Hm ... mein Rasen ist auch voller Gänseblümchen und ich finde es hübsch - am Anfang fand ich es hübsch.
Mittlerweile frage ich mich, wo der hübsche Rasen geblieben ist ...
Ich glaube, die philosophische Frage sollte eigentlich lauten: Was ist denn ein "hübscher Rasen?"
Vielleicht hat man viel zu sehr den professionellen Rasen in Wimbledon im Kopf oder in einem Fussball-Stadion, also dort, wo der Rasen als sportlicher Untergrund genutzt wird?
Oder will jemand einen klassischen "englischen Rasen", der stramm ausgerichtete, einheitlich 2.45 cm lange Grashälmchen hat, alle von derselben Sorte natürlich und unter den sich kein "fremdes Gras" geschweige denn Blumen einmischen dürfen?
Wem solch ein Rasen als Ideal vorschwebt, der sollte die Rasenfläche lieber zubetonieren und einen Rasenteppich aus dem Baumarkt darüber legen.
Aber alle "natürlichen Garten-Rasen" nehmen mit der Zeit nun mal liebevoll auch fremde Gräser, Gänseblümchen oder sogar Unkräuter (igittt

) in ihrer Mitte auf. Na und?
Das ist Natur und hautnah miterlebbare Biotop-Entwicklung.
Ich erinnere mich ganz konkret an meine schmerzhaften Erfahrungen als Kleinkind, als ich im Rasen rumtollte und auf eine Biene trat. Auaaaaaa.
Da ich allergisch war, schwoll nicht nur mein Fuss an, sondern gleich das ganze Bein.
Das Ganze war unglaublich schmerzhaft, da gebe ich TK-Mama recht. Aber von da an (und ich war wirklich noch sehr klein, eine meiner frühesten Kindheits-Erinnerungen) lief ich nie mehr barfuss über den Gänseblümchen-Rasen.