Tomaten nie wirklich in Gang gekommen

V

Veannon

Mitglied
Hallo.

Nachdem ich nun vier Jahre erfolgreich jeweils acht Tomatenpflanzen in meinem kleinen, aber feinen Gewächshaus gezogen habe, wollte das dieses Jahr nicht so recht klappen. Um den größten Fehler zu erkennen und im nächsten Jahr zu vermeiden, bitte ich um eure Mithilfe.

Vorgezogen habe ich die Pflanzen bereits im Februar, aufgrund des Wetters dann recht spät ausgepflanzt, aber alles bis hierhin normal verlaufen, keine Ausfälle oder Auffälligkeiten. Hinzu gesagt sei, dass ich einige Pflanzen auch verschenkt habe und diese sich prächtig entwickelten.

Die Erde im Gewächshaus habe ich wie folgt vorbehandelt:
Umgegraben, alte Wurzeln entfernt, mit Braunkorn und Hornspänen angereichert, oben drauf noch etwas Kompost.
Zusätzlich habe ich dieses Jahr zum ersten Mal mit EM (effektiven Mikroorganismen) hin und wieder gegossen.

Wie entwickelten sich die Pflanzen:
- die (1) Grukenpflanze entwickelte sich so prächtig wie in keinem Jahr zuvor. Viele Blüten und Früchte und schaut noch immer recht gesund aus
- die acht daneben stehenden Tomaten sind mittlerweile größtenteils braun, haben mickrige Blätter, standen nie wirklich im Saft.
- Früchte tragen sie, aber nur sehr wenige, auch Blütenansätze gar es nicht viele

Am meisten stören mich aber die Blätter. Waren sie sonst immer kräftig, dick und groß, sind sie in diesem Jahr nie wirklich in Fahrt gekommen.

Ich vermute eine Überdungung.
Überhitzung kann es nicht sein - sowohl Tür als auch Fenster (automatisch) waren in der heißen Phase stets geöffnet. Bei Frost oder unter 10 Grad AT, ist alles geschlossen.

Woran könnte es gelegen haben?

PS: Groß sind die Pflanzen geworden, also bis zum Dach ca. 1,80m.
 
  • Tubi

    Tubi

    Foren-Urgestein
    Ja, ohne Fotos lässt sich das nicht beurteilen.
     
    Sunfreak

    Sunfreak

    Moderator
    Mitarbeiter
    Fotos wären sehr toll...

    Kann auch schlicht falsch gedüngt sein... Beispielhaft zuviel Stickstoff eingebracht, gleichzeitig zu wenig von anderen Nährstoffen (z.B. Kalium) im Boden verfügbar... Oder andere Effekte... Beispielsweise Nährstoffmangel eines bestimmten Nährstoffes aufgrund Überdüngung mit einem anderen Nährstoff...

    Meinst du mit Braunkorn, Blaukorn? Wenn ja: Wie ist da die Nährstoffzusammensetzung laut Verpackung?

    Grüßle, Michi
     
  • Frau B aus C

    Frau B aus C

    Mitglied
    Gurken und Tomaten gehören nicht zusammrn ins Gewächs!
    Sie haben grundsätzlich verschiedene Anforderungrn an das Klima.
    Die Gurke will hohe Luftfeuchtigkeit.
    Die Tomate braucht trockene Luft, am besten noch Durchzug/Wind.
     
  • Frau B aus C

    Frau B aus C

    Mitglied
    Meine Tomaten stehen im Freiland. Sehr stark behangen.
    Gestern war unser Sohn zu Besuch. Hat alle roten T. geerntet, viele. Und heute Abrnd haben wir festgestellt, dass trotz trüben Wetter schon wieder viele nachgereift sind. Die Zeit ist einfach da.
     
  • V

    Veannon

    Mitglied
    Hier einige Eindrücke. Sind bei Braunfäule nicht auch die Früchte verdorben? Die wenigen Tomaten schmecken fantastisch. Wetterlage auch nur schwer möglich. Die abgegeben gedeihen prächtig.
    Gurken und Tomaten nicht zusammen? Stimmt. Mache ich schon immer so, Meist gingen die Gurken nicht so gut, aber ausreichend gut. Ich richte mich aber nach den Bedürfnissen der Tomaten, wie geasgt, Tür und Fenster meist durchgehend geöffnet.
     

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    Frau B aus C

    Frau B aus C

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    Auch im Gewächshaus kann Braunfäule vorkommen. Schade.
     
    Taxus Baccata

    Taxus Baccata

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    Das ist leider Braunfäule.
    Sind die Pflanzen noch nicht zu stark befallen (keine braunen Stiele und Früchte) kann man ihr Ende hinauszögern indem man akribisch jedes befallene Blättchen entfernt oder noch ein Fungizid spritzt, aber diese Pflanzen sehen leider ziemlich fertig aus.
     
  • Marmande

    Marmande

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    Manche Töpfe sind arg klein, daß bedeutet zusätzlich Stress wegen schlechter Versorgung.
     
    ralph12345

    ralph12345

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    Ich bin kein Gurkenexperte, aber Gurken mögen es feucht. Wenn die gut gedeihen, muss es den Tomaten eigentlich zwangsläufig zu nass sein.

    Die Sporen der Braunfäule sind im Sommer überall, da kann man die Tomaten nicht vor schützen. Aber man kann verhindern, dass der Pilz sich in der Pflanze ausbreitet. Die Sporen keimen bei >80% Feuchte, also hält man die Blätter trocken und mit einem Dach vor Regen geschützt, man lichtet zu dichtes Blattwerk aus und sorgt im Gewächshaus für ordentlich Durchzug, besser wäre ein zu den Seiten hin offener Unterstand. Dann hilft es schon, befallene Blätter abzumachen.
     
    londoncybercat7

    londoncybercat7

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    Ich packe vor dem Eintopfen meinen jungen Tomatenpflanzen immer 2-3 Hände voll kleingeschnittene Brennnesselblätter unten in die Pötte rein, dann Erde mit Hornspänen gemischt drauf und dann die Pflanzen mit Erde. Unsere Tomaten stehen in großen Töpfen auf einem westwärts ausgerichteten Balkon unter einem kleinen Dachüberhang und sind kerngesund.
     
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