Welche Pflanzen werden bei euch von Schnecken verschmäht?

  • Ersteller des Themas Taxus Baccata
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Taxus Baccata

Taxus Baccata

Mitglied
Hallo zusammen, ich hoffe das Thema ist hier in der richtigen Rubrik.

Da uns die Zeit fehlt, in unserem mehrere hundert qm großen Garten händisch Schnecken abzusammeln und obendrein ein Acker neben dem Garten liegt, von dem aus sich täglich Heerscharen aufmachen, um den Garten heimsuchen, suchen wir nach Lösungen, um uns mit den gierigen Kriechern zu arrangieren.

Schneckenkorn und anderes Gift scheiden wegen Kindern und Haustieren (und auch aus Überzeugung) aus.
Daher gehen unsere Überlegungen eher in die Richtung, auf Dauer unsere Bepflanzung besser anzupassen.

Unsere bisherige Erfahrung (anderer Garten) ist, dass es ein paar, aber doch eher wenige recht schneckensichere Pflanzen gibt.

Bisher sicher verschont wurden
Ballonblume
Polsterglockenblume
Löwenmäulchen
Kokardenblume
Kapuzinerkresse
Phlox
wilde Malven
Akelei
Hortensien


Schneller verschwunden als man gucken konnte -
Rittersporn
Roter Sonnenhut,
(junge) Sonnenblumen,
Zinnien,
Tagetes
Stockrosen, uvm.


Natürlich gibt es Artikel zu dem Thema, doch dort sind die Angaben zum Teil sehr widersprüchlich.

So hatten bei uns z.B. Cosmeen, die in vielen Artikeln als "schneckensicher" gepriesen werden, nie auch nur den Hauch einer Chance und zählten nicht nur zu den Ausweichpflanzen sondern wurden in mehreren aufeinanderfolgenden Jahren - bei guter Auswahl und vergleichsweise geringem Schneckenaufkommen - sogar als erstes verzehrt.

Wie sieht es bei euch aus, welche Vorlieben oder Abneigungen haben eure Schnecken...?
 
  • londoncybercat7

    londoncybercat7

    Foren-Urgestein
    "Meine" Schnecken lieben Glockenblumen aller Art, Rittersporn, Hostas, Iris, prinzipiell alle jungen Sämlinge, Primeln, Petunien, Narzissen, Mädchenauge, Salbei ...

    In Ruhe lassen sie Heuchera, alle Arten von Storchschnabel, Geum, Wiesenknopf, Wiesenraute, Taglilien, Seifenkraut, Polsterphlox, Frauenmantel, Knöterich, Natternkopf, Ochsenzunge, Wegwarte, Malven, Thymian, Allium, Schafgarbe, Akelei, Halbsträucher wie Heiligenkraut und Lavendel, Rudbeckia, Baldrian, Anemonen, Bergenien, Brandkraut, Fuchsien, Goldlack, Veronica, Veronicastrum, Katzenminze, ...
     
    Marmande

    Marmande

    Foren-Urgestein
    Mein Gedanke zu verschmäten Sorten ist, es gibt drumherum Sachen die leckerer schmecken und deshalb werden die eben bevorzugt. Wenn die leckeren weg sind , wird ganz sicher was Anderes auch dran glauben müssen.
     
    Baby Hübner

    Baby Hübner

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    Es gibt nichts, dass vor Schnecken schützt.
    Das was bleibt, hat einfach Glück gehabt.
    Sie gehen wie der Schnitter durch das Feld und fressen alles.
     
  • Taxus Baccata

    Taxus Baccata

    Mitglied
    Es gibt schon Pflanzen, die die Schnecken in Ruhe lassen, wenn auch nicht viele.
    An Phlox, Lavendel und Hortensien waren bei uns innerhalb von 15 Jahren noch nie Schnecken, egal wie viele herumkrochen und wie dürftig die Auswahl (zu Beginn der Saison) sonst war.
    Anders verhielt es sich mit Tomaten und Paprika (die auch als vergleichsweise schneckensicher gelten) - die wurden durchaus belagert und gefressen.


    @londoncybercat7
    Vielen Dank, da waren ein paar Anregungen dabei, mit denen wir es noch versuchen könnten.
     
  • Pyromella

    Pyromella

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    Ich habe den Eindruck, dass alles, was schon geschafft hat, etwas größer zu werden, gute Chancen hat.
    So ist der Austrieb vom Schleierkraut Leibspeise, die ältere Pflanze dann uninteressant. Auch Jungpflanzen von Löwenmäulchen und Sonnenblumen müssen unwiderstehlich sein - die größeren Pflanzen werden nicht mehr angerührt.
    Ringelblumen müssen relativ uninteressant sein, Malven auch.
     
  • Taxus Baccata

    Taxus Baccata

    Mitglied
    Bei manchen Pflanzen scheint es so zu sein, und es scheint davon abgesehen auch sortenspezifisch zu sein, riesiger Rittersporn und große Stauden von rotem Sonnenhut mundeten offensichtlich vorzüglich, es blieb nichts davon übrig.

    Zinnien, unterschiedlich. Die riesigen Sorten überlebten, die kompaktwüchsige Sorte Dreamland dagegen schien auch in nahezu ausgewachsenem Zustand noch zu schmecken.

    Die wilde Malve "Braveheart" fand absolut keinen Anklang bei den Schnecken, Stockrosen mit gefüllten Blüten (keine Jungpflanzen) dagegen schon.

    Kapuzinerkresse wurde hier bisher in jedem Stadium verschmäht. Vielleicht zu scharf.
     
    Z

    zebratino

    Neuling
    Bei mir werden auch die Hortensien und sogar die Sonnenblumen verschont...:D
     
    Leonarda1

    Leonarda1

    Mitglied
    Alle Sorten Agastache werden verschont.
    Früher hatten Lupinen keine Chance, nun bleiben sie ungeschoren. Verstehe einer die Schnecken. :unsure:
    An alle Sorten Gräser gehen sie auch nicht - Bambusgras, Blauschwingelgras und ähnliche.
     
  • marlis

    marlis

    Mitglied
    oh sehr interessanter Beitrag, danke erstmal(y)
    ich kann da leider nicht so viel beitragen, meine Schnecken die sind sehr gefräsig und mögen so einiges. Ganz besonders junge Zinnien und Sonnenblumen. Hatte da die Aufzuchtschalen auf dem Gartentisch stehen, nützt nix, riechen die Schnecken aus kilometer Entfernung:LOL: und kriechen tatsächlich die komplette Terrasse und Tisch hoch, LOL. War lustig zu beobachten, mittags standen nur noch die Stiele da, abends nur noch kahle Erde, alles weg. Eine Sonnenblume scheint es bei mir dieses Jahr geschafft zu haben, Daumchen drück, sie ist jetzt schon etwas grösser, aber selbstverständlich immer noch im Topf, auf dem Tisch.
    An meine wenige Rosen gehen sie nicht, auch nicht an meine Minze (hingegen für Basilikum da ist ihnen auch kein Weg zu weit), leider gehen sie auch an meinen Rharbarber, den hab ich deshalb dieses Jahr recht früh komplett abgeerntet, weil ansonsten hätten sie nicht mit mir geteilt, bäh, erinner mich, meine Hände waren voll schon Schleim und obwohl ich ordenlich geschüttelt und abgesucht habe, waren da immer noch welche an den Stielen. Meine Erdbeeren leiden auch sehr unter den Schneckies, leider mögen die Asseln meine Erdbeeren auch gerne *seufz*
    An meinen Knoblauch gehen sie nicht, überhaupt Blumenzwiebeln, zumindest meine Tulpen lassen sie in Ruhe. Werde auf jeden Fall, den von euch genannten Pflanzen sicherlich ein paar irgendwann mal testen ….
    LG, Marlis
     
    Taxus Baccata

    Taxus Baccata

    Mitglied
    Marlis, das stimmt, Minze und Rosen werden auch bei uns konsequent gemieden, vergleichbar mit Hortensien, Lavendel und Kapuzinerkresse, diese fünf Pflanzenarten sind auf jeden Fall schneckenfest.

    Stichwort Sonnenblume - da waren bei uns im vorletzten Jahr nurmehr die Stiele der Keimlinge übrig, und die verschwanden dann auch noch, wie bei euch.

    In einem Jahr habe ich diverse Schnecken von einer 1m hohen Sonnenblume gezogen... sie hingen daran wie am Pendel einer Uhr.
    Die Größe scheint daher auch nicht zwingend ein Kriterium zu sein.
    Vielleicht schmecken manche Sonnenblumenarten einfach besser oder schlechter als andere.

    Unser Rhabarber ist zwar angefressen, aber es ist (im Gegensatz zu den ersten beiden Jahren) noch etwas übrig.

    Mir fallen neben den von Pyromella erwähnten Ringelblumen gerade noch zwei Pflanzen ein, die die Schnecken bei uns bisher konsequent verschont haben - Kornblumen und Klatschmohn.
    Gut, Klatschmohn ist Glückssache, aber Kornblumen lassen sich ja gut ziehen und pflanzen wo man möchte.
     
    Tubi

    Tubi

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    Geranium (Storchschnabel und co) und Mädchenauge mögen sie auch nicht.
     
    Taxus Baccata

    Taxus Baccata

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    Unser Storchenschnabel (Rozanne) wird auch zuverlässig verschmäht, das stimmt.

    Mädchenauge, da scheint es möglicherweise auf die Sorte anzukommen.
    Wir hatten schon welche, die stehenblieben - andere wurden (40-50cm groß) mit Stumpf und Stiel vernichtet.
    Zumindest die Sorte "Sunray" und noch eine ähnlich klingende munden ihnen leider vorzüglich.
     
    Tubi

    Tubi

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    Ok, dann war es Glück mit dem Mädchenauge. Bei uns gibt es genug anderes, was sie lieber mögen,
     
    Taxus Baccata

    Taxus Baccata

    Mitglied
    Hier natürlich auch, aber die Mädchenaugen - zumindest ein oder zwei bestimmte Sorten - waren trotzdem enorm beliebt.

    Ist aber sehr interessant, ich werde dann im nächsten Jahr mal mehrere Sorten zum Vergleich pflanzen und gucken welche die Schnecken stehenlassen. Wäre nicht schlecht, wenn sich eine oder mehrere "sichere" Sorten herauskristallisieren würden.
     
    Tubi

    Tubi

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    Die hessischen Schnecken fressen lieber Jalapenos. :augenrollen:
     
    Taxus Baccata

    Taxus Baccata

    Mitglied
    Die wissen eben was gut ist. ;)
    Hier mussten wir leider auch schon Schnecken von den Jalapenos ziehen.

    An Gemüse hat sich bei uns leider noch gar nichts als schneckensicher erwiesen. Knoblauch sollen sie nicht mögen (?), aber das ist ein schwacher Trost, wenn abgesehen davon alles andere vertilgt wird.

    Pflücksalate & Co. werden bei uns nun auf dem Balkon angebaut.
     
    Elkevogel

    Elkevogel

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    Hallo,
    in den letzten Jahren verschont geblieben sind: Flockenblumen, Taglilien, Phlox, Mohn, Ziersalbei, Glockenblumen, Geranium, Astilben, Herbstastern, Frauenmantel, Herbstanemonen, Lupinen, Hornkraut u.v.m.
    Das mag aber tatsächlich zumindest teilweise an der Trockenheit der vergangenen Jahre liegen.
    Der Befall ist (noch) sehr gering.
    Beim Jäten im Gemüseacker habe ich in den letzten Tagen sehr viele ganz kleine Nacktschnecken unterirdisch gefunden und gleich separiert entsorgt ;)
    Auch im GWH an den Dahlienkübeln saßen außen schon Minischnecken.
    Überall dort, wo gut gewässert wird, gedeihen sie:mad:

    Und ja, auch ich habe die Erfahrung gemacht: sind Kürbis, Sonnenblume & Co. erstmal im Topf auf dass 3./4. Blatt hinaus mögen die Schnecken es nicht mehr so gerne.
     
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