Viel Unkraut - Rasen falsch gepflegt?

M

Matzematze

Neuling
Hallo zusammen,

ich (absoluter Garten-Neuling) habe im letzten Jahr unseren Rasen frisch angelegt, nachdem wir gebaut haben. Auf der Fläche (ca. 750qm) war früher eine "Naturwiese" die jedoch 3-4 mal im Jahr gemäht (gemulcht) wurde. Durch das Bauen wurde diese größtenteils abgetraten oder zugeschüttet. Am Ende haben wir durch einen Garten & Landschaftsbauer das ganze umgraben und glätten lassen. Weiterhin hat er eine "besondere" Erde draufgemacht die super für Rasen wäre. Keine Ahnung was das da genau drin war...

Eingesät haben wir den Rasen (OBI Strapazier-Rasen) dann gegen August/September letzten Jahres und er hat auch Startdünger bekommen. Den Herbstdünger haben wir dann ausgelassen und in diesem Jahr im März/April wieder gedüngt (COMPO Rasen-Langzeitdünger), teilweise nachgesät und gut gewässert. Seitdem sind die kahlen Flächen gut ausgewachsen und wir mähen wieder 1 x die Woche mit einem Aufsitzrasenmäher und mulchen dabei.

Nun haben wir zwar einen vollflächigen Rasen, aber mit sehr viel unkraut und es vermehrt sich rasant. Schätzungsweise haben wir alle 1-2m auf einer Fläche von 30cm im Durchmesser etwas im Rasen, dass da nicht hin soll. Soweit ich es beurteilen kann ist es überwiegend "Gundermann" (siehe Bild).
Ich würde mich über Tipps freuen was ich bisher falsch gemacht habe und wie ich zu einem normalen Rasen komme.

Vorweg meine Vermutung: Dadurch, dass wir bisher immer nur gemulcht haben (teilweise war dabei der Rasen schon recht lang 4-5cm) liegt viel alter Rasen zwischendrin und der Rasen kann nicht richtig atmen und das begünstigt den Unkrautwuchs...
Meine Idee wäre es nun einmal kräftig zu Vertikutieren. Macht das denn Sinn und würde sich der Rasen davon zeitnah erholen, sodass er durch die Kids noch entsprechend genutzt werden kann?

Die Standardfragen:

Wann und wie wurde gedüngt? Mit oder ohne Streuwagen?
- März/April, ohne Streuwagen

Welcher Dünger?
- COMPO Rasen-Langzeitdünger, 3 Monate Langzeitwirkung, Feingranulat,

Wieviel und wie oft wird gewässert?
- 3 x Woche, 45 Min (über automatische Bewässerung) - werden in Summe ca. 2500l pro Bewässerung für die 750qm sein

Wie oft wird gemäht? Auf welcher Höhe?
- Jede Woche, auf 5 cm mit Aufsitzmäher

Wird gemulcht?
- Ja (bisher ausschließlich)

Wurde vertikutiert?
- Nein

Wurde im Herbst Herbstdünger ausgebracht?
- Nein

Bei einer Neusaat: Wurde Starterdünger ausgebracht?
- Ja, letztes Jahr

Bei einer Neusaat: Welcher Rasensamen wurde ausgesät?
- OBI Strapazier-Rasen

Sonnig, halbschattig, schattig?
- sonnig

Was für Erde ist unten dran, sofern bekannt?
- Irgendeine angereicherte Erde vom Garten & Landschaftsbauer, darunter ists recht sandig.


Davon haben wir ganz viel:
img_0811-jpg.621402
img_0337-jpg.621401


Davon weniger - nur am Rand der Terrasse
img_0333-jpg.621399
 
  • M

    MyManu

    Mitglied
    Was ist ein normaler Rasen bei dir?

    Du solltest besser 2-3 mal in der Woche rasen mähen, somit kann der Mulch auch besser verarbeitet werden. Außerdem würde ich dir von einem mineralischen Dünger abraten, der Rasen wächst dadurch viel zu schnell und dass legt sich wiederum negativ aufs mulchen aus.

    Den mulch würde ich erst mal mit einem Rechen oder Vertikutier mit Stahlfederzinken entfernen. Danach 2 mal in der Woche mit Fangkorb mähen.
     
    T

    thomash

    Foren-Urgestein
    Wenn ich das richtig gelesen habe habt Ihr den PH Wert nicht gemessen.
    Der Klee deutet auf einen falschen PH-Wert hin.

    Ferner müsst Ihr viel mehr Rasen mähen.

    Versuche mal herauszufinden als welchen Rasenarten sich der Strapzierrasen zusammensetzt. Meine Vermutung ist, dass es sich - wie so oft - um eine Rasenart handelt die besonders schnell wächst. Wir häufig gemacht, mit der Logik, dass beschädigte Stellen schnell nachwachsen sollen. Stattdessen ist es besser eine Rasensorte zu wählen die sich stärker verzweigt z.B. Loretta Superrasen.

    Beste Empfehlung wäre, sich einen Rasenroboter zuzulegen.

    Mulchen ist immer dann ein Problem wenn das Gras schon zu lang ist, dann wird der Rasen eher erstickt und Unkräuter kommen mit der Situation besser zurecht als der Rasen.

    Ein weiteres Problem ist, dass Ihr nur eine dünne Decke mit neuer Erde darüber gelegt habt. So können im Boden liegende Unkrautsamen weiterhin aufgehen.
     
  • Buchsenzo

    Buchsenzo

    Mitglied
    Beim Klee ist das Problem, dass er beim Mähen nicht erfasst wird (bei 4-5cm) und kürzer sollted man in unseren Breiten NICHT mähen da nützt oftmaliges mähen auch nicht. Ich kann mit nicht vorstellen, wie man den Klee ohne Chemie los wird. bin gespannt auf die Lösung hier!
     
  • F

    feiveline

    Foren-Urgestein
    Hier ist sie...
    Rund 80 qm Klee statt/im Rasen rund knapp drei Jahre heftige Arbeit mit zupfen plus Rasen stärken, nachsäen und heute ist er nur noch da wo es für mich ok ist und die Bienen trotz allem noch ausreichend schlabbern können
     
  • M

    MyManu

    Mitglied
    Beim Klee ist das Problem, dass er beim Mähen nicht erfasst wird (bei 4-5cm) und kürzer sollted man in unseren Breiten NICHT mähen da nützt oftmaliges mähen auch nicht. Ich kann mit nicht vorstellen, wie man den Klee ohne Chemie los wird. bin gespannt auf die Lösung hier!
    Bei Weißklee hast du einen kalkhaltigen und nährstoffarmen Boden.
    Bei Sauerklee einen kalkarmen und sauren Boden.
    Bei Hornklee ist der Boden stickstoffarm.

    Die Fläche kannst du ausstechen und neu auffüllen und ansäen oder mit einen Handvertikutierer entfernen. Alternativ 2 monate mit schwarzer Folie Abdecken, dann sollte auch alles tot sein.

    Aber eigentlich sollte man sich immer mal Gedanken um die Bodenstrucktur machen, da dort meist die Lösung liegt.
     
    T

    thomash

    Foren-Urgestein
    Finger weg vom vertikulieren im 1. Jahr. Das Gras hat noch zu schwache Wurzeln. Auch Unkrautvernichter ist nicht gut in der Zeit. versuche mal nur dem Gras zu geben was es will. Also z.B. PH Wert angleichen.
     
    Buchsenzo

    Buchsenzo

    Mitglied
    Vertikutieren halte ich für unnötige Arbeit , weil sie noch mehr Arbeit schafft; Beschädigt auch den Rasen un das Unkraut hält mehr aus, als der Rasen.... Mag bei einem stark belasteteb Rasen anders sein.. da säht man aber auch ständig nach, wässert und düngt.
     
    M

    Matzematze

    Neuling
    Hallo zusammen,

    vielen Dank für die zahlreichen Antworten!
    Ich habe mir gleich einen pH-Wert-Tester bestellt um der Ursache auf den Grund zu gehen. Weiterhin habe ich nochmal genau geschaut was so zwischen dem Rasen alles auf der Erde liegt und da musste ich feststellen, dass es doch mehr Mulch (teilweise mehrere cm lang) ist, der dem Boden keine Möglichkeit zum Atmen lässt. Von daher werde ich am WE die Lüftungswalze in den Vertikutierer spannen und das alte Zeug mal rausholen & entsorgen.

    Mehrmals die Woche zu mähen werde ich zeitlich nicht hinbekommen, aber dann mulche ich eben erstmal nicht mehr und mähe mit Fangkorb.

    An alle die Erfahrung in der Entfernung von Klee haben: Wie macht ihr das am gründlichsten? Gibt es da ein Werkzeug das ihr empfehlen würdet? Wie großflächig muss ich den Klee entfernen?
     
  • Baby Hübner

    Baby Hübner

    Foren-Urgestein
    Guten Tag.
    Rasenunkräuter sämtlicher Coleur werden mit einem Glock Feldmesser 78 'behandelt'.

    Runter auf die Knie und das Unkraut ausstechen.
     
    M

    Matzematze

    Neuling
    Habe den pH-Wert gemessen (7 - neutral) und begonnen mit der Lüftungswalze das alte gemulchte Gras rauszuholen. Da hat sich ganz schön viel angesammelt. Würdet ihr eine besondere Düngung empfehlen?
    Weiterhin sprießen seit dieser Woche auch noch Pilze wie wild...:oops:
     
    merls

    merls

    Mitglied
    Meine Empfehlung bleibt weiterhin rein organisch düngen um die Microorganismen zu stärken und zu vermehren.
    Dadurch wird auch der Mulch schneller verarbeitet und es entsteht kaum noch Rasenfilz.
    Diesen kann man dann ein mal im jahr oder einmal alle 2 Jahre mit einem Lüfter entfernen.

    Wenn du Pilze im Rasen hast ist das meistens ein Zeichen von Staunässe. Hier hilft Sanden.
    10kg/m2 gleichmäßig auf den kurz geschnittenen Rasen (auf 2-3cm) verteilen und einrechen.
    Am besten kurz vorm Wässern damit der Sand sich einschwemmt. nach 2-3 Wochen ist von den sand nix mehr zu sehen. Ein 2. Mal mit 5kg/m² kann nach 2-3 Monaten erfolgen. Der Boden sollte sich dadurch sprübar lockern und weicher werden.

    Noch besser wäre Aerifizieren (viele kleine Löcher ausstechen) und danach Sand einrechen/kehren,
    Jedoch sind Aerifizierer für den Kleingartenbereich nicht oft zu finden und auch mit hohen Kosten (ca 100€/Wochenende) verbunden. Häufig wird Quarzsand empfohlen. Ich finde den aber zu teuer. Benutze
    gewaschenen Rheinsand.

    Lieben Gruß
    Torsten.
     
    T

    top_gun_de

    Mitglied
    Wer mulcht und wässert, tut bereits viel für Mikroorganismen. Regenwürmer, Pilze und Kleininsekten brauchen nicht mehr. Eine organische Düngung funktioniert zudem a) stark zeitverzögert, b) limitiert durch die Dtoffwechselkapazität der bereits ansässigen Kleinlebewesen. Die ganzen gemahlenen Tier- und Pflanzenrste sind nicht vom Rasen verwertbar. Das ist etwa so, als wenn in derr Kantine um 12 erst mal Gemüse geschnitten und das Schnitzel aus der Kühlung geholt würde. Die Belegschaft darf immerhin zusehen und ist sicher begeistert.

    Die Rasengesellschaft warnt vor insb. Stickstoffunterversorgung bei organischer Düngung. Phosphor geht, ist aber wenig nötig.

    Ich sage mal: Das wirst Du nur durch einmaliges Spritzen mit WeedEx und kontrolliertes mineralisches Düngen los.

    Du bekommst hier als nächstes Appelle, Hinweise auf die Essbarkeit von Gundermann und wie entspannend Zupfen ist. Letztlich führt das zu einer Wiese, nicht zu einem Rasen.
     
    F

    feiveline

    Foren-Urgestein
    Ich sage mal: Das wirst Du nur durch einmaliges Spritzen mit WeedEx und kontrolliertes mineralisches Düngen los.

    Du bekommst hier als nächstes Appelle, Hinweise auf die Essbarkeit von Gundermann und wie entspannend Zupfen ist. Letztlich führt das zu einer Wiese, nicht zu einem Rasen.
    Wenn Du den Thread aufmerksam gelesen hättest, hättest Du auch gelesen, dass auch ohne die Chemiekeule ein dichter Rasen entstehen kann der keine „Wiese“ ist.
    Aber selektives (giftfreundliches) Lesen führt dann leider zu solchen Fehlinterpretationen die gerade Neuuser verunsichern...

    Und dann hättest Du auch dieses gelesen:
    Auf der Fläche (ca. 750qm) war früher eine "Naturwiese"
    Dadurch dass durch die ehemalige Wiese noch tausende von Samen in der Erde darauf warten zu „erwachen“ müsste der TE mehrmals im Jahr Dein so geliebtes Weedex anwenden, die Folge wären danach vorübergehend brache Flächen wo dann die nächsten der Samen keimen...

    Von daher ist es für @Matzematze zielführender sich mit den Wildkräutern händisch zu befassen und den noch vorhandenen Rasen zu stärken und immer wieder nachzusäen...

    In einem stimme ich Dir allerdings zu... durch die viele Biomasse die auf der Fläche ist, würde ich vorübergehend auch erstmal rein mineralisch düngen, da dieses den geschwächten Rasenpflanzen schneller zur Verfügung steht..
    Auf das mulchen würde ich auch erstmal verzichten.
     
    T

    top_gun_de

    Mitglied
    Feiveline, deine Annahme ist falsch. Ich habe den Beitrag aufmerksam gelesen, vieles hier im Thread zu guter Rasenpflege sind schlechte Ratschläge. Organischer Dünger fördert keinen Rasen sondern eine Magerwiese, und Gundermann bekommt man durch Zupfen nicht weg.

    Meine Ratschläge sind bisher die einzigen, die sicher zum gewünschten Ziel führen: Rasen. Wiese geht mit organischem Dünger und Zupfen. Rasen ist der Wunsch von Matze. Das sollte man respektieren wenn man ein Vorgehen vorschlägt.
     
    F

    feiveline

    Foren-Urgestein
    Es mag sein, dass auch „falsche“ Ratschläge dabei, trotzdem gehst Du auf das Wichtigste nicht ein...:

    - Aus eigener Erfahrung (!) habe ich geschrieben wie ein Rasen entstehen kann.... ohne die „Giftkeule“
    - Für den vorliegenden Fall des TE habe ich auch eine (zumindest vorübergehende) ausschließlich mineralische Düngung ohne mulchen empfohlen
    - Nirgendwo auf den Bildern sehe ich Gundermann, sondern Wiesenstorchenschnabel und Klee. Den Storchenschnabel kann man hervorragend zupfen und ausharken und den Klee mit Zupfen plus ausharken plus ausreichende Rasenstärkung so eindämmen dass er erst kaum noch auffällt und mit der Zeit fast völlig verschwindet...
    Regelmäßiges nachsäen plus Pflege natürlich vorausgesetzt...

    Somit sind nicht nur Deine Ratschläge die „einzigen“ die zum gewünschten Ziel führen, denn bekanntlich führen viele Wege nach Rom...
     
    T

    top_gun_de

    Mitglied
    ich erkläre es gerne noch einmal: Wo „Bienen schlabbern“ ist kein Rasen. ;)
     
    merls

    merls

    Mitglied
    Vor Allem hätte ich gerne mal nen Link zu dem Thema vom DRG denn trotz intensiver Suche finde ich da nix drüber. Und ich würd gerne dazu lernen...

    Wer mulcht und wässert, tut bereits viel für Mikroorganismen. Regenwürmer, Pilze und Kleininsekten brauchen nicht mehr. Eine organische Düngung funktioniert zudem a) stark zeitverzögert, b) limitiert durch die Dtoffwechselkapazität der bereits ansässigen Kleinlebewesen. Die ganzen gemahlenen Tier- und Pflanzenrste sind nicht vom Rasen verwertbar. Das ist etwa so, als wenn in derr Kantine um 12 erst mal Gemüse geschnitten und das Schnitzel aus der Kühlung geholt würde. Die Belegschaft darf immerhin zusehen und ist sicher begeistert.
    Denn meines Erachtens, wer mulcht und vorher nur minealisch gedüngt hat, der hat schlicht zu wenig Microorganismen im Boden und das gemulchte wird so gut wie nicht zersetzt und es bildet sich Ratz Fatz Rasenfilz, den man dann wieder mit dem bösen Vertikutierer raus machen muss weil sonst keine Luft mehr an die Wurzeln kommt.

    zu a) Die Organische Düngung braucht etwas Zeit vollkommen richtig, aber gerade wenn ich nen Mähroboter habe will ich ja gerade kein Stoßwachstum denn das is ja nur noch mehr Mulch der verwertet werden muss. Gleichmäßiges langsames Wachstum ist gewünscht damit so wenig Rasenschnitt wie möglich entsteht.

    zu b) Exakt bevor der Rasen was davon hat muss das organische Zeug von Microkosmos in der Erde verdaut werden. Das ist der Grund warum man organisch so gut wie nicht überdüngen kann, denn erst wenn es verdaut wurde kann es der Rasen verwerten. Also gibts es auch keine gelben Flecken wenns mal zu viel war.

    Und klar wenn man nicht Frühstücken war und die Kantine das Essen erst um 13Uhr fertig hat man aber schon um 12uhr da hockt hat man das Problem das man hungrig warten muss. Aber zum Glück kann man ja auch Frühstücken und shcon muss man zwar noch warten hat aber keinen Hunger.
    Und um die Analaogie noch weiter zu spinnen:
    Mineralisch = in der Micro aufgewärmtes Fertigessen. Man brauch kaum Köche dafür, geht schnell schmeckt aber Scheisse ist aber Billig
    Organisch = Frisch zu bereitet - man brauch nen haufen Köche damit alle Kollegen satt werden und ist etwas teurer.
    Natürlich muss man das in Betracht ziehen und entsprechend früher wieder mit dem Abendessen anfangen damit es pünktlich fertig wird, sprich schon früher mit dem Düngen beginnen und dann regelmäßig nachdüngen.
    Dann gibts auch keinen Hunger.

    So sah der Rasen nach letztem Sommer mit rein organischer Düngung von Oscorna aus (Habe etwa 3 Jahre lang Oscorna benutzt):
    75dd86b2-65bb-45b3-a06d-59c01a32ed91.JPG
    Weit weg von perfekt aber ziemlich gut und unterversorgt sieht der meines Erachtens nicht aus.

    Oscorna hat sehr feine mehlartige Anteile und grobe Hornspäne drin. Staubt schnell daher immer mit nem Streuwagen ausbringen. Durch die feinen Anteil is ein großer Teil des Essens in der Kantine schon um 12:20 fertig während die aufwändigeren Sachen (Hornspäne) erst gegen 13Uhr fertig werden.

    Dieses Jahr habe ich mal Neudorff Azet ausprobiert. Der ist auch rein organsich aber granuliert. dies soll für eine noch gleichmäßigere Düngug sorgen da das granulat langsam aufgelöst wird und dadurch länger wirken soll.
    Dazu hat es noch nen guten Symbiotischen Pilz mit drin der die Pflanzen stärkt. Hab ich aber noch keine Langzeiterfahrung mit.


    Aber wie erwähnt ein wissenschaftlich fundierter Artikel der Rasengesellschaft bringt mich mit Sicherheit zum drüber nachdenken, den hab ich aber noch nicht gefunden.
     
    T

    top_gun_de

    Mitglied
    Kannst du hierauf nochmal eingehen? Bisher hab ich angenommen, dass die Ausbringungsmenge nur höher ist als beim mineralischen Dünger.
    Sehr einfach: Die organischen Dünger sind so noch nicht pflanzenverfügbar. Sie müssen durch Kleinlebewesen und Mikroorganismen zersetzt werden, am Ende einer langen Kette von Prozessen steht wieder Nitrat, wie es auch im mineralischen Dünger drin ist. Die Bodenlebewesen schaffen soviel, wie sich durch ihren Stoffwechsel ergibt - ein Regenwurm z.B. frisst soviel wie er braucht, und setzt das um. Wirfst Du ihm die doppelte Menge hin, wird er trotzdem nur seinen Tagesumsatz fressen, dann ist Ende.

    @merls:


    Der Vergleich mit der Firmenkantine ist unvollständig. Organischer Dünger ist "noch nicht zubereitet". Und der Appetit von Rasen ist größer als das, was die Küche verarbeiten kann. Sprich: Lange Warteschlange an der Essensausgabe. Die Kapazität des Bodens für Bodenlebewesen ist begrenzt.

    Von der Rasengesellschaft habe ich ad hoch einen Text wiedergefunden, der vor allem auf das Thema der zeitlichen Verzögerung abstellt, und auf den meist geringen Stickstoffanteil. Einen zweiten Artikel zur Stoffwechselkapazität der Bodenlebewesen finde ich leider gerade nicht auf die Schnelle wieder.

    Der eine findet sich in den allgemeinen Pflegehinweisen für Hausrasen. Für Leute die mulchen heißt das: Die Viecher im Boden sind schon ausreichend beschäftigt, ein teilorganischer Dünger wird dann nicht zügig genug umgewandelt.


    Rein organische Dünger besitzen einen zu geringen Nährstoffgehalt und ein für Rasen ungeeignetes Nährstoffverhältnis. Die Wirkung ist zudem nicht kontrollierbar. Aus diesen Gründen werden im Markt in der Regel organisch – mineralische Mischdünger angeboten, die dann den Anforderungen des Rasens gerecht werden können.
    Von hier:

    Pflegemaßnahmen - Deutsche Rasengesellschaft e.V. (DRG)
     
    M

    MyManu

    Mitglied
    Ich bin mir sicher, dass top_gun_de wohl mit seiner dünge Empfehlung die best möglichen Ergebnisse erzielt. Jeder Rasen wird es ihm danken.

    Bei einem organischen erreicht man dieses Ziel nicht in Perfektion, da man das Ergebniss über einen Umweg erreicht.
    Oscorna z. B. hat eine ganze andere Philosophie mit ihrem Rasendünger, als die beste mögliche Düngung für den Rasen zu erreichen...
    Sie haben es sich als Aufgabe gemacht einen natürlichen Kreislauf zu erschaffen, mit dem Ziel eine Wald ähnlich Bodenstrucktur aufzubauen. Es gibt auch keinen heimischen Garten der annähernd so viel Wasser aufnehmen kann, wie ein Waldboden. Betrachtet man sich mal die Wurzeln von einer Pflanze aus einem Waldboden, wird man lauter kleine Wurzeln mit vielen Fasern sehen. So eine Baum z. B. steht natürlich auch viel besser im Boden als ein Baum im Garten, der meist viele dicke Wurzeln hat und wenig dünne.
    Nicht umsonst sagt Oscorna über sich selbst und seinen Dünger:

    Wir verwenden für unsere Dünger nur was der Wurm verwerten kann (Wurmfutter).

    Aus diesem Grund, stellt sich mehr die Frage Bio oder bestes Ergebnis. Wobei Bio immer mit Vorsicht zu genießen ist.
     
    merls

    merls

    Mitglied
    Nun ich werde berichten wie sich mein Rasen mit rein organischer Düngung und dem Mähroboter macht.
    Bisher ohne Mähroboter sehe ich jedenfalls keinerlei Mangelerscheinungen, Saftiges Grün und eine dichte Grasnarbe. Das Bild oben ist wie gesagt Ende letzten Sommer entstanden nach 3 Jahren Oscorna Düngung.

    Mal schaun wie das nun mit dem Mähroboter wird wenn ich ihn denn endlich in Betrieb habe.
    Ich werde berichten ob sich der Zustand verschlechtert. Bisher bin ich jedenfalls mit der rein organischen Düngung restlos zufrieden.

    Lieben Gruß
    Torsten
     
  • Top Bottom