Vergreiste Rose - wie schneiden?

vogerl

vogerl

Mitglied
Hallo zusammen!
Wir haben im Garten einige Rosen, die vom Vorbesitzer schon gepflanzt wurden. Den Garten habe ich vor ca 5 Jahren übernommen, im ersten Jahr bin ich noch dazu gekommen und habe sie etwas zurückgeschnitten, dann ist einiges dazwischen gekommen und seither ist leider keine Schere mehr an die Rose gekommen. Ich weiß auch nicht welche es genau ist. Jedenfalls schaut sie nun recht vergreist aus, fürchte ich, Was meint ihr, wie soll ich die Rose schneiden, mir ist schon klar, dass ich die toten Triebe rausschneiden muss, aber sonst? Ganz runter schneiden und „auf den Stock setzen“ möchte ich wenn möglich nicht, weil sie ein Sichtschutz zu den Nachbarn ist. Aber wie weit runter schneide ich? Wenn ich jetzt „nur die Spitzen“ Schneide ändert das ja nix daran dass innen kein Laub ist 🤔 Habe nicht viel Erfahrung mit Rosen aber nun im Garten einige „geerbt“... Danke schon mal!!!
 

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  • vogerl

    vogerl

    Mitglied
    Das wäre dann aber dieses „auf den Stock setzen“, wo ich alles abschneide und warte dass sich die Krone neu aufbaut, oder? 🤔 habe fast befürchtet, dass das die richtige Lösung wäre, aber ich schrecke etwas davor zurück 🙈
     
    C

    Chrisel

    Guest
    Dann mach erstmal die Hälfte und die andere machst du dann nächstes Mal.
     
  • vogerl

    vogerl

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    Ah, ja, das ist eine gute Idee, danke, darauf wäre ich gar nicht gekommen!
     
  • Supernovae

    Supernovae

    Foren-Urgestein
    Ich vermute das die Rose zu viel Wurzel-und Wachstumsdruck von der zu nah stehenden Kornellkirsche/Zierobst etc. hat.

    Die wachsen beide nach Süden und behindern sich so zunehmend.

    An deiner Stelle würde ich das Wuchsmonster rechts raus nehmen und an anderer Stelle wieder einsetzen, wo sie sich entfalten kann. (gerne auch neben der Rose, aber dann in einer Linie.)

    Mach doch mal ein paar "Ganzkörper"-Aufnahmen von der Rose...
    (und das ganze Gras an der Pflanzscheibe, bitte rigoros entfernen!)
     
    Zuletzt bearbeitet:
  • G

    Galileo

    Foren-Urgestein
    Nach dem Reinigen der Wurzelfläche würde ich Lavendel setzen, das harmonisiert gut und bietet nach 3-4 Jahren Sichtschutz im unteren Bereich (1 Meter), wo die Rose bei der Höhe eh keine Blätter treibt.
     
    vogerl

    vogerl

    Mitglied
    Das Wuchsmonster rechts ist eine Zierquitte und in der Größe definitiv nicht versetzbar. Da würde ich auch eher die Rose opfern als die Zierquitte, die wirklich traumhaft blüht. Unter der Rose ist eh Lavendel, muss aber was nachsetzen, weil links von der Rose (= Süden) eine kleine Konifere stand, die ich unlängst rausgeschnitten habe. Ja, das Unkraut nimmt in der Hecke leider überhand, das steht auch noch auf meiner ToDoListe (ich bin Jungmutter und meine Tochter hat nicht immer die Geduld abzuwarten bis Mama mit dem garteln fertig ist ;) ) Aber blöde Frage, warum ist das Gras schlecht für die Rose? Nur wegen der Konkurrenz beim Wasser oder gibts da noch andere Faktoren?
     
    C

    Chrisel

    Guest
    Naja, ein kleiner freier Ring sollte schon um die Rose sein. Es können dann auch Neuaustriebe besser das Licht der Welt erblicken.
     
  • G

    Galileo

    Foren-Urgestein
    Aber blöde Frage, warum ist das Gras schlecht für die Rose? Nur wegen der Konkurrenz beim Wasser oder gibts da noch andere Faktoren?
    Zum einem bleiben die Äste im Erdbereich gesünder, wenn sie nicht im wechselseitigen Kontakt mit nassem Gras und teils verrottendem Unterbewuchs stehen oder Bodenbrüter dort ihr Nest bauen.
    Zum anderen bewirkt Grasbewuchs, dass dort nicht mehr geharkt wird und somit Regenwasser vom verschlossenem trockenen Boden nicht aufgenommen wird, sondern wegläuft.
     
    vogerl

    vogerl

    Mitglied
    Ah ok, das mit der Krankheitsanfälligkeit durch die Nässe macht Sinn! Danke! <3 Wenn dort Bodenbrüter brüten würde ich mich allerdings freuen. ;):LOL:
     
    Elkevogel

    Elkevogel

    Foren-Urgestein
    Hallo @vogerl
    als erstes: eine mindestens 30 cm im D freie Fläche um die Rose freilegen und frei von Wildwuchs halten.
    Dann der Quitte alles bodennah abschneiden, was in Richtung Rose wächst und vorhandene Wildtriebe rausreißen (die lassen sich neu pflanzen und mit ein bisschen Glück bekommst Du eine oder mehrere neue Quitten) Keine Sorge, die Quitte treibt neu aus .
    Danach ist der der Blick auf die Rose frei und Du kannst neue Austriebe besser erkennen.
    Als nächstes an der Rose die 2 alten braunen Triebe bodennah abschneiden/-sägen.
    Danach alle weiteren Triebe an der Rose auf mind. 50 cm kürzen - nochmal keine Sorge: die Rose treibt wieder aus und wird zu einem schönen Strauch in 2021 werden.
    Anschließend machst Du ein neues Bild und wir sehen weiter.
    Die Rosenfachfrau @Hero hier im Forum wird sich hoffentlich auch noch melden.
    Und ein Spruch zum Rosenschnitt ist: "scharfe Schere, kaltes Herz".
    Auch wenn es schwer fällt: das trifft es ziemlich gut.
    LG
    Elkevogel
     
    M19J55

    M19J55

    Mitglied
    Guten Morgen, es wurde ja schon jede Menge geschrieben-ich fasse nur noch mal alles kurz zusammen

    Alles was tot,und beschädigt,oder krank ist muß weg.
    AlteTriebe komplett entfernen damit die Rose sich mit Neutrieben aus der Basis verjüngen kann.
    jetzt Auslichten! das heißt zu dichte Triebe teilweise entfernen,
    durcheinander wachsende, sich kreuzende Triebe entfernen ,die Rose braucht Luft
    warum werden Rosen eigentlich geschnitten?
    man stimuliert im Frühjahr die sogenannten Rosenaugen damit sie kräftig austreiben
    dabei so schneiden, das das Auge nach außen sieht, das ist somit die Wuchsrichtung des neuen Seitentriebes
    Schnitt schräg ansetzten ,damit Regenwasser ablaufen kann
    nun warten wir mal noch auf Hero, sie ist hier der Rosenexperte
    Gruß
     
    Hero

    Hero

    Foren-Urgestein
    Was wollt ihr denn von mir?
    Ihr habt schon alles geschrieben!
    Eine kleine Anmerkung von mir: Die beiden ältesten Triebe direkt am Boden absägen, wie Elke schon geschrieben hat. Die verbleibenden Triebe können auch 80 cm hoch sein; es ist ja genügend Platz da.
    Danach das Kleinzeugs am Boden sauber rausschneiden. Keine Stummel stehen lassen.
    Zu guter Letzt kommt die Düngung. Ein Eßlöffel Dünger um die Rose verteilen und leicht einarbeiten.
     
    vogerl

    vogerl

    Mitglied
    Super, vielen vielen Dank für euer aller Hilfe!!!! ❤👍 Noch eine Frage - wenn ich auf 50-80cm abschneide sind da ja keine Augen, oder? Da schneide ich dann in der fraglichen Höhe einfach irgendwo, wo es für mich passend wirkt, oder?
     
    Supernovae

    Supernovae

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    An einem Ast, der keine ausgetriebenen Augen hat, gibt es trotzdem welche.
    Sie nennen sich schlafende Augen und werden nach dem Schnitt "aufgeweckt".
     
    vogerl

    vogerl

    Mitglied
    Ah, ok, die kann ich aber beim Schnitt nicht erkennen, oder?
     
    Supernovae

    Supernovae

    Foren-Urgestein
    Doch...
    Ein bisschen schon.
    Schau mal:
    IMG_20210403_180306.jpg IMG_20210403_180320.jpg
    Das sind die ganz blas roten "Nüpsis"

    Hier nochmal eingezeichnet:
    IMG_20210403_180959.jpg IMG_20210403_180930.jpg

    Es ist generell auch besser, wenn du nach außen schneidest.
    Im Bild 2 wäre das das obere Auge.
    Das hat den Vorteil, dass dir nicht so viele Triebe nach innen wachsen, die du eigendlich nicht so gerne haben möchtest, da die Rose sonst innen viel zu dicht wird und dann musst du die neu gewachsenen Triebe wieder raus nehmen.
     
    vogerl

    vogerl

    Mitglied
    Ah ok, super danke für die Fotos!! Ich gehe mal auf die Suche ;)
     
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