kann es sein, das die hortensie schon "einen auf herbst macht"?:
Hallo Tanja,
ich glaube es nicht. Meine Kletterhortensie (Vollschatten - zugige Ecke), bald 20 Jahre alt und immer noch eher klein (ca 4 m) entwickelt jedes Jahr eine gelbe Herstfärbung und macht trotz trockenem Sch...boden ("tondurchsetzter Sandstein" - wo ungestört "pupstrocken") aktuell noch keine entsprechenden Anstalten.
Merke: Der schlechteste "gewachsene" Boden ist meist (und sei es nur durch Masse) immer noch besser als jede Kübelfüllung

Sie denkt jedenfalls noch nicht an Herbst, verblüht gerade erst und treibt noch gut (genug). Es ist (wohl auch weil sie es
konstant schwer hat) eine sehr pflegeleichte Pflanze um die ich mich so gut wie garnicht kümmern muss. (Das alljährliche Abschneiden der alten Blütendolden und evtl. ein wenig Totholzentfernung irgendwann im Winter dauert vielleicht eine halbe Stunde - das ist dann aber auch alles, was ich [bisher] an ihr unternehme).
Ich würde bei braunen Blatträndern zur Zeit zuerst auf Wassermangel tippen. Dabei vermute ich, dass die brauen Ränder Folge von (wiederholtem) kurzzeitigem Wassermangel (z.B. am späten Nachmittag/abends vor der Taubildung) sind, bei dem nur die Leitungsbahnen im Randbereich der Blätter Schaden nehmen. Das könnte zu einer Braunfärbung aufgrund des Zerfalles von Chlorophyll und anderen Blattfarbstoffen führen. Länger anhaltender Wassermangel würde ganze Blätter welken lassen und "Sonnenbrand" würde sich auf sonnenexponierte Blätter und/oder Blattbereiche konzentrieren.
Durch Wassermangel alleine wird meines Wissens bei keiner laubabwerfenden Pflanze "echtes" Herbstlaub gebildet. Aufgrund komplexerer Einflüsse (z.B. auch Tageslichtmenge/Temperatur[differenzen]) sinkt bei der Herbstfärbung die Chlorophyllbildung (grüne Farbe) und andere Blattfarbstoffe (bei Kletterhortensien Xanthophylle, gelb - bei Wildem Wein rote Karotine) werden sichtbar. Das funktioniert nur am gesunden Blatt.
Grüße
TB