Verständnisfragen Bewässerungssystem

L

Luck0r

Mitglied
Hallo zusammen,

ich beschäftige mich nun seit einigen Tagen mit dem Thema Bewässerungssystem und habe mir schon dutzende Youtubevideos angesehen und Verlegeanleitungen etc. durchgelesen.

Leider ist das Thema sehr komplex und ich bin mir nicht sicher ob mein geplantes Projekt so wie ich es mir vorstelle überhaupt funktionieren kann.

Ich beschreibe jetzt mal wie ich das ganze verstanden habe und bitte darum mich zu korrigieren wenn ich falsch liege:

Am Anfang steht der Steuercomputer und der Wasserhahn. Der Wasserhahn bekommt einen Doppelauslaufhahn sodass ein Anschluss fix für das Bewässerungssystem verwendet werden kann und ein weiterer zur freien Wasserentnahme bleibt.

Der Steuercomputer hat je nach Modell eine gewisse Anzahl Sektionen, pro Sektion kann ein Magnetventil gesteuert werden. Über dieses Magnetventil wird der Wasserdurchfluss "erlaubt" oder "nicht erlaubt".

Vom Wasserhahn weg geht ein PVC-Rohr (Hauptstrang) hin zu einem oder mehreren Verteilern (je nach Anzahl der Sektionen, wobei ein Verteilerkasten maximal 4 Sektionen fasst).

Vom Verteilerkasten aus in dem sich bis zu 4 Magnetventile vor den Nebenstängen befinden wird das Wasser verteilt, die Magnetventile müssen alle mit dem Steuerungscomputer verbunden werden.

Über den Computer kann ich nun mittels einem Programm die Nebenstränge die zu den Regnern führen einzeln einschalten lassen.

So wird erst Strang 1 für eine vordefinierte Zeit aktiviert, danach Strang 2, danach Strang 3 usw.

Um mit dem vorhandenen Wasserdruck und der Durchflussmenge auszukommen kann ich also einfach mehrere Nebenstränge anlegen die nacheinander laufen, oder sehe ich das falsch?

4 Tropfschläuche würde ich auch gerne je 2 Stück als einen Nebenstrang betreiben bei einer Länge von je 28 Metern, ist das realistisch?

Garten wird im Laufe der Woche noch ausgemessen und ein Plan erstellt, mit den Regnern beschäftige ich mich dann auch noch und Wasserdruck / Durchflussmenge wird ebenfalls in Kürze gemessen. (da hab ich bisher nur grob drübergeschaut).

Ich wäre wirklich SEHR dankbar wenn mich jemand aufklären könnte ob ich das nun so grob richtig verstanden habe oder nicht.

Mit freundlichen Grüßen,
Luck0r
 
  • C

    ClemensF

    Neuling
    Hallo Luck0r,

    bin zwar selbst noch Planender (werde auch im Frühjahr losbuddeln), aber versuche es mal kurz mit Rückmeldung.

    Hallo zusammen,

    ich beschäftige mich nun seit einigen Tagen mit dem Thema Bewässerungssystem und habe mir schon dutzende Youtubevideos angesehen und Verlegeanleitungen etc. durchgelesen.
    So habe ich auch angefangen und das hilft schon mal ungemein, einen einen ersten Eindruck von der Sache zu bekommen.

    Leider ist das Thema sehr komplex und ich bin mir nicht sicher ob mein geplantes Projekt so wie ich es mir vorstelle überhaupt funktionieren kann.
    Ich denke mal, das Thema ist nicht ganz so komplex, wie Du im Moment noch glaubst, das es ist. Und ob alles funktioniert wie gewünscht, ist letztendlich nur eine Frage des Aufwands und der Erfahrung. Und dazu gibt's ja dann Foren wie dieses, um nicht alle Fehler noch einmal zu machen.

    Ich beschreibe jetzt mal wie ich das ganze verstanden habe und bitte darum mich zu korrigieren wenn ich falsch liege:

    Am Anfang steht der Steuercomputer und der Wasserhahn. Der Wasserhahn bekommt einen Doppelauslaufhahn sodass ein Anschluss fix für das Bewässerungssystem verwendet werden kann und ein weiterer zur freien Wasserentnahme bleibt.
    Am Anfang steht eigentlich die Pumpe. Klingt bei dir zwar, als ob das Wasser aus dem Hahn kommt, aber wie es da raus kommt, ist nicht das Unwesentlichste bei der Planung.

    Der Steuercomputer hat je nach Modell eine gewisse Anzahl Sektionen, pro Sektion kann ein Magnetventil gesteuert werden. Über dieses Magnetventil wird der Wasserdurchfluss "erlaubt" oder "nicht erlaubt".

    Vom Wasserhahn weg geht ein PVC-Rohr (Hauptstrang) hin zu einem oder mehreren Verteilern (je nach Anzahl der Sektionen, wobei ein Verteilerkasten maximal 4 Sektionen fasst).

    Vom Verteilerkasten aus in dem sich bis zu 4 Magnetventile vor den Nebenstängen befinden wird das Wasser verteilt, die Magnetventile müssen alle mit dem Steuerungscomputer verbunden werden.

    Über den Computer kann ich nun mittels einem Programm die Nebenstränge die zu den Regnern führen einzeln einschalten lassen.

    So wird erst Strang 1 für eine vordefinierte Zeit aktiviert, danach Strang 2, danach Strang 3 usw.

    Um mit dem vorhandenen Wasserdruck und der Durchflussmenge auszukommen kann ich also einfach mehrere Nebenstränge anlegen die nacheinander laufen, oder sehe ich das falsch?
    Verteilerkästen kann man benutzen, muss man nicht. Ich werde selbst was basteln, was ein paar Euro spart.
    Die Beregnung erfolgt dann, wie Du schilderst, nacheinander, aufgeteilt auf die verschiedenen Bewässerungszonen.

    4 Tropfschläuche würde ich auch gerne je 2 Stück als einen Nebenstrang betreiben bei einer Länge von je 28 Metern, ist das realistisch?
    Das hängt generell von den Parametern ab, die du ja erst noch ermitteln willst. Ansonsten kannst du ja einfach länger bewässern.

    Garten wird im Laufe der Woche noch ausgemessen und ein Plan erstellt, mit den Regnern beschäftige ich mich dann auch noch und Wasserdruck / Durchflussmenge wird ebenfalls in Kürze gemessen. (da hab ich bisher nur grob drübergeschaut).

    Ich wäre wirklich SEHR dankbar wenn mich jemand aufklären könnte ob ich das nun so grob richtig verstanden habe oder nicht.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Luck0r
    Das ganze Konzept hast Du schon ganz gut beschrieben. Wo man verrückt werden kann, ist die Auswahl der Regner selbst. Da kann man einfach nicht einschätzen, welche Modelle nun genau für die eigene Planung optimal sind.
    Da ich schon länger plane, habe ich immer mal über Kleinanzeigen ein paar gebrauchte oder sogar neuwertige Regner günstig erworben. Da hat man die Teile einfach mal in der Hand, kann sie mal anschließen und sieht, wie das so ungefähr funktioniert. Das würde ich auf jeden Fall empfehlen, kostet vielleicht mal 30 EUR, aber wenn dann erst mal so ein Getrieberegner aus dem Rasen aufsteigt, ist das schon witzig (Ich würde allerdings einen wärmeren Tag empfehlen, denn natürlich macht man sich dabei gnadenlos nass.)

    Gruß
    Clemens
     
    L

    Luck0r

    Mitglied
    Hallo Clemens, danke dass du mir das soweit bestätigt hast, da fällt mir schon mal ein Stein vom Herzen, dass ich die Grundlagen verstanden habe.

    Das Wasser kommt bei mir (Trinkwasser) tatsächlich direkt aus dem Wasserhahn, einen Brunnen zu bohren haben wir zwar angedacht, den werde ich aber in der Planung nur insofern berücksichtigen, dass er nächstes Jahr an das System angeschlossen werden kann.

    Der Brunnen soll zuerst eine alte Senkgrube füllen, die zur Zisterne umgebaut wird und dann das Wasser zur Bewässerung benutzt werden, so der Gedanke. Aber wie gesagt, das kommt erst nächstes Jahr.

    Was die Regner angeht habe ich bisher die Rainbird Maxipaw im Auge, habe heute allerdings gelesen, dass es da an der Langlebigkeit happert, aber Mal schauen was bei den Messungen rauskommt (steht diese Woche an).

    Was mich ein wenig verunsichert ist, dass mein Garten voller Bäume ist inkl. einer dicken Eibe mit 1,3 Meter dicken Stamm, das wird definitiv ein Spaß das zu planen, wobei mir die Planung in der Regel noch das Liebste ist :D

    Eine Frage hätte ich noch, vielleicht kannst du oder jemand anderer mir da helfen:

    Ich würde den/die Verteiler gerne 15 Meter von der Steuerung entfernt unter bzw. vor der Eibe platzieren, das wäre die Mitte des Gartens und würde es meiner Meinung nach einfacher machen die einzelnen Stränge zu verteilen ohne zu viele Ecken reinzubekommen die schlecht für den Wasserdruck sein sollen und am künftigen Brunnen wäre ich auch näher dran.

    Die Kabel der Magnetventile werden aber kaum lang genug sein, gibts da eine Möglichkeit diese zu verlängern? Vielleicht mit simplen Stromkabeln? Elektriker hätte ich einen im Bekanntenkreis der mir das sicher machen würde.

    Danke schonmal und schönen Abend noch,
    Luck0r/Christian
     
    Parzival

    Parzival

    Foren-Urgestein
    Liebe Bewässerungsplaner – willkommen im Kreis der komfortsuchenden Gartenfreunde!

    Clemens Methode, sich ein paar Regner zu beschaffen, um überhaupt zu sehen was da passiert, finde ich ausgesprochen clever.
    Wenn man die Regner werkeln sieht, ergibt sich meistens auch ein Lösungsansatz für das eigene Terrain.

    Hapernde Langlebigkeit beim Maxi Paw? Wenn der nicht von einem Vertikutierer zerfahren wird, können die Enkel noch Spaß damit haben.

    Viel Glück
     
  • L

    Luck0r

    Mitglied
    Hallo Parzival und danke für den Willkommensgruß!

    Ich denke ich bestelle mir dann mal einen Maxipaw, kann ich den zu Testzwecken auch einfach an den Gartenschlauch anschließen (mit einer Klemme), oder brauche ich dafür schon die ganze Verrohrung?

    Wäre recht praktisch um ihn zu Testzwecken an verschiedenen Stellen einzugraben und zu sehen wie er arbeitet.

    Mfg Luck0r / Christian
     
  • Parzival

    Parzival

    Foren-Urgestein
    An den Gartenschlauch anschließen geht sicher wunderbar. Der Regner muss nur arretiert werden.

    Regneranschluss.jpg

    Hilfreich ist ein Stativ, ein Schlauchanschluss winklig (diesen legendären GARDENA Anschluss L-Stück Regneranschluss 19mm x 3/4"AG/ 1550 hatte ich gar nicht in der Bastelkiste) hilft natürlich auch schon.
     
  • L

    Luck0r

    Mitglied
    Hätte Mal wieder eine Frage diesmal bezüglich Druckverlust:

    Mein Wasserhahn im Garten wird über eine 3/4 Zoll Leitung gespeist.

    Sehe ich das richtig, dass es dennoch Sinn macht ab dem Wasserhahn für den Hauptstrang eine 1 1/4 Zoll Leitung zu nehmen um nicht noch mehr Druck zu verlieren?

    Danke für eure Hilfe.

    Mfg Luck0r/Christian
     
    A

    ah1st

    Mitglied
    Hallo,

    naja, sagen wir mal bedingt richtig.
    Die Bedingung ist der Durchfluss und die Leitungslänge, die da dranhängt. Der Druckverlust steigt im Quadrat mit steigender Durchflussmenge und Leitungslänge und sinkt linear mit steigendem Leitungsdurchmesser.

    Beispiel:
    1. doppelter Durchfluss führt zu vierfachem Druckverlust
    2. doppelter Durchmesser führt zu halbem Druckverlust
    3. doppelte Leitungslänge führt zu vierfachem Druckverlust

    So, genuch von dem theoretischen Kram.
    Wenn Du das dicke Rohr rumliegen hast bzw. nur wenig teurer als das dünne Rohr einkaufen musst, bau an! Das schadet nicht. Denk aber dran, dass die Fittings für das dicke Rohr auch teurer sind.
     
    L

    Luck0r

    Mitglied
    Der Preisunterschied ist nicht zu übersehen, aber als jemand der aus der Immobranche kommt sehe ich Pfusch am Bau oft genug, da muss ich nicht auch noch mit Pfusch im Garten anfangen.

    Meine Bewässerungsanlage ist für meine Eltern, die beide in den späten 60ern sind und denen ich damit ein wenig unter die Arme greifen will, die beiden lieben ihren Garten, haben aber immer weniger die Kraft sich darum zu kümmern, zudem steht Ende Mai ihr 40 Hochzeitstag an, Anfang Mai sind sie 2 Wochen bei Freunden, da würde ich das gerne heimlich installieren :D

    Danach werde ich noch Gras nachsäen, nachdem das Moos entfernt wurde, Gras haben sie fast keines mehr, nur Moos ^^

    Zurück zum Thema: Die Mehrkosten nehme ich gerne in Kauf, berücksichtigt man die nötige Zeit alles wieder auszugraben weil die Rohre zu dünn sind ist es definitiv sinnvoll gleich dickere zu nehmen.

    Danke jedenfalls für die Hilfe. Heute bin ich endlich ungestört im Garten und kann ihn ausmessen sowie Wasserdruck und Liter/Stunde messen, wünscht mir Glück.

    *EDIT*: Wasserdruck 3,2 Bar & 2244 l / Std

    Viel besser als erwartet/befürchtet.
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Parzival

    Parzival

    Foren-Urgestein
    Lieber Christian,

    so eine Baustelle im elterlichen Garten kommt mir sehr vertraut vor.
    Bist Du denn sicher, dass Bewässerungsautomation Herzenswunsch ist?

    Mir wurde vor Jahren angetragen, Erleichterung zu schaffen. Eine Hunter-Pro C mit einem sehr netten RAIN BIRD Niederschlagsmesser würde, so hatte ich das konzipiert, für eine bedarfsgerechte Bewässerung sorgen. „Die Automatik taugt nichts“, war das schonungslose Fazit meiner Mutter.

    Erst mit einer Fernbedienung Hunter Roam und der damit vollständigen Kontrolle über die Bewässerungszeiten wurde das System zu einem geschätzten Helfer.

    Nur so am Rande bemerkt: Moos auf der Wiese ist ja kein Bewässerungsproblem. Eher ist das eine Frage der „Rasenernährung“ und des regelmäßigen Schnitts. Ist denn das sichergestellt? Ein Rasen und da reden wir noch nicht über changierenden Velour in RAL 6010, braucht je nach Mischung in der Wachstumsphase alle drei bis vier Tage einen Schnitt und (je nach Zustand) alle vier bis sechs Wochen eine auskömmliche Düngergabe.

    Das solltest Du (nach meiner Erfahrung mit der Elternbaustelle) im Blick behalten.

    Viel Glück
     
  • L

    Luck0r

    Mitglied
    Hallo Parzival, was die Bewässerungsanlage betrifft: Meine Eltern sparen aktuell Geld um sich im nächsten Jahr eine solche Anlage leisten zu können (inkl. Brunnenbau ), deshalb dachte ich mir ich erspare ihnen das ganze.

    Wenn mein Vater noch jünger wäre hätte er es vermutlich selbst versucht, er ist/war der typische Heimwerker, es gibt kaum etwas was er nicht kann.

    Was den Rasen betrifft ist mir natürlich bewusst, dass das ganze aus mehr besteht als ein paar Samen in die Wiese zu streuen :D

    Das Moos kommt daher weil es lange Zeit niemanden gestört hat (Hauptsache Grün meinte mein Vater), die letzten Jahre hat das Moos aber den Rasen derart verdrängt, dass es einfach unschön aussieht.

    Heute werde ich Mal den PH-Wert im Garten messen, ich vermute nämlich, dass der Boden zu sauer ist.

    Meine Druck-Messung hab ich übrigens falsch gemacht, muss ich auch wiederholen, habe den Ruhedruck statt dem Fließdruck gemessen...

    Garten habe ich gestern komplett vermessen und einen Plan auf Millimeterpapier erstellt, einige Stellen muss ich noch nachmessen heute, werde ihn dann einstellen sobald ich eine erste Idee für die Regner-Anordnung habe, vermutlich am Montag, aktuell bin ich noch im Garten, da meine Eltern nicht da sind.

    Der Garten ist sehr schattig, was den Wasserbedarf gering halten sollte, selbst im heißesten Sommer war der Rasen nur an wenigen Stellen trocken, wenn er unzureichend gegossen wurde.

    Mit dem Schatten kommen wir auch schon zur Herausforderung: Die vielen großen Bäume in der Wiese die den Schatten werfen, da müssen die Leitungen gut durchdacht verlegt werden. Die Positionen der Bäume inkl. dem Nahbereich in dem ich bis 30 cm Tiefe Wurzeln erwarte habe ich im Plan auch gekennzeichnet.

    So, ich muss jetzt Mal an die Arbeit, danke jedenfalls dass du deine Erfahrungen mit mir teilst.

    Gruß, Christian
     
    L

    Luck0r

    Mitglied
    Ich bin offenbar echt zu blöd den Fließdruck zu messen.

    Ich hab ein T-Stück an den Wasserhahn angeschlossen (3/4 Zoll).

    Die lange Seite ist unten, vorne dran das Manometer, hinten offen, dass das Wasser raus kann.

    Was mache ich falsch?

    Das Manometer bewegt sich kein Stück. 0,0
     
    Parzival

    Parzival

    Foren-Urgestein
    Die Frage ist ja: Was willst Du denn messen?

    Eine recht spannende Auskunft wäre: Wieviel Wasser steht bei 3 BAR zur Verfügung.

    Du hast jetzt gemessen: Hahn zu = 3,2 BAR und Hahn offen = 0 BAR

    Gardena 4000_2.jpg

    Auf dieser Pumpenkennlinie (ein Bsp. - nicht anders verhält sich Dein Leitungswasser) siehst Du die beiden Arbeitspunkte am jeweiligen Ende der Diagramm Linie.

    Druckmesser.jpg


    Du brauchst jetzt einen regelbaren "Verbraucher", damit Du den Wasserstrahl auf ca 3 Bar einregeln kannst. Dann schnappst Du Dir den Eimer und nimmst die Zeit.
     
    L

    Luck0r

    Mitglied
    Ich komme bei 2 Bar auf 1060 Liter pro Stunde, was mir sehr wenig vorkommt, also die Liter.

    Die Wasserleitung ist ca. 30 Meter lang. Beim Hauptanschluss im Keller, der von der Straße reinkommt sind es 4 Meter 1/1/2 Zoll verzinktes Eisenrohr, dann 18 Meter PVC (3/4 Zoll), dann 8 Meter verzinktes Eisenrohr, die Leitungen sind alle nicht älter als 15 Jahre.

    Die nur 1060 Liter pro Stunde machen mich echt stutzig, diverse Tabellen besagen dass es 1800-2000 sein müssten, was meint ihr?

    Kann ich an die Wasserleitung ein Hauswasserwerk anschließen um den Wasserdruck und die Liter/Std zu erhöhen oder denke ich da falsch?

    *EDIT*: Gerade mit einem Freund meines Vaters telefoniert der Installateur war, im selben Ort wohnt und das selbe Problem hatte.

    Hauswasserwerk sollte kein Problem sein und sollte funktionieren, im Ort liegen 4 Bar Druck an der Leitung an.

    Ich kann laut ihm mit Hauswasserwerk mit 3 Bar und 3000 L/Std minimum für die Bewässerungsanlage rechnen bei einer Pumpe die für mindestens 4 Bar und 4000 Liter ausgelegt ist, damit kann ich schon Mal was anfangen.
    Wenn jemand anderer Meinung ist, nur raus damit.

    Gruß, Christian
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Parzival

    Parzival

    Foren-Urgestein
    Druckerhöhung ist sicher ein spannendes Thema. Aber war nicht auch schon ein Brunnen in Planung?

    Bevor Du jetzt eine Druckerhöhung installieren läßt (es braucht auch einen „Systemtrenner“) würde ich doch besser das Projekt Brunnen vorziehen und eine Pumpe für den Brunnen beschaffen. Das wäre mit einer Tiefbrunnenpumpe sicher sehr elegant zu lösen.
     
    L

    Luck0r

    Mitglied
    Hallo Parzival,

    Hat der Systemtrenner etwas mit dem Trinkwasser zu tun? Die Wasserleitung die in den Garten führt versorgt nämlich nur den Garten und es ist auch ein anderer Hauptanschluss als beim Haus selbst, das liegt daran, dass es im Prinzip 3 Grundstücke waren die zusammengefasst würden, 2 hatten einen Wasseranschluss.

    Das Wasserwerk sagt der zweite bleibt - "Historisch gewachsenes Recht", so läuft das im Bananenstaat Österreich.

    Zum Hauswasserwerk war meine Überlegung es überdacht in einen Abstellraum (ehemals Garage) durch die auch die Wasserleitung verläuft zu stellen.

    Entfernung zum zukünftigen Brunnen ca. 8 Meter und es gibt ja auch Hauswasserwerke die sich als brunnenpumpe eignen.

    Mir persönlich wirds mit Brunnen zu teuer, so sehr ich meine Eltern auch liebe, das kann ich mir nicht leisten, zumindest nicht ohne dass sich meine Frau scheiden lässt :d

    Edit:

    Kann ich eine Brunnenpumpe nicht auch direkt mit der Bewässerungsanlage verbinden?

    Sobald der Brunnen steht wird sie natürlich vom Trinkwasser getrennt und versorgt die Anlage ausschließlich mit Grundwasser.
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Parzival

    Parzival

    Foren-Urgestein
    Trinkwasser – ja – das Ding nennt sich KFR Ventil und ist sowieso schon im Hausanschluss installiert.
    Das ist in Deutschland Pflicht. Wenn man jetzt noch ein Fest installiertes Bewässerungssystem speist, hat man das noch einmal zur Sicherheit der hausinternen Trinkwasserinstallation im Abzweig zur Gartenbewässerung.

    Wie man eine Pumpe zur Druckerhöhung dimensioniert, kann ich Dir leider nicht sagen. Aber dass man das nicht mit einem Hauswasserwerk (Pumpe/Kessel/Druckschalter) macht, kann ich Dir versichern. Kessel haben ja nur den Zweck, dass bei Kleinstentnahmen nicht die Pumpe sofort anspringt. Beim Bewässern geht es ja immer um die volle Leistung.
    Die Steuerung erfolgt durch eine Art Druckschalter (Press control wäre ein Suchwort).
    Natürlich würde sich eine Pumpe zur Druckerhöhung auch für einen späteren Brunnen eignen (wenn sie nicht ausschließlich zur Druckerhöhung ausgelegt ist)

    Aber da würde ich wirklich einen Pumpenprofi konsultieren und unbedingt nicht das preiswerteste Modell wählen.

    Ob ein Brunnen sinnvoll ist, würde ich am Wasserverbrauch einer Saison testen. Wenn das keine 100m³ sind, ist sicher ein Brunnen teurer, als das, was man in 5 Jahren an Trinkwasser verregnet.
     
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