Was hat mein Ginkgo?

  • Ersteller des Themas Nicky Havoc
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Nicky Havoc

Neuling
Hallo!

Ich habe im einen jungen Ginkgo (ca. 20 cm groß) gekauft und in einen angemessen großen Topf gepflanzt. Nun muss ich leider feststellen, dass von Austrieb nichts zu bemerken ist.

Und nicht nur das: der Stamm ist am Ansatz ganz weich und bildet einen kleinen Orange-weißen Knubbel. Als ich diesen entfernte, fiel ein ganzes Stück Rinde mit ab. Darunter sieht es ein wenig schimmelig aus.

Meine (nicht-Experten) Meinung ist: die Pflanze ist hin. Was meint ihr?

LG
Niklas

EDIT: In der ersten Version stand fälschlicherweise Mai statt März.
 

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  • jola

    jola

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    Hallo Nicky,
    mein Ginko bildet schon wieder frische Ansätze. Allerdings steht er frei im Garten, und nicht im Topf.
    War er über den Winter vielleicht zu naß , und hat Frost abbekommen ?
    So klein, hättest Du ihn vielleicht ein bißchen schützen müssen.
     
    N

    Nicky Havoc

    Neuling
    Wie gesagt, ich habe ihn erst im März eingepflanzt. Bei Temperaturen um die 0 und drunter habe ich ihn stets geschützt gestellt.
     
  • N

    Nicky Havoc

    Neuling
    Oh sorry, habe Mai geschrieben, meinte diesen März! Mein Fehler 😬
     
  • jola

    jola

    Foren-Urgestein
    Nicky,
    vielleicht warst Du einfach zu großzügig mit Wasser.
    Nimm ihn mal aus dem Topf, und schau Dir die Wurzeln an.
    Wenn die in Ordnung sind, und die Erde nicht zu naß, gib ihm noch eine Chance,
    vielleicht kommt er ja noch .
     
  • N

    Nicky Havoc

    Neuling
    Ok, ich habe ihn einmal rausgeholt und mir die Wurzeln angeschaut. Die sahen eigentlich ganz gut aus. Lediglich am Wurzelnansatz saß etwas wie ein weiß-pelziger Pilz an einer kleinen Stelle. Und der Stamm ist unten wie gesagt rundherum komplett weich.
    Ich lass’ dem Baum noch ein paar Wochen noch ein paar Wochen Zeit und schau was passiert. 👍🏻
     
    Wasserlinse

    Wasserlinse

    Moderator
    Mitarbeiter
    Viel mehr Ahnung als du hab ich auch nicht. Ich habe einen Gingko, der bereits voll belaubt ist.

    Ich würde ihn ebenfalls mal aus dem Topf nehmen, die Erde und Wurzeln anschauen und vorläufig eher trocken halten, aber natürlich auch darauf schauen, dass die Erde nicht komplett trocken wird. Und weiterhin abwarten.
     
    J

    jomoal

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    Hallo Nicky,
    ich hatte mal einen Birnbaum, der hatte auch so etwas (Ähnliches). Dies war letztendlich Kragenfäule. Google mal danach, villeicht wirst Du fündig.
    Andere Möglichkeit: Ich weis nicht, wo Du wohnst. Bei uns in Bayern gibt es bei den Landratsämtern Kreisfachberater für Gartenbau. Die sind Spezialisten (Gartenbauingenieure) und können Dir vielleicht helfen.

    Vile Erfolg wünscht jomoal
     
  • Rentner

    Rentner

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    ...Ginkgo (ca. 20 cm groß) gekauft und in einen angemessen großen Topf gepflanzt...
    Und nicht nur das: der Stamm ist am Ansatz ganz weich und bildet einen kleinen Orange-weißen Knubbel...
    Oft wird der Fehler begangen, relativ kleine Bäumchen in viel zu große Pötte zu pflanzen. Wird dann auch noch Gartenerde und/oder Blumenerde verwendet, ist das Aus für die Pflanze meist vorprogrammiert. Luft und Wärme im Wurzelbereich braucht sogar eine so robuste Pflanze wie der Ginkgo.

    Wenn der Stamm an der Basis weich und kein saftiges Grün unter der Rinde zu finden ist, dann sehe ich schwarz für dein Bäumchen.
     
    N

    Nicky Havoc

    Neuling
    Also, grün würde ich das nicht nennen. Eher weiß.

    Wo ist denn das Problem mit zu großen Töpfen? Habe es schon öfter gelesen, aber für mich ergibt es einfach keinen Sinn. Ist es für die Pflanze nicht viel nerviger, wenn kein Platz für angemessenes Wurzelwachstum da ist, und die Wurzeln somit kreisen?

    Ich habe normale Pflanzerde benutzt und bisher hatte ich derartige Symptome noch nie bei einem Jungbaum – Von Sequoia bis Buche.
     
    Rentner

    Rentner

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    Zu große Töpfe in Verbindung mit dem falschen Substrat können dazu führen, dass sich im Inneren Nässe zu lange hält. Die Kernzone kann nur sehr langsam von der Sonne bzw. den Außentemperaturen erwärmt werden. Die daraus resultierende Substratkälte im Inneren ist einem gesunden Wurzelwachstum nicht sonderlich dienlich und kann im schlimmsten Falle zum Tod der Pflanze führen. Gerade die sehr fleischigen Wurzeln eines Ginkgos freuen sich über eine relativ warme Umgebung (gerade während des Austriebes).

    Den hier habe ich seit 21 Jahren in einem von der Größe her "angemessenen" Pott im passenden Substrat.

    Höhe ca. 80 cm



    Ich gehe davon aus, dass er in wenigen Jahren mannbar wird.
     
    Zuletzt bearbeitet:
    N

    Nicky Havoc

    Neuling
    Nun gut, der ist natürlich ein Bonsai, da sind Erde und Gefäß natürlich vollkommen anders. Aber ich stelle meine normalen Jungbäume doch nicht auch in Akadama oder?
     
    Rentner

    Rentner

    Foren-Urgestein
    Der Ginkgo ist und bleibt ein Ginkgo, egal wo er steht und wie er gehalten wird.

    Es kommt einfach darauf an, ihm, in der zugegebenermaßen unnatürlichen Topf- oder Schalenhaltung, möglichst optimale Bedingungen zu bieten. Er soll ja dort, wo er eigentlich von Natur aus nicht hingehört, gesund und robust wachsen können und dürfen. Das gilt so gesehen für jede Pflanze, egal in welchem Pott sie steht.

    Zu große Kulturgefäße und unpassendes Substrat erschweren den gewünschten Erfolg nun mal.

    Akadama verwendet man in unseren Breiten eher nicht, da es unter Frosteinwirkung zerfällt und das Kulturgefäß verschlämmt.
    Es gibt Bims, Lava, Blähtonbruch zu moderaten Preisen, diese Substrate sind die eindeutig bessere Wahl.

    Bei mir stehen alle (Jung-) bäume entweder in nicht zu großen Gefäßen, gefüllt mit durchlässigen Medien, oder temporär ausgepflanzt im Freiland.

    Ginkgo-Sämling

     
    N

    Nicky Havoc

    Neuling
    Ok, vielen Dank!

    Dann werde ich besonders bei solchen Pflanzen in Zukunft eher zu durchlässigerer Erde greifen!
     
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