"Terra Preta"

S

Swenny

Guest
Bei schwerem Boden würde ich erst einmal Sand einarbeiten.
Ich arbeite mich an dem Boden schon 10 Jahre ab. Was meinst Du was ich da alles schon eingearbeitet habe.

Das war hier eine alte Hofstelle, als die zusammengefallen ist kam die Agrargenossenschaft auf die tolle Idee, alles zusammenzuschubsen und den Lehm vom Feld drüberzuschieben. Daraus wieder Mutterboden zu machen dauert halt. Und warum soll ich nicht naturwissenschaftlich nachvollziehbare Maßnahmen zur Bodenverbesserung nutzen?
 
  • L

    Lauren_

    Guest
    Das mit den Bakterien finde ich schon nachvollziehbar
    Ich auch.


    Es sind nicht überall alle Sorten von nützlichen Bakterien vorhanden - und daher kann es an manchen Stellen sicherlich Sinn machen, dem ermüdeten Bodenleben wieder etwas auf die Sprünge zu helfen.
    Da ich mich schon in anderem Kontext mit der Thematik beschäftigt habe (aber nicht auf esoterischer Ebene) finde ich nachvollziehbar, warum Milchsäurebakterien und bestimmte Hefen gut für das Bodenleben sein sollen.
    In der menschlichen Darmflora - zum Beispiel - ist auch nicht "egal", welche Arten von Bakterien sich dort tummeln, und selbst unter den nützlichen Bakterien gibt es verschiedene Stämme mit verschiedenen Eigenschaften.

    Dass die Diskussion aber unsachlich geführt wird und Dinge behauptet werden wie z.B. dass "gute Bakterien aus schlechten Bakterien gute Bakterien machen" würden, finde ich auch sehr schade.
    Denn es entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage - ein Bakterium ist ein Bakterium, egal ob wir es als "gut" oder "schlecht" klassifizieren und es wird in der Regel auch nicht zu einem anderen Bakterium.
    Korrekt wäre zu sagen, dass Bakterien(stämme), die wir als nützlich erachten Bakterien, die wir als nicht nützlich erachten, verdrängen können.
    So funktioniert es ja auch im menschlichen Darm und an vielen anderen Stellen.

    Ich habe ein wenig über EM nachgelesen und kann mir gut vorstellen, dass es funktioniert - ich finde nur auch sehr schade, dass unter den Anwendern offenbar nur wenige sind, die auf einer wissenschaftlichen Ebene argumentieren (können oder wollen?), um die Sache von einer esoterischen Schiene zu heben.

    Dass Milchsäurebakterien + bestimmte Hefen für ein bestimmtes Millieu sorgen und dadurch Krankheitserreger und Pilz(erkrankungen) zurückdrängen können, ist nun wirlich keine esoterische oder bahnbrechend neue Erkenntnis!

    Auch das Thema Terra Preta ist, wenn man ein wenig darüber liest, wenig "ominös" und hat mit Esoterik überhaupt nichts zu tun, Pyromella - es ist einfach eine uralte, "historische" Methode, den Boden aufzubereiten und aufzubessern.
    Ich wüsste nicht, warum sie "schlechter" sein sollte als unser europäischer Kompost.
     
    Pyromella

    Pyromella

    Foren-Urgestein
    Ich habe nie behauptet, das Terra Preta schlechter als Kompost ist, nun dreh mir bitte keiner das Wort im Mund herum.
    Was mich stört, ist diese quasi-religiöse Vermittlung. Dieses "nur unser Weg führt zum Ziel und da darf nichts dran geändert werden."

    Wieso nicht Zuckerrübenmelasse ausprobieren, statt Zuckerrohrmelasse? Historische Methoden haben immer dadurch überlebt, dass sie an ihre Zeit und an ihre Umwelt angepasst werden, nicht dadurch, dass sie als heilige Handlung unverändert immer wiederholt werden. Und dieses Gefühl überkommt mich halt, wenn ich hier die Vertreter der EM-Szene lese: Da wird versucht zu missionieren, nicht rational naturwissenschaftlich zu überzeugen.

    Es ist bekannt, dass Hefe als Kompostbeschleuniger wirkt. Wenn die Hefe noch Zucker - z.B. als Restzucker aus der Melasse egal welchen Ursprungs - als Startfutter bekommt, läuft es schneller. Alles bei einem natürlichen, aeroben Rotteprozess. Wofür dann einen in freier Natur schwer zu bewerkstelligenden, anaeroben Prozess bevorzugen, den die Bakterien nur so kurz überleben, dass man sie immer wieder neu drübergießen muss? Da klingelt bei mir die innere Alarmglocke, dass da jemand Geld machen möchte.

    Ich habe übrigens nur deshalb unseren Garten erwähnt, um zu zeigen, dass man auch auf anderem Weg, ohne EM, guten Mutterboden mit einem aktiven Bodenleben erreichen kann. Es gibt fast immer mehrere Wege zum Ziel.
     
    L

    Lauren_

    Guest
    Historische Methoden haben immer dadurch überlebt, dass sie an ihre Zeit und an ihre Umwelt angepasst werden, nicht dadurch, dass sie als heilige Handlung unverändert immer wiederholt werden.
    Ich glaube die Zuckerrohrmelasse hatte mit den EM (nicht historisch) und nicht mit der Terra Preta (historisch) zu tun...?

    (Ich persönlich würde auch die Zuckerrübenmelasse ausprobieren... es sei denn es gäbe objektive Einwände wie z.B. bestimmte Schadstoffe/Pestizidrückstände o.ä., die dagegen sprechen würden.)

    Wofür dann einen in freier Natur schwer zu bewerkstelligenden, anaeroben Prozess bevorzugen, den die Bakterien nur so kurz überleben, dass man sie immer wieder neu drübergießen muss? Da klingelt bei mir die innere Alarmglocke, dass da jemand Geld machen möchte.
    Wo steht, dass EM prinzipiell nur für anaerobe Prozesse eingesetzt werden...? :fragend:
     
  • Pyromella

    Pyromella

    Foren-Urgestein
    Das mit den anaeroben Prozessen hat elis irgendwo beschrieben. (Muss ich raussuchen, wo? Kann gut früher in diesem Thread sein.) Erklärt wieso das so sein muss, hat sie meines Wissens nicht und ist für mich halt absolut unlogisch.
     
  • elis

    elis

    Foren-Urgestein
    Hallo !

    Was ist denn da jetzt alles entstanden:(. Das Anaroebe System ist ja nur das fermentieren, das sogenanne Bokashi machen. Damit erreicht man eine andere Hochwertigkeit vom Material. Das ist wie Sauerkraut machen, da entstehen ja auch mehr Vitamine und Antioxidantien. Das ist noch besser wie Kompost, damit kann man ihn aufbesern. Die Zuckerrohrmelasse braucht man ja nur zum beleben der effektiven Mikroorganismen. Da gibt es eine Urlösung, die muß erst aktiviert werden, dazu braucht man die Zuckerrohrmelasse. Da muß man z.B. 300 ml Urlösung, 300 ml. Zuckerrohrmelasse und 10 l Wasser ca. 10 Tage bei 35-37 Grad bebrüten, damit die Mikrorganismen aktiviert sind und dann arbeiten können. Die Bakterien brauche eben die Zuckerrohrmelasse um sich vermehren zu können. Man kann ja Kompost normal herstellen, wenn man aber diese aktivierten Mikroorganismen draufgießt, geht das alles schneller. Es entsteht dann ein anderes Mileu und Fäulnisprozesse können nicht mehr stattfinden. Das kommt ja im Kompost oftmals vor, das er zu stinken anfängt. Das verhindert man mit dem EM. Die Chiemgauer, wo ich meine Sachen einkaufe produzieren das ja, die anderen die das herstellen, haben ja alle Versuche gemacht und auch die Rübenmelasse probiert, aber nicht zu diesen Ergebnissen gekommen, deshalb nehmen jetzt alle die Zuckerrohrmelasse. Die gabs ja früher auch in Europa in den südlichen Ländern. Ich kann das aber nicht wissenschaftlich erklären oder wiedergeben. Ich glaube einfach den Praktikern die das herstellen. Das sind doch Erfahrungswerte. In diesem EM-aktiv sind ja Bakterien drinnen sowohl für an aeroben als auch für den anaeroben Prozeß, das ist ja gerade die Stärke davon. Damit dreht man ja die Mikrobiologie im Boden schneller um als ohne. Man kann es ja ohne dem EM machen, bei gesunden Böden funktioniert das ja auch, aber bei kranken Böden dauert das ewig und mit EM geht es halt schneller und man ist damit auf der sicheren Seite. Ich will niemanden missionieren. Die Bakterien überleben ja im Boden, aber dazu brauchen sie organisches Material, das heißt mulchen und mulchen und mulchen. Wenn ich dann alle Woche mal 1 Stamperl EM auf 10 l Wasser über alles im Gemüsegarten gieße, fache ich den Umwandlungsprozeß immer wieder an. Wenn das Milleu im Boden paßt, dann gieße ich immer weniger damit. Wenn man mit dem EM arbeitet, das sind ja gute Bakterien dann wird das Dominanzprinzip in der Natur bestärkt, das heißt, dann werden die schlechten verdrängt. Es werden aus guten keine schlechten Bakterien, das habe ich nie behauptet, das wurde nur so interpretiert. Das ist so ein logisches System.
    Das mit der Keramik ist nichts esoterisches. Das ist wie Homöpathie. Die Bakterien sind im Ton drinnen, der wird damit fermentiert wochenlang. Dann wird der Ton verabeitet, die Bakterien verbrennen, aber die guten Informationen bleiben im Ton drinnen und wirken weiter. Deshalb diese Wirkweise. Das kann man ganz einfach ausprobieren, da merkt man den Unterschied. Aber das ist ja jedem seine eigene Entscheidung, ich wehre mich nur gegen einfach Schlechtmachen ohne es selbst probiert zu haben. So, ich hoffe jetzt sind von meiner Seite alle Unklarheiten beseitigt. Wer diese Technologie ablehnt, braucht ja nicht mitzulesen, das ist ja als Erfahrungsaustausch gedacht und nicht als Grundsatzdiskussion. Wir sind doch alles freie Menschen und jeder kann so garteln wie er will. Ich habe dieses Thema nicht angestossen, sondern ja nur über meine Erfahrungen berichtet. Ich will ja nur, das wir in Ruhe ohne Polemik dieses Thema bereden können.

    lg. elis
     
  • Stupsi

    Stupsi

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    Ich lese mich ja erst seit ein paar Wochen in die Kompostierung ein aber wenn ich das bis jetzt richtig verstanden habe (und darum geht's ja auch bei der Terra Preta) benötigt ein guter Humoser Boden ebend verschiedene Mineralien, Spurenelemente und Stickstoff etc.

    Zusammengefasste Bsp.:

    Reiner Pflanzenkompost ergibt ebend überwiegend Stickstoff
    Holzasche (Kohle soll nicht gut sein) erzeugt Kali
    Zerrieben Eierschalen Kalk
    Diese ganzen Mikroorganismen und Bakterien die mit Zucker oder Hefe ebend schneller arbeiten und in größeren Mengen sich ansiedeln (deshalb vermutlich die Zuckerrohrmasse in Terra Preta)erzeugen noch weitere wichtigen Stoffe und helfen ebend beim zerkleinern/aufspalten
    Regenwürmer tun das auch und die haben wir ja hier eh gratis
    Ja und zerkleinerte Steine (was mit der Zeit auf natürliche Weise passiert)ergeben dann wohl die wichtigen Mineralien
    Tote Tiere wie Käfer oder andere Insekten tragen auch was bei (habe ich jetzt vergessen)
    Urin ist ja ein Abfallprodukt unseres Körpers in dem auch ganz viele Vitamine, Mineralien etc. drin sind die der Körper ausscheidet wenn er zu viel davon hat, also quasi Naturdünger

    Ich frag mich jetzt was ist besser, wo ist mehr drin Kompost oder Terra Preta oder könnte man beides anwenden, Zutaten austauschen....

    Wenn ich das so lese/vergleiche also zwischen Kompost und Terra Preta ist die TP ebend gehaltvoller als ein Kompost weil da mehr drin ist, im Kompost ist sehr viel Stickstoff gut für das Wachstum und Blattgrün aber zum blühen und fruchten braucht es ebend vermehrt die anderen Stoffe.

    Das mit dem Zuckerrohr sehe ich so wie mit den chin. Kräutern, Terra Preta wurde ebend da entdeckt wo das angebaut und verwertet wird also wird es hier auch empfohlen anstatt Zuckerrüben die hier überwiegend genutzt werden.
    Es gibt Chinesische Kräuter die Krankheiten heilen aber es gibt auch europäische Kräuter für ähnliche Krankheiten.
    Will damit sagen man muss halt selber entscheiden ob man heimische Dinge nutzt oder die angegebenen, ich denke beides ist nicht unbedingt schlechter aber hat ebend vielleicht doch noch eine andere Wirkung, schwierig....
     
    Stupsi

    Stupsi

    Foren-Urgestein
    Elis hatte jetzt zur selben Zeit geschrieben, du hast das sehr gut erklärt und ich weiß du hast Erfahrungen damit, wenn ich was dazu schreibe stelle ich das auch gar nicht in Frage, ich versuche gerade beides zu verstehen Kompost und Terra Preta um mir selber ein Bild zu machen was das alles genau ist, sich vielleicht ähnelt,nicht falsch verstehen bitte!
     
    Stupsi

    Stupsi

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    Elis ist der Ton nur dafür da?
    Nicht vielleicht auch als Mineraliendünger ähnlich wie zermahlene Steine?
     
    S

    Swenny

    Guest
    Die Tonröhren werden in der Aquaristik und bei Gartenteichen im Wasserfilter eingesetzt, sie sind chemisch inert und porös, bieten also eine große Besiedlungsfläche für Bakterien, die lieber auf einer Oberfläche rumwuseln als im Wasser zu schweben. Sie werden dazu in den Fermenter gegeben.

    Keramik ... Das kann man ganz einfach ausprobieren, da merkt man den Unterschied.
    Welche Erfahrungen hast Du beim Vergleich von EM-Keramik zu normalen Aquarienfilter-Rollen gemacht?
     
  • Hero

    Hero

    Foren-Urgestein
    Hallo Stupsi!
    Zu deinem Vergleich: Kompost/Humus baut sich mit der Zeit ab; Terra Preta bleibt dauerhaft im Boden, gibt dauerhaft Nährstoffe ab und speichert mehr Wasser.
    Du hast auch Asche und Kohle verglichen.
    Asche bringt Kali ein, darf aber nur in geringen Mengen verwendet werden.
    Kohle und Pflanzenkohle sind zwei grundverschiedene Materialien.
    Pflanzenkohle speichert Nährstoffe, die aber gezielt zugeführt werden müssen, weil die Pflanzenkohle sonst aus Kompost und umgebender Erde die Nährstoffe aufsaugt und erst später wieder abgibt.
    Ich mache meine "Terra Preta" aerob, das heißt mit Sauerstoff und verwende auch kein EM und Bokashi.
    Funktioniert nach Angaben von Ithaka und weiteren Anwendern sehr gut.
    In einer englischen Gartensendung haben sie als Zusatz zur Kübelbepflanzung Pflanzenkohle in Form von Chips empfohlen. Dafür habe ich den Himbeerschnitt verwendet. Gehäckselt, getrocknet, verkohlt und mit Urin aufgeladen. Das Material wartet in einer Kunststoffbox auf seine Verwendung im Frühjahr.
     
    asta

    asta

    Foren-Urgestein
    Ich mache meine "Terra Preta" aerob, das heißt mit Sauerstoff und verwende auch kein EM und Bokashi.
    Funktioniert nach Angaben von Ithaka und weiteren Anwendern sehr gut.

    Und wie stellst du sie bitte her? (Ohne EM)
     
    Hero

    Hero

    Foren-Urgestein
    Pflanzenkohle stelle ich aus Sägemehl im offenen Kamin selbst her. Damit entfällt das lästige Zerkleinern.
    Diese Pflanzenkohle sammle ich in einer verschließbaren Box und gebe Urin dazu. Alternativ kann frischer Mist verwendet werden.
    Wenn genügend Kohle vorhanden ist (10% der Gesamtmenge sollte eingebracht werden) kommt das Aufsetzen.
    Halb fertiger Kompost wird mit frischem Häckselmaterial vom Staudenrückschnitt, sonst. Grünzeug und
    Küchenabfällen, Pflanzenkohle und Urgesteinsmehl lagenweise aufgesetzt und gegen Regen abgedeckt.
    Nach 6 Wochen wird das Ganze umgesetzt und vermischt, wieder abdecken; und nach weiteren 6 Wochen setze ich nochmals um und kann dann die Terra Preta im Garten verwenden.
    Beim Pflanzen und Topfen verwende ich die Erde erst, wenn keine Würmer mehr drin sind.
     
    S

    Swenny

    Guest
    Wofür dann einen in freier Natur schwer zu bewerkstelligenden, anaeroben Prozess bevorzugen
    Anaerobe Kompostierung läuft auch im "Schnellkomposter". Und ich kann mich erinnern, es gibt eine Löwenzahnfolge, wo Peter einen Kompost anlegt, und seine gärtnerisch begabte Nachbarin meinte, er müsse den mit Erde abdecken - also auch Anaerob -, damit er nicht stinke. Was mich sehr gewundert hat, denn wir haben unseren Kompost nie abgedeckt und der hat auch nicht gestunken.

    Alkoholische Gärung läuft auch anaerob (wenn aerob, dann entsteht kein Alkohol) und Backhefe kann beides.
     
    Elkevogel

    Elkevogel

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    Hallöle,
    ich hole dieses Thema mal wieder hoch, denn:
    ich fange jetzt auch mit Bokashi an :D und hier steht schon soviel wissenswertes, dass ich keinen neuenThreat anfangen möchte.
    Drüber nachgedacht habe ich schon lange, aber den Schritt zu gehen... naja, lange Leitung eben:rolleyes:.
    Auslöser war heute tatsächlich, dass unsere Komposter dank der Schneemassen kaum erreichbar sind und wir einen Eimer voll mit Küchen-und Frischblumenabfällen in der Biotonne entsorgen mussten bevor der in der Küche anfängt zu gammeln.
    Und da Frau derzeit ja auch keine neuen Klamotten braucht und ihr Geld daher anderweitig und nützlicher einsetzen kann habe ich bestellt:
    🌷 WIR VERMISSEN DICH! 🌷 Bokashi Eimer Küchenkomposter Starterset 2 Stück Grau/Grün, 68,90 € (em-kaufhaus.de)
    Und - weil frachtfrei mitgeliefert wird - auch gleich noch ein Nachfüllset für die weiteren Füllungen im Winter
    🌷 WIR VERMISSEN DICH! 🌷 Bokashi Eimer Nachfüllset (ausreichend für ca. 20 Eimer-Füllungen), 29,90 € (em-kaufhaus.de)

    Plan ist mittelfristig auch Pflanzenkohle für TerraPreta einzusetzen - unser Lehmboden wird es mir hoffentlich danken.

    Nun aber gleich die ersten Fragen:
    1. Kann ich wirklich ALLE Küchenabfälle verwenden?
    Gekochtes, gebratenes, Fleisch, Wurst...?
    Schimmeliges? Mir wird gerne mal Creme fraiche oder Schmand schlecht/schimmelig:cry:
    Oder wovon sollte ich als Anfängerin lieber die Finger lassen?

    Nebeneffekt wäre dann irgendwann vielleicht tatsächlich, die 60L Biotonne abzuschaffen (die kostet immerhin 114€/Jahr obwohl fast nie voll und was dann doch gar nicht für Bokashi geht könnte in die 60L Restmülltonne, die ebenfalls nie voll ist). Das Geld könnte ich dann wiederum in die Bokashi-/TerraPretapflege investieren.

    2. "Papier"?
    Kaffeesatz mit Filtertüte? Oder besser ohne?
    Und was ist mit Küchenrolle (Ökosorte). Die nehme ich um z.B. Pfannen nach dem Braten auszuwischen, damit mir das Fett nicht den Abfluss verstopft (schon passiert - grrrr).
    Worauf sollte ich noch achten?

    Pflanzenkohle werde ich im Frühjahr in der Feuerschale versuchen zu machen. Anleitungen im Netz und Material wären vorhanden.

    3. Was ist mit weiteren Zusatzstoffen, die @lieschen ganz am Anfang dieses Threats erwähnte:
    z.B. Zeolith/Betonit/Katzenstreu

    Danke schonmal für eure Unterstützung damit ich nach Lieferung des bestellten Sets gleich durchstarten kann :love:
    Liebe Grüße
    Elkevogel
     
    Elkevogel

    Elkevogel

    Foren-Urgestein
    Ach ja, den ersten und vermutlich auch den zweiten gefüllten Bokashi-Eimer werde ich vermutlich einfach auf einen dann hoffentlich wieder zugänglichen Kompost entleeren.
    @elis
    ich habe einen Thermokomposter, der noch fast leer ist.
    Kann ich den nutzen um mit der TerraPreta-Vererdung zu beginnen oder sollte es ein komplett geleerter sein?
     
    Bernd Ka.

    Bernd Ka.

    Mitglied
    Schon hart, was hier über anaerob (ohne Luft) und aerob zu lesen gibt. Auch sonderbar, was alles
    auf den Kompost soll, um sonderbare Erde entstehen zu lassen. Pflanzliche Abfälle gehören,
    tierische Abflle sollten auf keinen Komposthaufen. Beschleuniger? Doping? Wem's gefällt,
    sollte organischen Dünger mit auf den Kompost werfen, doch dope ich meine Mistwürmer lieber
    mit Kaffeefilter und Pflanzenresten. Achja, der Kompost ist verarbeitungsfähig, wenn er nicht
    mehr sackt.
     
    Beates-Garten

    Beates-Garten

    Foren-Urgestein
    Ich nutze seit 4 Jahren 2 Bokashi-Eimer. Auch wenn es möglich sein soll, tierische Produkte kommen bei mir nicht in den Bokashi. Alle pflanzlichen Küchenabfälle einschl. Küchenrolle und Filterpapier kommen bei mir in den Bokashi. Wichtig ist immer wieder das verdichten der Abfälle im Eimer. Mein Mann hat mir ein Brett zurecht gesägt mit 2 Leisten als Griffe, welches genau in den Eimer passt, damit ich die Abfälle so dicht wie möglich zusammendrücken kann. Dieses Brett hab ich mit einer Mülltüte umwickelt, einfach nur zum Schutz des Holzes. Meine Eimer stehen im Keller bei ca. 15-18 °C. Ich brauche ungefähr 3 Wochen um ihn zu füllen und dann lass ich ihn noch mal ca. 14 Tage stehen bevor ich den Bokashi vererde. Dafür habe ich eine alte Regentonne (ohne Boden). Wenn ich Bokashi in die Tonne einfülle, decke ich diesen immer mit einer Schicht Erde ab.
    Ach ja im Eimer füge ich neben den EM und Pflanzenerde auch noch Urgesteinsmehl zu.
    Ich bin immer wieder erstaunt, welche Massen an Würmern sich im vererdeten Bokshi tummeln im Gegensatz zum normalen Kompost, beides steht bei uns nebeneinander, also denke ich dass man es dadurch auch vergleichen kann.
    Ach ja, der saure Geruch von Bokashi ist schon etwas gewöhnungsbedürftig und nichts für empfindliche Nasen.
    Im Winter vererde ich den Bokashi direkt im Beet oder Gewächshaus, heißt ich machen einen Graben im Beet, fülle den Bokashi ein und decke den Bereich wieder mit Erde ab. So kann der Bokashi bis zur Pflanzzeit umgesetzt werden. Ich bin damals durch die Videos von Gartengemüsekiosk zum Bokashi gekommen.
     
    Hero

    Hero

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    >Nachtrag zu # 214:
    Meinen Terra Preta Ansatz setze ich nicht mehr so oft um.
    Wenn eine Box -1 m x 80 cm und 1,20 m hoch - voll ist, wird in eine leere Box lagenweise umgesetzt.
    Halbfertiger Kompost, frisches Grüngut, aktivierte Pflanzenkohle. Immer wieder etwas Urgesteinsmehl dazwischen.
    Nach einem halben Jahr kommt das obenliegende unverrottete Material, ca. 1/4 der Menge in eine leere Box und die restlichen 3/4 bleiben in der Box , bereit zur Verwendung. Die Erde, die ich zum Topfen von Pflanzen verwende, lagere ich auf einem extra Platz, bis keine Würmer mehr drin sind. Je nachdem, was ich topfe, kommt noch Sand und/oder Lavagranulat in die Mischung.
     
    elis

    elis

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    Hallo Elkevogel !

    Ja, den Schnellkomposter kannst gut nutzen. Ich rate Dir nur unten ein stabiles Gitter reinzumachen, sonst hast Du die Maulwürfe und Wühlmäuse aus der ganzen Umgebung im Schnellkomposter. Da sind ja jede Menge Würmer drinnen. Also ich habe ja früher immer Bokashi gemacht mit Holzkohle. Das ist dann diese Terra Preta, die muß ja erst vererden damit man sie verwende kann. Da habe ich nur einmal im Jahr ausgeleert und das immer im Herbst ganz spät, das wurde nur 1 Schubkarre voll Erde, weil sie ja so zusammensackt, aber die schönste Schwarzerde (Terra Preta) . Da habe ich das ganze Jahr meine Bokashikübel mit Holzkohle reingeleert. Nicht umgesetzt. Das war gar nicht nötig. Die Würmer haben sich immer weiter nach oben gefressen, das untere sackt nach unten. Im Herbst habe ich es dann oberflächlich auf die Beete verteilt, die oberste Schicht, die noch nicht vererdet war wurde dann übern Winter/Frühing umgesetzt und bis zum ansäen war sie fertig. Das hat sich wunderbar bewährt. Jetzt habe ich ja einen großen Wurmkomposter, da mache ich Terra Preta im großen Stil und die Bokashikübel leere ich zusätzlich noch mit rein, also das selbe Prinzip nur größer. Unten fällt dann die schönste schwarze Erde raus. Da tu ich dann viel organisches Materiel, Gesteinsmehl, Holzkohle, EM-aktiv drauf. Das ist eine wahre Freude das zu sehen was sich da tut.
    Ach ja, noch eine grundsätzliche Frage. Machst Du Bokashi mit Holzkohle, oder ohne ? Mit Holzkohle muß das Bokashi erst vererden, das dauert so 6-9 Monate. Ohne Holzkohle kannst Du die Kübel jetzt im Winter im Glashaus oben drauf auf die Beete verteilen oder in einen Plastiksacke füllen und draußen irgendwo zwischenlagern. In den Sack aber ein Loch reinmachen, damit der Sickersaft auslaufen kann, sonst fängt es zu faulen und stinken an. Auf dem letzten Bild siehst Du meine Säcke im Schnee liegen. Ich kann Dir sagen unter den Säcken waren so dicke Regenwürmer, die haben sich von dem Sickersaft ernährt, so dicke Würmer habe ich noch nie gesehen. Löchere mich ruhig weiter......

    lg. elis
     

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    Elkevogel

    Elkevogel

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    Hallo @elis,

    Lach, Du ahnst nicht, was auf Dich zukommt:ROFLMAO: Aber schon jetzt ganz lieben Dank für die angebotene Unterstützung:paar:
    Ich fange doch erst in ein paar Tagen an - hoffentlich kommt die Lieferung vom EM-Kaufhaus bis zum Wochenende.
    Auf jeden Fall schnippel ich schon mal alles klein, was an Resten in der Küche anfällt - dann kann ich gleich mit der Füllung anfangen.
    Mit Holzkohle/TerraPreta werde ich wohl erst im Frühling anfangen. Pflanzenkohle kaufen ist mir schlicht zu teuer und nach einigen Anleitungen im WWW kann man die ja auch recht einfach selber herstellen. Die Möglichkeiten dafür sind vorhanden - aber eben erst, wenn sich der Winter einigermaßen zuverlässig verabschiedet hat. Die aktuellen Schneemassen lassen ja kaum den Weg zum Kompost zu (GöGa hat mit der Schneefräse einen Not-Zugang gemacht). Da stelle ich mich nicht mitten in den Garten und fange die Kohleproduktion an. Ich bin doch eigentlich eine bekennende Schönwetter-Gärtnerin:ROFLMAO:
    Aber ja, TerraPreta soll das Ziel sein um meinen Gemüsegarten-Lehm zu verbessern.
    Kartoffelpflanzungen bringen ein bisschen, mulchen und Kompostgaben ebenfalls. Aber so richtig funzt das alles noch nicht. Der Boden bleibt sehr fest und es gibt nach Regen immer nur ein sehr kleines Zeitfenster zur Bearbeitung. Da hoffe ich, dass ab 2022 TerraPreta helfen wird.

    Ja, den Schnellkomposter kannst gut nutzen. Ich rate Dir nur unten ein stabiles Gitter reinzumachen, sonst hast Du die Maulwürfe und Wühlmäuse aus der ganzen Umgebung im Schnellkomposter.
    Festes Gitter ist drin. Kann ich den "alten" Mist unten drin lassen oder sollte ich lieber ausräumen bevor ich mit TerraPreta anfange?
    Ich schätze, dass das bereits eingefüllte Zeugs (Staudenschnitt) bis zum Frühjahr auf 30 cm gesunken sein wird.

    Ohne Holzkohle kannst Du die Kübel jetzt im Winter im Glashaus oben drauf auf die Beete verteilen
    Das heißt: die ersten fermentierten Bokashi-Eimer in einigen Wochen könnte ich auch direkt im GWH ausbringen? Ohne eingraben? Einfach nur verteilen und evt. ein bisschen unterhacken?
    Vor Mitte/Ende April passiert dort im Boden gar nichts; es wird nichts gepflanzt/gesät - die Zeit würde zur Vererdung reichen? Also dass es nicht mehr so sauer ist?
    Und Tomaten, Gurken, Luffa werden sich freuen?

    Nun aber gleich die ersten Fragen:
    1. Kann ich wirklich ALLE Küchenabfälle verwenden?
    Gekochtes, gebratenes, Fleisch, Wurst...?
    Schimmeliges? Mir wird gerne mal Creme fraiche oder Schmand schlecht/schimmelig:cry:
    Oder wovon sollte ich als Anfängerin lieber die Finger lassen?
    Was meinst Du dazu?
    @Beates-Garten schreibt ja, bei ihr kommen keine tierischen Produkte in den Bokashi-Eiimer. Rein gefühlsmäßig würde ich diese Einstellung teilen.

    Oh je, Fragen über Fragen und die Unsicherheiten werden durch die Befragung von Mama Gockel fleißig genährt.
    Da ist vieles ungenau erklärt - so irgendwie huschhusch.
    Das ist - wie meine Kurze jetzt sagen würde - der VWL-Lehrer weiß ja, wie es geht. Aber die Fähigkeit, es seinen Schülern verständlich zu erläutern fehlt ihm vollständig:mad: (dennoch 10 Punkte in der Klausur -das gibt mir die Hoffnung im WWW doch noch einiges zu lernen)
    Ganz vielen lieben Dank und herzliche Grüße
    Elkevogel
     
    Elkevogel

    Elkevogel

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    Wichtig ist immer wieder das verdichten der Abfälle im Eimer. Mein Mann hat mir ein Brett zurecht gesägt mit 2 Leisten als Griffe, welches genau in den Eimer passt, damit ich die Abfälle so dicht wie möglich zusammendrücken kann. Dieses Brett hab ich mit einer Mülltüte umwickelt, einfach nur zum Schutz des Holzes
    Hallo @Beates-Garten,
    da warte ich mal ab, was zur Verdichtung in dem Set enthalten ist. Ansonsten wird Göga ebenfalls basteln müssen - guter Hinweis:love:
    Dass Kaffeefilter und Küchenrolle rein können vereinfacht das Leben, denn ja - ich bin immer noch Filterkaffeetrinkerin. Eine Tasse mit richtig Koffein am Morgen muss sein. Der Kaffee aus dem Vollautomaten hat ja leider so gar keine Umdrehung:rolleyes:
    Urgesteinsmehl? Ich glaube, ich habe Gesteinsmehl in der Garage - ist das auch tauglich?
    Oder könnte ich mit Zeolith/Betonit/Katzenstreu ein ähnliches Ergebnis erreichen (Geruchsminderung?)
    Lach - ich mag kein Sauerkraut essen, den Geruch kenne ich aber und werde hoffentlich erkennen, ob der Bokashi ähnlich müffelt.
    Und wer schon mal fremde Babys mit Durchfall gewickelt hat, ist einigermaßen geruchsresistent:eek::LOL:
    Das eigene Kind stinkt seltsamerweise nie so arg;)
     
    Opitzel

    Opitzel

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    Ich bin leider in den Anfängen stecken geblieben, bin wohl doch zu alt.
    Aber Holzkohlegrus oder -pulver gewinnt man in größeren Mengen, indem man die gehandelte "Qualitätsgrillkohle" vor dem Grillen mal siebt. :lachend:Vielleicht helfen Freunde dabei mit.
     
    elis

    elis

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    Hallo !

    Kaffeefilter oder Zeitungspapier ist kein Problem. Bei Fleisch wäre ich vorsichtig, da zieht man sich Ratten an. Gesteinsmehl, Zeolith, ist ja Urgesteinsmehl. Das Abbaugebiet und die Zusammensetzung ist nur leicht unterschiedlich. Bißchen schimmeliges tu ich auch rein, aber dann schön EM-aktiv dazu. Denn da entstehen wirklich keine Fäulnisprozesse. Ohne Em-aktiv funktionier das nicht. Denn da überwiegen die Fäulnisbakterien. Das EM macht ja dieses Dominanzprinzip, das sind ja gute Bakterien dann überwiegen die guten und die schlechten haben keine Chancen. Das alte Zeugs kann ruhig drinnenbleiben im Schnellkomposter, dann sind schon mal die Kompostwürmer da als Grundstock. Im Glashaus kannst das Bokashi leicht einarbeiten, würde oben drauf noch organisches Material werfen, z.B. Blätter oder Heu, was man halt hat. Das mulchen ist sowieso das wichtigste bei lehmigen Boden, bei mir ist nie der Boden nackig im Gemüsegarten. Brauche viel weniger hacken und gießen, habe viel weniger Unkraut. Weil ja viel weniger Licht auf den Boden fällt und der Unkrautsamen nicht so stark aufgeht. Kaufe Dir das Buch von Anne Lorch "EM Eine Chance für unsere Erde", da steht alles drinnen was man mit der EM-technologie alles machen kann. Das ist für mich das beste Praxisbuch über EM, mit vielen Bildern. Dann traut man sich viel mehr machen. Rein für den Garten ist das Buch von Anne Lorch auch sehr gut "Mit EM durchs Gartenjahr" mit vielen Bildern und Erfahrungswerten einer Schweizer Bäuerin. Die beiden habe ich persönlich kennengelernt bei den EM-Tagen auf der Fraueninsel.

    lg elis

    Hoffe ich habe nichts vergessen.
     

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    Stupsi

    Stupsi

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    Ich finde das auch so interessant aber da ich nur den Balkon habe leider..... :(

    Könnte man tierische Abfälle nicht einfach mit verbrennen und DANN da reingeben?
    Wenn man bedenkt was Biotonnen kosten wirklich eine gute Alternative Elkevogel (y)
     
    S

    Sophie11

    Mitglied
    kann man in den bokashi-eimer auch streu von vögeln und meerschweinchen (also hanf- bzw. holzstreu inkl. urin und kot) füllen?
     
    Frau B aus C

    Frau B aus C

    Mitglied
    Bin jetzt neugierig geworden. Muss mich mal mit dem Thema befassen.
     
    Elkevogel

    Elkevogel

    Foren-Urgestein
    Naja, bis zu einem gewissen Punkt geht das hier schon in der Feuerschale:
    Unbehandeltes Holz, angetrocknete Samenunkräuter, Winde, Giersch, Tomatenstengel mit Krautfäule ...
    Aber tierische Abfälle oder überhaupt Lebensmittel? Niemals!!!

    Boah, ich warte so auf den Versand meiner Bestellung😁
    Bezahlen darfste sofort und dann...
     
    Frau B aus C

    Frau B aus C

    Mitglied
    Ich denke, dass ich bei meiner herkömmlichen Kompostierung bleibe. Ich kompostiere schon immer alle unsere Küchenabfälle. Und dann habe ich ja noch Zugang zu viel Pferdemist. Da kommt im Sommer auch einiges auf den Kompost.
    Aber wer denkt, dass "Terra preta" für ihn das Richtige ist, bitte....
     
    Celtis

    Celtis

    Mitglied
    Naja, bis zu einem gewissen Punkt geht das hier schon in der Feuerschale:
    Unbehandeltes Holz, angetrocknete Samenunkräuter, Winde, Giersch, Tomatenstengel mit Krautfäule ...
    Aber tierische Abfälle oder überhaupt Lebensmittel? Niemals!!!
    ich hatte nicht gemeint, "was geht", sondern "was nicht geht", und damit bezog ich mich ganz alleine auf den von mir zitierten Satz
    "KÖNNTE MAN TIERISCHE ABFÄLLE NICHT EINFACH VERBRENNEN?......."
     
    elis

    elis

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    Hallo !

    Mist und Urin sind ja wertvolle Stickstoffträger. Die sind wichtig für die Terra Preta, auch für den Kompost. Der wird dadurch viel wertvoller. Die Holzkohle im Bokashi ist ja deshalb so wertvoll, weil die Terra Preta zum Dauerhumus wird. Die Kohle speichert auf Dauer die Nährstoffe im Boden, nimmt unverbrauchte auf und speichert sie so lange bis sie von den Pflanzen abgerufen werden. Außerdem speichert die Terra Preta auch viel Feuchtigkeit im Boden und das wird noch sehr wertvoll werden in der Zukunft. Das Bokashi mache ist ja ein Fermentationsvorgang, das ist wie Sauerkraut machen. Dadurch werden die organischen Stoffe noch wertvoller. Dann die Kohle dazu, das ist noch besser. Kompost ist schon gut, Bokashi noch besser, aber das allerbeste für dien Boden ist dann die Terra Preta. Die verschwindet nie mehr aus dem Boden. Der Kompost und auch das Bokashi wird ja mit der Zeit abgebaut und verschwindet praktisch wieder aus dem Boden. Die Terra Preta bleibt aber auf ewig. Deshalb gibt es ja in Südamerika und auch in Europa diese sogenannten Schwarzerde immer noch und sie ist noch immer um ein vielfaches fruchtbarer als die herkömmlichen Böden. Das ist eine so spannenede Technologie die soviel kann.

    lg. elis
     
    S

    Sophie11

    Mitglied
    wieviel (prozentual) dürfte ich denn an mist in so ein eimerchen tun!
    Oder lieber im thermokomposter damit mischen und nicht zu den Küchenabfällen?
    oder teils teils?
     
    Elkevogel

    Elkevogel

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    Hey,
    ich freue mich grade richtig, dass es hier nach fast einem Jahr Stillstand wieder aktiv wird :paar:
    Ich habe so viele Fragen und finde es so großartig, dass andere sie stellen. Da komme ich mir nur noch halb so dämlich/unwissend vor:D

    "KÖNNTE MAN TIERISCHE ABFÄLLE NICHT EINFACH VERBRENNEN?......."
    Das mit dem zitierten Satz kam so nicht an - Du hast den ganzen Beitrag zitiert - aber egal:
    Nee, niemals würde ich auch nur ansatzweise auf die Idee kommen Lebensmittelrest zu verbrennen und möchte es auch niemandem empfehlen.
    Die Frage war, ob Fleischreste im Bokashi verwertet werden können. Und da hatte ich schon ein ungutes Gefühl beim Fragen. Das werde ich ganz sicher lassen!
    Fleischreste könnten ggf. in der Restmülltonne landen. Denn die Abschaffung der Biotonne wäre tatsächlich eine mittel-/langfristige Idee.
    Nachbarn kompostieren auch Fleischreste - das aber an einem Standort weit ab vom Schuss und ohne Wohngärten in näherer Umgebung an dem Ratten ohnehin unterwegs waren. Die Viecher lassen sich im Dorf leider nicht ganz vertreiben, der Bestand hält sich allerdings wirklich in Grenzen.
    Bis zu mir hat noch keine den Weg gefunden.

    @all für die, die es noch nicht wissen: ich wohne in einem Dorf mit ca. 120 Einwohnern und gaaanz viel Gegend drumrum
    Wenn ihr den "Popo" Deutschlands sucht - hier ist er fast (ein bisschen abgelegener geht es noch - aber wirklich nur ein bisschen:LOL:)
     
    Celtis

    Celtis

    Mitglied
    ja, ich hatte den ganzen Beitrag zitiert, und dort stand nichts anderes als mein zitierter Satz... und noch ein wenig belangloses, aber nicht wirklich zum Thema gehörendes......

    ich kompostiere jedes Jahr Pferdemist in größeren Mengen, der nach einigen Monaten zu reiner Erde geworden ist,
    diese wird dann zur weiteren Verwendung den Pflanzen zugeführt
    mehr kann ich zum eigentlichen Thema nicht beisteuern
     
    elis

    elis

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    Ist das dann eher positiv oder negativ dafür?
    M19J55 hat recht.
    Wenn man Bokashi macht, dann entsteht ja auch Flüssigkeit, das Zellwasser der Zutaten, die muß man immer ablassen, weil sie sonst zu stinken und faulen anfängt. Die muß man immer ablassen, das ist übrigens ein hervorragender Dünger, aber stark verdünnt. Wenn man Kohle dazu gibt, die ist ja trocken, die saugt dann das Zellwasser auf und lagert es ein. Dann wird das Bokashi noch wertvoller.

    lg elis
     
    Elkevogel

    Elkevogel

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    Ich denke, dass ich bei meiner herkömmlichen Kompostierung bleibe. Ich kompostiere schon immer alle unsere Küchenabfälle. Und dann habe ich ja noch Zugang zu viel Pferdemist. Da kommt im Sommer auch einiges auf den Kompost.
    Aber wer denkt, dass "Terra preta" für ihn das Richtige ist, bitte....
    Hallo @Frau B aus C
    Ich werde auch weiterhin die meisten Gartenabfälle kompostieren - ich muss, sonst wüsste ich gar nicht wohin mit dem Zeug :rolleyes::D
    Aber: 4 Komposter für den Gemüseacker stehen leider sehr sonnig. Da tut sich in Jahren wie 2019/2020 nicht wirklich viel.
    An Beschattung arbeite ich, aber bis die entsprechenden Sträucher wachsen und groß genug werden, dauert es einfach seine Zeit. Ohne mehr Regen als 2019/2020 wird es aber auch mit Beschattung wohl nicht besser werden:cry:
    2 Thermokomposter für fast ausschließlich Küchenabfälle stehen sehr schattig und bekommen auch aus dem fast versickerten Bach mal ein paar Löffelchen Wasser. Bei denen ist nach 1 Jahr meistens guter Kompost entnehmbar.
    Bei unserer Fläche mit Lehm ist das aber nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.
    Alle Mühen mit Kompost, mulchen, Gründünger, Kartoffelpflanzungen... kurzfristig OK. Im Jahr drauf wieder das Elend von vorne
    Die Küchenabfälle gehen ab Anfang kommender Woche den neuen Weg im Bokashi-Eimer und werden zunächst in den vorhandenen Kompostern vererdet. Oder auch im GWh? Mal abwarten, wie das Wetter wird.
    Und sobald es möglich ist wird Pflanzenkohle produziert, damit ich an Terra preta arbeiten kann.
    Auch wenn es nochmal gut ein Jahr dauern wird bis die erste Terra preta Ladung im Gemüse/Lehmacker eingearbeitet werden kann: ich bin noch jung genug um hoffentlich Erfolge zu erleben.
    Der Lehm geht so gar nicht mehr und schon erst recht nicht mit zunehmendem Alter:rolleyes:
     
    Frau B aus C

    Frau B aus C

    Mitglied
    Elke Vogel, von meinen vier Metall-Kompostern habe ich schon im Herbst zwei für die Frühjahrsbestellung fertig gemacht. Nochmals Pferdemist und fast fertigen Kompost, darüber eine dicke Schicht Rasenschnitt. Da kommen im Mai Zucchini drauf. Da ich hier viel gießen muss, bekommt der darunter befindliche Kompost auch was ab. Schließlich habe ich im September dann 2x herrlichen fertigen Kompost.
     
    Frau B aus C

    Frau B aus C

    Mitglied
    Hier ist bei manchen von tierischen Abfällen die Rede. Was soll das denn sein.
    Könnte doch nur Fleisch sein oder? Bei mir bleibt nichts übrig, wenn dann verarbeite ich die Reste.
    Habe keine tierischen Abfälle.
     
    Frau B aus C

    Frau B aus C

    Mitglied
    oder wird hier im diesem Zusammenhang an Tierausscheidungen gedacht? Bei mir kommt natürlich Pferdemist auf den Kompost. Rindermist kommt auch drauf - habe ich aber z.Z.nicht.
     
    Elkevogel

    Elkevogel

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    Hier ist bei manchen von tierischen Abfällen die Rede. Was soll das denn sein.
    Könnte doch nur Fleisch sein oder? Bei mir bleibt nichts übrig, wenn dann verarbeite ich die Reste.
    Habe keine tierischen Abfälle.
    Hallo @Frau B aus C
    Es fallen hier immer mal wieder kleine Mengen an. Heute aktuell:
    Vom Schweinefilet, das noch pariert werden musste und Schwarte von gestreiftem Speck.
    Und selten ist auch mal ne Scheibe Aufschnitt nicht mehr so lecker.
    Im Netz habe ich sogar gesehen, dass einige Knochen oder Gräten in den Bokashi tun - das mache ich ganz sicher nicht!

    An Mist komme ich leider nicht ran. Den würde ich allerdings auch eher kompostieren.

    Montag soll das Starterset endlich ankommen- ich schnippel schon alle Gemüsereste ganz klein.
    LG
    Elkevogel
     
    Supernovae

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    Elkevogel

    Elkevogel

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    Ja, ich denke, so ganz frei von tierischen Abfällen wird kein "fleischfressender" Haushalt sein.

    Bei gekochtem ohne Fleisch bin ich im Moment noch etwas freier in der Überlegung.
    In den Kompost kommt da bisher wirklich gar nichts, wenn kleine Reste bleiben. Und auch nichts gemüsiges, was gekocht wurde.
    Demnächst z.B. das Suppengrün, welches für Crashhuhn (= Hühnerfrikassee) zum Huhn kochen geschmacklich für die Brühe unbedingt sein muss, in der Soße am Ende aber nichts zu suchen hat.
    Bisher landete das im Biomüll.
    Frage: geht das dann auch im Bokashi?

    Immer wieder Fragen, die ich bei der bisherigen Recherche weder hier noch im WWW eindeutig beantwortet bekam.
    D.h. für mich vorerst, das alles was nicht sicher beantwortet wurde und/oder mir intuitiv Unbehagen bereitet, landet erstmal weiterhin in der Biotonne bzw. im Restmüll.
    Und ich muss ja erstmal anfangen. Vielleicht ergibt sich dann ja einiges von selbst.
    Zu dem Starterset gibt es eine Broschüre - abwarten, was dort drin steht.

    Ich werde euch mit meinen persönlichen Erfahrungen hier auf dem Laufenden halten:paar:

    Und noch eine Überzeugungs-Aufgabe steht mir bevor:
    GöGa muss wieder mehr Rasenschnitt sammeln, damit ich welchen zum mulchen habe.
    Das wird ihm nicht gefallen ;)
    Das macht "Arbeit"!
    Er liebt es doch so sehr, mit Stöpseln im Ohr völlig entrückt Hörbuch zu hören und dabei den Rasenmäher seinen Mulchjob erledigen zu lassen.
    Aber das bekomme ich auch noch hin. Muss es ihm nur dezent verkaufen damit nicht am Ende ich noch zum Rasenmähen verdonnert werde:eek:
     
    Elkevogel

    Elkevogel

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    @Celtis
    OK, ich korrigiere auf "einigermaßen eindeutig"
    Klar, wirklich eindeutig geht nicht. Es hat ja auch jeder andere Voraussetzungen im Haushalt, im Garten...

    Aber ganz oft gibt es nach ausgiebiger Recherche eine recht sichere Antwort für mich, die sich aus vielen Meinungen rauskristallisiert.
    Da bin ich bisher relativ gut mit durchs Leben gekommen.
    Abwägen, gesunder Menschenverstand + gelegentlich ein bisschen Risiko
     
    elis

    elis

    Foren-Urgestein
    Hallo Elkevogel !

    Natürlich kannst dein gekochtes Suppengrün in den Bokashikübel tun. Ich tu ja auch die Orangenschalen und Zitronenschalen rein, klein geschnitten. Die Mikroorganismen (EM-aktiv) fressen alles weg. Kartoffelschalen, Obstreste wie Apfelschalen, Kerngehäuse,Zwiebelschalen. Viel Erfolg.

    lg elis
     
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