Weihnachtsstern umtopfen - Wurzeln zurückschneiden?

A

agnostica

Neuling
Hallo liebe Forummitglieder,

ich habe vor, heute meinen Weihnachtsstern umzutopfen. Er wurde dieses Jahr im Dezember käuflich erworben und macht sich - steht an einem eher nördlichen Fenster auf einer Heizungsfensterbank - ganz gut. Er lässt die Blätter nicht hängen, es kommen neue Blätter, soweit so gut. Der Topf ist allerdings schon sehr von Wurzeln durchzogen, ich sage mal, äh, die wachsen so ins Runde, im Kreis? - vor allem im unteren Bereich. Oben sind sie recht hell, unten aber bräunlich. Die Erde riecht etwas schimmelig-pilzig. Ich gieße ihn immer von unten. Jetzt habe ich an einigen Stellen gelesen, dass der Stern Verletzungen der Wurzeln sehr übel nimmt und darauf mit schimmelnden Wurzeln reagiert. Normalerweise hätte ich jetzt Erde abgeklopft und Wurzeln zurückgeschnitten, nun bin ich mir aber unsicher, ob ich dadurch dann nicht das Gegenteil von dem bewirke, was ich erreichen will:confused:.
Hat von Euch jemand Ahnung, ob es kontraproduktiv ist, die Wurzeln zurückzuschneiden? Manche von ihnen sind eher lose, so kleine Stücke, die nicht fest verbunden sind und leicht abgehen, ich kann es nicht anders beschreiben, aber schleimig oder so sind sie nicht... Bin dankbar für jeden Tip!

liebe Grüße,
agnostica
 
  • R

    Rentner

    Guest
    Sei froh, das Substrat ist mit großer Wahrscheinlich vom Mycel eines Mykorrhizapilzes besiedelt (damit solltest Du nach dem Umtopfen das neue Substrat impfen).

    Jetzt habe ich an einigen Stellen gelesen, dass der Stern Verletzungen der Wurzeln sehr übel nimmt und darauf mit schimmelnden Wurzeln reagiert.
    Das halte ich für ein Gerücht.
    Ich kappe beim Umtopfen generell 1/3 bis 1/2 der vorhanden Wurzelmasse.

    P.S. Du solltest die Blattmasse ebenfalls reduzieren. Ein insgesamt starker Rückschnitt bekommt der Pflanze übrigens ganz ausgezeichnet und verhindert so ein Verkahlen und gleichzeitig diesen stakeligen unvorteilhaften Wuchs der Pflanze.
     
    A

    agnostica

    Neuling
    Vielen lieben Dank für die Antwort, freue mich richtig :). Dann werde ich es wohl so handhaben, wie ich es vorhatte, und die Erde dann vielleicht zu einem Viertel mit der alten Erde durchmischen und 1/4 Sand dazugeben. Sehr interessant, die Sache mit dem Pilz, das habe ich bislang noch nicht gewusst! Allerdings sieht die Erde wenig durchzogen von irgendwelchen "Pilzfäden" oder wie ich das nennen soll, aus. Welche positiven Auswirkungen hat denn Mykorrhizapilz? Speicherung von Nährstoffen?
    Mit dem Zurückschneiden des Blattwerkes tu' ich mich etwas schwer. Der Weihnachtsstern wächst so ziemlich ins Runde, und über den alten, roten Blättern waschsen die neuen ebenso kreisförmig und direkt nach, ohne großen Abstand...wie soll ich es erklkären, die einzelnen Äste sind zwar unten etwas blattkahl, oben ist er aber recht füllig - wüsste also gar nicht, wo ich ihn zurückschneiden sollte, denn wenn ich oben etwas wegschneiden würde, bliebe unten dann eigentlich nur noch zu 70% kahle Äste zurück...kann leider keine Photos einstellen, evtl. ginge das heute abend, wenn mein Lebensgefährte gewillt ist, sein heiliges I-Phone mal einem nützlichen Zwecke zuzuführen ;-).
    Danke in jedem Falle, die Antwort habe ich als äußerst hilfreich empfunden.
     
  • A

    agnostica

    Neuling
    Ach :) - über den Beitrag bin ich schon 2x gestolpert, Du bist das, der Bonsaikünstler ;.).
    Ja, ich verstehe. Danke schön! Muss aber nochmal darüber nachdenken, ob ich mich wirklich von der jetzigen (für mich nach all den Jahren der verlorenen Sterne in der neuen Wohnung nun endlich gelungenen) für meine Verhältnisse "Pracht" verabschieden kann. Ein Benjamini, mit dem ich immer wieder Probleme hatte, ist durch immer wieder durchgeführte Rückschnitte nun quasi auch schon zum Zwangsbonsai geworden :-(;-).
     
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