Welche Apfelsorte soll ich pflanzen?

F

figlfan

Neuling

Servus,mein Name ist Markus, ich wohne in einem Bergdorf in Vorarlberg-Österreich undich möchte gerne vorsorgen… Vor ein paar Jahren habe ich ein Grundstück mit 3 uraltenApfelbäumen gekauft.
Diese Bäume tragen an und für sich gut – zumindest reicht es immer für einenHaufen Apfelschnitz und viel Süssmost. Da diese Bäume aber aufgrund ihresAlters und des Schneedrucks (ja, bei uns oben gibt es noch Schnee im Winter)jedes Jahr den einen oder anderen Ast verlieren, würde ich gerne neue Bäumenachpflanzen. Ich möchte nämlich vermeiden, dass ichirgendwann ohne Obst dastehe und nur noch 3 leere Baumstämme herumstehen habe :(.Einer davon ist ein Boskoop, die anderen kenne ich nicht (sind aber süss undsehr gut zu essen bzw. mosten).

Nunmeine Frage: Was für Hochstamm-Bäume könnte ich bei mir, auf rund 900m Höhepflanzen, damit ich sie gegen Ende September/Anfang Oktober ernten kann? Bevorzugenwürde ich „alte Sorten“, da bei uns der Feuerbrand hin und wieder Thema ist unddiese Sorten resistenter seien. Und natürlich ein saftiger, süsser Apfel solltees sein… ;)
Ich

Hatjemand eine Idee, was ich mir für Apfelsorten besorgen soll, die meinenWünschen halbwegs entsprechen? Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe.
Markus




 
  • M

    mulchtante

    Neuling
    Ich habe eine ganz andere Idee:
    Wenn Dir Deine 3 Apfelsorten/-bäume so gefallen, würde ich daran nichts ändern und mir einen Vermehrungsbetrieb suchen, die Stecklinge von eben Deinen Bäumen auf junge Unterlagen pfropfen und diese dann bei Dir als Ersatz einpflanzen.

    Das nennt sich Auftragsveredelung. Kostet zwar was, aber Du hättest die Gewähr, dass die Sorten, die sich bei Dir bewährt haben, auch weiterhin dort wachsen.

    Gruss doris ;)
     
    P

    Pflanzbert

    Foren-Urgestein
    Brettacher: Groß, saftig, haltbar. Vielleicht nicht so intensiv im Geschmack
    http://de.wikipedia.org/wiki/Brettacher

    Glockenäpfel: Können auch groß werden, aber eher mittlerer größe, säuerlich und auch haltbar.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Glockenapfel

    Beide Sorten kenne ich als recht robust und langlebig. Beides sind alte Sorten, sehr alte sogar. Der Glockenapfel stammt meines Wissens nach aus der Schweiz, müsste bergiges Gelände also gewohnt sein.

    Beide Sorten wuchsen im Garten meiner Eltern auf etwa 500m Höhe. Feuerbrand hat die nie befallen.
     
    Pepino

    Pepino

    Foren-Urgestein
  • P

    Pflanzbert

    Foren-Urgestein
    Brettacher sind mehr fürs Backen oder Kochen, aber einer meiner Kollegen isst sie auch so gerne. Mir gehts aber wie Pepino, ich mag sie ungekocht/ungebacken auch nicht.

    Zum Saften/Mosten ist es ein hervorragender Apfel, weil er so saftig ist. D.h. eher ein Nutzapfel als ein Vesperapfel.
     
  • D

    Desperado

    Mitglied
    Der Brettacher ist hier bei uns der Wirtschaftsapfel schlechthin, weil er gesund und robust ist und regelmäßig und reichlich trägt. Er ist nicht zu hochwüchsig, macht aber eine schöne, breite Krone, und der Pflegeaufwand ist gering. Er braucht aber schon ein mildes Klima, damit er gut ausreift und noch etwas Süße bekommt.

    Der Brettacher ist eigentlich ein Saftapfel für die Kelterei mit keinem besonders intensiven Geschmack. Er hat zwar ne feine Säure aber ihm fehlt etwas die Süße und das besondere Aroma. Optisch ist das aber ein ausgesprochen schöner Apfel, der sich zur Sonnenseite hin auch schön rot einfärbt.

    Zum Backen (Strudel, Apfeltaschen etc.) nehm ich eigentlich lieber einen Golden Delicious oder einen Jonagold, weil sie mehr Süße und mehr Fruchtaroma mitbringen. Da brauch ich auch nicht mehr nachsüßen. Den Brettacher kann man aber auch dafür verwenden, weil er schön geliert. Für mich ist er aber mehr ein Apfel für einen leichten, spritzigen Apfelmost.

    Für milde Lagen ist die Sorte aber eine absolute Empfehlung.
     
  • D

    Desperado

    Mitglied
    Ich könnte Dir aber den Jakob Fischer empfehlen. Das ist ein sehr großfallender Sommerapfel, der bereits Ende August/Anfang September reift, aber in 900m Höhe wird sich die Reife sicher 2-3 Wochen nach hinten verschieben.

    Der Jakob Fischer macht schon recht imposante Hochstämme und ist auch gut frosthart. Der Ertrag ist reichlich und regelmäßig, allerdings ist der Jakob Fischer kein Lagerapfel und die Äpfel sind auch meistens etwas wurmstichig (Apfelwickler).

    Geschmacklich ist der Apfel gar nicht mal schlecht, aber er muss alsbald verarbeitet werden, weil er schnell mehlig wird und fault (haben Sommeräpfel nun mal so an sich). Aber so frisch vom Baum ist der durchaus lecker.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_Fischer
     
    F

    figlfan

    Neuling
    Hallo,
    vielen Dank für eure Empfehlungen/Tips. Allerdings seit ihr euch nicht wirklich einig - ist natürlich auch Geschmackssache... ;)

    Ich habe mich mal erkundigt und dabei sind noch folgende Sorten in die engere Auswahl gekommen:
    Fiessers Erstling
    Danziger Kantapfel
    Jakob Lebel
    Josef Musch
    Mutterapfel

    Hat jemand Erfahrungen mit diesen Sorten? Die müssten gem. meinen Infos für 900m geeignet sein. Aber sind die saftig, süss, ..... Was meint ihr dazu?

    Schöne Grüsse
    Markus
     
  • O

    ochecarlson

    Neuling
    Hallo,


    gerade wegen der Höhe müsste es wahrscheinlich ein recht robuster Apfel sein. Habe gehört, dass der "Finkenwerder Herbstprinz" dazu gehören soll. Schmeckt süß, hat aber eine angenehme Säure.


    Beste Grüße aus Aachen


    Ochecarlson
     
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