SOS wie beseitige ich meinen Unkräuterurwald?

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K

Katastrophengarten

Neuling
Liebe Community!

Ich brauche dringend Hilfe, Tipps und Anregungen, wie wir unseren Garten in den Griff bekommen.

2017 haben wir schonmal alles entfernt und uns leider Erde vom Bauern geholt. Jetzt sind seitdem noch einige Unkräuter hinzu gekommen und es spriesst binnen kürze alles auf Hüfthöhe und weiter.

Der Boden ist relativ fest und die Pflanzen nicht samt Wurzel zu entfernen. Gibt es da irgendwelche Geräte die ins weiterhelfen können?

Als Ergebnis hätten wir gerne eine Wilderer Wiese die wir nicht all zu oft mähen müssen, allerdings weiß ich nicht wie jemals Gräser gegen diese Pflanzen ankommen können. Die ganze Erde entfernen würde schwierig werden, da wir leider keinen direkten Zugang zum Garten haben. Also Bagger könnte hier nicht einmal mit einem Autokran reingezogen werden. Muss also alles per Hand gemacht werden.

Ich hab jetzt auch Mal Bilder angefügt... Vielleicht hat irgendjemand eine Idee, was wir machen können.

Vielen herzlichen Dank
Liliana
 

Anhänge

  • H

    Herr Hübner

    Guest
    Guten Morgen
    Unkraut auflaufen lassen, mit total Herbizid (roundup) platt spritzen, zwei Wochen warten, frisch aufgelaufenes Unkraut mechanisch entfernen, Boden lockern und aufharken.

    Honigbrache oder Blühstreifenmischung ausbringen.
     
    H

    hofergarten

    Mitglied
    Motorhacke oder besser eine Bodenfräse ausleihen, im Baumarkt oder im örtlichen Gartenbauverein.
    Öfter Durchrechen, Grünzeug und Wurzel einsammeln.
    Falls gewünscht etwas Chemie und dann flächig -Stauden- setzen die kein Licht mehr auf den Boden scheinen lassen.
     
    Wasserlinse

    Wasserlinse

    Moderator
    Mitarbeiter
    Ganz so krass wie Herr Hübner musst du nicht vorgehen.

    Leih dir eine Bodenfräse, fräse den ganzen Boden um, lass ihn zwei, drei Wochen brach liegen, entferne händisch auflaufende Kräuter und säe dann die von Herrn Hübner empfohlene Saat aus.
     
  • Orangina

    Orangina

    Foren-Urgestein
    Ich denke umweltfreundlicher (aber auch anstrengender) ist der Einsatz einer Gartenfräse. Die kann man auch mieten. Gibt im Netz einige Videos dazu. Um eine Wildblumenwiese anzulegen, sollte man sowieso vor dem Aussäen den ganzen Bewuchs abtragen. Dazu ist auch Googeln nach Videos hilfreich. Schwierige Stellen - z.B. um Sträucher herum oder an Mauern müssten dann eben händisch bearbeitet werden. Man muss sich ja nicht alles auf einmal vornehmen...
     
  • Marmande

    Marmande

    Foren-Urgestein
    Es ist ohne regelmäßige Arbeit im Garten leider immer so, daß sich die unbeliebten Sachen verbreiten. Wäre wenigstens im letzten Jahr mal regelmäßig gemäht worden, sähe es schon anders aus. Glyphosat ist absolut wirkungsvoll, aber völlig fehl am Platz, wenn man danach genau so weiter macht wie vorher. Sorry, ihr müßte den Hintern hochkriegen und malochen oder ihr läßt der Natur ihrem Lauf.
     
  • Golden Lotus

    Golden Lotus

    Foren-Urgestein
    Einfach dran bleiben und das was bleiben darf lassen und das was weg soll immer wieder bearbeiten.
    Ich lasse in meinem Garten jetzt vieles an Wildkräuter als Bodendecker stehen , das hält die Feuchtigkeit schön .
    Ich will nicht das der Boden so offen ist das er ständig austrocknet.Natürlich dürfen die Wildkräuter die man stehen läßt keine Krafträuber für die anderen Pflanzen sein, aber es gibt ja viele die sehr genügsam sind und ausserdem habe ich dann auch meine Vitamine die ich essen kann, aber sowas ist natürlich auch ansichtssache und nicht jedermanns ding, aber ich schlage es einfach auch mal vor.
     
    K

    Katastrophengarten

    Neuling
    Marmande

    Marmande

    Foren-Urgestein
    Wenn Du regelmäßig mähst wird das oberhalb der Trockenmauer eine ansehnliche Wiese. Du solltest aber bald das alte Zeug vom letzten Jahr beseitigen. Wenn es aber ein Staudenbeeten oder Steingarten etc. geben soll, werdet ihr noch tüchtig ackern müssen.
     
  • G

    Galileo

    Foren-Urgestein
    Vom Einsatz einer Fräse rate ich dringend ab - Alles was sich auch über Wurzelausläufer vermehrt potenziert sich.
    Wir haben so was per Hand oder mit dem 1-Achsschlepper mit 1-scharigem Pflug gemacht.
    Da lässt sich dann vieles leicht mit dem Krail rausziehen.
    Vor weiteren Pflanzarbeiten würde ich aber erstmal die Natursteinmauer instand setzen, bevor bei ausreichendem Regen alles abrutscht.
    Möglich das die Mauer ohne notwendigem Basis-Gefälle zum Hang errichtet wurde...
     
    00Moni00

    00Moni00

    Foren-Urgestein
    Ich rate auch zu regelmäßigen mähen, die dürren Halme alle entfernen, den Rest Filz mit einem Rechen rausrechen, dann mähen wie oben schon mehrfach erwähnt wurde.
     
    Frau B aus C

    Frau B aus C

    Mitglied
    Man könnte meinen, dass Du Dich die letzten Jahre bei der Gartenarbeit sehr zurückgehalten hast.

    Bevor Du mit den Arbeiten wieder anfängst, mach Dir einen Plan. Und wenn Du dann einen Teil/oder auch mehr gemacht hast, solltest Du es nicht wieder so verunkrauten lassen.
    ZB.auf dem 1.Bild sehe ich einen Strauch, der total überwuchert ist.
    Lege ihn frei und laß ihn nicht wieder so verunkrauten.

    Man muss regelmäßig etwas im Garten tun, dann artet es auch nicht in Arbeit aus.
    Gartenarbeit kann auch viel Freude
    machen. Und für die Seele ist ein Garten sowieso das Beste.
    Viel Spaß.
     
    vogerl

    vogerl

    Mitglied
    Also wenn das finanziell drin ist, kann ich einen rasenmähroboter sehr empfehlen. Wir hatten zb unzählige Disteln im Garten, die eine Woche nach dem rupfen wieder da waren als sie nie etwas gewesen, seit der rasenmähroboter arbeitet haben wir eine Klee/Kräuter/wiesengarten ganz nach meinem Geschmack und die Disteln kann man an einer Hand abzählen. Das verlegen ist ordentlich Arbeit, aber es macht sich bezahlt!!
     
    S

    SebDob

    Mitglied
    Mit Folie alles abdecken geht auch. Ohne Licht wächst nichts.

    Wegspritzen geht auch nur wenn es trocken ist...
     
    K

    Katastrophengarten

    Neuling
    Man könnte meinen, dass Du Dich die letzten Jahre bei der Gartenarbeit sehr zurückgehalten hast.
    Ja tatsächlich wurde der Garten einfach noch nie angelegt. Geld ging während des Baus aus und seitdem (2014) wuchtert er vor sich hin. Der Strauch, den Sie da sehen ist ebenfalls Unkraut.
    Vom Einsatz einer Fräse rate ich dringend ab - Alles was sich auch über Wurzelausläufer vermehrt potenziert sich.
    Wir haben so was per Hand oder mit dem 1-Achsschlepper mit 1-scharigem Pflug gemacht.
    Da lässt sich dann vieles leicht mit dem Krail rausziehen.
    Vor weiteren Pflanzarbeiten würde ich aber erstmal die Natursteinmauer instand setzen, bevor bei ausreichendem Regen alles abrutscht.
    Möglich das die Mauer ohne notwendigem Basis-Gefälle zum Hang errichtet wurde...
    Also mit der Fräse bin ich mir auch nicht ganz sicher. Zumal sich auf der Hälfte relativ schnell unter der Erde Kies befindet (schon etwa nach 15 cm Erde). Ich denke oben würde es noch gehen aber sich dann mit dem Kies sowieso nicht mehr vertragen. Die Wurzeln der Unkräuter sind allerdings so brüchig und die Erde so lehmig fest, dass ich nicht glaube, die am Stück rauszubekommen. Einmal haben wir das schon gemacht, dass wir alles händisch umgegraben haben. Das Ergebnis war dann schnell wieder dasselbe.
    Sehr aufmerksam, ja die Mauer müssen wir auch wieder neu setzen. Zum Schluss haben wir es dann richtig gemacht aber bei dem Hauptteil fehlt das Gefälle. Wir wollten nur jetzt erstmal das Unkraut angehen, bevor alles wieder anfängt zu wuchern.
    Silofolie ist am preiswertesten - Schwarze Seite nach außen, damit drunter als schön durchgegart wird.
    Alternativ
    Bändchengewebe, auch schwarz, aber wasserdurchlässig
    Das mit der Folie war auch die Idee meines Mannes. Aber davor müssen wir ja auch möglichst alles entfernen, was sich im Boden befindet, oder?
     
    G

    Galileo

    Foren-Urgestein
    Frau B aus C

    Frau B aus C

    Mitglied
    Ja, die Pflanzen könnten absterben. Aber ein Teil der Wurzeln wird Dir erhalten bleiben.

    Kannst aber aber auch eine Hacke und Deine Freunde nehmen. Wäre effektiver, aber viel anstrengender.
     
    K

    Katastrophengarten

    Neuling
    Nee, nur mähen und Schnittgut weg :) dann die Folie drauf, darunter soll ja das Wurzelwerk und Samen thermisch abgetötet werden, bewirkt von der schwarzen Folie.
    Ja, die Pflanzen könnten absterben. Aber ein Teil der Wurzeln wird Dir erhalten bleiben.

    Kannst aber aber auch eine Hacke und Deine Freunde nehmen. Wäre effektiver, aber viel anstrengender.
    Super ich denke wir machen eine Kombination. Abgedeckt ist ja schnell und dann kann man sich stückchenweise vorarbeiten ohne das alles Zuwuchert.
     
    Hero

    Hero

    Foren-Urgestein
    Was hier für Tipps gegeben werden!!!
    Die dünnen Stengel auf dem 2. Foto sind sicherlich Gehölzsämlinge. Die müssen ausgegraben werden.
    Ich mache sowas mit der Kreuzhacke. Die ganze Fläche nach Gehölzsämlingen absuchen!
    Danach mit einem stabilen Freischneider alles abmähen und das Schnittgut entfernen.
    Das wären die dringendsten Arbeiten. Danach 2 bis 3mal im Jahr mähen und evtl. Saatgut von pass. Wildpflanzen ausbringen.
     
    P

    Platero

    Mitglied
    Ich denke auch, dass es wichtig wäre zu wissen, von welcher Art "Unkraut" wir hier reden.
    - Ich sehe da jede Menge überständiges Gras (nicht schlimm, nur hätte es gemäht werden müssen).
    - Ich sehe da Stängel am Boden, so sehen die Stängel von Brennessel bei mir aus, wenn ich sie aus dem Jauchefass hole. Falls es sich um Brennesseln handeln sollte, wäre jäten und ausgraben der Wurzeln möglich. Allerdings wären sie auch ein Zeichen für eine Stickstoffüberdüngung des Bodens.
    - Das braune Gerippe auf dem ersten Bild kommt mir bekannt vor, könnte es aber nicht namentlich benennen. Jedenfalls ein häufiges Unkraut auf Ackerrändern. Ausreissen und nicht wieder versamen lassen sollte reichen.

    Die TE möchte eine Blütenwiese, so habe ich es verstanden. Auch diese ist ohne Pflege nicht zu erhalten und die Bilder auf den Samentütchen sind Augenwischerei.
    Wenn ich mir hier so die Blühstreifen an den Äckern anschaue, blühen die im ersten Jahr ganz ansprechend, danach samen nur einige wenige Arten aus, es bietet sich ein etwas desolates Bild....im Jahr drauf wird umgezackert und entweder neu eingesät oder es kommen gleich Kartoffeln hin.

    Etwas besser geht es mit den Blühstreifen im öffentlichen Bereich. Dort werden die Anlagen aber von vorn herein auch besser geplant. Der Boden wird abgemagert, denn die allermeisten Wildblumen gedeihen auf sogenanntem "Mager-Rasen", oder auf Schotterhalden am Strassenrand.
    Fetter Ackerboden wäre also schon mal per se ein Problem.

    Ich würde in diesem Frühjahr erst mal beobachten, um was für Unkraut es sich handelt. Zum Beispiel scheint mir der Bereich über der Steinmauer besonders problematisch. Den könnte man wie schon geschrieben mit Folie abdecken. Weiter hinten sehe ich Teile, die weitestgehend Gras (Wiese) zu sein scheinen. Diese müsste nur besser gepflegt werden und mind. 2 mal im Jahr gemäht werden. Einfach beobachten, wann die Bauern Heu machen und dann auch zur Sense (Motorsense) greifen.
     
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