Wer von euch zieht unter Kunstlich vor?

W

WaA76

Mitglied
#1
Hallo ihr Lieben im Aufzuchtfieber!

So, da meine Freundin mich für völlig ballaballa hält, weil ich meine Chili und Auberginen unter Kunstlicht vorziehe, wollte ich mal fragen, ob das sonst noch jemand hier so macht oder benutzt ihr alle das gute alte "Südfenster"?

Wenn ihr Kunstlicht verwendet würde mich interessieren, was ihr genau nehmt? Leuchtstoffröhre oder LED? Welche Lichtfarbe? Hat jemand von euch Erfahrung mit diesen Rot/Blau-Pflanzenlampen (LED)?

Ich nutze standardmäßig vier Stück 36 Watt Röhren (865), waren bereits in der Fassung, als ich sie gekauft habe.

Habe übrigens heuer im Jänner aus Langweile und Gartenlust mal einen Versuch mit LED unternommen.
Und zwar ganz normalen GU10 Spot mit jeweils ca 4 Watt. Habe ein kleines "Häuschen" gebaut und dort je eine Chilipflanze gleich nach dem Keimen unter je einen Spot gepackt - mit Zwischenwand getrennt. Jede Pflanze bekam eine andere Lichtfarbe, Luxzahl annährend gleich. (siehe Foto, von links nach rechts: 2700K, 3000K und 6500K). In der Entwicklung konnte ich keinen Unterschied feststellen, auch nicht in der Wuchsform. Zirka vier Wochen nach der Keimung waren die ersten Blühtenknospen sichtbar. Ich bin nur noch am Tüfteln, ob man das ganze auch für eine größere Zahl an Pflanzen nutzbar machen könnte...

Bin auf eure Erfahrungen gespannt!

lg

Erwin

 
  • FrauSchulze

    FrauSchulze

    Foren-Urgestein
    #2
    Ich nehme Energiesparlampen mit 6500K. In Schreibtischlampen die die Pflanzen anscheinen. Klappt gut.
     
    T

    Tubirubi

    Guest
    #3
    Mehrere LSR, aktuell über die Fensterbretter hängend., Lichtfarbe 865, und Anzuchtstation mit zwei LSR, Lichtfarbe weiß ich jetzt nicht, ist von Pötschke (als es mal günstiger war als jetzt).
    Wenn Tageslicht intensiver wird, wird Mittags per Zeitschaltuhr abgestellt. Später sogar ganz abgehängt, bzw. die LSR umgehängt über einen Anzuchttisch, dann mit Tomaten bestückt.
     
    ostseeboy

    ostseeboy

    Mitglied
    #4
    Ich benutzt kein Kunstlicht.
    Hab letztes Jahr, und auch dieses Jahr, Anfang Februar mit der Zucht von Tomaten und Paprika angefangen, und die Pflanzen wachsen gut, und das sogar am Nordfenster, wo in dieser Jahreszeit NIE die Sonne mal reinscheint.

    :)
     
  • tihei

    tihei

    Foren-Urgestein
    #5
    4Watt sind schon eine ganze Menge. Bei niedrigeren Temperaturen (z.B. im Keller) erzielt man schon mit 1W pro Pflanze sehr kompakte Pflanzen, die auch Blüten ansetzen (was ja bei kleinen Chilipflanzen nicht unbedingt erwünscht ist).

    Hast du zwischendurch mal etwas gedüngt?

    Es gibt hier übrigens viele Threads zu Kunstlicht mit umfangreichen Diskussionen. Da findest du vielleicht noch die eine oder andere Anregung.
     
  • W

    WaA76

    Mitglied
    #6
    Also meine Kleinen stehen im Keller, der ist aber beheizt, hab dort so um die 21 °C.
    Du meinst, 4 Watt pro Pflanze sind zu viel? Kann die überhaupt zu viel Licht bekommen? Was würde dann passieren? Sehr kompakter Wuchs? Ab wann (welcher Abstand der Blätterpaare) ist es denn normal und ab wann nicht? Meine Chilis haben mit ca. 8 - 10 cm Höhe die ersten Blühtenknospen angesetzt.

    Ich habe die Testpflanzen nach ca. 3 Wochen von Anzuchterde in "normale" Blumenerde aus dem Baumarkt umgetopft, dieses WE mal etwas mit Flüssigdünger gedüngt, da die kleinen jetzt ca. 6 Wochen alt sind. Blühten sind noch keine offen, kann sich aber nur noch um Tage handeln.

    Mit wieviel Watt pro Pflanze zieht ihr vor? Bzw. wieviel Lux kriegt ihr zusammen?

    lg

    Erwin
     
  • karlh

    karlh

    Foren-Urgestein
    #7
    Ich nehme kein Kunstlicht.
    Immer zwischen 20. und 28.2. werden bei mir Tomaten und Pflücksalat ausgesät. Bis zur Keimung etwas dunkel und warm. Sobald die Pflanzen gekeimt sind, stell ich die Pflanzen bei 12-15 Grad ans helle Südwestfenster. Sobald die Nächte dann frostfrei sind kommen die Pflanzen pikiert ins Kaltgewächshaus. Wir immer was.

    Gruß Karl
     
    tihei

    tihei

    Foren-Urgestein
    #9
    Hallo Erwin,

    Zuviel Leistung = Hohe Stromkosten bei vielen Pflanzen...

    Nehmen wir mal an, das du 6 Wochen beleuchten willst (Anfang Februar bis Mitte März).
    Strompreis * Beleuchtungsdauer * installierte Leistung = Stromrechnung
    25ct * 12h* 45d *4W ~ 0,54 Euro pro Pflanze. Da kann man auch im April fertige Pflanzen kaufen.

    Ich habe zur Zeit 49W für 140 sehr kleine Pflänzchen installiert, also 0,35W pro Pflanze, die 10h am Tag brennen (zwei 20W LED-Scheinwerfer und eine 9W Energiesparlampe).
    Das ist schon relativ viel, was darauf zurück zu führen ist, das ich dieses Jahr in 35er Quickpot Pflatten anziehe und nicht mehr in den 24er Miniplatten von Romberg (Lidl). Ich möchte mir einmal umtopfen sparen.

    Bis Mitte März werde ich die Leistung schrittweise auf zeitweise 137W erhöhen (3*20W Led 12h und 1*77W MH über Mittag).
    -Till
     
    P

    Pflanzbert

    Foren-Urgestein
    #10
    Jede Pflanze bekam eine andere Lichtfarbe, Luxzahl annährend gleich. (siehe Foto, von links nach rechts: 2700K, 3000K und 6500K). In der Entwicklung konnte ich keinen Unterschied feststellen, auch nicht in der Wuchsform.
    Danke für die Info! Tageslicht LED Strahler sind hier überaschend schwer zu bekommen, gut zu Wissen dass es auch mit Warmweiss geht, die bekommt man überall.

    Meine Info war bislang so: Hoher Rotanteil fördert längenwachstum + blütenansatz, hoher Blaunanteil fördert kompaktes, buschiges Wachstum.

    Diesen Winter möchte ich meine Experimente mit Pflanzen unter Kunstlicht ausweiten. Bislang habe ich eine Nische mit 2*18W Tageslicht LSR auf etwa 0.3-0.4 qm, das funktioniert schon erstaunlich gut, trotz der geringen Leistung.

    Als nächstes ist ein Bereich mit Mischlicht geplant, also Tageslicht und dazu noch LSR. Frage - besser den Tag verlängern, also Zusatzlicht morgens und abends in der Dämmerung, oder den Tag verstärken, also Licht parallel zum Sonnenlicht?

    Und dann noch Bereiche mit LED Zusatzlicht. Langfristig, und wenn es mehr Auswahl an Tageslicht LEDs gibt, möchte ich komplett auf LEDs umsteigen, weil ich dann mehr Leuchten kann mit der gleichen Menge Strom.

    PS: Der Preis pro Pflanze ist für mich Zweitrangig. Zum einen kämpfe ich mit dem Licht auch gegen meine Winterdepression, zum anderen ist es für mich etwas Luxus, den ich mir gönne. Bislang habe ich Kosten von etwa 5 Euro pro Monat dadurch, das ist absolut tragbar. Im Winter mehr Grün und Helles Licht zu haben ist mir das wert. Die Anzucht ist nur eines meiner Ziele, ich will/werde auch mit Blütenpflanzen experimentiren, einfach des Anblicks wegen.
     
  • ralph12345

    ralph12345

    Foren-Urgestein
    #11
    Ich habe dies Jahr Chilis gezogen, ab Januar, da braucht es Kunstlicht. Ansonsten ist man auf schnell reifende Sorten beschränkt, wo es ausreicht, die im April zu säen.
    Meine Tomaten ziehe ich auch unter Kunstlicht vor, im Schnapsbecher. Nach dem Umtopfen in 9x9 kommen sie dann an das Fenster. Das Kunstlicht bringt auch im April noch da eine Menge, den im April ist die Sonne oft nicht zu sehen.
    Leuchtstoffröhre mit 6500K
     
  • Verwandte Themen


    Top Bottom