Mein Vater hatte mal ein großes rechteckiges Gerüst aus dünnen Baumstämmen (Schwachholz) gebaut und Stangenbohnen dran gesetzt die auch eine Art "Dach" gebildet haben. Innerhalb dieser Konstruktion wuchsen Gurken, Möhren, Salat usw. im Beet und zwischen die Bohnen hatte er einen Schlauch mit feinen Sprühlöchern gewickelt... das funktionierte fast wie ein Gewächshaus, innerhalb der "Bohnenhalle" war immer ein feuchtwarmes Wucherklima.
Gruß Conya
Dein Vater gefällt mir - ein cleverer Mann
Die Idee mit dem Bohnen GWH (wenn ich es mal so nennen darf) macht durchaus Sinn und erinnert mich etwas an ein Indianerbeet.
Beim Indianerbeet oder auch 3 Schwestern genannt, werden Mais, Kürbisse und Bohnen gepflanzt. Die Bohnen haben die eigenschaft durch die Knöllchen im Wurzelbereich Stickstoff auszubilden, was Mais und Kürbis dringend brauchen.
Mais diente damals (die Bohnen sollten schwachwüchsig sein) als Rankhilfe und der Kürbis deckt den Boden ab gegen das austrocknen.
Bei dem Bohnen GWH von Conyas Vater wird dies offenbar ähnlich gemacht.
Die Bohnen sind wiederum der Stickstofflieferant für die gurken am Boden.
Der Salat und die Karotten sind nicht so sonnenhungrig und so verhindert man im Innern, das der Salat zu früh schießt. die Gurken sind wiederum am Boden gegen die Austrocknung.
Als Freund der Mischkultur finde ich die Idee toll.
Zum Thema zurück Würdest du eine Bohne fragen ob diese am Baum ranken oder an einer Schnur, dann würde die Bohne sich für die Schnur entscheiden.
Je dünner die Rankhilfe, desto leichter fällt es der Bohne zu ranken.
Nachteil könnte höchstens sein, dass diese dann noch höher hinaus will als ohnedies, was aber nicht schlimm ist, denn man kann diese einfach wieder nach unten wachsen lassen.
Auf unserem Lehmboden dünge ich Bohnen nicht. Auf Sandboden ist jedoch eine Düngergabe mit Kompost und oder Mist sichererlich wichtig. Ein späteres Düngen wie man es bei vielen anderen Pflanzen machen muss sollte nach meiner Meinung auch nochmal erfolgen, allerdings deutlich sparsamer als es andere Pflanzen brauchen.
Stattdessen würde ich dicht bei den Bohnen einen stickstofffresser pflanzen.
Freilandgeeignete Einlegegurken oder Kürbisse sind meist die erste Wahl, weil es denen wenig schadet, wenn ihnen die Bohne ein wenig der Sonne raubt, deswegen werden diese auch den Tomaten vorgezogen.
Wann säen Scherz: "Wieso darf man im Frühjahr kein Radio im Garten hören? Wenn die Bohne beim Wetterbericht zufällig mithört dass Frost kommt geht sie schon vor Panik ein".
Es gibt kaum eine Pflanze im Garten die so anfällig ist für Frost wie Bohnen.
Daher ziehe ich die Bohnen ab April auf der Fensterbank vor und setze diese dann erst Mitte Mai in den Garten.
Durch das Vorziehen, kann ich 2 Generationen Bohnen im Garten pflanzen.
Sobald die Bohnenernte los geht ziehe ich bereits wiederum die 2. Generation Bohnen an der Fensterbank vor und kann im Idealfall bis zum Frost ernten.
Bohnen kann man auch gut in Kübeln auf Balkon oder Terasse ziehen. Dann braucht man jedoch einen extrem großen und tiefen Kübel (20l.)