Wer bin denn ich?

bergaufsepp

bergaufsepp

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Hallo,

heute morgen auf meiner Laufrunde gesehen. Eine ganze Wiese voll, nahe am Bach, feucht und schattig. Ob sie für meinen Garten was ist...

Danke!
Sepp
 

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  • Moorschnucke

    Moorschnucke

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    Hallo Sepp,
    das ist indisches Springkraut.

    Es gehört zu den invasiven Pflanzen, d.h. es verdrängt unsere heimische Flora, wenn es in die freie Natur gelangt wie bei euch.

    Wir haben es im Garten für Hummeln und Bienen - aber nur, weil sich hinter unserer Hecke der gepflasterte Holzplatz des Nachbarn befindet, der alles, was nicht Rose, Lavendel oder Stockrose ist, gnadenlos vernichtet.

    Herzliche Grüße
    von
    Moorschnucke:eek:
     
  • outlaw

    outlaw

    Mitglied
    Asiatisches Springkraut UNd wenn du sie auch im ganzen garten haben möchtes sieht dann aus wie auf der ganzen wiese ist schlimmer wie Girsch .... weil die planze die samen so weit schleudert freuen sich deine nachbarn auch frech grins

    habe drei jahre gebraucht um sie wieder aus meinem garten zu bekommen


    lg Outlaw:d
     
  • bergaufsepp

    bergaufsepp

    Mitglied
    Oha, dann danke an alle und das liebe Zeug kann dann auch bleiben wo es ist... ;)
     
  • W

    Weidenelfe

    Mitglied
    ;)Hallo,
    die habe ich letztens beim Spazierengehen auch an einem Flußufer gesehn,ich war ganz hin und weg von den tollen Blüten-sehn ja ein wenig wie Orchideenblüten aus:),also ab nach Hause und Tante Google gefragt:grins:
    Das hat mich aber ganz schnell davon abgehalten,mir etwas von dieser Pflanze in den Garten zu holen,ich glaube es dauert nicht lang und sie würde alles überwuchern.
    Allerdings überlege ich noch,ob ich sie mir nich in einen Topf setze:grins:,weil schönnnnnnnnn isse ja doch:rolleyes:
     
    Tilia

    Tilia

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    Huhu Tilia,
    man kann es sich in den Garten holen, wenn sicher ist, dass es nicht heraus kann!!!

    Herzliche Grüße
    von
    Moorschnucke:eek:
    Du meinst, wer kein Giersch und keinen Schachtelhalm hat braucht wenigstens das Springkraut ? :grins: Mein Garten ist nicht "ausbruchsicher" also verzichte ich lieber und die Bienen müssen was anderes essen.

    Grüße

    Tilia
     
    Moorschnucke

    Moorschnucke

    Foren-Urgestein
    :)Tja, wir haben diese dösige Thuja-Hecke fast rundherum - sie ist blick- und samendicht.

    Im Frühjahr dauert es ganze viell. 20 min und wir haben die überflüssigen Pflanzen herausgezogen, das geht ganz einfach.

    So haben wir seit Jahren immer so 10 Pflanzen vor der Hecke und dort ist den ganzen Tag Betrieb. In die Blüten läuft nämlich - fast - kein Wasser bei Regen.:)
     
  • Tilia

    Tilia

    Foren-Urgestein
    Das hört sich ja gar nicht so schlimm an Moorschnucke.

    Trotzdem verzichte lieber ..... auf eine Thujahecke und auf das Springkraut :)

    Grüße

    Tilia
     
    M

    Maomi

    Guest
    Hi,

    ich verzichte dann doch lieber nur auf die Thujahecke (*schüttel*).

    Unser Nachbar hatte mal dieses drüsige Springkraut. Soooo schlimm war das nicht, man mußte nur ein bissel hinterher sein und es im geeigneten Moment rausrupfen.

    Liebe Grüße :eek:
    Maomi
     
    Moni1

    Moni1

    Mitglied
    Hallo,

    wer kann denn gewährleisten, daß sich die Samen nicht unkontrolliert verteilen? Das heißt nicht umsonst "Springkraut", die Samen fliegen seeehr weit, außerdem ist auch die Samenverteilung durch Tiere nicht auszuschließen.

    Das indische Springkraut ist keineswegs ein harmloses, ach so hübsches Blümchen, sondern ein echter Wolf im Schafspelz!!!

    Unsere heimische Flora und Fauna leidet schon jetzt extrem unter dieser Neophyte, da die Pflanzen sich extrem verbreiten und alles anderen verdrängen. Auch unsere Region ist schon regelrecht verseucht.

    Also, bitte unbedingt sofort ausreißen und im nächsten Jahr erst gar nicht blühen lassen.

    Gruß
    Moni
     
    O

    Orlaya

    Mitglied
    Hallo zusammen,

    klar ist das indische oder drüsige Springkraut (Impatiens glandulifera) ein Neophyt, aber man sollte bei der "Gefährlichkeit" doch noch ein bissle abstufen. Und da wurde das Springkraut mittlerweile wieder etwas zurückgestuft.

    Ich weiß, dass im Internet immer noch viele Seiten kursieren, die auch das drüsige Springkraut als einen der übelsten, weil alle heimische Vegetation verdrängenden, Neophyten beschreiben. Zuverlässige Seiten machen da aber mittlerweile eine etwas andere bzw. differenziertere Aussage.

    Zum Beispiel hier: Gebietsfremde Pflanzenarten

    Klar sollte natürlich sein, dass wir auf keinen Fall mutwillig weitere Bestände erzeugen, in dem wir die Samen in der Natur ausstreuen.

    Lieben Gruß
    Orlaya
     
    Moni1

    Moni1

    Mitglied
    Hallo Orlaya,

    Du kannst gerne mal kommen und Dir auch unsere Wälder ansehen, die sind zum Teil mehr wieder zu erkennen. Das Springkraut bleibt ja nicht an den kleinen Bächen, sondern macht echt alles platt. Ich bleibe jedenfalls bei meiner Aussage!

    Gruß
    Moni
     
    O

    Orlaya

    Mitglied
    Hey Moni,

    ich habe schon einige Bestände gesehen, da brauch' ich ned noch extra irgendwohin fahren. Und eben weil ich schon vor Jahren größere Bestände gesehen habe, habe ich mich mit dieser Pflanze beschäftigt.

    Ich habe es ja bereits schon deutlich geschrieben, dass sich die Bewertung des Springkrauts verändert hat. Und ich finde es nicht gut, wenn dennoch mit Nachdruck die veraltete Einschätzung im Internet gepostet wird. Deshalb nochmal einen Link zu einer ganz offiziellen Bewertung des Springkrauts:

    Information des Bundesamts für Naturschutz zu Impatiens glandulifera

    Ich zitiere daraus:
    3.1 Betroffene Lebensräume
    Dominanzbestände werden vor allem an Gewässern aufgebaut – an gestörten Stellen, die vorher vegetationsfrei waren, oder in ausdauernder Vegetation. Wegen ihrer begrenzten Schattenverträglichkeit dringt sie nur in krautige Vegetation und in lichte Wälder ein...

    3.2 Tiere und Pflanzen
    Über die Verdrängung anderer Pflanzenarten durch das Springkraut gibt es unterschiedliche Ansichten, sie reichen von "sehr problematisch" bis "praktisch kein Effekt". Die auffälligen Dominanzbestände des Springkrauts entwickeln sich erst im Hochsommer, so dass andere Pflanzen bis zum Frühsommer relativ ungestört wachsen und z.T. auch zur Blüte kommen können, bevor es durch seine Höhe und Dichte zu Beschattung führt. So sind auch in dichten Springkrautbeständen noch andere Arten vorhanden, natürlich mit verminderter Produktion und Dominanz... Auf Tiere hat I. glandulifera vor allem positive Wirkungen: Ihr reiches Nektarangebot macht sie zu einer hochattraktiven Pflanzen für Blütenbesucher...

    3.3 Ökosysteme Gelegentlich wird angenommen, Springkrautbestände würden ausdauernde Uferpflanzen zurückdrängen und dadurch die Erosion an Fließgewässer erhöhen. Dies ist jedoch fraglich, da die einjährige Art eher offene, durch Substratumlagerungen in der Aue entstandene Standorte besiedelt oder sich in ausdauernde Vegetation einfügt.
    Mir geht es hier einzig und allein darum, dass korrekte Informationen weitergegeben werden.

    Lieben Gruß
    Orlaya
     
    Moni1

    Moni1

    Mitglied
    Hallo Orlaya,

    zu 3.1:
    Auch an Ufergewässern, die vorher nicht! vegetationsfrei waren, expandiert die Pflanze und die Auswirkung auf die lichten Wälder hatte ich bereits geschildert. Stimmt also, daß Auswirkungen da sind, das ergibt sich auch aus dem Text!

    zu 3.2:
    Das stimmt so nicht, denn bisherige Waldpflanzen wie z.B. Erika-Sträucher, Farn und Heidekraut etc. verkümmern unter dem hohen Springkraut (Photosynthese)! Und was ist mit den Waldpilzen?

    zu 3.3: Das mag zutreffen.

    Sorry, aber auch ich habe konkrete Informationen und zwar (auch) sehr anschauliche.


    Gruß
    Moni
     
    Moorschnucke

    Moorschnucke

    Foren-Urgestein
    Hallo Orlaya und Moni,
    da die besagte Pflanze aus unserem Garten und auch aus dem vorherigen nicht hinaus kann bzw. konnte, haben wir keinerlei Bedenken.
    Im ganzen Viertel inkl. angrenzender Landschaft haben wir sie noch nirgends entdeckt - und wir sind dort öfter unterwegs.

    Es wird in vielen Links ausdrücklich empfohlen, sie NICHT in die Landschaft außerhalb von Ortschaften zu entlassen - ansonsten wird sie ausdrücklich als späte Hummel- und Bienentracht empfohlen, z.B. bei den "Honigmachern" und anderen.

    Bei uns herrscht am Springkrautwäldchen jedenfalls bis Einbruch der Dunkelheit reger Betrieb und auch nach Schauern bieten die regengeschützten Blüten sofort wieder Nahrung!:)

    Herzliche Grüße
    von
    Moorschnucke:eek:
     
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