Warum mögen meine Paprika keine Sonne?

  • Ersteller des Themas JackieDe
  • Erstellungsdatum
J

JackieDe

Mitglied
Hallo,

ich habe im März dieses Jahr zum ersten Mal auf der Fensterbank Tomaten, Zwergchilis und Paprika gesät, aufgezogen, Ende April dann in große Töpfe gesetzt und seitdem bei schönen Wetter reglmäßig draußen in der Sonne.

Während meine Tomaten und Chilis wunderbar zurechtkommen, machen meine beiden Paprikas immer die Blääter zu oder drehen sie weg, wenn sie in der Sonne stehen, auch wenn das nur kurz ist. Sie wachsen im Vergleich zu meinen anderen Pflanzen auch viel weniger, und der Stamm ist dünner und schwächer. Hier mal zum Vergleich meine (wie ich finde prächtige :D ) Zwergchili, und im Vergleich meine zwei Paprika.

Was mache ich falsch? Gedüngt (vorsichtig) habe ich bereits vor zwei Wochen mit Tomatendünger.

Habt ihr Tipps und Vorschläge?

Zwergchilli:


Paprikas:


 
  • billymoppel

    billymoppel

    Foren-Urgestein
    deine parika sehen anämisch aus. sie sind sehr hell und einige blätter haben auch chlorosen.
    sie haben wohl vorm umsetzen unter nährstoffknappheit gelitten.
    und im übrigen glaube ich, dass auch die endtöpfe zu klein sind auf dauer.
    das substrat sieht auch nciht so knaller-mäßig aus, der holz- und kokosfaseranteil scheint mir hoch zu sein.
    summasummarum: ihnen gehts nicht besonders, ihr wurzelwachstum ist wahrscheinlich bescheiden - deswegen rollen sie bei sonne die blätter, weil sich die pflanze sonst nicht ausreichend mit wasser versorgen könnte. der mäßige chlorophylgehalt der blätter tut sein übriges - mit so wenig chlorophyll kann die pflanze einfach nicht viel sonne "verarbeiten"
     
    J

    JackieDe

    Mitglied
    Also, die Pflanzen wurden alle regelmäßig rausgestellt bereits im April, von daher denke ich sollten sie abgehärtet sein. Gefäße habe ich mit 30cm Durchmesser (8l) bzw. 33cm (13l, jeweils Herstellerangaben), ist das zu wenig für Zwergchilis, Buschtomaten bzw. Paprika? Ich habe den Eindruck, dass die Tomaten und die Zwergchili ganz gut kommen, nur die Paprika dieses Problem haben.

    Die anderen Diagnosen sind nett, helfen aber nicht weiter, bzw. geben keine Handlungsempfehlung. Was kann man denn zu diesem Zeitpunkt noch tun? So lassen und abwarten? Aufgeben?

    Was die Erde betrifft, das ist halt "normale" Gartenerde aus dem Baumarkt, der ich vor dem Umtopfen etwas Hornmehl untergemischt habe. Worauf soll ich denn beim Kauf von Erde das nächste Mal achten?
     
  • billymoppel

    billymoppel

    Foren-Urgestein
    8l sind für zwerchilis sicher eher viel, 13l für buschtomate mag so gehen, du wirst dich allerdings zu tode gießen.
    für normale paprika halte ich es für zuwenig.
    wenn, musst du gut düngen. hornmehl ist kokos: das ist ein reiner stickstoffdünger, der noch dazu erst in wochen aufgeschlossen sein wird. deine pflanzen brauchen im kübel einen dünger mit mineralischem anteil, weil sie noch ein bißchen mehr brauchen als stickstoff. chlorosen sind üblicherweise ein zeichen für eisen oder magnesiummangel.
    ich würde jetzt mit einem organisch-minerlischem flüssigdünger düngen, das kommt am schnellsten an bei der pflanze. sehr dosiert am anfang, kurz nach dem umsetzen mögen paprika das eigentlich nicht so. für ein paar tage relativ schattig stellen.
    später regelmäßig nachdüngen - entweder mit flüssigdünger oder einem langzeitdünger. auch die tomaten werden sehr bald dünger brauchen.
    zum thema erde hatten wir diese jahr ein gespräch: insgesamt scheinen die torf-anteile in blumenerden sehr rückläufig. das freut die moore dieser welt. allerdings scheint das, auch bei teureren erden, hauptsächlich durch holz- und kokosfasern ersetzt zu werden, nicht etwa durch humus. muss halt billig bleiben.
    ich hatte dieses jahr einen sack vom dehner, der bestand hautsächlich aus pappe. :schimpf:
    das geht auf kosten der nährstoffe und der wasserhaltefähigkeit.
     
  • J

    JackieDe

    Mitglied
    Danke für die ausführlichen Tipps, ich habe einen "Bio GEmüsedünger" von Dehner, laut Aufdruck "für Salat, Tomaten, gurken und Paprika". Laut Aufdruck enthält der aber nur Stickstoff und Kalium, kein Magnesium, ist der dann trotzdem geeignet? Bzw. Wo bekomme ich Magnesiumdünger her?

    3% N
    5% K2O

    Mehr ist da nicht drin :(

    Wie oft kann ich diesen Dünger in der vorgeschriebenen Konzentration düngen? Wann ist es zu viel?
     
  • K

    Kapha

    Guest
    @billymoppel
    Hornmehl ist aber kein Kokos ...... Aber ein Stickstoffdünger das ist richtig :)

    @JackieDe
    Magnesium kannst du in Pulver und Flüssigform kaufen .
    Würde aber evt mal verschiedene Universaldünger anschauen und vergleichen .
    Du kannst aber auch Steinmehl kaufen .
     
    billymoppel

    billymoppel

    Foren-Urgestein
    natürlich ist hornmehl sinnvoll - überall da, wo es mit der stickstoffversorgung zeit hat. als erstdünger im frühjahr im beet z.b.
    bei bereits unterversorgten flanzen tut aber eile not und kübelpflanzen sind immer potentiell unterversorgt. in kübeln wird ja auch viel gegossen und jede menge nährstoffe werden einfach ausgeschwemmt und erreichen die pflanze nie.
    in organsich-meralischen volldüngern ist hornmehr ja auch immer enthalten.

    @ jackie

    als schnelle nothilfe tut es der dünger, ein volldünger ist das nicht. in volldüngern sind sowohl eisen als auch magnesium enthalten. ein mineralisch-organsicher flüssig-volldünger wäre die bessere alternative, den dehner-kram kannst du im jahresverlauf mit verbrauchen.
    ich dünge rein mineralisch (nitratarmes blaukorn), weil mir die hunde sonst die kübel wegen dem stinkezeugs umwühlen. langzeitdünger macht einfach weniger mühe, dauert aber auch bis zum wirkungseintritt. deine pflänzle brauchen erst mal schnell was zu futtern.
    für steinmehl gilt das gleiche wie für hornmehl: dauert zu lange.
     
    Pyromella

    Pyromella

    Foren-Urgestein
    Sorry, blöde Frage. Aber warum gießt man sich mit einem kleineren Kübel zu Tode? Brauchen die Tomaten dann mehr Wasser als andere in größeren Kübeln?
    Die einzelne Tomate braucht nicht mehr Wasser, aber ein größerer Topf speichert natürlich mehr Wasser. Um die gleiche Menge Wasser deiner Tomate zuzuführen mußt du im kleineren Topf häufiger nachschütten, im großen Topf gießt du seltener und dafür eine größere Menge.

    Liebe Grüße, Pyromella
     
  • ralph12345

    ralph12345

    Foren-Urgestein
    Ich hatte in meiner 1. Saison Tomaten auch mi 10L Kübel. Vom Wasser her ging das, aber die Nährstoffe waren schnell erschöpft und das düngen schwierig. Stabiler Stand war bei den Stabtomaten auch nicht drin.
     
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