Ich meinte nicht nur dursten.
Auch Nährstoffmangel, zu kleine Töpfe, extreme Temperaturunterschiede usw.
Mit Nährstoffmangel und zu kleinen Töpfen erreichst du nichts gutes, das verzögert das Wachstum und die Entwicklung der Pflanze nur noch sehr viel mehr.
Ganz im Gegenteil: Pimp nur ordentlich mit mehr Platz und Nährstoffen - je schneller sie groß sind, desto schneller blühen sie.
Ich habe beides versucht: "Deine" Variante während meiner Winteranzucht --> unabsichtlich, weil ich auf Erde als Substrat verzichten wollte (wg meiner Schimmelallergie).
Das Ergebnis waren unterentwickelte, armselige Pflänzchen, die alles getan hätten - nur nicht Wachsen, Blühen und Fruchten.
Meine Frühjahrsanzucht habe ich jetzt - bewusst und zum ersten Mal - ganz schnell in sehr große Pötte gesetzt. Sehr viel schneller als von mir erwartet gibt's nun riesige Pflanzen und die ersten Knospen...
Allerdings denke ich auch nicht, dass es das Entscheidende ist. Wichtiger ist wohl frühe Aussaat für frühe Ernte.
Richtig, das denke ich auch.
Nur würde ich noch weiter gehen: Frühe Aussat + große Pötte + kräftig gedüngte Erde (Licht versteht sich ja von selbst).
Wenn du die Aufzucht ohne Nährstoffe vor sich hin gaggeln lässt, bringt auch die frühe Aufzucht nichts.
Meine Nährstoff-defizit-Pflanze blieb über drei Monate exakt fünf Zentimeter groß.
Soviel zu deiner These...
Also nur früh reicht mir nicht. Bin aber gespannt auf Michis "Urteil" zu der Sorte.
Er mag sie, soweit ich mich an seine Beschreibung erinnern kann, sonst würde er sie wahrscheinlich aber auch nicht anbauen.
Ich hatte auch schon superfrühe und KB resistente Sorten im Beet.
Nur was bringt das, wenn sie nicht schmecken und/oder eine eklige Konsistenz haben, z.B. : harte Pelle gefüllt mit geschmacksneutralem, flüssigem Glibber voller Samen *würg*
Klar, Geschmack geht vor. Aber es sind sicherlich nicht alle frühen Tomaten schlecht.
Und durch den rechtzeitigen Zeitpunkt kann man aus vielen "mittelfrühen" durchaus frühe Tomaten machen.
Mit den Hybridsorten kannst du mich jagen, die sind keine Alternative für mich.
Warum?
Was soll denn an denen schlechter sein..?
Hybrid bedeutet nur, dass zwei Pflanzen miteinander verkreuzt worden sind, und diese Kreuzung nicht stabil ist.
Kann es sein, dass du den Begriff "Hybridsorte" pauschal mit "bevorzugt im kommerziellen Erwerbsgartenbau eingesetzter Sorte" gleichsetzt..?

(Letzteres sind meist Züchtungen, müssen gar keine Hybriden sein, die auf Lagerfähigkeit, Krankheitsresistenz etc. getrimmt worden sind und kaum noch Aroma haben, weil das für den Verkauf im Supermarkt die unwichtigste Eigenschaft ist)
Eine Hybridsorte kann theoretisch auch zwei alte Sorten als Eltern haben... und köstlich schmecken.
Z.B. soll die Sungold (kenne ich nicht, aber Michi und andere haben sie sehr gelobt, ist wohl auch eine der beliebtesten Sorten) eine super Hybridsorte sein.
Und es gibt noch mehr beispiele für gelungene Hybriden.
Allein die Tatsache, dass man zwei Pflanzen miteinander kreuzt - da muss ja nichts schlechtes dabei rauskommen.
Und man sollte nicht vergessen, dass es auch genügend "samenfeste" und ältere Sorten gibt, die nach nicht viel schmecken...
Also entweder hat jede Sorte seine vordefinierten Reifetage (unter optimalen Bedingungen) oder nicht. Alles deutet darauf hin, dass es so ist.
Sicher ist das so, zumindest laut Aussagen von Fachleuten. Und da ich mich hier auf keinen Fall für klüger halte als Fachleute, will ich das mal nicht anzweifeln. :grins:
Somit wäre das mit dem "Aufholen der Spätgesäten" ja quatsch.
Das ist auch völliger Quatsch, wenn nicht
a) die Sorten einfach früher reifende sind (was wäre das für ein Kunststück eine Brandywine gegen eine 42-days antreten zu lassen :grins::grins::grins

oder
b) die später angezogenen deutlich bessere Bedingungen hatten.
Wie gesagt: Du kannst Pflanzen drei Monate in 5cm-Töpfchen rumgaggeln lassen, oder du gibst ihnen anständig Platz + Nährstoffe, und dann schießen und blühen sie auch.
Aber wenn man nun so unternährte Frühanzuchten (möglicherweise auch noch ohne ausreichend Licht und Temperatur gezogen) mit späteren Pflanzen vergleichen würde, die von allem im Überfluss hatten (und dann logischerweise schneller wachsen) wäre das wirklich völlig unsinnig und kein repräsentativer Vergleich.
Mit Sorten habe ich zwar relativ wenig Erfahrung, aber mit Tomatenpflanzen schon gut 15 Jahre. Und ich behaupte jetzt mal einfach: wer früher sät und seine Pflanzen durchbringt bis zum Auspflanzen, erntet auch früher.
Dem schließe ich mich nochmals an. Jede Sorte hat ihre sortenspezifischen Entwicklungs- und Reifezeiten, und wenn man das Optimum bietet (Licht, Temperatur, Nährstoffe, Platz) dann gilt: Je früher die Pflanze das Licht der Welt erblickt, desto früher trägt sie auch.
Nun, ich habe auch Ende Februar ausgesät, aber meine blühen noch nicht. Deswegen fragte ich nach den Bedingungen
Ich habe Ende JANUAR ausgesät... und sie bilden gerade Knospen.
Die, die Ende Februar gesät wurden, sind noch weit davon entfernt.

Den Monat (oder zumindest 2-3 Wochen) länger wirst du ihnen wahrscheinlich noch zugestehen müssen. :grins: