im Frühjahr ran und alles vertikutiert. Auf ca 700m2 wurden dann 2 Sack Compo Rasensamen gesäht und mit Dünger dergleichen versorgt.

Jetzt ist mein Rasen leider voller Unkraut. Ich hatte mir in der Hoffnung das es besser wird, einen Mäh Robby angeschafft , aber auch ein Regelmäßiges mähen ging dem Unkraut nicht an den Kragen. Ich habe das Gefühl es wird schlimmer statt besser.

Anbei sende ich Bilder damit Ihr euch mal ein Bild machen könnt

Für jede Hilfe bin ich Dankbar um mein Problem zu lösen.

MFG
Hansiwurst
 

Anhänge

  • K

    Kantenstecher

    Mitglied
    Ja ein Mähroboter macht das ganze nur noch schlimmer, denn er verteilt die Samen kreuz und quer über den Rasen.Besser mit einem Mäher mit Fangkorb mähen. Wahrscheinlich ist aber dein Boden nicht im optimalen Zustand. Eine Bodenanalyse oder zunächst mal eine Ph Wert Messung würde wahrscheinlich schon einmal weiter helfen.Hast du überhaupt dein Rasen schon einmal gedüngt ? Wenn nicht auf jeden fall schnell nachholen.In diesem fall würde ich einen stark Stickstoffbetonten Dünger verwenden.Dann immer schön mähen und regelmässig düngen.Im Herbst dann einen Herbstrasendünger verwenden oder alternativ Patentkali.Chemie (Weedex,Banvel usw.) solltest du übrigens nicht anwenden, da man diese mittel nicht im Ansaatjahr anweden soll.
     
    wilde Gärtnerin

    wilde Gärtnerin

    Mitglied
    Du hast Storchschnabel (Geranium) im Rasen.
    Eigentlich hilft da nur Ausstechen.
    Wie viel m² sind es denn?

    wilde Gärtnerin
     
    H

    Hansiwurst

    Neuling
    Der Rasen wurde 2012 angelegt. Damals hatte ich nur mit Klee zu kämpfen.

    Er wird 2 mal im Jahr mit Compo Langzeit Dünger gedüngt und im Herbst mit Herbstdünger von Compo.

    Seit dem „auffrischen“ im Frühjahr habe ich das oben genannte „Problem“

    Ausstechen wird hier nichts helfen. Es handelt sich ca um 500m2 befallene Fläche 🙈

    Mir wurde gesagt, den Rasen regelmäßig kurzhalten ,würde das Unkraut beseitigen. Deswegen der Griff zum Robby
     
  • Wasserlinse

    Wasserlinse

    Foren-Urgestein
    Im Normalfall ja. Nur düngst du offensichtlich zuwenig. Wo Langzeitdünger drauf steht, ist nicht immer auch gewährleistet, dass er so lange anhält. Dünge lieber in Intervallen von 4 - 6 Wochen mit normalem Dünger.

    Was den jetzigen Befall vom Storchenschnabel anbetrifft kann ich momentan auch nicht viel dazu sagen... Die Möglichkeit ist aber gegeben, dass du mit Öfteren Düngen das Problem nach und nach ind en Griff bekommst.
     
  • M

    MyManu

    Mitglied
    Auch wenn man einen Mähroboter hat, sollte man regelmäßig seine Rasenfläche kontrollieren und die Zeigerpflanzen ausstechen. Leider ist es auch heute noch so, dass wenn man regelmäßig Dünger aufbringt, wässert und mäht immer wieder mal Unkraut auftaucht. Vernachlässigt man das ganze kommt man nicht mehr hinterher.

    Ich würde für Mähroboter und auch so nur noch organischen Dünger verwenden, dies beugt einfach auf Dauer Staunässe vor. Des Weiteren achte mal auf deine Schnitthöhe diese sollte nicht unter 4cm liegen, da Rasen erst ab dieser Höhe sich verzweigt und somit Schutz gegen Flugsamen bietet.
     
  • H

    Hansiwurst

    Neuling
    Vielen Dank für die Tips. Habe den GARDENA auf maximale Höhe eingestellt. Das sind 5 Zentimeter .

    Da ich keine kleinen Kinder und oder Tiere habe , würde ich auch auf die Chemie Keule setzen.

    Es wurde erwähnt das man dieses im Ansaat Jahr nicht machen sollte . Ist das richtig ?

    Wenn dieses dann wirken würde und mein Unkraut beseitigt ist , wie bekomme ich denn das Vernichtete aus dem Rasen?

    Vertikutieren ?
     
    F

    feiveline

    Foren-Urgestein
    Mit dem ersten Jahr hast Du recht.

    Aber auch später würde ich die Chemiekeule nicht anwenden.

    Zum einen natürlich aus Umweltschutzgründen, zum anderen aber auch, weil das abgestorbene (was Du von der Fläche rechen müsstest) wieder Lücken hinterlässt, wo sich (selbst wenn Du sofort dort Rasensamen einarbeitetest) als allererstes Wildkräuter ansiedeln. Du „gewinnst“ also nichts, sondern fügst lediglich der Natur (und Deinen Nerven) Schäden zu.

    Durch den Robby und das vertikutieren hast Du Tausende von Samen über die gesamte Fläche verteilt und alle warten nur darauf endlich „zum Zuge zu kommen“.

    Von daher würde ich als erstes dem Tipp von @Kantenstecher folgen und in der nächsten Zeit regelmäßig mit Fangkorb mähen um ein weiteres aussamen und weiterverteilen der Samen zu verhindern.

    Als nächstes dann den Rasen stärken, wie schon beschrieben, mal eine Bodenprobe untersuchen lassen, alle sechs Wochen düngen, mgl. organisch-mineralisch und mindestens einmal, ggf. auch zweimal die Woche mähen.

    Durch eine dichte gesunde Grasnarbe kommen Wildkräuter schlechter durch und über kurz oder lang werden sie so unterdrückt dass sie absterben.

    Wenn Du dann noch sukzessive den Storchenschnabel zupfst (dass keine größeren Löcher entstehen), hast Du spätestens nächstes Jahr schon eine schöne Fläche mit kaum noch Unkraut...

    Und das ganz ohne Chemie.
     
    M

    MyManu

    Mitglied
    Ja, im Aussaatjahr sollte man es vermeiden. Ich verwende einen Rechen von Garden mit dem bekommt man vieles schonend aus dem Rasen und ein Messer.

    Ich will dich auch nicht belehren über Chemie oder nicht. Nur wirst du auf Dauer mehr Freude von deinem rasen haben wenn du nicht mineralisch düngst. Nur dann wird auch dein Boden durchlässig ähnlich wie im Wald, der ca. 40% seines Bodenvolumen als Wasser aufnehmen kann und somit das Feinwurzelwachstum fördert.
     
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